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Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag sieht eine Erhöhung der Mittel für das "Archiv Frau und Musik e. V." von 40.000 Euro auf 65.000 Euro vor, um die wichtige Netzwerkarbeit und Archivierung der Musik von Frauen zu unterstützen. Dies ist besonders relevant, da Frauen in der Musikwelt nach wie vor benachteiligt sind und das Archiv eine zentrale Rolle bei der Förderung von Chancengleichheit spielt.

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Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: In den Haushaltsplan 2023 werden im Haushaltsjahr 2023 für das "Archiv Frau und Musik e. V." die eingestellten Mittel in Höhe von 40.000 Euro um 25.000 Euro auf 65.000 Euro erhöht. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.

Begründung

Im Jubiläumsjahr 2019 feierte das "Archiv Frau und Musik" sein 40-jähriges Bestehen. Nach wie vor leistet das "Archiv Frau und Musik e. V." hervorragende Netzwerkarbeit im breit gefächerten Bereich der Musik von Frauen. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die Musik von Frauen zu archivieren und auffindbar zu machen. Dazu stellt das Archiv einen Onlinekatalog auf seiner Internetseite zur Verfügung. Eine Präsenzbibliothek ist zugänglich. Das "Archiv Frau und Musik e. V." setzt sich mit seiner Sammlung, seinen Informationsdienstleistungen und seiner Lobbyarbeit täglich ganz praktisch für Chancengleichheit von Frauen in der Musikwelt ein. Immer noch haben Frauen nicht den gleichen Zugang zu allen Ebenen des Musikgeschäftes wie Männer. Zahlen und Fakten sprechen für ein langsames Aufholen von Musikerinnen in Orchestern, und auch Dirigentinnen stehen heute häufiger am Pult. Prognosen besagen, dass es jedoch noch Jahrzehnte dauern kann, bis eine volle Gleichstellung erreicht sein wird. Einen großen Nachholbedarf haben insbesondere historische Komponistinnen - ihre Werke werden auch heute noch wenig gehört bzw. aufgeführt. Zeitgenössische Komponistinnen profitieren ebenso von der Unterstützung und den Vernetzungsarbeiten des Archivs. Die Vorbildfunktion, der sehr zahlreich im Archiv nachgewiesenen Komponistinnen kann junge Frauen dazu inspirieren, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Das Archiv ermöglicht die wissenschaftliche wie künstlerische Nutzung des vielfältigen Bestands. Die multimediale Sammlung enthält Noten, Bücher, Audio, Video, Fotos, Plakate, Zeitschriften, graue Literatur und Schriftgut, dies mit Schwerpunkt auf dem musikalischen Wirken von Frauen seit dem Mittelalter. Seit der Gründung 1979 wurden über 25.000 Medieneinheiten sowie 40 Komponistinnen-Nachlässe akquiriert und katalogisiert. Es ist die größte Sammlung dieser Art weltweit. 2019 führte das Archiv Frau und Musik sein zweites Teilprojekt des Digitalen Deutschen Frauenarchivs in Frankfurt durch. Es eröffnet somit neue Perspektiven auf die Bedeutung von Musik für politische und emanzipatorische Aufbrüche - insbesondere für die Frauenmusikbewegung. Es veranschaulicht, wie sehr Musik bis heute auch beherrschende Verhältnisse spiegelt und von ihr geprägt ist. Für 2022 war bereits ein digitales Bildungspaket für Schulen zu den Komponistinnen geplant, hierzu liegt schon eine erste Materialsammlung und Beispiele von Komponistinnen vor, die einen Zugang zu Frauen und Musik geben sollen. Das Ziel ist hier die Sichtbarkeit von Komponistinnen zu erhöhen und weibliche Vorbilder zu zeigen. Trotz minimaler finanzieller städtischer Unterstützung, die 2014 zeitweilig sogar ganz gestrichen war, leisten zudem viele ehrenamtliche Frauen diese hervorragende Arbeit die es weiter zu unterstützen gilt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 13.07.2023 im Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte

Ausgaben 2025: 91 Mio € · im Antragsjahr 2023 70 Mio € — preisbereinigt +24 % bis heute

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport
Sitzung 19 · 13.07.2023
TO I, TOP 37
Angenommen
Der Vorlage E 122 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Annahme)

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