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Bohrung für Bodenproben und Sickertest im Innovationsviertel

Vorlagentyp: STMagistrat
184 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren
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Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 07.06.2019, ST 1129

Betreff: Bohrung für Bodenproben und Sickertest im Innovationsviertel Zu 1 und 4) Der Sachverhalt hinsichtlich der Bodenuntersuchungen im Plangebiet stellt sich folgendermaßen dar: Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Nr. 880 - Friedberger Landstraße / Südlich Wasserpark wird ein Regenwasserbewirtschaftungskonzept erarbeitet. Ziel dieses Konzeptes ist, einen großen Teil der Niederschläge wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückzuführen und die Einleitung von Niederschlägen in das Kanalsystem der Stadt Frankfurt am Main zu minimieren. Als Grundlage der Erarbeitung des Regenwasserbewirtschaftungskonzepts werden im Zusammenhang mit der Versickerung von Niederschlägen Bodenuntersuchungen erforderlich. Zur Beurteilung der Versickerungsfähigkeit des Bodens wird der kf-Wert (Wasserdurchlässigkeitsbeiwert) mittels Versickerungsversuchen in Schürfen und im Bohrloch bestimmt. Das Regenwasserbewirtschaftungskonzept wiederum ist eine wesentliche Grundlage der Festsetzungen des Bebauungsplans, im dem Flächen und Maßnahmen für die Regenwasserbewirtschaftung festgesetzt werden. Die Schürfe und Bohrungen geben also Anhaltspunkte, ob die Versickerung von Niederschlägen möglich ist und wo sinnvollerweise Versickerungsflächen anzulegen sind. Schürfe liefern genauere Ergebnisse hinsichtlich der Versickerungsfähigkeit als Versickerungsversuche in Bohrungen, stellen aber eine größeren Eingriff in den Boden dar. Schürfe und Bohrungen wurden so verortet, dass der Eingriff in die bestehende Vegetation und in die gärtnerisch und öffentlich genutzten Grünflächen möglichst minimiert wurde. Mit diesem Ziel wurde am Schlinkenweg, einem befestigten Fuß- und Radweg im Bereich der geschotterten Zufahrt zum Abenteuerspielplatz ein Schurf angelegt. Der Abenteuerspielplatz, der mit dem Bebauungsplanverfahren planungsrechtlich abgesichert werden soll, wurde nicht in die Untersuchung einbezogen, da er aufgrund der Nutzung als Spielfläche nicht für Versickerungsanlagen zur Verfügung steht. Zu 2 und 3) Die in den Schürfen ermittelten Durchlässigkeitsbeiwerte (kf-Wert) liegen zwischen 1.3 x 10-6 m/s bis 2,8 x 10-5 m/s. Die in den Versickerungsversuchen im Bohrloch ermittelten Durchlässigkeitsbeiwerte liegen zwischen 5,3 x 10-7m/s und 1,9 x 10-5 m/s. Mit den Bohrungen wurde auch die Korngrößenverteilung ermittelt. Aus der Korngrößenverteilung lässt sich wiederum der Durchlässigkeitsbeiwert ableiten. Hier ergaben sich, in Abhängigkeit von der Anwendung der beiden üblichen Methoden nach Bialas et al. und Seelheim kf-Werte von 1,2 x 10-9 m/s und 1,1 x 10-7m/s (nach Bialas et al) und 1,8 x 10-5 m/s und 1,2 x 10-3 m/s (nach Seelheim). Auf der Grundlage dieser Werte erarbeiten die beauftragten Umweltplaner ein möglichst naturnahes Regenwasserbewirtschaftungskonzept.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. Februar 2019OFOF 628/3Bohrungen für Bodenproben und Sickertest im InnovationsviertelOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 21. Februar 2019NRNR 766Bohrungen für Bodenproben und Sickertest im InnovationsviertelSTVV-Antrag
  3. 21. Februar 2019VV 1192Bohrungen für Bodenproben und Sickertest im InnovationsviertelAnfrage
  4. 7. Juni 2019Sie sind hier
    STST 1129Bohrung für Bodenproben und Sickertest im Innovationsviertel
    Stellungnahme
  5. 8. Juli 2019BB 240Beruf und Pflege vereinbarenMagistratsbericht
  6. 15. August 2022Antwort des Magistrats · nach 184 WochenBB 316Beruf und Pflege vereinbarenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

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