Maßnahmen gegen Vandalismus und Grabschändung auf Frankfurter Friedhöfen
Zusammenfassung
In Frankfurt kam es zu einem Anstieg von Vandalismus und Grabschändungen auf Friedhöfen sowie zu einer Serie von Buntmetalldiebstählen, die die Totenruhe und Stadtgeschichte beeinträchtigen. Die Anfrage zielt darauf ab, Informationen über das Ausmaß, die Schäden und die Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung dieser Kriminalität zu erhalten.
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Der Magistrat muss bis zum 14.12.2026 antworten. Noch 87 Tage.Warum?
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFragen an den Magistrat
Die Friedhöfe in Frankfurt sind nicht nur Orte des Gedenkens und der Trauer, sondern erfüllen als Grünfläche im Stadtgebiet auch eine wichtige Funktion als Orte der Ruhe und Besinnung für unsere Bürger.
Umso schwerer wiegen die jüngsten Vorfälle von Vandalismus und Grabschändungen. Wie zuletzt auf den Friedhöfen in Seckbach und Sindlingen wurden zahlreiche Grabstätten massiv beschädigt, Bepflanzungen mutwillig herausgerissen und Grabschmuck entwendet. Diese Taten verletzen die Totenruhe sowie das Empfinden der Angehörigen zutiefst. Zudem zeigt sich im gesamten Stadtgebiet eine anhaltende Serie von Buntmetalldiebstählen an sakralen und öffentlichen historischen Gebäuden, die neben dem materiellen Schaden auch einen Verlust unserer Stadtgeschichte hinterlässt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Welche Erkenntnisse liegen dem Magistrat über das Ausmaß von Vandalismus, Grabschändungen und Metalldiebstählen auf städtischen Friedhöfen in den vergangenen fünf Jahren vor (aufgeschlüsselt nach betroffenen Friedhöfen, Tatzeiträumen und Schadensarten)?
- Wie hoch wird der durch derartige Delikte entstandene Sachschaden in den letzten fünf Jahren insgesamt geschätzt (bitte differenzieren nach Schäden an städtischen Liegenschaften/Einrichtungen und geschätzten Schäden an privaten Grabstätten)?
- Wie hoch stellt sich die polizeiliche Aufklärungsquote bei diesen Delikten auf den betroffenen Friedhöfen dar?
- Wie gestaltet sich das Meldeverfahren für Betroffene generell sowie direkt vor Ort, z. B. durch gut sichtbare Aushänge von Kontaktdaten der zuständigen Stellen auf den Friedhöfen und welche Maßnahmen werden ergriffen, um Betroffenen eine Kontaktaufnahme zu erleichtern?
- Liegen dem Magistrat oder den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse darüber vor, ob es sich bei den Grabschändungen um Beschaffungs- und Zerstörungskriminalität handelte, oder gibt es Hinweise auf politisch oder religiös motivierte Taten?
- Welche Sicherheits-, Schließ- und Kontrollmaßnahmen werden aktuell auf den Frankfurter Friedhöfen durchgeführt oder sind in Planung, um Vandalismus und Diebstahl zu verhindern?
- In welcher Form kooperieren das Grünflächenamt und andere städtische Behörden mit der Frankfurter Polizei sowie dem lokalen Altmetallhandel, um dieser Kriminalitätsentwicklung entgegenzuwirken?
- Inwieweit unterstützt die Stadt betroffene Angehörige bei der Wiederherstellung der geschändeten Grabstätten?
- Sind die historischen Denkmäler und Ehrengräber auf den Frankfurter Friedhöfen gegen Vandalismus- und Diebstahlsschäden versichert?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate
Der Weg dieser Vorlage
Am 15. September 2026 brachte AfD diese Anfrage in die Stadtverordnetenversammlung ein.