Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.04 Jugend- u. Erwachsenenbildung
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, im Doppelhaushalt 2024/2025 Mittel für Demokratieförderprogramme bereitzustellen, um gegen Hass und Gewalt vorzugehen. Dies ist notwendig aufgrund des Anstiegs rassistischer und diskriminierender Angriffe in Frankfurt. Das erwartete Ergebnis ist die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Prävention von Radikalisierung.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Im Doppelhaushalt 2024/2025 werden ausreichend Mittel eingestellt, um durch die Stadt Frankfurt bezuschusste Demokratieförderprogramme gegen Hass, rechte Hetze und Gewalt zu etablieren.
Begründung
Der Anstieg rassistischer, antisemitischer und queerfeindlicher Angriffe in Frankfurt ist Ausdruck des Erstarkens extrem rechter und menschenverachtender politischer Einstellungen. Diese sind in allen Teilen der Gesellschafft wiederzufinden. Rechtsextreme Chatgruppen bei der Polizei sowie die Drohbriefe des NSU 2.0 sind dabei nur die Spitze des Eisbergs einer gefährlichen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung nach rechts. In Frankfurt häufen sich die Vorfälle volksverhetzender Taten. Immer wieder erschüttern Angriffe auf queere Menschen die Stadt. Eine frühzeitige Sensibilisierung in den Bereichen Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und anderen Diskriminierungsformen ist essenziell, um Hass, rechter Hetze und Gewalt präventiv zu begegnen. Demokratiefördernde Institutionen und Projekte leisten dabei wichtige Bildungsarbeit für unterschiedliche Altersstufen und Milieus, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und Radikalisierung zu bekämpfen. Viele dieser Projekte werden momentan vom Land Hessen oder der Bundesregierung finanziert, wie z.B. das Projekt "united" von Creative Change e. V., das Projekt "KindGe-Recht!" von Makista - Bildung für Kinderrechte und Demokratie e. V. oder "Hidden Codes" der Bildungsstätte Anne Frank. Die finanzielle Unterstützung demokratiefördernder Projekte muss jedoch substanziell ausgebaut und verstetigt werden, um einen nachhaltigen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel zu erreichen. Frankfurt muss einen aktiven Beitrag zu einer offenen und solidarischen Gesellschaft leisten und daher selbst Programme gegen rechts auf Stadtebene etablieren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachte Linke diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2024 im Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa abgelehnt.
20.04 Jugend- und Erwachsenenbildung, Kinderbüro
Ausgaben 2025: 20 Mio € · im Antragsjahr 2024 20 Mio € — preisbereinigt -2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie Linke, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Ablehnung im Rahmen E 13)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU und BFF-BIG (= Ablehnung ohne Zusatz) sowie Linke und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung ohne Zusatz) ÖkoLinX-ELF (= Annahme)