Sportförderung - Stärkung der Sportstadt Frankfurt am Main: Austragung der Weltmeisterschaft Rhythmische Sportgymnastik 2026
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik 2026 in Frankfurt am Main auszurichten. Dies soll die Stadt als Sportstadt stärken und internationale Sichtbarkeit fördern. Erwartet werden rund 250 Teilnehmerinnen aus über 60 Ländern und eine hohe Zuschauerzahl.
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Thema Sport, Freizeit und Bäder verfolgenBeschlussvorschlag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
- Es dient zur Kenntnis, dass der Deutsche Turner-Bund e.V. (DTB) im Jahr 2026 die Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) veranstaltet und eine Ausrichterstadt für dieses attraktive Sportgroßereignis im Jahr 2026 (21.-27.09.2026) sucht.
- Weiterhin dient zur Kenntnis, dass bei dieser einwöchigen Veranstaltung rund 250 Gymnastinnen aus über 60 Ländern antreten werden. Vergeben werden acht WM-Titel. Der DTB rechnet mit ca. 20.000 Zuschauer:innen, die dieses Ereignis in der Frankfurter Festhalle verfolgen werden. Darüber hinaus wird von ca. 50 Mio. TV-Kontakten ausgegangen.
- Der aktuelle Budgetplan sieht Kosten in Höhe von insgesamt 5,7 Mio. Euro vor. Es soll für das Jahr 2026 ein städtischer Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro gewährt werden.
- Es wird zugestimmt, dass die Stadt Frankfurt am Main den Zuschuss gemäß der Beschlussziffer 3 unter Gremienvorbehalt in Aussicht stellt. Die Mittel in Höhe von 600.000 Euro müssen im Rahmen der Haushaltsplanaufstellung 2026/2027 im Eckwertrahmen des Dezernates I priorisiert bzw. erwirtschaftet und in der Produktgruppe 21.16 - Förderung von Veranstaltungen - für das Haushaltsjahr 2026 ausgewiesen werden.
- Die Mittel werden zweckentsprechend und wirtschaftlich eingesetzt.
- Von Seiten des Hessisches Ministerium des Innern und für Sport ist die Prüfung einer Bezuschussung im mittleren sechsstelligen Bereich in Aussicht gestellt. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat bezuschusst die Veranstaltung mit 2,495 Mio. Euro.
Begründung
Zielsetzung
Mit ihren 420 Sportvereinen und der Vielzahl an ansässigen Sportfachverbänden versteht sich die Stadt Frankfurt am Main zurecht als Sportstadt. Hierbei verfügt der Turnsport seit jeher über eine herausgehobene Stellung. Mit der Turngemeinde Bornheim 1860 e.V. und ihren über 29.000 Mitgliedern hat der größte Turnverein Hessens seinen Sitz in Frankfurt am Main. Ebenso der Deutsche Turner-Bund e.V., der als bundesdeutscher Verband für Turnen und Gymnastik mit circa 4,8 Millionen Mitgliedern der zweitgrößte Spitzensportverband im deutschen Sport ist.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden bereits verschiedene nationale und internationale Turnveranstaltungen in Frankfurt am Main durchgeführt. Zuletzt das Landeskinderturnfest im Jahr 2022 mit über 3.000 Kindern und Jugendlichen im Frankfurter Westen. Das Deutsche Turnfest fand bereits fünfmal in Frankfurt am Main statt - zuletzt im Jahr 2009. Nun möchte der DTB eine Weltmeisterschaft in einer olympischen Sportart nach Frankfurt am Main bringen, was in diesem Jahrtausend bislang nur bei den Fußballweltmeisterschaften 2006 und 2011 der Fall gewesen ist.
Nach der UEFA EURO 2024 in diesem Jahr ist Frankfurt am Main in der privilegierten Position, in besonderer Weise als Sportstadt international sichtbar zu bleiben und neue Impulse für den Breiten- wie den Spitzensport zu setzen.
Alternativen
Keine. Ursprünglich hatte sich der DTB mit der Stadt Berlin als Austragungsort beworben. Dort können inzwischen jedoch die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Durchführung der Weltmeisterschaft nicht mehr erfüllt werden, weshalb der DTB auf die Stadt Frankfurt am Main zugekommen ist und sich mit dem Sportamt und der Messe Frankfurt in Vorabstimmungen befindet.
In Frankfurt am Main erfüllen nur die Räumlichkeiten der Messe die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Durchführung von internationalen RSG-Wettkämpfen, insbesondere hinsichtlich der benötigten Deckenhöhe von zwölf bis 14 Metern. Gegenwärtig wird die Anmietung der Festhalle Frankfurt als Wettkampfhalle geprüft. Als Trainingshalle soll die Messehalle 3 fungieren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. September 2024 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 14.11.2024 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, AfD und Volt; ÖkoLinX-ELF (= Enthaltung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme) Gartenpartei (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG; ÖkoLinX-ELF (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG; ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Enthaltung)