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In seinem Bericht B 220/2018 nimmt der Magistrat zu der Einführung eines Online-Ticketsystems für die Besucher des Zoos

Vorlagentyp: F
Beantwortet

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Frage vom 16.08.2018, F 1371 In seinem Bericht B 220/2018 nimmt der Magistrat zu der Einführung eines Online-Ticketsystems für die Besucher des Zoos Stellung, ohne jedoch einen Termin zu nennen, ab dem eine Online-Bestellung von Eintrittskarten für den Besuch des Zoos möglich sein soll.

Ich frage den Magistrat: Welcher Termin zur Einführung eines Online-Ticketsystems für Besucher des Zoos wird angestrebt?

Antwort des Magistrats: Stadträtin Dr. Ina Hartwig: Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren, Herr Stadtverordneter Mund! Mir persönlich wäre eine funktionierende Online-Ticketing-Lösung schon heute lieber als morgen. Schließlich handelt es sich dabei um einen seit Jahren bestehenden, gut begründeten Wunsch, nicht nur unseres Zoos, sondern auch der städtischen Museen. Diese Forderung hat meine volle Unterstützung. Lassen Sie mich kurz darlegen warum. Zahlreiche Studien sprechen eine deutliche Sprache, der Trend ist klar. Circa 40 Prozent aller Deutschen kaufen ihre Veranstaltungstickets mittlerweile online. Wir als Stadt Frankfurt stehen also einer gestiegenen Erwartungshaltung unserer Bürgerinnen und Bürger, und natürlich auch aller Besucherinnen und Besucher, gegenüber. Wir müssen möglichst rasch eine Lösung anbieten. Und zwar nicht etwa weil das Thema gerade en vogue wäre, sondern weil damit zahlreiche, inhaltlich gut begründete Vorteile für unsere städtischen Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr einhergehen. Ein paar Beispiele: Besucherinnen und Besucher, Frankfurterinnen und Frankfurter ebenso wie Touristen können einfacher und komfortabler die städtischen Kulturangebote besuchen. Sie können rund um die Uhr und schnell ihre Buchungen vornehmen und dadurch Zeit sparen, auch beim Einlass. Das verspricht zufriedene Nutzer auf der einen, aber auch höhere Ticketverkäufe auf der anderen Seite. Für die Stadt öffnen sich insgesamt neue Vertriebswege: Marketingkooperationen mit Reiseveranstaltern und Hotelketten werden möglich, die höhere Abverkäufe versprechen. Die Häuser erhalten einen eigenen Webshop, mit dessen Hilfe sie ihre Produkte - denken Sie beispielsweise an die Museumshops - rund um die Uhr und weltweit online vertreiben können. Sie sehen also, es gibt viele gute Gründe, die für ein funktionierendes Online-Ticketing- beziehungsweise eine städtische Webshop-Lösung sprechen. Allein mit der Umsetzung haben wir uns bislang schwer getan. Es gibt seit 2014 eine städtische Arbeitsgruppe, an der das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik, das Revisionsamt, die Stadtkämmerei sowie weitere städtische Organisationseinheiten beteiligt sind und in die alle genannten Einrichtungen - insbesondere aber der Frankfurter Zoo - viel Zeit und Mühe gesteckt haben. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.

(Beifall) Wie man aber allein anhand des mehrjährigen Zeitraums sehen kann, handelt es sich um einen mühevollen und zeitintensiven Entwicklungsprozess. Die stadtinterne Abstimmung ist, nicht zuletzt aufgrund der technischen Anforderungen, wirklich komplex. Die diversen städtischen Standards müssen berücksichtigt werden. Mir war und ist es daher sehr wichtig, dem Prozess mehr Schub und Kontinuität zu geben, ihn damit zu unterstützen und zu beschleunigen. Aus diesem Grund habe ich im Frühjahr dieses Jahres das Gespräch mit meinem Magistratskollegen Stadtrat Schneider gesucht. Gemeinsam haben wir wieder mehr Bewegung in das Projekt gebracht. So hat das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik aktuell zugesichert, den für das Online-Ticketing dringend benötigten Server bereitzustellen. Anschließend sind aber noch einige Klärungen herbeizuführen, es gib noch einiges zu tun. Vor dem komplexen Hintergrund halte ich es derzeit für wenig hilfreich, einen konkreten Termin für die Inbetriebnahme zu nennen. Dafür bitte ich um Verständnis. Ich bin zugleich davon überzeugt, dass - wenn wir weiter an einem Strang ziehen - wir bald einen solchen Termin nennen können.

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Die erste Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Mund von der BFF-Fraktion. Bitte schön! Stadtverordneter Mathias Mund, BFF: (Zusatzfrage) Frau Dr. Hartwig, vielen Dank für die ausführliche Beantwortung der Frage. Eine Zusatzfrage hätte ich noch. Warum bedient sich der Magistrat nicht einer vorhandenen Online-Ticketplattform, zumindest übergangsweise, bis die städtische Lösung mit den von Ihnen erwähnten besonderen Anforderungen geschaffen ist? Stadträtin Dr. Ina Hartwig: (fortfahrend) Ich habe das Vertrauen in die engagierten Kolleginnen und Kollegen des Amtes für Informations- und Kommunikationstechnik. Hier liegt das Fachwissen und sie genießen mein volles Vertrauen. Wenn schon sehr bald die entsprechende technische Infrastruktur bereitgestellt werden kann, hätten wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Ein zentraler Gateway-Server könnte nicht nur durch den Zoo, sondern auch von anderen städtischen Einrichtungen wie den Museen oder auch dem Palmengarten genutzt werden. Vor allem wären wir dann endlich in der Lage, weiterführende Tests durchzuführen. Was wir brauchen, ist eine städtische IT-Infrastruktur, über die interessierte städtische Einrichtungen ihr Online-Ticketing anbieten können. Als Kulturdezernentin bin ich sehr daran interessiert, die Digitalisierung, wie Sie wissen, auf verschiedenen Ebenen voranzutreiben. Deshalb sage ich, dass die entsprechende Infrastruktur dort verankert werden muss, wo sie erforderlich ist. Es kann nicht alles nur zentral oder nur dezentral geregelt werden, sondern muss dort verankert werden, wo die Aufgaben effizient gelöst werden können. Ein Provisorium, das Sie gerade vorschlagen, ist hier wenig dienlich. Man braucht sich nur die aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft und hier auch bei den großen Frankfurter Banken anzusehen. Es gibt längst nicht mehr nur eine zentrale IT, sondern diese wird so organisiert, dass man die Aufgaben und Projekte am schnellsten und besten erledigen kann. IT wird dort einerseits als eigene Abteilung verstanden, wo zentrale Dienstleistungen für alle bereitgestellt werden, so wie etwa unser Gateway-Server. Diese Zentralisierung müssen wir als Stadt vorantreiben, ansonsten aber müssen die Fachabteilungen räumlich und personell Hand in Hand mit der IT zusammenarbeiten können, um eine durchgehende Digitalisierung zu gewährleisten, die mit den fachlich versierten Usern gemeinsam anzufertigen ist. Stückwerk hilft uns hier nicht weiter. Es gilt zügig voranzuschreiten und keine Zeit zu verlieren und deshalb in naher Zukunft digitale Strategien in die geschilderte Richtung zu entwickeln. In diesem Sinne habe ich in meinem Dezernat bereits erste Maßnahmen getroffen, um die engere Verzahnung von Fachabteilungen und IT voranzubringen. So wurde vor etwa einem Jahr eine neue Referentenstelle für digitale Fragen eingerichtet. Seither werden digitale Fragen aufgearbeitet, beispielsweise zu den Themen Online-Ticketing, digitale Sammlungen, WLAN und vieles mehr neu strukturiert und gemeinsam mit den städtischen Museen sowie dem Zoo angegangen. Dass in den Prozess des Online-Ticketings überhaupt wieder Bewegung gekommen ist, ist auch dieser Maßnahme zu verdanken.

(Beifall) Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler: Danke schön! Die zweite Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Kliehm von der LINKE.-Fraktion. Bitte schön! Stadtverordneter Martin Kliehm, LINKE.: (Zusatzfrage) Sehr geehrte Frau Dr. Hartwig, wenn die vier Jahre, die ich für ein solches Projekt für extrem lange halte, dadurch zustande kommen, dass, wie Sie sagen, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen sehr komplex ist, warum nehmen Sie nicht die Komplexität heraus und machen erst ein Pilotprojekt? Stadträtin Dr. Ina Hartwig: (fortfahrend) Weil ich mich mit dem Fachdezernat in enger Abstimmung befinde und wir es als einen gesamtstädtischen Prozess betrachten.

(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Mathias Mund

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. August 2018 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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