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Stadtbahn Europaviertel: Teilweise oberirdische Führung

Vorlagentyp: NRCDUGRÜNE
2 Stationen im Verfahren6 SitzungenAngenommen
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Begründung

oberirdische Führung Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 9544 vom 24.2.2011 zur Genehmigung der Vorplanung für die Erschließung des Europaviertels mit einer durchgängig unterirdischen geführten Stadtbahnverlängerung vom Anschluss an das Überwerfungsbauwerk unter dem "Platz der Republik" bis zur Endstation "Wohnpark" wird dahingehend geändert, dass
    • a)für den Streckenabschnitt im Anschluss an die auch weiterhin unterirdische Station "Güterplatz" eine teilweise oberirdische Trassenführung bis zur zukünftigen Endstation "Wohnpark" vorgesehen wird.
    • b)die für die Stadtbahnerschließung des Europaviertels vorgesehenen weiteren Stadtbahn-Stationen "Emser Brücke", "Europagarten" und "Wohnpark" oberirdisch in Mittellage des Europaboulevards hergestellt werden.
    • c)im Bereich des Europagartens die Stadtbahn gemeinsam mit dem Autoverkehr unterirdisch geführt wird.
  2. Zur besseren Einfügung in den städtebaulichen Kontext sollen bei der Erstellung des GVFG-Antrags, des Planfeststellungsantrags und der Bau- und Finanzierungsvorlage folgende flankierende Maßnahmen berücksichtigt werden: - Direkte Öffnung der oberirdischen Haltestellen hin zu den begleitenden Gehwegen. - Echtes Rasengleis ("Modell Friedrich-Ebert-Anlage") verbunden mit dem Verzicht auf straßenbegleitende Zäune; um dies zu ermöglichen wird die maximale Geschwindigkeit der Stadtbahn auf 50 km/h begrenzt. - Zurückhaltende Gestaltung und schalltechnische Optimierung der Portalbauwerke des gemeinsamen Tunnels unter dem Europagarten und der Tunnelrampe östlich der Emser Brücke.
  3. Um die Stadtbahnerschließung des Europaviertels ohne weiteren Zeitverzug zu realisieren, wird der Magistrat gebeten, auf Grundlage der vorgenannten Planungsänderungen bis Mai dieses Jahres den GVFG-Antrag einzureichen und die Planfeststellung im Sommer 2012 einzuleiten, so daß der Baubeginn für Herbst 2013 geplant werden kann. Begründung: Die im Verlauf des vergangenen Jahres durch den Magistrat auf Basis des Vorplanungsbeschlusses weiter vertieften Planungen haben ergeben, dass für den Bau einer durchgängig unterirdisch geführten Stadtbahn im Europaviertel mit Gesamtkosten in Höhe von rund 264 Mio. Euro (netto) zu rechnen wäre. Auch haben die Zuschussgeber - Bund und Land - zu verstehen gegeben, dass sie die komplett unterirdische Stadtbahnführung für verkehrlich nicht notwendig erachten und eine vollumfängliche Förderung hierfür nicht zu gewähren bereit sind. Angesichts der angespannten städtischen Haushaltslage gibt dies Anlaß zur Prüfung möglicher Kostenreduzierungen. Eine Lösung zur Senkung der Kosten bei einer weiterhin hohen Erschließungsqualität des Europaviertels durch den ÖPNV besteht in einer teilweisen oberirdischen Führung der Stadtbahn im Anschluß an die Station Güterplatz. Dabei wird von den vier im Europaviertel vorgesehenen Stadtbahnstationen ausschließlich die Station "Güterplatz" unterirdisch hergestellt und die sich in Richtung Westen anschließenden Stationen "Emser Brücke", "Europagarten" sowie "Wohnpark" werden in Mittellage des Europaboulevards oberirdisch gebaut. Die oberirdischen Stationen sind deutlich kostengünstiger und schneller herstellbar und bieten in Hinblick auf Erreichbarkeit und soziale Kontrolle Vorteile. Im Bereich des Europagartens bleibt es bei einer unteririschen Trassenführung der Stadtbahn, gemeinsam mit dem Autoverkehr in einem Tunnel. Die Planung des Europagartens, einschließlich der Spielplätze und des Cafés bleibt unverändert. Das Einsparpotential dieser Variante liegt gegenüber einer durchgängig unterirdisch geführten Stadtbahn bei 80 Mio Euro. Für eine durchgehend unterirdische Stadtbahnführung müsste die Stadt Frankfurt diesen Betrag zusätzlich zu den bei der Stadt verbleibenden Finanzierungsanteilen komplett aus eigenen Haushaltsmitteln finanzieren.

Inhalt

Antrag vom 19.01.2012, NR 199

Betreff: Stadtbahn Europaviertel: Teilweise oberirdische Führung Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 9544 vom 24.2.2011 zur Genehmigung der Vorplanung für die Erschließung des Europaviertels mit einer durchgängig unterirdischen geführten Stadtbahnverlängerung vom Anschluss an das Überwerfungsbauwerk unter dem "Platz der Republik" bis zur Endstation "Wohnpark" wird dahingehend geändert, dass
    • a)für den Streckenabschnitt im Anschluss an die auch weiterhin unterirdische Station "Güterplatz" eine teilweise oberirdische Trassenführung bis zur zukünftigen Endstation "Wohnpark" vorgesehen wird.
    • b)die für die Stadtbahnerschließung des Europaviertels vorgesehenen weiteren Stadtbahn-Stationen "Emser Brücke", "Europagarten" und "Wohnpark" oberirdisch in Mittellage des Europaboulevards hergestellt werden.
    • c)im Bereich des Europagartens die Stadtbahn gemeinsam mit dem Autoverkehr unterirdisch geführt wird.
  2. Zur besseren Einfügung in den städtebaulichen Kontext sollen bei der Erstellung des GVFG-Antrags, des Planfeststellungsantrags und der Bau- und Finanzierungsvorlage folgende flankierende Maßnahmen berücksichtigt werden: - Direkte Öffnung der oberirdischen Haltestellen hin zu den begleitenden Gehwegen. - Echtes Rasengleis ("Modell Friedrich-Ebert-Anlage") verbunden mit dem Verzicht auf straßenbegleitende Zäune; um dies zu ermöglichen wird die maximale Geschwindigkeit der Stadtbahn auf 50 km/h begrenzt. - Zurückhaltende Gestaltung und schalltechnische Optimierung der Portalbauwerke des gemeinsamen Tunnels unter dem Europagarten und der Tunnelrampe östlich der Emser Brücke.
  3. Um die Stadtbahnerschließung des Europaviertels ohne weiteren Zeitverzug zu realisieren, wird der Magistrat gebeten, auf Grundlage der vorgenannten Planungsänderungen bis Mai dieses Jahres den GVFG-Antrag einzureichen und die Planfeststellung im Sommer 2012 einzuleiten, so daß der Baubeginn für Herbst 2013 geplant werden kann. Begründung: Die im Verlauf des vergangenen Jahres durch den Magistrat auf Basis des Vorplanungsbeschlusses weiter vertieften Planungen haben ergeben, dass für den Bau einer durchgängig unterirdisch geführten Stadtbahn im Europaviertel mit Gesamtkosten in Höhe von rund 264 Mio. Euro (netto) zu rechnen wäre. Auch haben die Zuschussgeber - Bund und Land - zu verstehen gegeben, dass sie die komplett unterirdische Stadtbahnführung für verkehrlich nicht notwendig erachten und eine vollumfängliche Förderung hierfür nicht zu gewähren bereit sind. Angesichts der angespannten städtischen Haushaltslage gibt dies Anlaß zur Prüfung möglicher Kostenreduzierungen. Eine Lösung zur Senkung der Kosten bei einer weiterhin hohen Erschließungsqualität des Europaviertels durch den ÖPNV besteht in einer teilweisen oberirdischen Führung der Stadtbahn im Anschluß an die Station Güterplatz. Dabei wird von den vier im Europaviertel vorgesehenen Stadtbahnstationen ausschließlich die Station "Güterplatz" unterirdisch hergestellt und die sich in Richtung Westen anschließenden Stationen "Emser Brücke", "Europagarten" sowie "Wohnpark" werden in Mittellage des Europaboulevards oberirdisch gebaut. Die oberirdischen Stationen sind deutlich kostengünstiger und schneller herstellbar und bieten in Hinblick auf Erreichbarkeit und soziale Kontrolle Vorteile. Im Bereich des Europagartens bleibt es bei einer unteririschen Trassenführung der Stadtbahn, gemeinsam mit dem Autoverkehr in einem Tunnel. Die Planung des Europagartens, einschließlich der Spielplätze und des Cafés bleibt unverändert. Das Einsparpotential dieser Variante liegt gegenüber einer durchgängig unterirdisch geführten Stadtbahn bei 80 Mio Euro. Für eine durchgehend unterirdische Stadtbahnführung müsste die Stadt Frankfurt diesen Betrag zusätzlich zu den bei der Stadt verbleibenden Finanzierungsanteilen komplett aus eigenen Haushaltsmitteln finanzieren.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Januar 2012Sie sind hier
    NRNR 199Stadtbahn Europaviertel: Teilweise oberirdische Führung
    STVV-Antrag · CDU, GRÜNE
  2. 3. Mai 2013MM 75Stadtbahnbau in Frankfurt am Main, Stadtbahnstrecke B, Teilabschnitt 3 - Europaviertel - vom Anschluss an das Überwerfungsbauwerk unter dem „Platz der Republik“ bis zu der Endstation „Wohnpark“ hier: Bau- und FinanzierungsvorlageMagistratsvortrag

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf6 Beratungen
Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 6 · 23.01.2012
TO I, TOP 14
Angenommen
Der Vorlage NR 199 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDPiraten
Sonstige:
Linke (Votum im Verkehrsausschuss)FDP (Votum im Verkehrsausschuss)Freie Wähler (Votum im Verkehrsausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD und Piraten; LINKE., FDP und FREIE WÄHLER (= Votum im Verkehrsausschuss)

Verkehrsausschusses
Sitzung 6 · 24.01.2012
TO I, TOP 7
Beraten
Die Beratung der Vorlage NR 199 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiraten
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Piraten

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 8 · 02.02.2012
TO II, TOP 17
Beraten
1. Die Beratung der Vorlage NR 178 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. 2. Die Beratung der Vorlage NR 199 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiraten
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPPiraten
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Piraten zu 2. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Piraten

OBR 1
Sitzung 8 · 14.02.2012
TO I, TOP 24
Zur Kenntnis
Die Vorlage NR 199 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFraktionslos
Ablehnung:
LinkeFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und fraktionslos gegen LINKE. und FDP (= Kenntnis)

Verkehrsausschusses
Sitzung 7 · 14.02.2012
TO I, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 199 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
zu b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPPiraten
Ablehnung:
LinkeFreie Wähler
zu c)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPPiraten
Ablehnung:
LinkeFreie Wähler
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: Ziffer 1. a), b), 2. und 3.: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und Piraten gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen NR 178) sowie FREIE WÄHLER (= Ablehnung) Ziffer 1. c): CDU, GRÜNE, SPD, FDP und Piraten gegen LINKE. und FREIE WÄHLER (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 9 · 01.03.2012
TO II, TOP 5
Angenommen
1. Die Vorlage NR 178 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 199 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPFreie Wähler
Ablehnung:
LinkeÖkoLinX-ARLPiraten
zu 2 / b)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPPiraten
Ablehnung:
LinkeFreie WählerÖkoLinX-ARL
zu 2 / c)
Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPPiraten
Ablehnung:
LinkeFreie WählerÖkoLinX-ARL
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, FDP und FREIE WÄHLER gegen LINKE. und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie Piraten (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. Ziffer 1. a), b), 2. und 3.: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und Piraten gegen LINKE. (= Annahme im Rahmen NR 178) sowie FREIE WÄHLER und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) Ziffer 1. c): CDU, GRÜNE, SPD, FDP und Piraten gegen LINKE., FREIE WÄHLER und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)

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