Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte
Zusammenfassung
Der Etatantrag sieht die Förderung des Projekts "Sound of Equality" vor, das sich auf die Digitalisierung und Konsolidierung von Ressourcen des Archivs Frau und Musik konzentriert. Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Frauen in der Musikbranche zu erhöhen und die Zugänglichkeit von Materialien zu verbessern. Die beantragten Mittel betragen 15.000 Euro für 2024 und 30.000 Euro für 2025.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für das Projekt "Sound of Equality"- Frauen in der Musik des Archivs Frau und Musik (AFM), hier der weiteren Digitalisierung und Bestandskonsolidierung, werden in den Haushaltsplan 2024/25 in das Haushaltsjahr 2024 15.000 Euro und in das Haushaltsjahr 2025 30.000 Euro eingestellt.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig in den Haushaltsjahren 2024/2025 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2024/2025 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Das Projekt "Sound of Equality" konzentriert sich auf die Sicherung und Digitalisierung von Ressourcen und Angeboten des Archivs Frau und Musik (AFM). Ziel ist es, die Zugänglichkeit von Materialien zu verbessern, die die Bedeutung von Frauen im Musikbetrieb dokumentieren, vermitteln und fördern. Der Weg des Archivs zu einer digitalen und damit weltweit sichtbaren und agierenden Institution wird damit gestärkt und die Sichtbarkeit der Frauen in der Musikwelt für ein noch breiteres Publikum einsehbar. Das Archiv Frau und Musik widmet sich seit mehr als 40 Jahren der Dokumentation der Frauenmusikgeschichte und der Förderung von musikschaffenden Frauen. Als eine der weltweit wenigen internationalen Forschungseinrichtungen auf diesem Fachgebiet leistet das Archiv mit der Sammlung, Bewahrung und Vermittlung des kreativen Schaffens von Komponistinnen einen bedeutenden kulturpolitischen Beitrag. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Einrichtungen, die sich in allen Bereichen der Musik engagieren und mit Fragen der Genderforschung auseinandersetzen, tragen das Archiv und der Trägerverein "Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V." zur Förderung der Gleichberechtigung von Frauen in der Musikbranche bei. Der Bestand umfasst derzeit rund 30.000 Medieneinheiten. Neben Notenhandschriften und -drucken vom 9. Jahrhundert bis heute befinden sich im Archiv Vor- und Nachlässe, Sekundärliteratur sowie Ton- und Bildträger. Zu den besonderen Schätzen zählen Briefautografe von Clara Schumann, Früh- und Erstdrucke sowie eine umfangreiche Postkartensammlung mit Damenkapellen aus der Kaiserzeit. Eine Sondersammlung zu den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Chanson und Weltmusik ergänzt den klassischen Schwerpunkt. Der Prozess die Arbeitsplätze und -strukturen digital zu gestalten und zahlreiche Medien des Archivbestands zu digitalisieren ist sehr umfangreiches und läuft mit unterschiedlichen Schwerpunkten seit einigen Jahren. Diese Arbeiten der Digitalisierung soll nun in fünf Teilprojekten erweitert und verbessert werden. Anfragen von Musiker*innen und Ensembles, aber auch Schulgruppen oder Studierenden bundesweit und international erreichen das Archiv, daher muss die Online-Beratungs- und Informationsangebot erweitert werden. Die Informationen und das Wissen in Blogs, Webseiten oder Social Media-Posts müssen gesammelt und vermittelt werden (Teilprojekt 1 und 3). Das Projekt "Sound of Equality" wird dazu beitragen, die Geschichte und Gegenwart der Frauen im Musikbetrieb für die neuen Medien verfügbar zu machen. Die Digitalisierung und Konsolidierung dieser wichtigen Ressourcen erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit von Frauen in der Musikbranche, sondern schaffen auch eine Plattform für zukünftige Forschungen. Zur Unterstützung der digitalen Arbeit ist eine Teilzeitkraft (50 Stunden/Woche) für 2 Jahre nötig um alle Teilprojekte zu realisieren. Im 4 und 5 Projekt geht es um die Umfangreiche Auswahl der Webseiten und die Sichtung und Digitalisierung von Tonträgern, um diese langfristig zu sichern und die zum Teil einzigartigen Einspielungen zu erhalten. Unter der Einhaltung von Urheber*innenrechte und Leistungsschutzrechten sollen diese einzigartigen Tondokumente online gestellt werden und sind so einem für eine breitere Öffentlichkeit hörbar.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 6. Juni 2024 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 04.07.2024 im Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport angenommen.
21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte
Ausgaben 2025: 91 Mio € · im Antragsjahr 2024 87 Mio € — preisbereinigt +2 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Ablehnung) ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)