Seit rund einem Jahr sind im Rahmen eines Modellprojektes an einigen weiterführenden Schulen in Frankfurt Schulgesundhei
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Frage vom 17.05.2018, F 1270 Seit rund einem Jahr sind im Rahmen eines Modellprojektes an einigen weiterführenden Schulen in Frankfurt Schulgesundheitsfachkräfte im Einsatz, zu deren Aufgabe die Versorgung kranker und verletzter Schülerinnen und Schüler sowie die Früherkennung von Krankheiten und die allgemeine Gesundheitsförderung durch Aufklärung und Prävention zählen. In diesem Zusammenhang frage ich den Magistrat: Welche Erfahrungen wurden bisher mit dem Einsatz der Fachkräfte gemacht?
Antwort des Magistrats: Seit dem
- Juni 2017 sind an fünf Frankfurter Schulen - Ernst-Reuter-Schule II, Georg-Büchner-Schule, Helmholtzschule, Liebigschule, IGS Eschersheim - Schulgesundheitsfachkräfte tätig. Dies sind examinierte Pflegekräfte, die zuvor eine zweimontige Weiterbildung an der Evangelischen Hochschule Darmstadt durchlaufen haben. Anstellungsträger für die Schulgesundheitsfachkräfte ist das Staatliche Schulamt. Eine fachliche Begleitung erfolgt durch das Gesundheitsamt Frankfurt. Projektträger des Modellvorhabens ist die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V., HAGE. Die Finanzierung wird maßgeblich von der AOK Hessen getragen. Das Hessische Kultusministerium und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration unterstützen das Modellvorhaben. In einem Zwischenfazit des Insituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité Berlin, das mit der projektbegleitenden Evaluation betraut ist, wird festgestellt: Die Schulgesundheitsfachkräfte bringen sich von Beginn an mit einem breitgefächerten Tätigkeitsspektrum ein, von der Versorgung kleiner Verletzungen bis hin zu Beratungen und Einleitung weiterführender Maßnahme. Es gibt deutliche Hinweise auf eine hohe Akzeptanz der Fachkräfte auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, SuS, Eltern und Lehrenden; erste Ergebnisse bestätigen Entlastung des Lehrpersonals; in den Schulen besteht ein deutlich erkennbarer gesundheitsbezogener Handlungsbedarf. Die Anzahl der betreuten SuS je Fachkraft ist oberhalb der empfohlenen Quote, dies zwingt die Pflegenden zu einer strengen Priorisierung der Tätigkeit, empfohlene Quote ist 350 bis maximal 750 pro Schulgesundheitskraft. Innerhalb von sechs Monaten hatten die Schulgesundheitsfachkräfte 8.525 Kontake mit SuS, 617 Elternkontakte und 742 Kontakte mit dem Schulpersonal. Zudem fanden 195 gruppenbezogene Aktivitäten im Bereich "Prävention und Gesundheitsförderung" statt, Gesamtzahlen für Frankfurt und Stadt/Kreis Offenbach. Es besteht deutlicher Bedarf eines regulären Austausches mit dem örtlichen Kinder- und Jugendärztlichen Gesundheitsdienst zur Realisierung und Unterstützung des Arbeitsauftrages der Schulgesundheitskraft. Das Modellprojekt "Schulgesundheitsfachkräfte" wird in der Laufzeit um ein Jahr verlängert werden, bis Dezember
- Die Finanzierung wird über das Hessische Kultusministerium sichergestellt. Antragstellende Person(en): Stadtv. Christiane Schubring
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 17. Mai 2018 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.