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Produktbereich: 18 Soziales, Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Etatantrag sieht die Förderung des Projekts "Solidarisch durch die Krisen: Umgang mit Radikalisierung im Netz" vor, um pädagogische Fachkräfte in der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen. Ziel ist es, Jugendliche im Umgang mit extremistischen Inhalten im Netz zu schulen und ihre Resilienz zu stärken.

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Für das Projekt "Solidarisch durch die Krisen: Umgang mit Radikalisierung im Netz" werden für der Bildungsstätte Anne Frank in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 30.000 Euro und in das Haushaltsjahr 2025 30.000 Euro eingestellt.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Ve rwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.

Begründung

Das Programm der Anne Frank Bildungsstätte zielt darauf ab, pädagogische Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) zu unterstützen und sie darauf vorzubereiten, wenn sie mit radikalen Aussagen von Jugendlichen konfrontiert werden und wie sie darauf reagieren können. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zugänglich zu machen und Jugendlichen zu helfen, eine eigene Haltung gegen Hass und Spaltung in unserer Gesellschaft zu entwickeln. In den geplanten Veranstaltungen soll ein Bewusstsein geschaffen und Handlungsmöglichkeiten vermittelt werden, wie einerseits mit den Verunsicherungen der Jugendlichen umgegangen und andererseits gegen extremistische Haltungen und Denkmuster agiert werden kann. Ebenso liegt ein Fokus auf dem Empowerment, um die Resilienz der Jugendlichen zu stärken. Während des o.g. Fachtages erhalten die pädagogischen Fachkräfte der OKJA Hintergrundwissen zur Entwicklung von Antisemitismus im Netz, Einblick in die Logik von Social Media im Hinblick auf radikale Inhalte sowie die Rolle von Creator*innen und die Funktion von Fake Bildern und Verschwörungserzählungen in diesem Zusammenhang. In praxisnahen Einheiten erlangen die Teilnehmenden neben Wissen auch Impulse für die Arbeit mit der eigenen Zielgruppe. Im Fokus stehen die vielfältigen, sich überlappenden globalen Krisen und die damit einhergehenden Radikalisierungstendenzen, insbesondere auf den Plattformen der sozialen Netzwerke. Diese haben unmittelbare Auswirkungen auf die Alltagswelten der Kinder und Jugendlichen sowie auf das Zusammenleben und den sozialen Zusammenhalt auf lokaler Ebene. Qualitativ hochwertige Bildungsangebote sind auf den Plattformen Facebook, Instagram, TikTok, Youtube & Co. noch zu wenig abrufbar und können den vielen Inhalten mit antisemitischem und rassistischem Hass, Fake News und Verschwörungstheorien kaum etwas entgegensetzen. Daher besteht der Bedarf pädagogischen Fachkräften Orientierung, Wissen und Handlungskompetenz im Hinblick auf radikale Stimmen im Netz zu geben. Einerseits um Radikalisierung und Verschwörungserzählungen entgegenzuwirken, andererseits um das solidarische Miteinander zu stärken. Pädagogische Fachkräfte sollen dabei unterstützt werden, handlungs- und interventionsfähig zu sein, wenn aus Krisen Konflikte werden. Durchgeführt werden sollen ein Fachtag zum Thema "Antisemitismus im Netz - Der 7. Oktober und seine Folgen" und drei jeweils dreistündige Online-Workshops.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 27.06.2024 im Ausschusses für Soziales und Gesundheit angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes

Ausgaben 2025: 1.452 Mio € · im Antragsjahr 2024 1.426 Mio € — preisbereinigt +0 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 28 · 27.06.2024
TO I, TOP 26
Angenommen
Der Vorlage E 87 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTIONBFF-BIG
Ablehnung:
CDUAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) und AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme)

Mitdiskutieren

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