Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Digitalisierungsprojekt für das Archiv Frau und Musik
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBegründung
Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Digitalisierungsprojekt für das Archiv Frau und Musik Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 241 vom 08.12.2017, Entwurf Haushalt 2018 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2018 - 2021. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26.04.2018, § 2600, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Für die Digitalisierung gefährdeter Audioträger des Archivs Frau und Musik stellt die Stadt Frankfurt 5.500 Euro in den Haushalt ein. Begründung: Das Archiv Frau und Musik hat seinen Sitz in Frankfurt, ist aber für Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Künstler*innen auf der ganzen Welt von großer Bedeutung. Es strahlt weit über die Grenzen Frankfurts hinaus und repräsentiert die Stadt in Wissenschaft und Kultur als Hort für Klassik und musikalische Frauengeschichte. Die Bedeutung dieser Akten und die Relevanz für die Forschung sowie kulturelle Vermittlungsarbeit des deutschsprachigen und internationalen Kulturerbes im Bereich Frauen und Musik ist einzigartig. Seit seiner Gründung 1979 sammelt und archiviert der Verein "Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik" Dokumente, Presseartikel, Programmhefte, Plakate, Texte von und über Musikerinnen. Diese Akten des Vereins, welche vor allem die Dokumentenart der Grauen Literatur, sog. Ephemera, beinhalten, dokumentieren und bezeugen auf eindrucksvolle Weise das Leben und Werk von Komponistinnen (Clara Schumann, Barbara Heller, Tsippi Fleischer u.a.), Dirigentinnen (Elke Mascha Blankenburg, Simone Young u.a.) aber auch Interpretinnen (z.B. Sopranistinnen wie Nancy Burns). Neben der Sammlung und Aufbewahrung arbeitet der Verein auch für die öffentliche Sichtbarmachung und den Zugang zu einem marginalisierten kulturellen Bereich. Er bewahrt die Musikgeschichte von Frauen vor dem Vergessen, wie es vielen Komponistinnen und ihren Werken bislang erging. Das ist von unschätzbarem Wert für die musikwissenschaftliche, Frauen- und gender-theoretische Forschung sowie zeitgenössische Archivpädagogik u.a. an Schulen. Schon seit es Aufnahmegeräte gibt sind die Werke von Frauen aufgezeichnet worden. Eine Vielzahl von Audio-Kassetten sind in den Nachlässen von Elke Mascha Blankenburg u.a. enthalten. Auch Barbara Heller, Gründerin und Komponistin, dokumentiert ihre eigenen Werke auf Kassetten - mittlerweile aber auch in MP3-Formaten etc. Diese Audioaufnahmen dokumentieren einerseits die Geschichte der Aufführungen von Musik von Frauen und andererseits sind diese selbstaufgenommenen Zeugnisse von historischer Relevanz u.a. für die Frauen- und Geschlechterforschung. Die Sicherung (Übertragung in hochwertige digitale Formate) und Langzeitarchivierung dieser seltenen Tondokumente ist von zentraler Bedeutung für das Archiv Frau und Musik. Um im Rahmen des laufenden Digitalisierungsprojektes (DDF-Projekt) alle gefährdeten Audioträger digitalisieren und auf diese Weise vor dem Zerfall retten zu können, sollen die Mittel für die weitere Sicherung und Langzeitarchivierung eingestellt werden.
Inhalt
Etatantrag vom 15.03.2018, E 166
Betreff: Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Digitalisierungsprojekt für das Archiv Frau und Musik Vorgang: H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 241 vom 08.12.2017, Entwurf Haushalt 2018 mit Finanzplanung und eingearbeitetem Investitionsprogramm 2018 - 2021. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 26.04.2018, § 2600, dokumentiert. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Für die Digitalisierung gefährdeter Audioträger des Archivs Frau und Musik stellt die Stadt Frankfurt 5.500 Euro in den Haushalt ein.
Begründung: Das Archiv Frau und Musik hat seinen Sitz in Frankfurt, ist aber für Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Künstler*innen auf der ganzen Welt von großer Bedeutung. Es strahlt weit über die Grenzen Frankfurts hinaus und repräsentiert die Stadt in Wissenschaft und Kultur als Hort für Klassik und musikalische Frauengeschichte. Die Bedeutung dieser Akten und die Relevanz für die Forschung sowie kulturelle Vermittlungsarbeit des deutschsprachigen und internationalen Kulturerbes im Bereich Frauen und Musik ist einzigartig. Seit seiner Gründung 1979 sammelt und archiviert der Verein "Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik" Dokumente, Presseartikel, Programmhefte, Plakate, Texte von und über Musikerinnen. Diese Akten des Vereins, welche vor allem die Dokumentenart der Grauen Literatur, sog. Ephemera, beinhalten, dokumentieren und bezeugen auf eindrucksvolle Weise das Leben und Werk von Komponistinnen (Clara Schumann, Barbara Heller, Tsippi Fleischer u.a.), Dirigentinnen (Elke Mascha Blankenburg, Simone Young u.a.) aber auch Interpretinnen (z.B. Sopranistinnen wie Nancy Burns). Neben der Sammlung und Aufbewahrung arbeitet der Verein auch für die öffentliche Sichtbarmachung und den Zugang zu einem marginalisierten kulturellen Bereich. Er bewahrt die Musikgeschichte von Frauen vor dem Vergessen, wie es vielen Komponistinnen und ihren Werken bislang erging. Das ist von unschätzbarem Wert für die musikwissenschaftliche, Frauen- und gender-theoretische Forschung sowie zeitgenössische Archivpädagogik u.a. an Schulen. Schon seit es Aufnahmegeräte gibt sind die Werke von Frauen aufgezeichnet worden. Eine Vielzahl von Audio-Kassetten sind in den Nachlässen von Elke Mascha Blankenburg u.a. enthalten. Auch Barbara Heller, Gründerin und Komponistin, dokumentiert ihre eigenen Werke auf Kassetten - mittlerweile aber auch in MP3-Formaten etc. Diese Audioaufnahmen dokumentieren einerseits die Geschichte der Aufführungen von Musik von Frauen und andererseits sind diese selbstaufgenommenen Zeugnisse von historischer Relevanz u.a. für die Frauen- und Geschlechterforschung. Die Sicherung (Übertragung in hochwertige digitale Formate) und Langzeitarchivierung dieser seltenen Tondokumente ist von zentraler Bedeutung für das Archiv Frau und Musik. Um im Rahmen des laufenden Digitalisierungsprojektes (DDF-Projekt) alle gefährdeten Audioträger digitalisieren und auf diese Weise vor dem Zerfall retten zu können, sollen die Mittel für die weitere Sicherung und Langzeitarchivierung eingestellt werden.Zuständige Ausschüsse: Kultur- und Freizeitausschuss Beratung im Ortsbeirat: 5 Versandpaket: 19.03.2018
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. März 2018 brachte LINKE. diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 13.04.2018 im OBR 5 abgelehnt.
21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte
Ausgaben 2025: 91 Mio € · im Antragsjahr 2018 72 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, FDP und BFF (= Ablehnung) sowie LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme ohne Zusatz) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme ohne Zusatz)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, FDP und BFF gegen SPD, 1 GRÜNE und LINKE. (= Annahme); 1 GRÜNE (= Enthaltung)