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Verkotung am Mainufer auf Wegen und Wiesen

Vorlagentyp: STMagistrat
153 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Problematik der Nilgänse am Mainufer und den durchgeführten Maßnahmen zur Vergrämung und Lenkung der Gänsepopulation im Ostpark. Ziel ist es, die Gänsepopulation zu reduzieren und die Auswirkungen auf die Grünflächen zu minimieren. Die Maßnahmen werden durch ein Monitoring begleitet, um die Wirksamkeit zu überprüfen.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Zu 1.: Der fachliche Austausch beim "Runden Tisch" zur Nilgans-Problematik hat dazu geführt, dass im Ostpark verschiedene Maßnahmen zur Vergrämung und zur Lenkung der Gänse durchgeführt werden. Begleitet werden die Maßnahmen im Rahmen eines Monitorings zur Gänsepopulation im Auftrag der "Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland", das durch einen Ornithologen durchgeführt wird. Hauptbestandteil der Vergrämungs- und Lenkungsmaßnahmen ist die Sichtschutzhecke an der Westseite des Weihers im Ostpark. Die Unterbrechung der Sichtbeziehung zwischen der großen Liegewiese (Äsungsfläche) und Weiher (Fluchtpunkt) hat bereits zu einer deutlichen Reduzierung der Gänse auf der Wiese geführt, wie die hierzu erhobene Studie belegt. Die Studie wurde dem OBR 1 bereits zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird in diesem Jahr mit weiteren Lenkungsmaßnahmen auf Grundlage der Ergebnisse aus der Studie fortgeführt. Ergänzend zu den getroffenen Maßnahmen ist in Teilbereichen des Ostparks ein veränderter Rhythmus der Mahd und die Ansaat des Wildkrauts Portulak als Äsungsfläche für die Gänse vorgesehen. Eine Übertragung dieser Maßnahmen auf andere Stellen in Frankfurt ist nicht ausgeschlossen.

Zu 2.: Erste Ergebnisse der Studie im Ostpark haben den Rückgang der Gänse-Population zwischen 2018 und 2019 gezeigt. So verminderte sich der Spitzenwert aus dem Jahr 2018 in den Monaten Mai bis Juli um 56 Prozent. Der hessische Landesbestand an Nilgänsen umfasst derzeit etwa 1.550 Brut- bzw. Revierpaare. Zählt man Jungtiere und Nichtbrüter hinzu, ergibt sich ein Landesbestand von etwa 10.000 Tieren für Hessen. Für 2019 liegt der geschätzte Brutbestand an Graugänsen in Hessen bei maximal 600 Paaren. Auch hier müssen deutliche Nichtbrüteranteile und Jungtiere hinzuaddiert werden. Der Brutbestand der Kanadagans in Hessen lag vor zehn Jahren noch bei 120-140 Revieren und dürfte mittlerweile etwa doppelt so hoch sein. Auch hier wurden die Nichtbrüteranteile und die Jungtiere nicht berücksichtigt. Nach Auskunft der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland (VSW) kommen die Brutvogelarten Nil-, Grau-, Kanada-, Weißwangen- und Streifengans im Stadtgebiet vor. Über die Gänseentwicklung im gesamten Stadtgebiet Frankfurt liegen der VSW keine Zahlen vor. Nach Auskunft der VSW wird zurzeit eine Studie zum Gänseaufkommen am Mainufer erstellt, aktuelle Ergebnisse liegen dazu noch nicht vor.

Zu 3.: Weiterhin wird durch verstärkte Hinweise und Kontrollen das in der Grünanlagensatzung verankerte Fütterungsverbot (§ 3, Absatz 4.4.) konsequent eingefordert. Eine lückenlose Überwachung in dieser Hinsicht ist allerdings nicht zu gewährleisten.

Zu 4.: Die Öffentlichkeit wurde anlässlich eines Pressetermins am 03.06.2020 im Ostpark über das Monitoring, die Studie und deren vorläufige Ergebnisse informiert. Wie oben beschrieben werden noch weitere Lenkungsmaßnahmen, bzw. Ergänzungen hierzu vorgenommen. Das Projekt wird damit fortgeführt. Weitere Ergebnisse sind abzuwarten.

Zu 5.: Die Einschränkung der Population der Nilgänse - zum Beispiel durch das Einfangen und Umsetzen einzelner Individuen - ist unter Berücksichtigung des Tierschutz-, Jagd- und Naturschutzgesetzes kaum umsetzbar oder wäre nur mit einem sehr hohen personellen und finanziellen Aufwand zu realisieren. Der dadurch hervorgerufene Verdrängungseffekt ist darüber hinaus als sehr gering zu betrachten, da die Gänse sehr mobil sind und die Tiere über den engen Verbund der genutzten Flächen ständig nachrücken.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. September 2017OFOF 407/1Das Gansproblem auch am Mainufer angehenOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 19. September 2017OMOM 2196Das Gansproblem auch am Mainufer angehenDirektanregung
  3. 18. Dezember 2017STST 2494Das Gansproblem auch am Mainufer angehenStellungnahme
  4. 11. November 2019BB 401Grünflächen für Menschen nutzbar halten - Nilgänse bekämpfenMagistratsbericht
  5. 3. Mai 2020OFOF 1260/1Verkotung am Mainufer auf Wegen und WiesenOrtsbeiratsantrag · CDU
  6. 19. Mai 2020VV 1613Verkotung am Mainufer auf Wegen und WiesenAnfrage
  7. 10. August 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 153 Wochen
    STST 1445Verkotung am Mainufer auf Wegen und Wiesen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

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