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Frage vom 13.07.2015, F 2295 Am Tag nach dem Bürgerentscheid über das Rennbahngelände wurde auf der Internetseite der Stadt Frankfurt verkündet: "Frankfurt wird Hauptstadt des Sports." Während Bundes- und Landeshauptstädte durch Volksentscheid oder Parlamentsbeschluss bestimmt werden, ist die Legitimation bei der Hauptstadt des Sports unklar.
Ich frage den Magistrat: Welches Gremium hat auf welcher Rechtsgrundlage die Stadt Frankfurt zur Sporthauptstadt erklärt, oder hat sich der Magistrat diese Bezeichnung selbst verliehen?
Antwort des Magistrats: In Frankfurt am Main sind die Merkmale einer modernen Sportstadt deutlich zu erkennen: Eine vielfältige Sportvereinslandschaft mit derzeit rund 430 Sportvereinen, die ihren über 190.000 Mitgliedern ein attraktives Angebot im Breiten- und Leistungssport bieten. Eine sehr gut entwickelte und vielseitige Sportinfrastruktur, die ein breites Sportangebot für alle ermöglicht. Top-Spiele der Bundesliga-Clubs sowie hochklassige, internationale Spitzensportveranstaltungen mit hunderttausenden Zuschauern, die der großen Sportbegeisterung der Frankfurter Bevölkerung gerecht werden . Darüber hinaus sind in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt am Main rund 30 Sportverbände- und Institutionen beheimatet, darunter der Deutsche Olympische Sportbund, DOSB, mit 28 Millionen Mitgliedern sowie mit dem Deutschen Fußball-Bund und dem Deutschen Turner-Bund die mitglieder-stärksten Dachverbände des Deutschen Sports. Insofern ist die Bezeichnung "Hauptstadt des Deutschen Sports" nachvollziehbar, denn mit dieser herausragenden Ansammlung der Sportdachorganisationen unterscheidet sich Frankfurt am Mai in signifikanter Weise von anderen deutschen Großstädten. Eine Spitzenfunktionärin des DOSB hat in einem Presseartikel, Frankfurter Neue Presse vom 11.0.2014, unsere Stadt den rechtlich nicht gesicherten Titel "Hauptstadt des Deutschen Sports" verliehen; bei der letzten Sport-Gala sprach Präsident Hörmann im Zusammenhang mit der Otto-Fleck-Schneise von der "Schlossallee" des Deutschen Sports. Der Magistrat sieht darin eine Bestätigung seiner Bemühungen, die Spitzenverbände des deutschen Sports in Frankfurt am Main zu konzentrieren. Hier wird die Tradition des ehemaligen Oberbürgermeistes Walter Kolb fortgesetzt, der Ende der Vierzigerjahre den Deutschen Turnerbund überzeugte, sich in Frankfurt am Main anzusiedeln. Auch künftig wird der Magistrat die ansässigen Sportverbände in ihren Aktivitäten unterstützen, die letztlich zur Attraktivitätssteigerung unserer Stadt beitragen. Aktuelles Beispiel ist der bevorstehenden Bau der DFB- Akademie auf dem Gelände der Galopprennbahn, mit der der Deutsche Fußball-Bund eine zukunftsweisende Investition in den Sportstandort Frankfurt am Main tätigt.
Der Magistrat ist davon überzeugt, dass damit immenser Image- und Prestigegewinn für unsere Stadt einhergehen wird. Antragstellende Person(en): Stadtv. Dr. Dr. Rainer Rahn
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Juli 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.