Eine Multifunktionsarena im Rhein-Main-Gebiet würde für die Sportarten Basketball, Handball und Eishockey neue Chancen e
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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Frage vom 19.09.2014, F 1690 Eine Multifunktionsarena im Rhein-Main-Gebiet würde für die Sportarten Basketball, Handball und Eishockey neue Chancen eröffnen und auch durch weitere Veranstaltungen den Freizeitwert der Region steigern. Der Sportdezernent versucht, eine solche Arena gemeinsam mit Offenbach im Kaiserleigebiet anzusiedeln. Schwierigkeiten gibt es jedoch mit der Verkehrserschließung. In einem Interview sagte der Sportdezernent, dass nur einige Bäume, die lediglich in Plänen existieren, der Multifunktionsarena im Weg stehen.
Ich frage den Magistrat: Sind diese Bäume als naturschutzrechtliche Auflage im Offenbacher Planfeststellungsverfahren für den Kaiserleikreisel festgesetzt, und könnten diese nicht an anderer Stelle gepflan zt werden?
Antwort des Magistrats: Stadtrat Markus Frank: Herr Vorsteher, wenn ich das beantworten soll, gerne. Es ist tatsächlich so, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, als interkommunales Projekt eine Multifunktionsarena in die Rhein-Main-Region zu holen. Ich glaube, all diejenigen, die in den letzten Jahren in der Commerzbank-Arena gewesen sind, wissen, welche großartigen Sporterlebnisse wir dort haben, wenn 40.000 bis 50.000 Menschen in der Arena sind und den Sport genießen. Wir glauben, dass das auch für Frankfurter Sportarten wie Basketball oder Eishockey möglich ist. Eine Multifunktionsarena wäre für die gesamte Region eine Bereicherung und würde natürlich auch dazu beitragen, die finanziellen Grundlagen für den Sport in unserer Stadt weiter nach vorne zu bringen. Als interkommunales Projekt wäre es eine Chance, wenn man bedenkt, dass die Rhein-Main-Region 5,5 Millionen Einwohner hat, meistens Menschen, die sportbegeistert sind, die großes Interesse haben. Deshalb möchte ich erst einmal festhalten, dass diese Region eine Multifunktionsarena braucht.
(Beifall) Auf dem Weg zur Multifunktionsarena war uns natürlich bewusst - ohne dass ich dabei Herrn Becker anschauen muss -, dass das ein Projekt ist, das wir ohne Gelder der Stadt Frankfurt am Main auf den Weg bringen wollen. Die Idee war, so wurde es im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass wir eine Fläche zur Verfügung stellen. Im Zuge des Baus der Osthafenbrücke hat sich Offenbach dann auch bereit erklärt, einen Beitrag mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern zu leisten. Ich glaube, das ist eine große Chance. Deshalb haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht. Die Probleme liegen jedoch meistens in den Details. Wir haben uns vorgenommen, eine Ausschreibung zu machen und ein Grundstück zur Verfügung zu stellen. Bei einer Ausschreibung ist zu beachten, dass sie natürlich attraktiv gestaltet sein muss. Man kann nicht einfach eine Ausschreibung rausgeben, in der dann drei Seiten Probleme beschrieben sind. Wichtig ist natürlich, dass diejenigen, die bereit sind, Geld zu investieren, sehen - wir rechnen mit Investitionskosten von rund 130 Millionen Euro -, dass es eine 1a Fläche ist, die hoch attraktiv ist, und die Probleme, die Aufgaben, die wir dort zu meistern haben, im Bereich des Machbaren liegen. Deshalb haben wir verkehrstechnische Untersuchungen auf den Weg gegeben. Die haben erst einmal ergeben, dass es mit der verkehrlichen Anbindung sehr schwierig aussieht. Wir haben dann Zusatzgutachter an den Tisch geholt. Wir haben alle Akten auf den Tisch gelegt, sodass alles verfügbar war, und alle Leute zusammengeholt, die mit diesem Projekt zu tun haben, und haben dann festgestellt, nachdem wir mit den Veranstaltungsprofis gesprochen haben, dass die Verkehrsströme - ja, das interessiert nicht alle - eben nicht um 17 Uhr oder 18 Uhr problematisch sind, sondern es geht darum, die Halle um 18 Uhr, 19 Uhr oder 20 Uhr verkehrstechnisch anzubinden. Dann haben wir ein neues Verkehrsgutachten auf den Weg gebracht und dann ein Lösungskonzept in Auftrag gegeben, das habe ich hier auch. Wir haben also nicht gefragt, welche Probleme es gibt, sondern was wir tun müssen, um diese zu lösen. Dann gab es im Sommer wieder einen Termin, alle waren dabei, alle Akten lagen wieder vor und jetzt will ich mich vorsichtig ausdrücken. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass nicht alle, die am Tisch saßen, den unbedingten Willen hatten, dass es nach vorne geht. Es wurde gesagt, dass das Planfeststellungsverfahren - was sehr wichtig für die Stadt Offenbach ist, die haben wir auch für den Kaiserlei unterstützt - nicht angetastet werden sollte, aber, das will ich jetzt ganz deutlich sagen, ich habe vor zwei Tagen den Oberbürgermeister aus Offenbach getroffen und ein Gespräch mit ihm geführt. Es ist mittlerweile so, das habe ich ihm erläutert, dass es ein deutliches Signal aus diesem Stadtparlament geben wird. Ich möchte mich ganz herzlich bei der SPD-Fraktion und bei der FDP-Fraktion bedanken, die mir deutliche Signale in Antragsform für die Multifunktionsarena gegeben haben, und damit ist absehbar, dass es in diesem Haus nicht nur innerhalb der Koalition eine Mehrheit gibt, sondern eine breite Mehrheit für die Idee dieses interkommunalen Projekts. Ich hoffe, dass wir in der nächsten Runde einen Stadtverordnetenbeschluss fassen. Mit dem Beschluss werde ich dann gemeinsam mit dem Oberbürgermeister aus Offenbach nach Berlin fahren und dafür werben, dass wir das verkehrstechnische Problem gemeinsam lösen. Ich glaube, das zeigt doch, dass wir durch die Diskussion, die es in den letzten Tagen und Wochen gab, neuen Rückenwind bekommen haben und dass wir uns alle freuen dürfen, dass es beim Thema Multifunktionsarena weitergeht.
(Beifall) Stellvertretender
Stadtverordnetenvorsteher Lothar Stapf: Es gibt es Zusatzfrage von Herrn Emmerling. Bitte! Stadtverordneter Eugen Emmerling, SPD: (Zusatzfrage) Herr Stadtrat Frank, sind Sie mit mir der Meinung, dass es im interkommunalen Dialog immer besser ist, per Telefon oder persönlich und zwar ausnahmslos mit den Betroffenen zu sprechen, als das über das Megafon von Zeitungen zu tun? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)
Die Werkzeugkiste eines Kommunalpolitikers beinhaltet viele Werkzeuge. Die werden immer so eingesetzt, dass es am Ende für das Projekt oder die Idee hilfreich ist. Darin sind ganz feine, filigrane Schraubendreher, aber darin sind auch andere Werkzeuge, Herr Emmerling, alles zu seiner Zeit. Aber ich glaube, das gute Gespräch, das ich vor zwei Tagen mit dem Offenbacher Oberbürgermeister hatte, war sehr zielführend. Stellvertretender
Stadtverordnetenvorsteher Lothar Stapf: Eine weitere Zusatzfrage kommt von Herrn Ochs von der RÖMER-Fraktion. Bitte! Stadtverordneter Bernhard E. Ochs, RÖMER: (Zusatzfrage) Herr Stadtrat, Sie hatten am Anfang Ihrer Antwort die Sportarten aufgezählt, die in Betracht kämen. Unter anderem haben Sie den Eishockeysport erwähnt. Heißt das jetzt, dass unsere Eissporthalle am Ratsweg zur Disposition steht, zumal dort auch das neue Panoramabad am Bornheimer Hang entstehen soll? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)
Um Gottes Willen, Herr Ochs, nein, natürlich nicht. Die Eissporthalle steht nicht zur Disposition. Sie ist insbesondere beim Publikumsverkehr sehr erfolgreich. Es gibt auch viele Ideen, wie man zusätzlich noch etwas tun kann. Wir brauchen natürlich für unsere Löwen, die gerade in die zweite Eishockeyliga aufgestiegen sind, noch eine Trainingsstätte. Insofern steht die Eissporthalle nicht zur Disposition. Ich glaube, ein interkommunales Projekt für Sport und Kultur, in dem nicht nur Sport stattfinden wird, sondern wo auch Künstler auftreten können und wo es auch andere Veranstaltungen geben wird, ist für Frankfurt und die Region ein großer Gewinn, ohne dass wir Angst haben müssen, dass in Bornheim, lieber Herr Ochs, irgendetwas in Schieflage geraten könnte. Antragstellende Person(en): Stadtv. Günther Quirin
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. September 2014 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.