RMV-Tarifzonen abschaffen und 365-Euro-Ticket im RMV-Gebiet einführen
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat schlägt vor, die Tarifzonen im RMV-Gebiet abzuschaffen und ein 365-Euro-Ticket einzuführen, um die hohen ÖPNV-Preise zu senken und mehr Pendler zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Dies soll insbesondere den Stadtteil Kalbach-Riedberg entlasten und die Tarifungerechtigkeiten beseitigen.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen: Der Magistrat wird gebeten, auf den RMV dahingehend einzuwirken, die Tarifzonen abzuschaffen und ein 365 Euro-Ticket einzuführen. Kalbach-Riedberg ist als nordwestlich gelegener Stadtteil in verschiedene Himmelsrichtungen mittelbar oder unmittelbar an Städte im Umland angebunden (Oberursel, Weißkirchen und Bad Homburg), die deswegen auch wichtige Ziele sind, wenn es etwa um Fahrten zum Arbeitsplatz, zur Freizeitgestaltung oder zum Facharzt geht. Aus diesem Grund haben die Anwohner Kalbach-Riedbergs ein besonderes Interesse daran, die seit Jahren bestehenden Tarifungerechtigkeiten bei Fahrten über geringe Distanz endlich durch eine gerechte Preisgestaltung abzulösen. Aufgrund dessen ist einerseits ein 365 Euro-Ticket im gesamten RMV-Gebiet einzuführen. Andererseits müssen die Preise für Einzelfahrten drastisch gesenkt werden, damit auch diejenigen Bürger*innen, die selten den ÖPNV nutzen und kein 365 Euro-Ticket erwerben möchten, statt mit dem Auto mit dem ÖPNV fahren.
Begründung
Die ÖPNV-Preise im Rhein-Main-Gebiet sind zu hoch. Dies ist insbesondere bei Tarifzonenwechsel spürbar und schreckt viele Pendler ab, auf den ÖPNV umzusteigen. So kostet die Fahrt von Hanau nach Frankfurt (€ 6,90) einfach mehr als 30 % mehr als die einfache Fahrt z. B. von Friedrichsdorf nach Frankfurt (€ 5,00). Diese Tarifungerechtigkeit kann unter den gegebenen Umständen nicht akzeptiert werden. Selbst mit der Nutzung eines Monatstickets ist der ÖPNV immer noch wesentlich teurer als die Fahrt mit dem PKW (Hanau - FFM € 164,50, Friedrichsdorf-FFM € 140,50). Die ÖPNV-Preise müssen schnellstens gesenkt werden, um mehr Pendler zum Wechsel auf Busse und Bahnen zu bewegen. Nur dadurch können die Randgebiete und dazu gehört Kalbach-Riedberg, vom Autoverkehr entlastet werden und auch Fahrverbote vermieden werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Februar 2021 brachte SPD im Ortsbeirat 12 diesen Antrag ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 19.02.2021 im OBR 12 abgelehnt.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, FDP und BFF gegen SPD, GRÜNE, LINKE. (= Annahme)