Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

"Grüne Welle" niederschwellig fördern

Vorlagentyp: STMagistrat
65 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Verkehr und Straße verfolgen

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 23.08.2019, ST 1615

Betreff: "Grüne Welle" niederschwellig fördern Zu 1. und 2.: Im Stadtgebiet Frankfurt am Main steht der Magistrat vor zahlreichen Herausforderungen, den Verkehr zu organisieren und zu regeln. Hierzu wurden und werden die verkehrstechnischen Einrichtungen, zu denen neben den Lichtsignalanlagen (LSA) auch Verkehrsrechner, dynamische Wegweisung sowie verschiedene Softwareprodukte zur Verkehrsoptimierung zählen, kontinuierlich weiterentwickelt. Die Ziele sind dabei stets den Verkehr sicher, leistungsfähig und umweltgerecht zu gestalten. Die Schaltung von sogenannten "Grünen Wellen", beziehungsweise der Koordinierung von lichtsignalgeregelten Streckenzügen für den motorisierten Individualverkehr, ist hierzu eine Maßnahme. Bei der Planung der Koordinierungen müssen die Belange der Kraftfahrzeuge, der Fahrzeuge des ÖPNV, der zu Fuß Gehenden und Radfahrenden sowie den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr, der Polizei und Rettungsdienste, beachtet werden. Die angemessene Berücksichtigung der verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen bedeutet, dass zeitlich und örtlich differenzierte Kompromisslösungen gefunden werden müssen, damit keine Gruppe unzumutbar benachteiligt wird. Die erreichbare Qualität der "Grünen Welle" ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu zählen zum Beispiel neben den Abständen der einzelnen LSA - welche in der Regel das Schalten einer "Grünen Welle" in beide Fahrtrichtungen nicht ermöglicht - auch die jeweiligen Verkehrsbelastungen. Dabei gilt: Je höher die Verkehrsbelastungen, desto geringer wird die Qualität der "Grünen Welle". Besonders effektiv und umweltfreundlich bewegen sich Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Um die Pünktlichkeit und die Attraktivität des Nahverkehrs zu steigern wurden bereits dreiviertel der LSA (66) im Ortsbezirk 2 mit einer Vorrangschaltung für den ÖPNV ausgestattet. An rund der Hälfte der LSA (44) sind besondere Maßnahmen für zu Fuß Gehende realisiert worden. Diese betreffen zum einen Einrichtungen für Menschen mit einem eingeschränkten Sehvermögen und zum anderen Maßnahmen zur Schulwegsicherung. Die unter 1. angefragten Straßenabschnitte mit "Grünen Wellen" für den motorisierten Individualverkehr sind in der beigefügten Karte in grün dargestellt. Weiterhin sind die Streckenabschnitte mit einer Priorisierung des ÖV - für Busse Magenta, für Straßenbahnen Orange - dargestellt. "Grüne Wellen" für den motorisierten Individualverkehr sind dabei stets auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit abgestimmt. Es ist nur bedingt möglich, die Geschwindigkeit einer "Grünen Welle" zu verändern ohne massive Leistungsverluste zu erhalten. Planerisch werden derzeit keine Streckenzüge mit Geschwindigkeiten unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit betrachtet, daher liegen hierzu auch keine Informationen vor.

Zu 3.: Die unter 3. angeregte dynamische Hinweisbeschilderung wird aufgrund des Investitionsaufwandes kritisch bewertet und vor dem Hintergrund der voranschreitenden Entwicklung digitaler Endgeräte als nicht zeitgemäß empfunden. Das Straßenverkehrsamt erarbeitet daher im Rahmen der Fördermaßnahme "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine Schaltzeitprognose an LSA. Die geplante Maßnahme umfasst die Entwicklung und Bereitstellung einer Smartphone-App, die auf der Basis von Schaltzeitprognosen der LSA der Stadt Frankfurt am Main Fahrempfehlungen für den KFZ- und Radverkehr an signalisierten Knotenpunkten generiert. Das Vorhaben soll zur Verstetigung des Verkehrsflusses und der Minimierung von Anfahr- und Beschleunigungsvorgängen beitragen. Diese Fahrempfehlungen in Form eines Ampelphasenassistenten spiegeln sich in drei Anwendungen wider:

  1. Grüne-Welle-Assistent: Der Grüne-Welle-Assistent zeigt die Empfehlung der richtigen Geschwindigkeit an, um die LSA ohne Halt bei Grün zu durchfahren. Dadurch werden unnötige Halte- und Beschleunigungsvorgänge vermieden.
  2. Verzögerungs-Assistent: Der Verzögerungs-Assistent informiert den Fahrer, dass die Grünphase an der nächsten LSA nicht mehr erreichbar ist. Dadurch werden unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge vermieden.
  3. Restrotanzeige: Die Restrotanzeige zeigt dem vor der LSA stehenden Nutzer an, wann es Grün wird. Durch diese Assistenten wird versucht, das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden positiv zu beeinflussen. Gegenüber einer dynamischen Hinweisbeschilderung, welche nur für den Kfz-Verkehr von Nutzen ist, dient der Ampelphasenassistent allen Verkehrsteilnehmenden. Der Magistrat ist sich sicher, damit einen Beitrag zu leisten, den Verkehr der Zukunft auf höchstem technischem Niveau auch unter sich ändernden Anforderungen zu regeln. Anlage 1 (ca. 5,1 MB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. Mai 2018OFOF 564/2Dieselfahrverbote vermeidenOrtsbeiratsantrag · FDP
  2. 13. August 2018OMOM 3503Dieselfahrverbote vermeidenDirektanregung
  3. 16. November 2018STST 2115Dieselfahrverbote vermeidenStellungnahme
  4. 1. Februar 2019OFOF 752/2Grüne Welle niederschwellig fördernOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  5. 18. Februar 2019VV 1162„Grüne Welle“ niederschwellig fördernAnfrage
  6. 23. August 2019Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 65 Wochen
    STST 1615"Grüne Welle" niederschwellig fördern
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen