Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte
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Zusammenfassung
Der Antrag sieht die Fortführung des Gedenktags am 19. Februar als 'Tag des Antirassismus' vor, um an die Opfer des rassistischen Terroranschlags von Hanau zu erinnern. Ziel ist es, strukturellem Rassismus entgegenzuwirken und antirassistische Bildungsprojekte zu fördern. Die Stadtverordnetenversammlung wird beauftragt, entsprechende Mittel im Haushalt bereitzustellen.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird dazu beauftragt, auch im Jahr 2024 zum Jahrestag des rassistischen Terroranschlags von Hanau am 19. Februar den Gedenktag zum Tag des Antirassismus fortzuführen.
Am 19. Februar wird eine offizielle städtische Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am selben Ort wie 2023 unter der Friedensbrücke stattfinden sowie eine Illumination der Frankfurter Paulskirche geprüft.
Des Weiteren werden im Haushalt 2023 Gesamtmittel i.H.v. 80.000 € zusätzlich eingestellt: 20.000 € zur Finanzierung einer Projektwoche in Frankfurter Schulen zum Thema Antirassismus in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank und der Bildungsinitiative Ferhat Unvar bereitgestellt; 60.000 € für Projekte mit antirassistischen Autor:innen sowie bildenden und darstellenden Künstler:innen.
Eine Verstetigung des Beschlusses in kommenden Haushalten wird geprüft.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Erinnern heißt Verändern. Nach dem rassistischen Terroranschlag in unserer Nachbarstadt Hanau, beim dem Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili-Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu getötet wurden, hat die Bundesregierung versprochen, strukturellen Rassismus und Rechtsextremismus in unserem Land zu bekämpfen. Die Hinterbliebenen der Ermordeten vom 19. Februar haben schließlich geschworen, den Kampf gegen Rassismus selbst in die Hand zu nehmen. Die Initiative 19. Februar sowie die Bildungsinitiative Ferhat Unvar haben es sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche Strukturen zu verändern und alles dafür zu tun, dass sich ein solcher rassistischer Terroranschlag niemals wiederholt. Ihre Antwort auf strukturellen Rassismus ist struktureller Antirassismus, den sie durch ihre Bildungsarbeit für unsere Gesellschaft leisten. Dabei ist ihr Credo: "Unsere Kinder sind nicht umsonst gestorben, ihr Tod soll eine Veränderung in unserer Gesellschaft nach sich ziehen". Wir sind es den Ermordeten von Hanau und ihren Angehörigen schuldig, strukturellem Rassismus in unserer Gesellschaft den Kampf anzusagen. Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung unterstützt daher ausdrücklich antirassistische Bildungsprojekte und erinnert am Jahrestag des Anschlags offiziell an die Getöteten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 13.07.2023 im Ausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport angenommen.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung); AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) sowie AfD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Annahme)