„Die Freude ist auf allen Seiten groß“, hieß es vergangenen November, als verkündet wurde, dass das Dialogmuseum gerette
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängiges Bürgerprojekt seit 2010. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Kultur verfolgenInhalt
Frage vom 24.01.2019, F 1642 "Die Freude ist auf allen Seiten groß", hieß es vergangenen November, als verkündet wurde, dass das Dialogmuseum gerettet sei und im Laufe des kommenden Jahres mit Unterstützung der Stadt in die B-Ebene der Hauptwache umziehen werde. Die Freude der Mitarbeiter*innen des Dialogmuseum erheblich getrübt haben dürfte, dass sie am 31.12.2018 dennoch erst einmal ihre Jobs los waren. Insgesamt 25 Personen, darunter 14 seh- und fünf anderweitig behinderte Menschen, standen trotz allseitig überschwänglich gefeierter Rettung des Dialogmuseums zum Jahresende auf der Straße.
Ich frage den Magistrat: Ist im Zuge der Rettung des Dialogmuseums sichergestellt worden, dass alle ehemaligen Mitarbeiter*innen nach erfolgtem Umzug wieder eingestellt werden?
Antwort des Magistrats: Sehr geehrter Herr Stadtverordneter Kliehm! Das Dialogmuseum stand 2018 vor dem Aus. Vor diesem Hintergrund ist der Magistrat sehr froh, innerhalb kurzer Zeit eine Lösung gefunden zu haben, die dem Museum einen Fortbestand und Neuanfang ermöglicht. Die Grundlage dafür war eine intensive Kooperation zwischen Stadtkämmerer, Verkehrsdezernent, Kulturdezernentin sowie Vertretern des Dialogmuseums. Im Ergebnis bewirkte sie nicht nur die Rettung des Museums, sondern sogar seine Aufwertung: Künftig ist das Dialogmuseum im Herzen der Stadt zu finden und kann an dieser zentralen Stelle mit einer noch größeren Aufmerksamkeit rechnen. Trotz dieser engen Zusammenarbeit handelt es sich beim Dialogmuseum nicht um ein städtisches Haus, sondern um eine private Einrichtung. Leider sah sich die Leitung des Museums nach eigener Aussage gezwungen, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zuge der Neustrukturierung zu kündigen. Während dieses Prozesses wurde jedoch alles getan, um denjenigen Menschen, die das Museum mit ihrer Arbeit in den letzten Jahren getragen haben, neue Perspektiven zu schaffen. So waren unmittelbar nach der Ankündigung der Entlassungen zwei Vertreter der Agentur für Arbeit im Haus, um interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Wege und Leistungen zu informieren. Der Magistrat hofft, dass sich mit dem neuen Museum für möglichst viele von ihnen Möglichkeiten auf Wiedereinstellung finden. In jedem Fall wird das Dialogmuseum auch am neuen Standort schwerbehinderten Menschen einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt bieten. Antragstellende Person(en): Stadtv. Martin Kliehm
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. Januar 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.