Ein neuartiges Coronavirus breitet sich derzeit vor allem in China aus, vor Kurzem wurde aber auch ein erster Fall aus d
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt hat Maßnahmen zur Überwachung und Information bezüglich des neuartigen Coronavirus getroffen. Es wird darauf hingewiesen, dass das Risiko einer Einschleppung über den Flughafen aufgrund der Inkubationszeit nicht ausgeschlossen werden kann. Die Stadt plant, Verdachtsfälle umfassend zu untersuchen und die Ärzteschaft sowie Rettungsdienste zu informieren.
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E-Mail-Abo einrichtenFrage an den Magistrat
Ein neuartiges Coronavirus breitet sich derzeit vor allem in China aus, vor Kurzem wurde aber auch ein erster Fall aus den USA bekannt. Bisher sind nach Angaben des chinesischen Gesundheitsministeriums inzwischen sechs Patienten an diesem Virus gestorben. Ich frage den Magistrat: Welche Schutzmaßnahmen hat die Stadt Frankfurt gegebenenfalls bisher getroffen, und wie hoch schätzt der Magistrat das Risiko einer Einschleppung des Virus über den Frankfurter Flughafen ein?
Antwort des Magistrats
Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs zur Beantwortung dieser Frage weisen wir darauf hin, dass es sich um den Kenntnisstand am 29. Januar 2020, 9.16 Uhr handelt. Zwischen Frankfurt und der hauptsächlich betroffenen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei gibt es keine direkten Flugverbindungen, wohl aber über London, Paris und Rom. Auch wenn die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen an dem neuartigen Coronavirus im Ausland bislang nur im zweistelligen Bereich liegt und bislang nur wenige Fälle in Europa bekannt geworden sind, kann die weitere Einschleppung von Einzelfällen nicht ausgeschlossen und auch nicht verhindert werden, da bei einer Inkubationszeit von zwei bis 14 Tagen eine Erkrankung nach Einreise wesentlich wahrscheinlicher ist als eine Erkrankung im Flugzeug. Sollte ein Verdachtsfall im Flugzeug gemeldet werden, übernimmt das Kompetenzzentrum für hochpathogene Infektionserreger in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die Risikoeinschätzung und gegebenenfalls die Koordinierung des Patiententransportes auf eine geeignete Isolierstation. Kontaktpersonen würden erfasst und nach Absprache mit dem Ministerium für Soziales und Integration überwacht. Das Gesundheitsamt Frankfurt informiert die Ärzteschaft und die Rettungsdienste umfassend über die aktuelle Situation. Des Weiteren werden Informationen für Flugpassagiere vorbereitet. Verdachtsfälle werden großzügig untersucht. Dazu steht auch am Universitätsklinikum Frankfurt eine entsprechende Diagnostik zur Verfügung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Januar 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.