Skip to main content Skip to navigation Skip to footer

Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhalten

Vorlagentyp: ST Magistrat

Stellungnahme des Magistrats

Zu 1: Der Magistrat hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um dem Trend der Verwaisung der Stadtteile entgegenzuwirken und gegen den Leerstand in den Stadtteilen proaktiv gestaltend vorzugehen. So vermittelt u.a. die Agentur "RADAR Kreativräume für Frankfurt am Main" verfügbare Gewerberäume im Stadtgebiet Frankfurt an Akteure der Kreativwirtschaft, organisiert projektbezogene Zwischennutzungen und begleitet Förderanträge für Umbaumaßnahmen. Zudem verfolgt die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH bereits seit vielen Jahren ein aktives Leerstandsmanagement. In dessen Rahmen erfolgt die laufende Erfassung leerstehender oder leerstehend erscheinender Ladengeschäfte sowie die anschließende Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Immobilieneigentümern. Diesen wird die aktive Unterstützung der Wirtschaftsförderung bei der Nachvermietung der Liegenschaften angeboten. Darüber hinaus prüft die Wirtschaftsförderung z.Zt. weitere Möglichkeiten zur Reaktivierung von vakanten Ladenflächen. Über den klassischen Handel hinausgehende Angebote aus dem bspw. sozialen, kreativen, kulturellen oder öffentlichen Bereich stellen dabei mögliche Optionen zur Nutzung und damit zur sinnvollen Ergänzung der bestehenden Infrastruktur eines Quartiers dar. Die Entscheidung für die weitere Nutzung der vakanten Liegenschaft und die Bereitschaft zu einer entsprechenden Kooperation obliegt jedoch letztendlich stets dem Immobilieneigentümer. Zu 2: Der Magistrat steht im stetigen Dialog mit der Frankfurter Sparkasse 1822 und hat auch im Rahmen verschiedener Anfragen von Ortsbeiräten das Gespräch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 gesucht. Die Frankfurter Sparkasse 1822 stellte im Austausch mit dem Magistrat dar, dass sich im Rahmen der Digitalisierung das Kundenverhalten verändert und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Corona-Krise weiter vorangetrieben, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung solcher Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit einem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes um ein Digitales Beratungs-Center und ein Digitales Geschäftskunden-Center mit einem Telefon-, Email- und Videochat-Angebot Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht weiterhin im Austausch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 im Interesse der Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung in den Stadtteilen. Der Magistrat bringt hierbei die Belange der betroffenen Personengruppen in den Stadtteilen ein, er hat jedoch keinen Einfluss auf die wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen und kann nicht in die Geschäftstätigkeit der Frankfurter Sparkasse 1822 eingreifen. Weitere Entscheidungen für etwaige künftige Nutzungen freiwerdender, ehemaliger Filialen obliegen letztendlich stets dem Immobilieneigentümer.