Verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Kurhessenstraße
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Zu
- Schwellen erzeugen mehr Gelassenheit bei denen, die stark beschleunigen, um die Grünphase noch zu erwischen. Zu
- Nachträgliche Veränderungen des Bordsteins sind teuer. Die jetzige kurze nordöstliche Sperrfläche verhindert Sicht des Verkehrs aus dem Norden. Zu
- Viele AnwohnerInnen haben das häufige Falschparken an dieser Stelle (Getränkemarkt) kritisiert. Die Autos – auch LKWs - parken oft ganz auf dem Gehweg, so dass die FußgängerInnen auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Zu
- Der Kreisverkehr würde die Fahrbahnfläche auf Kosten der Gehwegbreite vergrößern. An einer Stelle wäre der Gehweg dann nur noch knapp ein Meter breit, gerade da, wo viel Fußverkehr ist. An einer anderen Stelle müsste der Bordstein des Gehwegs abgeflacht werden, damit ihn LKWs überfahren können. Das ist besonders für Kinder gefährlich und lädt Falschparker direkt ein. Auch die Mittelinsel wäre nur 3,5 Zentimeter hoch zum Überfahren für LKWs. Das vermindert die gewollte geschwindigkeitshemmende Wirkung für alle Autos. Außerdem würde durch den Kreisverkehr die jetzige Rechts-vor Links Regel wegfallen, die für Fahrzeuge aus Richtung Hügelstraße zutrifft, wenn Fahrzeuge aus Am Schwalbenschwanz kommen. Zu
- Eine Insel erleichtert insbesondere Kindern und mobilitätseingeschränkten Menschen die Überquerung. Auch für den Radverkehr Richtung Eschersheim ist die Insellösung sicherer. Ein Überweg in Nähe der Straße Am Höhenblick verkürzt den Umweg zur Fritz-Unruh-Anlage. Zu
- Nach Beobachtungen von Anwohnern wird in diesem Teil der Kurhessenstraße oft schnell gefahren. Geschwindigkeitsanzeige, Verschwenkung der Fahrbahn durch Parken und Schwellen unterstützen das Einhalten von Tempo 30 und sind preiswerte Möglichkeiten für das schon sanierte Straßenstück. Außerdem würden bei dieser Lösung 2 zusätzliche Parkplätze entstehen.
Inhalt
Antrag vom 16.08.2010, OF 1231/9
Betreff:
Verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Kurhessenstraße
Vorgang:
OM 117/06 OBR 9; ST 782/06; OM 1162/07 OBR 9; ST 1183/07; OM 3438/09 OBR 9;
ST 1323/09; OM 3439/09 OBR 9; ST 1342/09
In den Schreiben der AnwohnerInnen wurden konkrete Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen. Einige Maßnahmen wurden bzw. werden schon umgesetzt – Zebrastreifen in der Nähe der Haeberlin- und Ludwig-Tieck-Straße, Geschwindigkeits-Anzeigetafel, Gehwegnasen und Aufpflasterung zwischen Lindenring und Höllbergstraße.
Der Magistrat wird aufgefordert:
- Zwischen der Eschersheimer Landstraße und Lindenring sollen Schwellen angebracht werden.
- Die von der Tempo-30-AG beratenen Pläne sollen ausgeführt werden für - die Kleinschmidt-Straße: Gehwegnase und Aufpflasterung und - Felix-Dahn-Straße: Gehwegnasen
- Bei der Aufpflasterung und Gehwegnasen in Nähe der Ludwig-Tieck soll entsprechend dem Vorschlag des Straßenverkehrsamtes die Sperrfläche vor dem Überweg gegen Falschparker baulich hergestellt werden. Die Sperrfläche auf der nord-östlichen Seite soll verlängert werden.
- Zwischen der Straße Am Schwalbenschwanz und der Hausnummer 87 sollen bauliche Maßnahmen das illegale Parken auf dem Gehweg verhindern.
- Die Einmündung Am Schwalbenschwanz soll nicht zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Stattdessen sollen die Kurven spitzer werden und die Vorfahrtbeziehung durch Markierung verdeutlicht werden.
- Beim Höhenblick soll der Alternativvorschlag 1 des Straßenverkehrsamtes ausgeführt werden: Abbau der Ampelanlage, Gehwegnase, Aufpflasterung, Zebrastreifen und Mittelinsel als Querungshilfe in Nähe der Straße Am Höhenblick.
- Im weiteren Verlauf der Kurhessenstraße sollen auch verkehrsberuhigende Maßnahmen verwirklicht werden: - Vor dem Haus Nr. 147 soll eine Geschwindigkeitsanzeige installiert werden - die Parkordnung soll so geändert werden, dass zwischen den Hausnummern 146 und der Hügelstraße, wo jetzt längs geparkt wird etwa in der Mitte ein Stück Schrägparken markiert wird und auf der gegenüberliegenden Seite Längsparken: Z.B vor der Hausnummer 150 Schrägparken und vor Hausnummer 149 Längsparken. - Vor Hausnummer 148 soll im nördlichen Teil statt Längsparken Schrägparken angeordnet werden. - Zusätzlich sollen Schwellen aufgebracht werden, z.B. bei den Hausnummern 146, 148 und 154.
- Eine Verlängerung der Fußgänger-Grünphase bei der Ampel an der Hügelstraße wurde zugesagt, ist aber bisher nicht erkennbar und soll ausgeführt werden, damit FußgängerInnen die Kurhessenstraße in einem Zug überqueren können.
- Für die Umbaumaßnahmen sollen ausreichende Mittel in den nächsten Haushalt eingestellt werden.
Begründung:
Zu
- Schwellen erzeugen mehr Gelassenheit bei denen, die stark beschleunigen, um die Grünphase noch zu erwischen.
Zu 3. Nachträgliche Veränderungen des Bordsteins sind teuer. Die jetzige kurze nordöstliche Sperrfläche verhindert Sicht des Verkehrs aus dem Norden.
Zu 4. Viele AnwohnerInnen haben das häufige Falschparken an dieser Stelle (Getränkemarkt) kritisiert. Die Autos – auch LKWs - parken oft ganz auf dem Gehweg, so dass die FußgängerInnen auf die Fahrbahn ausweichen müssen.
Zu 5. Der Kreisverkehr würde die Fahrbahnfläche auf Kosten der Gehwegbreite vergrößern. An einer Stelle wäre der Gehweg dann nur noch knapp ein Meter breit, gerade da, wo viel Fußverkehr ist. An einer anderen Stelle müsste der Bordstein des Gehwegs abgeflacht werden, damit ihn LKWs überfahren können. Das ist besonders für Kinder gefährlich und lädt Falschparker direkt ein. Auch die Mittelinsel wäre nur 3,5 Zentimeter hoch zum Überfahren für LKWs. Das vermindert die gewollte geschwindigkeitshemmende Wirkung für alle Autos. Außerdem würde durch den Kreisverkehr die jetzige Rechts-vor Links Regel wegfallen, die für Fahrzeuge aus Richtung Hügelstraße zutrifft, wenn Fahrzeuge aus Am Schwalbenschwanz kommen.
Zu 6. Eine Insel erleichtert insbesondere Kindern und mobilitätseingeschränkten Menschen die Überquerung. Auch für den Radverkehr Richtung Eschersheim ist die Insellösung sicherer. Ein Überweg in Nähe der Straße Am Höhenblick verkürzt den Umweg zur Fritz-Unruh-Anlage.
Zu 7. Nach Beobachtungen von Anwohnern wird in diesem Teil der Kurhessenstraße oft schnell gefahren. Geschwindigkeitsanzeige, Verschwenkung der Fahrbahn durch Parken und Schwellen unterstützen das Einhalten von Tempo 30 und sind preiswerte Möglichkeiten für das schon sanierte Straßenstück. Außerdem würden bei dieser Lösung 2 zusätzliche Parkplätze entstehen.
Nebenvorlage: Antrag vom 04.11.2010, OF 1326/9 Beratung im Ortsbeirat: 9
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. August 2010Sie sind hierOFOF 1231/9Verkehrsberuhigende Maßnahmen in der KurhessenstraßeOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 16. August 2010OFOF 1232/9Verkehrsberuhigung in der Kurhessenstraße (Mittelstück)Ortsbeiratsantrag · CDU
- 16. August 2010OFOF 1233/9Verkehrsberuhigung in der KurhessenstraßeOrtsbeiratsantrag · SPD
- 26. August 2010OMOM 4464Verkehrsberuhigung in der KurhessenstraßeDirektanregung
- 26. August 2010VV 1383Verkehrsberuhigung in der Kurhessenstraße (Mittelstück)Anfrage
- 4. Oktober 2010STST 1346Verkehrsberuhigung in der Kurhessenstraße (Mittelstück)Stellungnahme
- 7. Oktober 2010STST 1342Verkehrsberuhigung in der KurhessenstraßeStellungnahme
- 4. November 2010OFOF 1326/9Verkehrsberuhigung in der Kurhessenstraße (Mittelstück) IIOrtsbeiratsantrag · CDU
- 4. November 2010OMOM 4732Verkehrsberuhigung in der Kurhessenstraße (Mittelstück) IIDirektanregung
- 13. April 2011STST 570Verkehrsberuhigung in der Kurhessenstraße (Mittelstück) IIStellungnahme
- 10. September 2020OFOF 867/9Kurhessenstraße weiter verkehrsberuhigenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 19. Oktober 2020OFOF 876/9Kurhessenstraße - weiter verkehrsberuhigenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 29. Oktober 2020OMOM 6812Kurhessenstraße - weiter verkehrsberuhigenDirektanregung
- 12. März 2021Antwort des Magistrats · nach 552 WochenSTST 637Kurhessenstraße - weiter verkehrsberuhigenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, FDP, LINKE. und FREIE WÄHLER gegen GRÜNE (= nicht zurückstellen) zu 2. CDU, SPD, FDP und FREIE WÄHLER gegen GRÜNE und LINKE (= Ablehnung) zu 3. CDU, SPD, FDP, LINKE. und FREIE WÄHLER gegen GRÜNE (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. CDU, FDP, LINKE. und FREIE WÄHLER gegen GRÜNE (= Annahme) bei Enthaltung SPD zu 2. Punkte a) und b): CDU, SPD und FREIE WÄHLER gegen 2 GRÜNE, FDP und LINKE. (= Ablehnung) bei einer Enthaltung GRÜNE Rest der Vorlage: Einstimmige Annahme