Filialschließungen der Frankfurter Sparkasse
Zusammenfassung
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat auf die angekündigten Filialschließungen der Frankfurter Sparkasse reagiert und betont, dass die Schließungen aufgrund des veränderten Kundenverhaltens und der Digitalisierung notwendig sind. Es wird darauf hingewiesen, dass trotz der Schließungen eine ausreichende Grundversorgung der betroffenen Stadtteile gewährleistet bleibt.
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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat steht im regelmäßigen Austausch mit der Frankfurter Sparkasse und hat im Rahmen der Anfrage des Ortsbeirates 6 im Zusammenhang mit der angekündigten Schließung der Sparkassen-Filialen in Sossenheim, Sindlingen und Nied wie zuvor schon in anderen Fällen von beabsichtigten Filialschließungen der Frankfurter Sparkasse den Dialog gesucht.
Die Frankfurter Sparkasse machte im Austausch mit dem Magistrat deutlich, dass sich durch die Digitalisierung das Kundenverhalten verändert hat und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Corona-Krise beschleunigt, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die zum Teil deutlich verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung solcher Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit dem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes um ein Digitales Beratungs-Center und ein Digitales Geschäftskunden-Center mit einem Telefon-, Email- und Videochatangebot Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Außerdem wird darauf verwiesen, dass man mit 43 Standorten immer noch über das dichteste Filialnetz aller Banken in Frankfurt am Main verfüge.
In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit, Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben. Das Modell der Finanzpunkte, also geteilter Filialen mit der Frankfurter Volksbank bzw. anderen Banken ist nach Aussage der Frankfurter Sparkasse für das Unternehmen keine Option.
In den benachbarten Stadtteilen Höchst, Zeilsheim und Schwanheim bleiben zudem weitere Filialen der Frankfurter Sparkasse bestehen, die auch persönliche Beratungsleistungen anbieten. Für Mobilitätseingeschränkte Kunden bietet sich also der jeweils benachbarte Stadtteil an, die Filialen sind mit ÖPNV gut erreichbar. Die Volksbank bietet zudem mit den Standorten Schwanheim und Griesheim ebenfalls nahe gelegene Alternativen, so dass von einer ausreichenden Grundversorgung der betroffenen Stadtteile Sossenheim, Sindlingen und Nied mit physischen Bankdienstleistungen auszugehen ist. Eine Verödung der Stadtteile kann - gerade auch durch den Rückgang der Kundenfrequenzen - eben nicht auf die Schließung von Bankfilialen zurückgeführt werden.
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht weiterhin im Austausch mit der Frankfurter Sparkasse im Interesse der Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung in den Stadtteilen. Der Magistrat bringt hierbei die Belange der betroffenen Personengruppen in den Stadtteilen ein, er hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die wirtschaftlichen Entscheidungen von Anstalten öffentlichen Rechts und kann nicht in die Geschäftstätigkeit der Frankfurter Sparkasse eingreifen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. August 2021OFOF 163/6Filialschließungen der Frankfurter SparkasseOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD
- 7. September 2021OMOM 665Filialschließungen der Frankfurter SparkasseDirektanregung
- 14. Januar 2022Sie sind hierSTST 80Filialschließungen der Frankfurter SparkasseStellungnahme
- 4. November 2022OFOF 639/6Filialschließungen von Frankfurter Banken insbesondere Sparkassen und dann?Ortsbeiratsantrag · SPD
- 29. November 2022OMOM 3191Filialschließungen von Frankfurter Banken, insbesondere Sparkassen, und dann?Direktanregung
- 25. März 2024Antwort des Magistrats · nach 136 WochenSTST 594Filialschließungen von Frankfurter Banken, inbesondere Sparkassen, und dann?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab