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Frankfurter Mandatsträger wurden in den letzten Wochen von Eltern aus unterschiedlichen Stadtteilen immer wieder auf die

Vorlagentyp: F
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Thema Schulen und Bildung verfolgen

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Frage vom 28.03.2019, F 1784 Frankfurter Mandatsträger wurden in den letzten Wochen von Eltern aus unterschiedlichen Stadtteilen immer wieder auf die Hortsituation angesprochen. Die Lage ist teilweise für einzelne Personen so prekär, dass berufliche Existenzen wegen fehlender Betreuungsplätze auf dem Spiel stehen. Dies vorangestellt, frage ich den Magistrat, welche Stadtteile eine besonders hohe Differenz zwischen Angebot und Nachfrage bei Hortplätzen aufweisen und was der Magistrat gedenkt, dagegen zu tun.

Antwort des Magistrats: Eine besonders niedrige Versorgungsquote in Bezug auf Hortplätze existiert mit Stand vom 01.04.2019 für folgende Planungsbezirke des Stadtschulamts: Angestrebt wird aktuell - nach Aussage von Herrn Lossa - eine Versorgungsquote von 70 Prozent: Bergen-Enkheim - nur Schule am Hang, Bahnhof/Gutleut, Bonames, Eckenheim, Eschersheim - Ludwig-Richter-Schule 54Prozent -, Fechenheim - nur Freiligrathschule -, Gallus - nur Günderrodeschule -, Griesheim - nur Boehleschule -, Harheim - Grundschule Harheim 68 Prozent -, Heddernheim, Kalbach/Riedberg - Grundschule Riedberg 55 Prozent, Grundschule Kalbach 66 Prozent -, Nied - Fridtjof-Nansen-Schule 40 Prozent, Niddaschule 56 Prozent und Friedrich-List-Schule 61 Prozent -, Niederursel - nur Erich-Kästner-Schule -, Nieder-Eschbach - Michael Grizmek Schule 65 Prozent -, Nordend - nur Holzhausenschule -, Oberrad, Praunheim, Riederwald - Pestalozzischule 53 Prozent -, Rödelheim - Michael Ende Schule 50 Prozent, Brentanoschule 52 Prozent -, Sachsenhausen - nur Martin-Buber-Schule 39 Prozent -, Schwanheim/Goldstein - nur Minna-Specht-Schule und Goldsteinschule -, Unterliederbach - Karl- von Ibell-Schule 38 Prozent, Walter Kolb Schule 48 Prozent -, Westend - nur Engelbert-Humperdinck-Schule -, Zeilsheim - nur Adolf-Reichwein-Schule -. Stadtweit ergeben sich durch Zuzüge, steigende Geburtenzahlen, Nachverdichtungen und Neubaugebiete sehr hohe Bedarfe an Betreuungsplätzen für Grundschulkinder. Der Koalitionsvertrag verpflichtet den Magistrat, jedem Grundschulkind, das einen Betreuungsplatz braucht, auch einen anzubieten. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort: Den Eltern, den Schulleitungen, den Ortsbeiräten, den Kinderbeauftragten, den Quartiersmanagern und den Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen wird an konkreten, konstruktiven Lösungen gearbeitet: Gibt es die Möglichkeit der Aufstockung von vorhandenen Betreuungsplätzen, zum Beispiel Erhöhung von ESB- und Hortplätzen, können die Schulen zu ganztägig arbeitenden Schulen werden und ist der Einsatz der Kindertagespflege für Grundschulkinder ausbaufähig? Vielfältige Lösungswege müssen in Betracht gezogen werden, um den rasant steigenden Bedarfen an Betreuungsplätzen für Grundschulkinder mit konkreten Platzangeboten begegnen zu können. Wir stehen vor der Herausforderung, geeignete Räumlichkeiten zu finden, die die Anforderungen an Kinderbetreuung erfüllen, und natürlich qualifiziertes Fachpersonal zur Verfügung zu haben. Zwei volle Stellen in meinem Dezernatsbüro arbeiten an diesem Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Nicht umsonst habe ich direkt nach meinem Amtsantritt die Einrichtung von Horten möglich gemacht. Wir haben seit 2016 im Bereich Hort 184 neue Plätze und bei den Betreuungsangeboten in Schulen 1.169 zusätzliche Betreuungsplätze für Grundschulkinder schaffen können, aber es gibt noch sehr viel zu tun. Grundsätzlich werden für alle Frankfurter Stadtteile mehrere Möglichkeiten zur Schaffung von Grundschulkind- Betreuungsplätzen verfolgt: Zum einen wird in Rücksprache mit Schulleitungen und Trägern geprüft, ob die Aufstockung von ESB-Plätzen möglich ist, das heißt, wir prüfen, ob genug Räume vorhanden sind, die gegebenenfalls multifunktional - für Unterricht und Betreuung - genutzt werden können; ob Räume im Umfeld der Schule angemietet und genutzt werden können; ob die baulichen Voraussetzungen für die Betreuung gegeben sind; und wir suchen geeignetes Personal. Zum anderen werden kontinuierlich Liegenschaften auf ihre Eignung als Hort- oder ESB-Standort überprüft. Gegebenenfalls werden bauliche Maßnahmen ergriffen - über unser "Sofortprogramm" kann das Stadtschulamt aktiv werden und leerstehende Liegenschaften umbauen -, um diese Standorte fit für die Betreuung der Grundschulkinder zu machen. Alle Möglichkeiten zur Kooperation mit weiteren Akteuren zur Gewährleistung einer adäquaten Betreuung werden ausgelotet. Parallel dazu bauen wir die Zahl der ganztägig arbeitenden Schulen weiter aus: Aktuell haben wir 16 Schulen, die am Pakt für den Nachmittag - Angebote von 07.30 Uhr bis 17 Uhr an fünf Tagen pro Woche sowie Ferienbetreuung bei 25 Schließtagen - teilnehmen. Im neuen Schuljahr 2019/2020 kommen drei neue Schulen dazu. Pakt für den Nachmittag:

  1. Albrecht-Dürer-Schule G Sossenheim
  2. Berkersheimer Grundschule (Neuaufnahme) G Berkersheim
  3. Berthold-Otto-Schule G Griesheim
  4. Dahlmannschule G Ostend
  5. Diesterwegschule G Ginnheim
  6. Grundschule Riedberg I G Riedberg
  7. Henri-Dunant-Schule G Sossenheim
  8. Hostatoschule GH Höchst
  9. Kerschensteinerschule G Hausen
  10. Konrad-Haenisch-Schule GHR Fechenheim
  11. Marie-Curie-Schule G Riedberg
  12. Textorschule G Sachsenhausen
  13. Theobald-Ziegler-Schule G Preungesheim
  14. Uhlandschule G Ostend
  15. Valentin-Senger-Schule G Bornheim
  16. Viktoria-Luise-Schule G Bockenheim Neu zum Schuljahr 2019/2020:
  17. Grundschule Europaviertel G Gallus
  18. Grundschule Riedberg III G Riedberg
  19. Merianschule G Nordend Rechtsanspruch: Für 2025 plant die Bundesregierung die Realisierung des Rechtsanspruchs für die Grundschulkindbetreuung. Wir bereiten uns vorausschauend auf diese große Herausforderung vor, der wir uns als Kommune stellen müssen. Neben dem Aufbau und Ausbau ganztägig arbeitender Schulen bauen wir Horte und Betreuungsangebote an Schulen kontinuierlich aus und setzen in diesem Prozess als dritte Säule auf die Kindertagespflege als Betreuungsangebot für Grundschulkinder. Gesamtkonzept ganztägig arbeitende Schulen: Im letzten September starteten wir einen Beteiligungsprozess zur Entwicklung eines Gesamtkonzeptes für ganztägig arbeitende Schulen. Grundlage ist der Magistratsbeschlusses Nr. 853 vom 08.09.2017 mit dem Auftrag an das Stadtschulamt, ein Gesamtkonzept für ganztägig arbeitende Grundschulen und Schulen mit Grundstufen zu erarbeiten. Ziel: Ein einheitliches kommunales Förderprogramm für ganztägig arbeitende Grundschulen incl. der Integration der Landesressourcen Das Gesamtkonzept schafft die strukturelle Voraussetzung für die Betreuungsplatzgarantie für Grundschulkinder im Hinblick auf das Eintreten des Rechtsanspruches auf kommunaler Seite. Es bildet die Grundlage für weitere Maßnahmen und die Pilotierung. Auftrag: Die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes unter Beteiligung von Schule, Jugendhilfe, Eltern, Schülerinnen und Schülern und weiteren Bildungsbeteiligten bis September 2019 in Form eines Konzeptheftes. Themenfelder des Magistratsbeschlusses: A. Bildungsziele und Qualitätsmerkmale B. Angebots- und Zeitstruktur C. Kooperation D. baulich-räumliche Infrastruktur E. Finanzen & Schulbudget F. Kosten für Eltern G. Sekretariate und Schulhausverwaltung Mit einer Bilanzveranstaltung im Herbst dieses Jahres endet dieser öffentliche Beteiligungsprozess der Konzeptentwicklung für ganztägig arbeitende Grundschulen. Der Konzeptentwurf wird dann vorgestellt und ein Ausblick auf den Fortgang des Prozesses gegeben werden. Ziel ist, so schnell wie möglich mit einer Pilotphase zu beginnen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Thomas Kirchner

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 28. März 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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