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Filialschließungen von Frankfurter Banken insbesondere Sparkassen und dann?

Vorlagentyp: OFSPD
136 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Ortsbeirat fordert den Magistrat auf, die Auswirkungen der Filialschließungen von Banken auf Kunden zu prüfen und Lösungen zu finden, um die wirtschaftliche und soziale Teilhabe zu gewährleisten. Ziel ist es, alternative Angebote zu schaffen, die den Bedürfnissen aller Kunden gerecht werden.

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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgen

Antrag

Der Ortsbeirat möge beschließen:

der Magistrat wird gebeten, bei seinem weiteren Austausch mit der Frankfurter Sparkasse und all den anderen Banken, die ihr Filialnetz in den Stadtteilen schließen möchten oder bereits geschlossen haben, zu prüfen und zu berichten:

- welche Möglichkeiten die Banken als Dienstleister sehen und haben, um denjenigen Kunden, deren Geld sie verwalten und die aus welchen Gründen auch immer, nicht am elektronischen Zahlungssystem teilnehmen können, ein eigenständiges und unabhängiges Leben (also ohne auf Kinder, Enkel oder sonstige Personen zuzugreifen) weiter zu ermöglichen.

- Insbesondere soll die Verantwortung der Sparkassen hinterfragt werden, wie sich dies mit Filialschließungen in Einklang bringen lässt, wenn diese selbst ihren Auftrag darin sehen, Menschen die wirtschaftliche und soziale Teilhabe zu ermöglichen.

- ob gegebenenfalls Bankbusse zu festen Zeiten durch die Stadtteile touren oder Bankberatungseinrichtungen in größeren Einkaufsläden (Supermärkten) etabliert werden können, die an festen Tagen von Bankmitarbeitern besetzt sind. Verschiedene Sparkassen und Banken könnten diese Einrichtungen als auch den Bus gemeinsam nutzen.

Begründung

Es ist richtig, dass viele Kunden inzwischen Online-banking nutzen und die Bankfilialen weniger aufgesucht werden. Wirtschaftlich mögen zentrierte Service- und Beratungsstellen für das jeweilige Finanzunternehmen sehr gut sein. Aber Banken und Sparkassen sind Dienstleiter und sie verwalten nicht nur das Geld derjenigen, die digital unterwegs sind, sondern sie verwalten auch all die Gelder derjenigen Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - am digitalen Serviceangebot nicht teilnehmen können. Menschen also, die ihre Geschäfte noch selbst regeln könnten, denen die digitale Welt aber ihre Selbstständigkeit nimmt und auch Menschen, denen weite Wege beschwerlich sind. Sie sind auf die Hilfe anderer angewiesen, was gleichzeitig bedeutet, dass ihre Privatsphäre verletzt wird. In der heutigen Gesellschaft nennt man das Diskriminierung. Es kann hierbei nicht allein auf ein Telefonservice verwiesen werden, den Menschen mit Hörbeeinträchtigungen nicht nutzen können. Die Sparkassen sehen ihren Auftrag seit ihrer Gründung darin, Menschen die wirtschaftliche und soziale Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Sie sind eine öffentliche Einrichtung und damit in großer Verantwortung für die Daseinsvorsorge. Sie sind also keine private Bank, deren Aufgabe Profit und Gewinnmaximierung bedeutet. Es wäre ein leichtes für die öffentlichen Finanzunternehmen, all ihren Kunden gerecht zu werden. Zwei Finanzunternehmen sind hier bereits Vorreiter. Die Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse betreiben gemeinsamen Finanzpunkte. Das Modell sollte doch auf alle Banken anwendbar sein. Eine Alternative könnte auch ein Bankbus sein, der die Stadtteile anfährt. Oder ein Angebot für Bankgeschäfte in einem abgeschlossenen Raum der Supermärkte. Man würde keinen Menschen diskriminieren und hätte eine gute Lösung entsprechend seiner Verantwortung geschaffen. Vor allem bis zu dem Zeitpunkt, bis zu dem jeder - Dienstleistungsnehmer oder Dienstleister - in der Lage sein wird, an einem sicheren und top funktionierenden digitalen Geschäftsleben teilzunehmen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 18. August 2021OFOF 163/6Filialschließungen der Frankfurter SparkasseOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD
  2. 7. September 2021OMOM 665Filialschließungen der Frankfurter SparkasseDirektanregung
  3. 14. Januar 2022STST 80Filialschließungen der Frankfurter SparkasseStellungnahme
  4. 4. November 2022Sie sind hier
    OFOF 639/6Filialschließungen von Frankfurter Banken insbesondere Sparkassen und dann?
    Ortsbeiratsantrag · SPD
  5. 29. November 2022OMOM 3191Filialschließungen von Frankfurter Banken, insbesondere Sparkassen, und dann?Direktanregung
  6. 25. März 2024Antwort des Magistrats · nach 136 WochenSTST 594Filialschließungen von Frankfurter Banken, inbesondere Sparkassen, und dann?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 6
Sitzung 16 · 29.11.2022
TO I, TOP 23
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 3191 2022 Anregung an den Magistrat OM 3192 2022 1. Die Vorlage OF 639/6 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen. 2. Die Vorlage OF 642/6 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Enthaltung:
Fraktionslos
zu 2)
Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Annahme bei Enthaltung fraktionslos zu 2. Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

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