Thomas König, Vorstand des Düsseldorfer Energiekonzerns E.ON, forderte in der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ e
Zusammenfassung
Der Magistrat wird aufgefordert, den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze in Frankfurt zu beschleunigen, um den steigenden Strombedarf zu decken. Dies ist notwendig, um die Versorgungszuverlässigkeit zu gewährleisten und die Infrastruktur an die zukünftigen Anforderungen anzupassen.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Thomas König, Vorstand des Düsseldorfer Energiekonzerns E.ON, forderte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einen stark beschleunigten Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze. Ich frage den Magistrat, bis wann und in welchen Bereichen er den wichtigen Ausbau beziehungsweise die Modernisierung der Stromnetze in Frankfurt beschleunigt realisieren wird.
Antwort des Magistrats
Zuständig für das Stromnetz in Frankfurt sind die Netzdienste Rhein-Main, NRM, mit Ausnahme der Frankfurter Stadtteile Höchst, Nied, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim. Diese Stadtteile befinden sich in der Zuständigkeit der Syna GmbH, einer Tochtergesellschaft der Süwag Energie AG. Die Mainova AG kann in diesem Zusammenhang nur Auskünfte erteilen, die das Stromnetz ihrer Tochtergesellschaft, der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, betreffen.
Die Versorgungszuverlässigkeit wird deutschlandweit nach dem Verfahren der BNetzA ermittelt und gemessen. Die NRM Netzdienste Rhein-Main hat derzeit eine statistische Ausfallzeit, SAIDI-Wert, von sieben Minuten in 2020, Vergleich deutschlandweit 10,7 Minuten. Das Stromnetz der Mainova-Tochter NRM ist damit als überdurchschnittlich zuverlässig zu beurteilen.
Die Netzkapazitäten der NRM entsprechen den Vorgaben der BNetzA. Das heißt die vorhandene Infrastruktur reicht für den derzeitigen Bedarf aus und die vorgegebene Menge an Reservekapazität steht zur Verfügung. Die Sicherheit des Netzes wird durch regelmäßige Wartungen und Erneuerungsmaßnahmen seitens der NRM sichergestellt.
Für die Stadt Frankfurt am Main wird in den nächsten Jahren ein steigender Strombedarf erwartet. Das ist auf verschiedene Entwicklungen zurückzuführen, etwa den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und die zunehmende Digitalisierung. Mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen investiert die Mainova AG bis zum Jahr 2027 mit Partnern 750 Millionen Euro für die Erhöhung der Netzkapazitäten Frankfurts um 50 Prozent. Das entspricht dem Leistungsbedarf einer Stadt wie Hannover mit 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Parallel finden eine umfangreiche Erneuerung und ein Ausbau des Frankfurter Stromverteilnetzes statt. Dadurch wird auch zukünftig die nötige Netzstabilität für den wachsenden Bedarf gewährleistet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.