Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch Sorgerechtsentzüge
Zusammenfassung
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Verfolgung lesbischer Mütter durch Sorgerechtsentzug aufzuarbeiten und die betroffenen Frauen zu rehabilitieren. Die Stadt Frankfurt am Main möchte die Diskriminierungsgeschichte anerkennen und plant eine gezielte Kommunikation, um betroffene Frauen zur Meldung ihrer Erfahrungen zu ermutigen.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Kultur verfolgenBericht
"ALLEINSTEHENDE LESBISCHE MÜTTER MÜSSEN IN STÄNIGER ANGST DAVOR LEBEN, DASS IHNEN IHRE KINDER WEGGENOMMEN WERDEN, WENN DIE TATSACHE; DASS SIE LESBISCH SIND; ÖFFENTLICH WIRD."
(Eine bundesweite Gruppe lesbischer Mütter, 1980)
Das Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch Sorgerechtsentzug zielt darauf ab, die betroffenen Frauen zu rehabilitieren, die Rolle des Jugendamtes und weiterer Beteiligter aufzudecken sowie die Auswirkungen der damit verbundenen Repressionen transparent zu machen.
Die Unsichtbarmachung von lesbischen Frauen und Müttern ist integraler Bestandteil patriarchaler Geschichtsschreibung und zugleich Ausdruck sexistischer und homophober Ausgrenzung. Diese Diskriminierungsgeschichte anzuerkennen und aufzuarbeiten verstehen wir als Aufgabe der Stadt Frankfurt am Main.
Leider haben weitere Akteneinsichten und Recherchen nicht zu neuen Erkenntnissen geführt. Vielmehr lassen diese den Rückschluss zu, dass Dokumentationen bewusst unvollständig und verschleiert erfolgten und vorgeschobene Begründungen für Sorgerechtsentzüge protokolliert wurden. Der Magistrat bedauert, dass die durchgeführten Analysen keinen weitergehenden Aufschluss und konkrete Erkenntnisse über die Verfolgung lesbischer Mütter durch Sorgerechtsentzüge ergeben haben. Mit Blick auf die Ergebnisse aus den durchgeführten Nachforschungen sollen die Arbeiten an kommunalen Forschungsprojekten sowie Aktenauswertungen nicht fortgesetzt werden.
Aufgrund der Beschlusslage des Bundestages wird es auch keine Durchführung einer bundesweiten Studie "Sorgerechtsentzug bei und Diskriminierung von Müttern mit lesbischen Beziehungen und ihren Kindern" geben.
Da sich die Stadt Frankfurt am Main der historischen Aufarbeitung weiterhin stellen möchte sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Homophobie und Sexismus gegen Lesben und Mütter für wichtig erachtet, soll ein weiterer Ansatz verfolgt werden, um Erkenntnisse über die Verfolgung lesbischer Mütter durch Sorgerechtsentzug zu gewinnen und Öffentlichkeit für die Aufarbeitung zu erzeugen. Es ist eine gezielte Kommunikation in die Frankfurter Stadtgesellschaft geplant.
Zum einen ist ein umfassender Beitrag in der etablierten Seniorenzeitschrift in der Ausgabe 04/2023 vorgesehen. Dieser wird unter Einbeziehung von Fachverbänden und Interessengruppen recherchiert und erarbeitet. Neben umfassenden Informationen sowie Aufklärung ist ein Aufruf an betroffene Frauen und auch ihre Kinder vorgesehen. Sie werden gebeten sich zu melden um auch ggf. anonymisiert über ihre Erfahrungen berichten.
Darauf aufbauend ist vorgesehen, die Tagespresse für eine umfassende Berichterstattung zu gewinnen und damit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung und zur Information über das Unrecht der Verfolgung lesbischer Mütter mit Sorgerechtsentzug bis mindestens in die 1980er Jahre zu leisten.
Über die Resonanz auf diese gezielte Kommunikation wird der Magistrat im Ausschuss Soziales und Gesundheit im ersten Quartal 2024 berichten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.
- 25. Januar 2019EE 25Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeEtatantrag · CDU, SPD, GRÜNE
- 18. Oktober 2019BB 379Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeMagistratsbericht
- 2. März 2020BB 93Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeMagistratsbericht
- 21. August 2020BB 379Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeMagistratsbericht
- 12. April 2021BB 150Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeMagistratsbericht
- 19. April 2022BB 162Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeMagistratsbericht
- 22. Mai 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 225 WochenBB 207Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch SorgerechtsentzügeMagistratsbericht
- 13. Januar 2025MM 6Leid und Unrecht aufdecken - Forschungsprojekt über die Verfolgung lesbischer Mütter durch Sorgerechtsentzüge hier: Aufhebung der regelmäßigen BerichtspflichtMagistratsvortrag
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Kenntnis als Zwischenbericht) ÖkoLinX-ELF (= Kenntnis)