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Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
4 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Magistrat wird beauftragt, die Projektarbeit des Mädchenbüro Milena e. V. mit einem einmaligen Zuschuss von 170.000 Euro zu fördern. Dies soll die Integration und das Empowerment von Mädchen und Frauen in Frankfurt unterstützen und die Angebote des Mädchenbüros verstetigen.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, die Projektarbeit des Mädchenbüro Milena e. V., welches Integrationshilfen vom Kleinkind an für Mädchen und Frauen aller Altersstufen anbietet, zu fördern und mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 170.000 Euro für Personal- und Sachkosten zu unterstützen. Vorgesehen sind zwei Vollzeitstellen bei der Trägerin für Sozialpädagog*innen oder Sozialarbeiter*innen, eine davon mit Leitungsfunktion, und Sachkosten wie Mieten und Pachten für den Haushalt 2022. Der Betrag wird dem Haushalt zugesetzt.

Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Umsetzung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2022 jeweils halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht nach Produktgruppen.

Begründung

Das 2014 gegründete Mädchenbüro Milena e. V., welches seit 2017 anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist, fördert mit seiner pädagogischen Arbeit das Empowerment von Mädchen und Frauen - mit und ohne Migrationshintergrund bzw. Fluchterfahrung. Dabei liegt ein Fokus auf der Verbesserung des Lebensstandards, Integration und Inklusion, wobei Mädchen und Frauen in der ganzheitlichen Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt und mit geschlechterbewusster pädagogischer Arbeit ein Beitrag zur Förderung der Chancengleichheit geleistet werden soll. Die Projekte sind gerichtet an alle in Frankfurt lebenden Mädchen und Frauen unabhängig von Herkunft, Nationalität, Staatsbürgerschaft, Alter und Familienstatus. Gemeinsam mit und für Frauen sowie Mädchen werden Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote angeboten. Diese Angebote sind niedrigschwellig, kostenlos und orientieren sich an den aktuellen Interessen und Bedürfnissen der Frauen und Mädchen, für die geschützte Räume mit vielseitigen Gestaltungs- und Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden. In ihrer Arbeit unterscheidet das Mädchenbüro Milena e. V. zwei verschiedene Angebotsgruppen: Bei der "Fraueninsel" gibt es Angebote für Frauen ohne Altersbegrenzung. Aktuelle Projekte sind bspw.: - "Wenn die Seele leidet": Eine Krisenbegleitung für Frauen mit Kriegs- und Fluchterfahrungen, die unter häuslicher Gewalt und posttraumatischen und psychosozialen Belastungsstörungen leiden. - "Ausbildung zu Tagesmüttern": Der Berufseinstieg nach der Flucht wird administrativ unterstützt, Praktika in Kindergärten und Kinderkrippen vermittelt und berufsbezogene Sprachkurse angeboten. - "Deutsch4U - Niedrigschwellige Sprachkurse": niedrigschwellige Sprachkurse für Alphabetisierung, A1 und B1 speziell für Erwachsene mit Migrationshintergrund. Damit sich die Frauen ganz auf den Spracherwerb konzentrieren können, gibt es parallel zu den Kursen eine Betreuung ihrer Kinder. In der Gruppe für Mädchen und junge Frauen bis 27 Jahre, der sogenannten "Mädcheninsel", wird insbesondere angeboten: - ein pädagogischer Mittagstisch - Hausaufgabenhilfe - niedrigschwellige Beratung - wechselndes Nachmittagsprogramm im Rahmen klassischer offener Kinder- und Jugendarbeit - Bewerbungstraining und Unterstützung bei Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche - Freizeit- und Freitagsangebote - Projekte sowie Ferienprogramme. Im Durchschnitt werden vom Mädchenbüro ca. 40 Mädchen pro Jahr, im Alter von 8-19 Jahren, erreicht. Dabei werden nicht nur Mädchen aus dem Stadtteil Bockenheim, sondern auch aus 12 weiteren Stadtteilen angesprochen. Die Teilnehmerinnen verteilen sich aktuell auf 14 verschiedene Schulen und 6 Schulzweige mit einer hohen Quote an Schulabschlüssen. Auch eine Vermittlungsquote in Praktikum, Ausbildung und ggf. Studium von 100% zeigt, dass sich das Projekt als zielgruppenadäquat und sozialpädagogisch sinnvoll erwiesen hat. Deshalb soll mit einer Förderung der Stadt Frankfurt das Projekt MädchenbüroMilena e. V. zu einem festen Ort in Frankfurt gemacht werden, damit das wichtige und umfangreiche Angebot verstetigt werden kann. Dieses ist basisorientiert und wird laufend nach den Belangen der Mädchen und Frauen sowie an die pädagogischen, gesellschaftspolitischen Notwendigkeiten, Maßgaben und Richtlinien der Dezernate in Frankfurt am Main angepasst. Bisher wurde das Angebot von MädchenbüroMilena von zwei Stiftungen gefördert, dies ist nach 2021 nicht mehr möglich. Es finanziert sich zurzeit hauptsächlich aus Spenden. Damit sie weiterhin flexibel auf Herausforderungen reagieren und unbürokratische Hilfe leisten können, ist eine städtische Unterstützung sehr hilfreich.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Mai 2022 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.06.2022 im Haupt- und Finanzausschusses angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen

Ausgaben 2025: 6 Mio € · im Antragsjahr 2022 5 Mio € — preisbereinigt +16 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf4 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 8 · 24.05.2022
TO I, TOP 17
Abgelehnt
Es dient zur Kenntnis, dass die Vorlage E 23 nicht die erforderliche Mehrheit erhalten hat und somit abgelehnt ist.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
AfDBFF-BIG
Ablehnung:
4 Grüne2 SPDFDPVoltLinkeÖkoLinX-ELFFRAKTION
Sonstige:
CDU (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: 4 GRÜNE, 2 SPD, FDP und Volt (= Annahme mit der Maßgabe, dass die Summe auf 118.000 Euro korrigiert und die Produktgruppe in 10.03 verändert wird) CDU (= Prüfung und Berichterstattung) LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Ablehnung) FRAKTION (= Annahme)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 8 · 24.05.2022
TO I, TOP 104
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Soziales und Gesundheit die Beratung der Vorlage E 23 auf den Ausschuss für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVolt
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD und Volt

Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 8 · 02.06.2022
TO I, TOP 56
Angenommen
Der Vorlage E 23 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Betrag auf 118.000 Euro und die Produktgruppe auf 10.03 korrigiert wird.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltLinkeÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
CDUBFF-BIGFRAKTIONAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung), BFF-BIG (= Ablehnung) sowie FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) AfD (= Ablehnung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 11 · 02.06.2022
TO II, TOP 19
Angenommen
Der Vorlage E 23 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Betrag auf 118.000 Euro und die Produktgruppe auf 10.03 korrigiert wird.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltÖkoLinX-ELFFRAKTIONGartenpartei
Ablehnung:
CDULinkeAfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung), LINKE. (= Annahme ohne Zusatz) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme ohne Zusatz)

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