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Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhalten

Vorlagentyp: STMagistrat
206 Wochen bis zur Antwort9 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat hat zahlreiche Projekte initiiert, um die Verwaisung der Stadtteile zu bekämpfen und Leerstand aktiv zu managen. Dies geschieht durch die Vermittlung von Gewerberäumen und die Unterstützung bei Nachvermietungen. Zudem wird der Dialog mit der Frankfurter Sparkasse 1822 fortgeführt, um die Grundversorgung in den Stadtteilen zu sichern.

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Stellungnahme des Magistrats

Zu 1: Der Magistrat hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um dem Trend der Verwaisung der Stadtteile entgegenzuwirken und gegen den Leerstand in den Stadtteilen proaktiv gestaltend vorzugehen. So vermittelt u.a. die Agentur "RADAR Kreativräume für Frankfurt am Main" verfügbare Gewerberäume im Stadtgebiet Frankfurt an Akteure der Kreativwirtschaft, organisiert projektbezogene Zwischennutzungen und begleitet Förderanträge für Umbaumaßnahmen. Zudem verfolgt die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH bereits seit vielen Jahren ein aktives Leerstandsmanagement. In dessen Rahmen erfolgt die laufende Erfassung leerstehender oder leerstehend erscheinender Ladengeschäfte sowie die anschließende Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Immobilieneigentümern. Diesen wird die aktive Unterstützung der Wirtschaftsförderung bei der Nachvermietung der Liegenschaften angeboten. Darüber hinaus prüft die Wirtschaftsförderung z.Zt. weitere Möglichkeiten zur Reaktivierung von vakanten Ladenflächen. Über den klassischen Handel hinausgehende Angebote aus dem bspw. sozialen, kreativen, kulturellen oder öffentlichen Bereich stellen dabei mögliche Optionen zur Nutzung und damit zur sinnvollen Ergänzung der bestehenden Infrastruktur eines Quartiers dar. Die Entscheidung für die weitere Nutzung der vakanten Liegenschaft und die Bereitschaft zu einer entsprechenden Kooperation obliegt jedoch letztendlich stets dem Immobilieneigentümer.

Zu 2: Der Magistrat steht im stetigen Dialog mit der Frankfurter Sparkasse 1822 und hat auch im Rahmen verschiedener Anfragen von Ortsbeiräten das Gespräch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 gesucht. Die Frankfurter Sparkasse 1822 stellte im Austausch mit dem Magistrat dar, dass sich im Rahmen der Digitalisierung das Kundenverhalten verändert und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Corona-Krise weiter vorangetrieben, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung solcher Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit einem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes um ein Digitales Beratungs-Center und ein Digitales Geschäftskunden-Center mit einem Telefon-, Email- und Videochat-Angebot Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht weiterhin im Austausch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 im Interesse der Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung in den Stadtteilen. Der Magistrat bringt hierbei die Belange der betroffenen Personengruppen in den Stadtteilen ein, er hat jedoch keinen Einfluss auf die wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen und kann nicht in die Geschäftstätigkeit der Frankfurter Sparkasse 1822 eingreifen. Weitere Entscheidungen für etwaige künftige Nutzungen freiwerdender, ehemaliger Filialen obliegen letztendlich stets dem Immobilieneigentümer.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 25. August 2021OFOF 94/3Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenOrtsbeiratsantrag · LINKE.
  2. 2. Dezember 2021VV 261Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenAnfrage
  3. 25. März 2022Sie sind hier
    STST 776Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhalten
    Stellungnahme
  4. 28. September 2022OFOF 397/3Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenOrtsbeiratsantrag · LINKE.
  5. 13. Oktober 2022OMOM 2982Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenDirektanregung
  6. 6. Januar 2025STST 28Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenStellungnahme
  7. 9. April 2025OFOF 869/3Welche Liegenschaften auf der Berger Straße stehen leer?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  8. 24. April 2025VV 1167Welche Liegenschaften auf der Berger Straße stehen leer?Anfrage
  9. 4. August 2025Antwort des Magistrats · nach 206 WochenSTST 1310Welche Liegenschaften auf der Berger Straße stehen leer?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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