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Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt? hier: Jährlicher Bericht zur Umsetzung von Gender Mainstreaming

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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 14.07.2008, B 438

Betreff:

Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt? hier: Jährlicher Bericht zur Umsetzung von Gender Mainstreaming

Vorgang:

l. Beschl. d. Stv.-V. vom 06.09.2007, § 2344

- NR 756 SPD, NR 645 CDU/GRÜNE, l. B 437/07 -

Jahresbericht 2007/ 2008:

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 29.08.2002 (§ 3459) wurde festgelegt, dass die Stadt Frankfurt das Prinzip des Gender Mainstreaming in Zukunft als zentralen Bestandteil in Politik und Verwaltung auf allen Ebenen realisieren wird. Um diesen Prozess zu ermöglichen,

- wurde das Frauenreferat damit beauftragt Impulsveranstaltungen für die politische und administrative Führung der Stadt zu organisieren.

- Der Prozess der Umsetzung von Gender Mainstreaming sollte in Form von Pilotprojekten in einzelnen Ämtern und Dezernaten exemplarisch begonnen werden, so dass die gewonnenen Erfahrungen übertragen werden können.

- Über den Stand der Durchführung soll einmal jährlich berichtet werden.

Ausgehend vom Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wurde

- im Rahmen verschiedener Impuls- und Informationsveranstaltungen für die politische Ebene (Magistrat und Stadtverordnetenversammlung) sowie für die Ebene der Amtsleitungen der Stadtverwaltung das Prinzip des Gender Mainstreaming sowie Methoden zu seiner Umsetzung auf den betreffenden Ebenen thematisiert. Ziel der Veranstaltungen war, das Bewusstsein und den Blick für die unterschiedlichen Ausgangslagen und Interessen von Männern und Frauen und Jungen und Mädchen in den verschiedenen Fachgebieten zu schärfen und insgesamt die Akzeptanz für die Methode und das Prinzip des Gender Mainstreaming zu erhöhen. Die Einleitung von Modellprojekten in verschiedenen Ämtern der Stadt sollte mit den Veranstaltungen vorbereitet werden.

- In Kooperation zwischen verschiedenen städtischen Ämtern und dem Frauenreferat wurden im Jahre 2004 verschiedene Modellprojekte initiiert und in den Jahren 2005 bis 2007 durchgeführt.

Sowohl bei der Durchführung der Impulsveranstaltungen als auch der Modellprojekte konnte nicht nur auf lokale und nationale sondern auch auf internationale Erfahrungen zurückgegriffen werden. Im Rahmen des Projektes Sister Cities Going Gender (2003 -2005), das von der Stadt Frankfurt initiiert und koordiniert und zu einem Anteil von rund 80 % aus Mitteln der EU-Kommission finanziert wurde, waren insgesamt 8 europäische Städte (Rom, Venedig, Turin, Wien, Rotterdam, Frankfurt, Stockholm, Helsinki) sowie der Europäische Städtetag (Council of European Municipalities and Regions) mittelbar oder unmittelbar beteiligt. [1]

Über die Durchführung der Informations- und Impulsveranstaltungen für die Führungsebenen der Stadt sowie über die Initiierung, Implementierung und Durchführung der Modellprojekte wurde im Rahmen der jährlichen Tätigkeitsberichte (2004/ 2005/ 2006) informiert.

In den Jahren 2007 und 2008 standen die gemeinsamen Modellprojekte im Mittelpunkt des Prozesses. Zum Teil wurden sie als Gemeinschaftsprojekte mit dem Frauenreferat und zum Teil bereits in Eigenregie der Ämter fortgeführt.

Die Umsetzung der aus den Impuls- und Informationsveranstaltungen sowie der aus den Modellprojekten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in die Alltagsarbeit der Ämter hat 2007 bereits begonnen. Der nächste Schritt bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming besteht nun darin, die Anwendung des Prinzips in der Alltagsarbeit der Ämter zu verstetigen. Dieser Prozess erfolgt in Eigenverantwortung und in Eigenregie der Ämter.

Den Ämtern stehen dabei

- die Fachkompetenz sowie die Haushaltsmittel des Frauenreferates im Bereich Gender Mainstreaming,

- die einschlägigen Fortbildungsveranstaltungen des Personal- und Organisationsamtes sowie

- die erforderlichen statistischen Hilfsmittel des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen

zur Verfügung, die bei Bedarf und auf Anfrage der Ämter jederzeit genutzt und abgerufen werden können.

Berichte aus den Ämtern

Im Folgenden werden die Modellprojekte zur Umsetzung von Gender Mainstreaming der Ämter komprimiert dokumentiert.

Ausführliche Berichte werden nach Abschluss der Projekte angefertigt und liegen in den Ämtern vor.

Folgendes berichten die Ämter über ihre Gender-Prozesse für 2007/2008:

Stadtschulamt

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Untersuchung der Motivationslage männlicher Beschäftigter in den Kindertagesstätten in Frankfurt am Main [2] ist eine Erzieher-Werbekampagne entwickelt worden, die in 2007 mit dem Slogan 'Frankfurt kriegt Kinder’ gestartet wurde. Neben Plakat-Aktionen und Flyern für Schulabgänger wurde eine Website installiert: www.erzieherinfrankfurt.de. Die Seite verzeichnet hohe Zugriffszahlen.

- Die Plakat- und Flyer-Aktion fand an allen Frankfurter Schulen, in denen der Realschulabschluss zu erlangen ist (Gesamtschulen/ Realschulen/Gymnasien), statt. Es wurden 4 x 2000 Erzieherplakate und 6000 Flyer ausgelegt.

- Des Weiteren wurden an Sozialrathäusern, Jugendhäusern etc. Flyer und Plakate verteilt.

- Weiterhin wurden im gesamten Stadtgebiet 70 City Light Poster plakatiert.

Das Stadtschulamtes geht davon aus, dass der im Prozess der Gründung befindliche Eigenbetrieb, im Rahmen der ab 2007 für die nächsten Jahre anstehenden Personalerweiterung und an Hand der tatsächlichen Personaleinstellungen evaluiert, ob und inwieweit die im Rahmen des durchgeführten Modellprojekts festgelegten gender-politischen Ziele (Gewinnung von zusätzlichem männlichen Personal) erreicht worden sind.

Eine ausführliche Projektbeschreibung liegt im Stadtschulamt vor.

Erfahrungsaustausch für Erzieher in Kindertagesstätten

In Ergänzung des Projektes für die Gewinnung von mehr männlichem Personal für die Frankfurter Kindertagesstätten soll in Kooperation mit dem Stadtschulamt und einem Fachmann für Kinder- und Jungenarbeit ein Projekt zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter denjenigen männlichen Beschäftigten, die bereits heute in den Einrichtungen der Kindertageseinrichtungen arbeiten, organisiert werden. Das Stadtschulamt befürwortet einen … Arbeitskreis 'Jungenarbeit für Mitarbeiter in Kinderbetreuungseinrichtungen’. Ein Erfahrungsaustausch männlicher Erzieher untereinander, die dadurch stattfindende Reflexion und die Moderation/Supervision durch einen externen Experten werden vom Stadtschulamt für sinnvoll gehalten. Die wenigen männlichen Erzieher sollen in ihrer Arbeit zu begleitet und gestärkt werden. (Stellungnahme Stadtschulamt)

Energiereferat

Das Energiereferat führte im Jahr 2007/2008 fünf Veranstaltungen der "Lokalen Energie Initiative Frankfurt L.E.I.F“ durch. Hierbei wurde die breite Öffentlichkeit angesprochen, sich über die Entwicklung des Frankfurter Energie- und Klimaschutzkonzeptes zu informieren und eigene Beiträge vorzustellen. Die Veranstaltungsform basierte nicht nur auf Fachvorträgen, sondern auch auf einem Forum eines Marktplatzes der Ideen und Angebote. Bei der Einladung von Personen, die Projekte vorstellten, wurde darauf geachtet, dass Frauen repräsentiert sind (Architektinnen, Energieberaterinnen, Vertreterinnen von Projekten aus Schulen, Umweltverbänden, Firmen).

Die Einladung zu den Veranstaltungen erfolgte in allgemeiner Form. Im Ergebnis ist festzustellen, dass von den ca. 240 Kontakten 175 männlich und 65 weiblich sind.

In Anbetracht des im Energiebereich ansonsten deutlich überwiegenden Anteils von Männern ist festzustellen, dass durch die breite Themenwahl in dem Bereich Energie und Klimaschutz und die explizite Betonung auch von nicht-technischen Fragestellungen ein Frauenanteil von ca. 25 % erreicht werden konnte.“ (Stellungnahme Energiereferat zum Jahresbericht 2007)

VHS

Die Volkshochschule Frankfurt am Main (VHS) führte das in 2006 geplante und begonnene Pilotprojekt zur Umsetzung von Gender Mainstreaming im Rahmen des Qualitätsmanagements (QM) fort und schloss es erfolgreich ab. In dem Projekt wurden das vorhandene QM, Schwerpunkt 'Bedarfserschließung’, und Gender Mainstreaming miteinander verbunden.

Die Zielformulierung lautete:

'Ziel des Prozesses aus Sicht der VHS ist es, Zugänge von Männern und Frauen zum VHS-Angebot (zu) verbessern, Angebotsplanungen (zu) akzentuieren.’

Es galt, die vorhandenen Instrumente der Bedarfserschließung zu überprüfen, aktuellen Anforderungen anzupassen und mit dem Ziel der Gewinnung bisher unterrepräsentierter Zielgruppen als Kunden und Kundinnen weiter zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts war zusätzlich die Entwicklung von Genderkompetenzen der Beteiligten von großer Bedeutung, um die zukünftige Implementierung von Gender Mainstreaming - Zielen im Angebot und den Serviceleistungen der VHS zu garantieren.

Das Projekt wurde in drei Phasen konzipiert und durchgeführt:

- Vorbereitung und Einstieg

- Diagnose der angewandten Bedarfserschließung

- Abschluss und Sichern der Ergebnisse

Zur Vorbereitung des Projekts gehörte eine fachliche Einführung des Führungskreises, die Bildung und Besetzung einer Lenkungsgruppe und die Abstimmung des Prozessverlaufes innerhalb der VHS mit der externen fachlichen Begleitung und dem Frauenreferat. Der inhaltliche Einstieg erfolgte mittels eines zweitägigen Gendertrainings der Führungskräfte und weiterer Funktionsträger im Dezember 2006.

Die Diagnosephase gliederte sich in drei, teilweise parallel verlaufenden Schritten:

- Analyse der vorhandenen Bedarfsanalyseinstrumente anhand einer Dokumentenanalyse durch die fachliche Begleitung,

- eine genderorientierte Weiterentwicklung der Instrumente unter Beteiligung des Fachpersonals und daraus entwickelt

- die Durchführung eines Pretests für eine qualifizierte Nichtkundenbefragung.

Die Analyse der Bedarfsanalyseinstrumente ergab, dass eine Verbreiterung durch gendergemäße Fragestellungen und Auswertungen erforderlich ist, um adäquate Entscheidungen in Bezug auf mögliche Änderungen in der Programmplanung oder Angebotsgestaltung treffen zu können.

Als Beispiele dafür sind systematische, erweiterte und spezifische Auswertungen der Teilnehmerdatenbank und genderorientierte Auswertungsgespräche mit Kursleitenden u. a. über die Lebenslagen und Bedarfe der Teilnehmenden zu nennen.

Der Pretest für eine qualifizierte Nichtkundenbefragung beinhaltete u. a. Fragen über das Image der VHS, geschlechtsspezifische Unterschiede der Nutzungspotentiale und zum geschlechtsspezifischen Verhältnis zu der Einrichtung. Die Auswertungen der Interviews durch die fachliche Begleitung machten deutlich, dass mittels des sehr aufwendigen Instruments potentielle Teilnehmermilieus erforscht, als Kund/innen angesprochen und eventuell gewonnen werden könnten.

Am Ende des Projektes wurde ein Workshop mit den Mitarbeitenden der VHS durchgeführt, in dem Verlauf und Ergebnisse dargestellt sowie Empfehlungen für die Weiterarbeit erarbeitet wurden, so u. a.:

- Evaluation der unter Genderaspekten entwickelten Bedarfserschließungsinstrumente, Auswertung der gewonnen genderrelevanten Erkenntnisse und deren Anwendung bei der Programmplanung,

- Förderung der Genderkompetenz der Mitarbeitenden und von Kursleitenden durch Gendertrainings,

- Evaluation und Fortschreibung der Genderziele im Rahmen der strategischen Zielsetzung der Institution,

- Einbeziehung weiterer Teile des Qualitätsmanagements in die Genderentwicklung der VHS, so z.B. die Bereiche "Lehr-Lernprozess“, "Evaluation der Bildungsprozesse“, "Infrastruktur“, und "Kundenkommunikation“.

- Einführung einer genderbezogenen Statistik als Basis für differenzierte Genderziele.

Das gesamte Projekt wurde durch eine externe Fachberaterin und das Frauenreferat begleitet und inhaltlich betreut, was wesentlich zu einer erfolgreichen Durchführung beigetragen hat. (Stellungnahme VHS zum Jahresbericht 2007)

Ein Abschlussbericht liegt in der VHS vor.

Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung

Nach 1998 und 2003 führt die Stadt Frankfurt am Main in diesem Jahr zum dritten Mal eine Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten der Frankfurter Bevölkerung durch. Die Anzahl der zu befragenden Personen (Nettostichprobe) wurde dabei so groß gewählt, dass eine Auswertung der vollständig ausgefüllten Fragebögen nach Gender Mainstreaming - Gesichtspunkten weitgehend möglich ist.

Das Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung hat die TU Dresden im Jahr 2007 mit der Durchführung und Auswertung dieser Verkehrsbefragung beauftragt. Die Befragung der per Zufallsstichprobe aus dem Einwohnerregister ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern läuft von Januar bis Dezember 2008. Die Ergebnisse liegen deshalb erst im Jahr 2009 vor. (aus: Stellungnahme Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung zum Jahresbericht 2007)

Kämmerei

Der Haushaltsplan wird weiterhin standardisiert bei allen Zuschüssen an Dritte Aussagen darüber enthalten, wie sich die Zielgruppen, die von der jeweiligen Bezuschussung profitieren, nach den Kategorien weiblich / männlich zusammensetzen. (aus: Stellungnahme Kämmerei zum Jahresbericht 2007)

traffiQ

2005 wurde durch traffiQ ein fachübergreifendes Modellprojekt ausgewählt, um den "Genderblick“ in die alltägliche Arbeit des Unternehmens zu integrieren. Dieses Projekt beschäftigte sich mit der Überplanung des Busnetzes in Zeilsheim für den Fahrplanwechsel im Dezember im Zuge S-Bahn-Station Zeilsheim 2006.

Folgende Ziele wurden bei der Bearbeitung des Projektes verfolgt:

  1. Planung eines kundenfreundlichen, angebotsorientierten Busangebotes unter Anbindung der S-Bahn-Station Zeilsheim unter besonderer Berücksichtigung von Gender-Aspekten
  2. Optimierung von Kundenfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit

Die S-Bahn-Station Zeilsheim wurde nicht – wie zunächst vorgesehen - zum vergangenen Fahrplanwechsel am 10.12.2006 in Betrieb genommen, sondern erst im Mai 2007. Unabhängig davon wurden die geplanten Änderungen im Busbereich zum 10.12.2006 weitgehend realisiert. Kleinere Anpassungen, die die Buslinie 54 betreffen, erfolgten nach der endgültigen Inbetriebnahme der S-Bahn-Station. Damit einhergehend konnte mit der Evaluierung des Projekts (insbesondere die Akzeptanz des neuen Konzepts betreffend) erst in der zweiten Jahreshälfte 2007 begonnen werden. Die letzten Zählungen und Befragungen fanden im März 2008 statt. Eine Auswertungen und Berichterstellung erfolgt. (Stellungnahme traffiQ zum Jahresbericht 2007)

Ordnungsamt

’Bei allen gesellschaftlichen Vorhaben gilt es, die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Männer und Frauen von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen’ – diese Maßgabe lässt das Ordnungsamt seit Jahren in alle hierfür relevanten Themenfelder und laufenden Projekte einfließen.

Im Jahr 2007 kamen Gender-Aspekte wieder vorrangig in den beiden aktuellen Bauvorhaben "Neubau Ordnungsamt“ sowie "Neubau Servicezentrum Rund ums Auto“ zum Tragen. Hierbei wurde GM in den Vorplanungen entsprechend berücksichtigt, so dass die derzeitigen Bauphasen gendergerecht ablaufen können.

(Stellungnahme Ordnungsamt zum Jahresbericht 2007)

Grünflächenamt

Waldspielparks

Das Grünflächenamt teilt mit, dass die Erkenntnisse aus der im Dezember 2006 fertig gestellten Nutzungskartierung der Waldspielparks [3] mittlerweile in die laufenden Sanierungsplanungen einfließen. Erstmals fanden die Ergebnisse der Studie bei dem Projekt des integrativen Dino-Spielplatzes im Waldspielpark in Schwanheim Anwendung. Zurzeit wird die Planung zur Sanierung des Heinrich-Kraft-Waldspielparks erarbeitet, auch hier bilden die Erkenntnisse aus der Nutzungskartierung eine wichtige Planungsgrundlage. (aus: Stellungnahme Grünflächenamt zum Jahresbericht 2007)

Ein ausführlicher Abschlussbericht über die Nutzungskartierung liegt im Grünflächenamt vor.

Öffentliche Bewegungsräume für ältere Bürgerinnen und Bürger

Die demographische Entwicklung lässt den Schluss zu, dass auch in Frankfurt der Bevölkerungsanteil der Generation '50+’ stetig zunehmen wird. Vor diesem Hintergrund führt das Grünflächenamt – in Kooperation mit dem Frauenreferat und der Fachhochschule Wiesbaden – Fachbereich Landschaftsarchitektur - ein Forschungsprojekt zur Frage der Realisierung von 'Senioren-Aktivplätzen’ in Frankfurt durch. Auf der Grundlage der Auswertungen der Erfahrungen mit bereits in anderen Städten betriebenen 'Senioren-Aktivplätzen’ und der Auswertung von wissenschaftlichen Studien zum Freizeitverhalten von Seniorinnen und Senioren in Deutschland soll dieses Projekt anhand von Interviews den tatsächlichen Bedarf für solche öffentlichen Einrichtungen eruieren und Erkenntnisse darüber liefern, welche Ausstattung dafür wünschenswert und erforderlich ist. Verschiedene Vorschläge liegen im Rahmen von Anregungen von Ortsbeiräten aus dem Jahre 2007 bereits vor. Diese Vorschläge bilden den Ausgangspunkt für die geplante Untersuchung, die sowohl geschlechtsspezifische Unterschiede (Genderaspekte) als auch die besonderen Bedürfnisse von Personen mit Migrationshintergrund und Behinderung berücksichtigen soll.

Jugendamt

Unter Verweis und in Fortsetzung der Ausführungen für das Jahr 2006 ist für 2007 im Bereich des Jugend- und Sozialamtes zu berichten:

Berichtswesen

Die geschlechtsbezogene Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit wird im Rahmen der Umsetzung der vier Qualitätskriterien (Geschlechtsspezifisches Lernen, Soziales Lernen, Interkulturelles Lernen, Partizipation) dargestellt. Die qualitative Erfassung von Daten im Berichtswesen für diesen Arbeitsbereich ist in einer Phase der Optimierung.

Mädchen- und Jungenarbeit: Umsetzung Leitlinien Mädchenarbeit

Das Jugend- und Sozialamt unterstützt die Umsetzung der Leitlinien Mädchenarbeit zum Beispiel durch:

- personelle Ressourcen in Fachreferat Grundsatz, Präventive Jugendhilfe für Kinder, Jugendliche und Familien (F 13) für Mädchenarbeit,

- die Förderung und Unterstützung von Mädcheneinrichtungen und von Mädchenarbeit in koedukativen Einrichtungen,

- das Durchführen von Fachveranstaltungen (z.B. Fachforum Mädchenarbeit) für Mädchenarbeiterinnen,

- den jährlichen Bericht zur Umsetzung der Leitlinien im Fachausschuss Kinder- und Jugendförderung, im Fachausschuss Erziehungshilfe, im Fachausschuss Kinderbetreuung.

Mädchen- und Jungenarbeit: Umsetzung Leitlinien Jungenarbeit

Das Jugend- und Sozialamt unterstützt die Umsetzung der Leitlinien Jungenarbeit durch:

- personelle Ressourcen im Fachreferat Grundsatz, , Präventive Jugendhilfe für Kinder, Jugendliche und Familien (F 13) für Jungenarbeit,

- Qualifizierung der Mitarbeiter im Bereich der Jungenarbeit durch "Diskussions- und Praxisforen Jungenarbeit“,

- die Fortbildungsreihe "Praxis der Jungenarbeit“,

- Unterstützung des "Sozialen Tags für Jungen“ (organisiert vom Paritätischen Bildungswerk)

Mädchen- und Jungenarbeit: Kooperation Mädchenarbeit und Jungenarbeit

In der praktischen Kinder- und Jugendarbeit gibt es immer mehr Einrichtungen, in denen Ansätze einer geschlechterbewussten Arbeit praktiziert werden. Diese Ansätze werden vor dem Hintergrund der Kooperation von Mädchenarbeit und Jungenarbeit entwickelt.

Es gibt eine Arbeitsgruppe, die sich aus Vertreterinnen aus verschiedenen Mädchenarbeitskreisen und Vertretern des Jungarbeitskreises zusammensetzt. Sie trifft sich viermal im Jahr. Themen sind die Entwicklung der Kooperation der Arbeitskreise, Informationsaustausch über die Umsetzung der jeweiligen Leitlinien, die Verzahnung der geschlechtsspezifischen Arbeit in den Einrichtungen, die Planung und Durchführung gemeinsamer Fachveranstaltungen und die Planung und Durchführung der jährlichen gemeinsamen Sitzung der Mädchenarbeitskreise und des Jungenarbeitskreises.

Im Dezember 2007 fand die gemeinsame Sitzung der Mädchenarbeitskreise und des Jungenarbeitskreises statt. Schwerpunktthema war Gender Mainstreaming. Es gab Informationen zum geplanten Gender Pilotprojekt in der Frankfurter Kinder- und Jugendhilfe. Von der Fachstelle Gender Nordrheinwestfalen, FUMA e.V., wurden Ausschnitte aus dem "Gender Parcours“, einer praktischen Umsetzung von Gender Mainstreaming, vorgestellt.

Die Kooperation Mädchenarbeit/Jungenarbeit im Jugend- und Sozialamt

drückt sich durch die Zusammenarbeit der zuständigen Mitarbeiterin und des zuständigen Mitarbeiters aus (gemeinsame Planung und Durchführung von Fachveranstaltung, von Arbeitsgruppen usw.).

Studie "Freizeitwelten“

Beim "Fachforum Mädchenarbeit“ im Dezember 2007 waren erste Diskussionen und Interpretationen der Ergebnisse der Studie durch Mitarbeiterinnen der Mädchenarbeitspraxis möglich. Nach einem Vortrag über diejenigen Ergebnisse, die für die Mädchenarbeit relevant sind, diskutierten die Teilnehmerinnen in Arbeitsgruppen zu den Themen: Schule, Sport, Virtuelle Welten und Attraktionen der Straße.

Eine Dokumentation wird erstellt.

"Sexuelle Orientierungen in der Arbeit mit Jugendlichen“

Zu diesem Thema wurde im Mai 2008 eine zweite Veranstaltung mit dem Titel "Professionelles Handeln im Umgang mit homosexuellen Entwicklungen bei Jugendlichen“ durchgeführt. Der Schwerpunkt wird auf der praktischen Umsetzung von Ideen und Methoden zum Beispiel aus der Antidikriminierungsarbeit liegen.

Das Jugend- und Sozialamt plant die Einrichtung eines Treffpunktes für LSBT Jugendliche (lesbische, schwule, bisexuelle und transidente Jugendliche). An der Planung sind VertreterInnen aus den zwei Vereinen, die mit lesbischen Mädchen und schwulen Jungen arbeiten, und VertreterInnen aus der Jugendarbeit beteiligt. (aus: Stellungnahme Jugend- und Sozialamt zum Jahresbericht 2007)

Geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe

Nach der Entwicklung der Mädchenleitlinien und den Jungenleitlinien wird in Kooperation mit dem Jugend- und Sozialamt ein Projekt durchgeführt, was die Entwicklung von Leitlinien für die koedukative Kinder- und Jugendarbeit zum Ziel hat.

Das Jugend- und Sozialamt plant in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat ein Gender Pilotprojekt, dessen Ziel es ist, ein Konzept für eine geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe in Frankfurt zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt ist mit einer Dauer von zunächst 2 Jahren geplant. Der Prozess wird durch ein externes Genderteam begleitet. Eine erste Umsetzung erfolgt im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Die Durchführung des Projektes beruht auf dem Zusammenwirken von öffentlichem und freien Trägern. Es wird eine Projektgruppe gebildet, die aus Fachfrauen aus der Mädchenarbeit, Fachmännern aus der Jungenarbeit und MitarbeiterInnen aus dem Jugend- und Sozialamt bestehen.

Ausgangspunkte für die Arbeit sind die Lebenslagen, Problemstellungen und Bewältigungsstrategien von Kindern und Jugendlichen und die Frage, welche Förderung und Unterstützung Mädchen und Jungen, junge Frauen und junge Männer von der Jugendhilfe brauchen.

Der Jugendhilfeausschuss hat dem Projekt am 29.10.2007 zugestimmt. (aus: Stellungnahme des Jugend- und Sozialamtes zum Gender Mainstreaming Jahresbericht 2007)

Genderinszenierungen im pädagogischen Alltag

Das Frauenreferat veranstaltete gemeinsam mit dem Jugend- und Sozialamt, dem gemeinsames Frauenforschungszentrum der Hessischen Fachhochschulen (gFFZ) und der Landeszentrale für politische Bildung in 2008 eine Fachtagung mit dem Thema 'Genderinszenierungen im pädagogischen Alltag - Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu Mädchen und Jungen in der Jugendarbeit’. Pädagogische Einrichtungen stellen "Bühnenräume" dar, in denen Gender als soziale Differenz von Jugendlichen zur Aufführung gebracht wird. Für die Pädagogik stellen diese Vorgänge eine offene Herausforderung dar. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Fachhochschule Frankfurt wurden diese Genderinszenierungen exemplarisch untersucht. Die Befunde des Forschungsprojektes wurden präsentiert und fachöffentlich diskutiert.

Bürgeramt, Statistik und Wahlen

Das Bürgeramt, Statistik und Wahlen stellt geschlechtsspezifisch differenzierendes Datenmaterial für Gender Analysen und Projekte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Darüber hinaus veröffentlichte das Bürgeramt, Statistik und Wahlen Informationen zum Internationalen Frauentag, zum Girls Day sowie zum sozialen Tag für Jungen. (Stellungnahme Bürgeramt, Statistik und Wahlen zum Jahresbericht 2007)

Rechtsamt

Im Rahmen der Erstellung von städtischen Ordnungsgrundlagen bzw. bei deren Überprüfung wird seitens des Rechtsamtes auch dem Aspekt Rechnung getragen, ob und inwieweit geschlechtsspezifische Gesichtspunkte zu beachten sind bzw. beachtet wurden. (Stellungnahme Rechtsamt zum Jahresbericht 2007)

Sportamt

Das Sportamt berichtet, dass im Rahmen seines Projektes FrauenSportSommer - ein Programm speziell gestalteter Sport-Schnupperkurse nur für Frauen -,zusätzlich zu Sportarten wie Boxen, Karate oder Schießen, 2007 auch Taekwondo und Tauchen ausprobiert werden konnten.[4]

Stadtbücherei

Grundsätzlich werden Gender, Alter, Bildungs- und Migrationshintergrund der Zielgruppen der Stadtbücherei bei der Maßnahmenplanung beleuchtet.

Der elektronische Katalog der Stadtbücherei ermöglicht spezielle Recherchen im Rahmen von GM (z.B. Suche mit Schlagwörtern wie Frau/Mädchen und Junge/Mann).

Beim Bestandsaufbau wird den unterschiedlichen Interessen von Frauen/Mädchen und Männern/Jungen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel Rechnung getragen. Bei der Medienpräsentation werden sowohl Mediengruppen für Jungen (Krimi / Thriller / Horror) als auch für Mädchen (Liebe / Beauty) extra präsentiert. Gleiches gilt für die Konzeptionierung und Ausstattung der Internationalen Bibliothek im Hinblick auf die Teilnahme der Geschlechter an Bildung. Beispiel: Viele Frauen mit Migrationshintergrund in Alphabetisierungsmaßnahmen.

Bei den Aktionen zur Leseförderung achtet die Stadtbücherei darauf, dass sowohl die Themen als auch die Methoden und die Gestaltung Mädchen und Jungen gleichermaßen ansprechen. Beispiel Lesezauber 2007 "Seeräuber und Piratinnen“; Beispiel "Junge Medien Jury“: 32 % der Teilnehmer/innen sind männlich, und das in der schwierigen Zielgruppe Jugendliche; Beispiel "Liest Du schon oder suchst Du noch aus“, eine Aktion, in der Mädchen und Jungen selbst Medien für ihre Schulbibliothek erwerben dürfen.

Leseförderung für Jungen

"Die größten und konsistentesten Geschlechterunterschiede sind im Bereich Lesen zu beobachten. In allen 32 PISA-Teilnehmerstaaten erreichen die Mädchen im Lesen signifikant höhere Testwerte als Jungen.“ (PISA 2000, S. 253)

Diese und andere empirische Erkenntnisse sowie die Alltagserfahrungen in Bibliotheken und Schulen, wonach die Lesebegeisterung bei Jungen merklich zurückgeht, sind der Anlass für die Planung eines Frankfurter Projektes zur Leseförderung von Jungen, das z. Zt. gemeinsam mit der Stadtbücherei konzipiert wird.

Unter dem Titel "Papa liest vor!“ sind Lesungen geplant, die an verschiedenen spannenden Orten stattfinden, von entsprechenden Männern und mit entsprechenden Themen durchgeführt werden sollen:

Baustellenlesung mit Bauarbeiter/ Architekt

Flughafenlesung (im Flieger) mit Pilot

Lesung auf Feuerwache mit Feuerwehrmann

Lesung im Zug mit Lokführer

Lesung mit Schauspieler, bevorzugt Kommissar, oder Kommissar im Polizeipräsidium

Lesung auf Sportplatz mit Sportler (Fußball, Eishockey, Rugby, Boxen)

Zu den Lesungen, die begleitend auch Bücherempfehlungen speziell für Jungs sowie Vorlesetipps für Väter bereit halten, sollen gezielt Jungs (mit ihren Vätern oder anderen männlichen Bezugspersonen) eingeladen werden.

Die besondere Leseförderung von Jungen wird anschließend in das regelmäßige Veranstaltungsprogramm der Stadtbücherei Frankfurt aufgenommen.

Bibliothekspersonal, Ehrenamtliche (z. B. LeseFreunde) sind sowohl Frauen als auch Männer. Im Zusammenhang mit dem Girls’ Day bietet die Stadtbücherei einen "Schnuppertag“ in der Fahrbibliothek an, da die Kombination aus den Berufsfeldern Kraftfahrer/in und Büchereiangestellte/r bisher eher "männlich“ besetzt war. Seit 01.07.2008 beschäftigt die Stadtbücherei die erste weibliche Fahrerin. (aus: Stellungnahme Stadtbücherei zum Jahresbericht 2007)

Personal- und Organisationsamt

Das Personal- und Organisationsamt hat in seiner Broschüre Fortbildung 2006/2007 eine Informationsveranstaltung "Gender Mainstreaming“ für interessierte Mitarbeiter/innen angeboten. Ergänzend hierzu wurde im Jahr 2006 ein Angebot für Führungskräfte konzipiert und in die Fortbildungsbroschüre 2008/2009 aufgenommen. Beide Veranstaltungen werden ganztägig in Kooperation mit dem Frauenreferat angeboten.

In Planung befindet sich derzeit ein neues Angebot unter dem Arbeitstitel "Gendergerecht formulieren“.

Städtische Kliniken Höchst

Auf Grundlage der Gleichstellungsstatistikverordnung vom 18. Juni 2003 werden Daten geschlechterdifferenziert erhoben, die für eine gleichstellungsorientierte Personalentwicklung von zentraler Bedeutung sind, wie zum Beispiel:

Fortbildung: Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen (§1 Abs. 1 Nr. 6).

Beförderung: Übertragung leitender Funktionen im Vergleich mit den entsprechenden Bewerbungen und Wahlvorschlägen (§1 Abs. 1 Nr. 7).

Personalmanagement / Personalentwicklung

Die organisatorischen Voraussetzungen für Teilzeitarbeit sind in allen Aufgabengebieten geschaffen worden, auch in den Bereichen, die bisher als schwer teilbar angesehen werden.

Derzeit sind 33,59% der Beschäftigten Teilzeitbeschäftigte, davon 8% männlich. Abweichend zum Vorjahr ist ein leichter Rückgang von Teilzeitarbeit zu verzeichnen.

Am 31.12.2007 waren in den Städtische Kliniken 2289 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (5,48% mehr als im Vorjahr): 21,88 % davon waren männlich (501) und 78,11% weiblich (1788) ohne Veränderung in der Geschlechterverteilung.

220 der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (9,61 %) sind über 50 Jahre alt, davon 193 (87,72 %) Frauen.

Ein Konzept hinsichtlich der Betreuung von Kindern der Beschäftigten bis 10 Jahre auch in den Ferien wird derzeit entwickelt. Müttern und Vätern aus dem Beschäftigtenkreis wird es durch ein Vermittlungsnetz von Betreuungsplätzen, Tagesmüttern, Aupairs und Haushaltshilfen noch in diesem Jahr ermöglicht, berufliches und familiäres Leben besser miteinander in Einklang zu bringen.

Der Abschnitt "chancengleich und familienfreundlich“ des Frauenförderplanes 2008-2013 wird fortlaufend weiterentwickelt. Ein Konzept zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll nicht nur die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz verbessern und Betreuung für Beschäftigtenkinder organisieren sondern auch die Implementierung des Gendergedankens in allen Bereichen festigen.

Gendertraining soll fester Bestandteil der Programme zur Vorbereitung für Führungsaufgaben und Führungskräfteweiterentwicklung werden.

Drogenreferat

Seit 2002 wird im Rahmen des 'Monitoring Systems Drogentrend’ jährlich im Auftrag des Drogenreferats eine repräsentative Stichprobe von ca. 1500 Frankfurter Schülerinnen und Schüler zu ihrem Drogenkonsum und Freizeitverhalten befragt. Diese Daten werden auch unter Genderaspekten analysiert:

Über alle Befragungen konsumieren die Schüler deutlich mehr und vor allem intensiver Drogen als die Schülerinnen. Dies gilt sowohl für Alkohol und Tabak als auch für illegale Drogen. Bei Tabak waren die Mädchen bis zum Rauchverbot an Schulen 2006 gleichauf mit den Jungen, seitdem ist ihr Tabakkonsum deutlich zurückgegangen, während er bei den Jungen gleich geblieben ist. Aufgrund dieser Ergebnisse hat das Drogenreferat begonnen, in der Suchtprävention neue geschlechtsspezifische Angebote zu entwickeln. Der Medikamentenkonsum der Schülerinnen und Schüler wurde bisher nicht erhoben.

Aus den Daten der Polizeistatistik und der Konsumraumdokumentation des Drogenreferats lässt sich vermuten, dass auch der Anteil der Frauen an der offenen Drogenszene in den letzten Jahren deutlich zurückgeht. Der Frauenanteil an den Hilfesuchenden in den Drogenhilfeeinrichtungen ist dagegen mit ca. 30% über die Jahre konstant geblieben.

Seit Beginn der 90iger Jahre hat das Drogenreferat für Frauen spezifische Drogenhilfeangebote entwickelt. Sie gehen von der Erkenntnis aus, dass sich der Einstieg in den Drogenkonsum, der Suchtverlauf und der Ausstieg aus der Sucht bei Frauen und Männern grundsätzlich unterscheiden:

- Drogenkonsumierende Mädchen und Frauen sind und waren häufig auch vor Beginn ihres Drogenkonsums Opfer sexueller Gewalt.

- Suchtmittelkonsumierende und gefährdete Mädchen und Frauen sind in der Regel (sozial) unauffälliger und ihre Probleme werden deshalb häufig übersehen.

- Frauen entwickeln andere Suchtformen als Männer

- Drogenkonsumierende Frauen haben häufig Kinder,

- Drogenkonsumierende Frauen prostituieren sich eher als kriminell zu werden,

- Drogenkonsumierende Mädchen und Frauen erhalten weniger soziale Unterstützung.

Wichtige Elemente der frauenspezifischen Drogenhilfe sind also, dafür zu sorgen,

- dass die frauenspezifische Problematik Beachtung findet

- auf frauenspezifische Suchtformen wie Medikamentenabhängigkeit, Essstörungen, Nikotinsucht, synthetische Drogen einzugehen

- das Thema sexuelle Gewalt besonders zu berücksichtigen

- Hilfeangebote für drogenkonsumierende Frauen mit Kindern vorzuhalten

- Hilfeangebote für drogenkonsumierende Prostituierte anzupassen.

Neben frauenspezifischen Angeboten in gemischt-geschlechtlichen Einrichtungen gibt es in Frankfurt auch spezielle Einrichtungen nur für drogenabhängige Frauen: Eine Frauenberatungsstelle, ein niedrig-schwelliges Frauencafe im Bahnhofsviertel und das Projekt Hotline für drogenabhängige Prostituierte.

Das Projekt Lichtblick richtet sich speziell an drogenabhängige Eltern (fast ausschließlich Frauen) mit Kindern.

Außerdem unterstützt das Drogenreferat die frauenspezifische Suchtberatung Claire und die Frauentherapieeinrichtung Camille in Königstein.

Ein wichtiges Ergebnis der Frankfurter Konferenz zu einer integrierten Drogenpolitik und Drogenarbeit 2008 ist, dass der "kleine Unterschied“ wieder mehr in den Blick genommen werden muss: "Die Drogenarbeit muss diesen unterschiedlichen Lebensrealitäten, Bedürfnissen und Erfahrungen von Frauen und Männern gerecht werden und dies bei der Gestaltung der Hilfen berücksichtigen. (Stellungnahme Drogenreferat zum Jahresbericht 2007)

Umweltamt

Das Umweltamt führt die nach Geschlechtern getrennte Erfassung von Servicedaten weiter. Für die Serviceleistungen des Umweltamtes ergaben sich die nachfolgend aufgeführten Ergebnisse:

Am Umwelttelefon (212 39 100) gingen im Jahr 2007 insgesamt 4125 Anrufe ein, davon 1669 von Frauen und 2456 von Männern; von den insgesamt 1666 eingegangenen E-Mails waren 876 weiblichen und 787 männlichen Absendern zuzuordnen.

Die Veranstaltungen des Bildungsraum-Programms "Entdecken, Forschen und Lernen im Frankfurter GrünGürtel“ wurden von insgesamt 4315 Kindern besucht, davon 2058 Mädchen und 2257 Jungen. Diese Aufteilung ergibt sich alleine aus der geschlechterspezifischen Zusammensetzung der Kinder in den Kindergruppen bzw. den Klassen. (Stellungnahme Umweltamt zum Jahresbericht 2007)

Stadtgesundheitsamt

In der Arbeit des Stadtgesundheitsamtes sind Gender, Alter, Bildung und Migrationshintergrund wichtige Varianten bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen und Gesundheitsförderung.

Das humanitäre Sprechstundenangebot des Stadtgesundheitsamtes (Afrika-Sprechstunde und Roma-Sprechstunde) versteht sich als Clearingstelle für Gesundheitsversorgungsfragen und -probleme, insbesondere auch unter Geschlechteraspekten. Speziell da, wo festzustellen ist, dass die familiäre Gesundheitsvorsorge einseitig Frauen überlassen wird, wirkt das psychosoziale Beratungs- und Betreuungsangebot innerhalb der Sprechstunden darauf hin, jeweils alle Familienmitglieder (z.B. männliche Partner und Verwandte) einzubeziehen. Das wird als wichtige Voraussetzung für den Versorgungs- und Behandlungserfolg angesehen. Bei den Patientenkontakten betrug das Geschlechterverhältnis im Jahr 2007 in der Afrikastunde 68 % Frauen zu 29 % Männer (die übrigen 3 % betreffen Kinder). Bei den Begleitungen durch Familienmitglieder konnte ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern beobachtet werden.

In die Ausbildung zu interkulturellen Gesundheitslotsen in Frankfurt am Main konnten erfolgreich verhältnismäßig viele Männer durch das Stadtgesundheitsamt mit einbezogen werden. Dieser Erfolg lässt sich auch auf die besonderen Bemühungen im Bereich der afrikanischen Community zurückführen. Von insgesamt 45 Schulungsteilnehmern waren 30 Frauen und 15 Männer. In anderen beteiligten Kommunen Hessens und der Bundesrepublik konnten diese gesundheitsbezogenen Schulungsmaßnahmen, die jeweils über einen Zeitraum von rund 6 Monaten stattfinden, überwiegend oder gar ausschließlich nur mit Frauen durchgeführt werden.

Nach wie vor sehr erfolgreich wird das AIDS-mobil für geschlechtsspezifische Präventionsveranstaltungen zu HIV und AIDS für Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen an Frankfurter Schulen eingesetzt. Bestimmte Teile der Veranstaltungen werden nach Geschlechtern getrennt durchgeführt, jeweils abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen. Die Jungengruppe wird hierbei gezielt von einer männlichen und die Mädchengruppe von einer weiblichen Fachkraft betreut. (Stellungnahme Stadtgesundheitsamt zum Jahresbericht 2007)

Stadtvermessungsamt

Die Ziele von Gender-Mainstreaming werden im Wirkungsbereich des Stadtvermessungsamtes, zuständig für die Bodenordnung, die Grundstückswertermittlung, die Geodaten- und IT-Infrastruktur sowie für Vermessung, bei allen Entscheidungen angemessen berücksichtigt.

Bauaufsicht

In Bezug auf die Umsetzung von Gender-Mainstreaming bei der Bauaufsicht werden die Ziele und Aufgaben von GM bei relevanten Entscheidungen berücksichtigt.

Auch in Bezug auf den anstehenden Umzug in das neue Dienstgebäude werden alle Geschlechter gleichermaßen in die Konzeptgestaltung einbezogen und es erfolgt eine Ziel führende Umsetzung.

Stadtplanungsamt

Das Stadtplanungsamt ist bestrebt, das Anliegen von Gender-Mainstreaming insbesondere auch bei allen Planvorhaben angemessen zu berücksichtigen. Die Stadt als Lebens- und Arbeitsraum aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie aller Besucherinnen und Besucher muss vielfältig ausdifferenzierten Ansprüchen zugleich gerecht werden.

Insofern wäre eine nur auf eine Nutzergruppe ausgerichtete Planung unzureichend. Modellprojekte werden hier nicht verfolgt – sie würden auch zu kurz greifen.

Pilotprojektetreffen

Das Frauenreferat lädt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pilotämter regelmäßig zum Austausch über die unterschiedlichen Gender-Projekte ein. Gastgeber ist dabei immer eines der Pilotämter, das über sein Projekt und die jeweiligen Erfahrungen berichtet. Beim Pilotprojektetreffen werden darüber hinaus allgemeine Fragestellungen zum strategischen Vorgehen, zur Konzeption und zur Struktur der Projekte besprochen. Die Ämter tauschen sich aus und beraten sich dabei gegenseitig. Das Pilotprojektetreffen hat sich inzwischen etabliert und wird rege zum Informationsaustausch und zur Weiterentwicklung von Gender Mainstreaming in Frankfurt genutzt.

Ausblick

Weitere Projekte für Gleichberechtigung

Über die Beratungstätigkeit des Frauenreferates für die städtischen Ämter hinaus wird der Prozess zur Verstetigung des Gender Mainstreaming Prozesses in den Ämtern durch Projekte in genderrelevanten Bereichen unterstützt. In Kooperation mit städtischen Ämtern und anderen Institutionen wurden in diesem Sinne im Berichtszeitraum verschiedene neue Projekte konzipiert und vorbereitet, die beispielhaft und richtungweisend für die Verbreitung des Gleichstellungsgedankens innerhalb der Stadt und bezüglich städtischer Programme wirken sollen.

Geburtenrückgang, steigende Lebenserwartung - die absehbare demographische Entwicklung wird unsere Gesellschaft verändern. Sie stellt uns heute bereits vor gravierende Probleme, die sich im Laufe der nächsten Jahre massiv verschärfen werden. Die demographische Entwicklung bietet jedoch auch Chancen und wird das Verständnis von Jung und Alt und das Zusammenleben der Generationen nachhaltig verändern.

Bei der Auswahl und der Konzipierung neuer Projekte wurde deshalb der thematische Schwerpunkt auf die demographischen Kategorien "Alter(n)“ sowie "Kinder“ gelegt:

"Dimensionen des Alter(n)s“ - Veranstaltungsreihe

In Kooperation mit der Commerzbank AG und dem Psychologischen Forum Offenbach (PFO) wurde eine Veranstaltungsreihe begonnen, die sich mit verschiedenen Aspekten dieser demographischen Entwicklung und insbesondere mit dem "Altern“ auseinandersetzt. Folgende Aspekte sind Themen der Veranstaltungsreihe:

- "Gesundheitsentstehung“ oder: Wie man sich lebenslang gesund erhält (was jüngere und was ältere MitarbeiterInnen besser können, Gefühl der 'Vollständigkeit’, Belastbarkeit und was uns stressresistent macht)

- Berufliche Entwicklung in den verschiedenen Lebensphasen (die fünf Säulen der Identität, was uns antreibt, unsere Bedürfnisse, wonach wir entscheiden – beruflich und sonst)

- Frauen altern anders als Männer (Frauen leben durchschnittlich fünf Jahre länger als Männer – Woran liegt das? Geschlechtsspezifische Stärken und Schwächen: was ist Biologie und was ist "Gender“? Folgende Themen werden jeweils aus Sicht Frau/ Mann untersucht: Verjüngung des Alters/ Entberuflichung/ Singularisierung/ Feminisierung/ Hochaltrigkeit/ Kinderlosigkeit/ Soziale Ungleichheit)

- Flexibilität und Plastizität in Beruf und im Alter (Wir werden immer älter, und haben nach der Erwerbsarbeit oft noch viele Jahre vor uns, die Anzahl der über Hundertjährigen hat sich in den letzten 30 Jahren von 300 auf über 10.000 erhöht – was sind die Ursachen, die äußeren und inneren Bedingungen dafür und was können wir davon lernen?)

- Der ältere Mitarbeiter/ die ältere Mitarbeiterin: (altersgerechter Arbeitsplatz und Arbeitszeitgestaltung, Anreizsysteme für ältere MA, Unternehmensangebote für pflegende Angestellte; Seniorenzentren neben Betriebskindergärten, Beratung und PT für alte Menschen)

- Der ältere Kunde (Bürger)/ die ältere Kundin (Bürgerin) (um "best agers“ + "silver agers“ wird inzwischen geworben, worauf müssen wir achten z.B. in Stadtplanung, beim Wohnungsbau, wie müssen zukünftig die sozialen Angebote gestaltet sein, wie sieht eine altersgerechte Kunden-/Bürgerbetreuung, Kunden-/Bürgerorientierung aus, Stichwort Barrierefreiheit; Web-Auftritt optional in Großschrift, altersabhängige Erwartungskonformität, Schulung für MA im Umgang mit klassischen altersabhängigen Anforderungen von Kunden: Schwerhörigkeit (Höranlagen), Sehminderungen – Internetbanking, Automatenbildschirme / Bedienbarkeit, (Vergrößerungsbildschirme), allg. kommunikative Einschränkungen/ Veränderungen, Gestaltung von Informationsmaterialien, Hilfen beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen; Bewegungsmelder, Laufmatten, Hinweis- und Leitsysteme in Gebäuden, Erreichbarkeit: mobile Dienste, Filmvorführungen, DJ, Bibliothek, "Tante Emma“ auf Rädern)

Die Veranstaltungsreihe wurde unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Frauen und Männern (Genderaspekte) durchgeführt und soll mit einer ersten Veranstaltung im Rahmen der Aktionswoche "Älter werden in Frankfurt“ des Jugend- und Sozialamtes im Juni 2008 gestartet.

Geschlechtssensible Förderung behinderter Kinder

Rund 80 % der von Entwicklungsbehinderungen betroffenen Kinder sind männlich.

Die Anwendung international einheitlicher Diagnoseinstrumente sowie die Feldforschung in den USA und in Nordeuropa haben gezeigt, dass Behinderungen im Spektrum des Autismus (Autism Spectrum Disorder/ ASD) nach Geistiger Behinderung/ Verminderter Intelligenz die zweithäufigste Form von Behinderung bei Kindern darstellt. Ihre Zahl ist größer als die Zahl von Kindern mit Krebs, HIV/AIDS, Diabetes zusammengenommen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass weltweit 35 Millionen Menschen von einer der verschiedenen Formen des Autismus betroffen sind. Der 2. April 2008 wurde von den UN deshalb zum ersten Autism Awareness Day erklärt.

In Kooperation mit dem Stadtschulamt, dem Jugend- und Sozialamt, dem Stadtgesundheitsamt, der Heinrich-Hoffmann-Schule (Schule für Kranke) dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Johann Wolfgang Goethe Universität wurde deshalb im Berichtszeitraum eine Projektskizze für ein Pilotprojekt entwickelt, die als Grundlage für eine Kooperation der genannten Institutionen zur Integration von autistischen Kindern in den Schulunterricht dient.

Applied Behavior Analysis (ABA) ist die bislang einzige therapeutische Methode, deren Wirksamkeit bei der Behandlung des Autismus wissenschaftlich nachgewiesen ist. In Deutschland wird sie bereits erfolgreich in der Frühförderung angewendet. Durch das geplante, wissenschaftlich begleitete Pilotprojekt soll erstmals in Deutschland geprüft werden, ob die Anwendung von ABA auch in der Schule erfolgreich sein kann. Dabei geht es sowohl um die Integration der behinderten Kinder in den Unterricht der Regel- und Behindertenschulen und um die Verbesserung ihrer schulischen Ausbildung als auch um die Förderung der besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten, über die diese Kinder in der Regel verfügen (mathematische Intelligenz, musisch-künstlerische Fähigkeiten u. a.).

Der Anteil männlicher Kinder an der Gesamtzahl Betroffener ist statistisch hochsignifikant. Durch die geschlechtsdifferenzierte Erhebung des jeweiligen Förderbedarfs und die geschlechtssensible Anwendung von ABA soll nicht nur die Effizienz der Förderung erhöht, sondern auch Erkenntnisse zu den möglichen Ursachenzusammenhängen bei der Entstehung von Autismus ermittelt werden.

Im Rahmen der in Planung befindlichen Kooperation zwischen den Städten Frankfurt und Boston (USA) fungiert das May Center for Autism and Child Development (Boston), das über langjährige Erfahrungen in der Beschulung von entwicklungsbehinderten Kindern und über herausragende internationale Reputation und Expertise auf diesem Gebiet verfügt, als Berater für das geplante Frankfurter Projekt. Das Projekt soll mit finanzieller Hilfe von privaten Sponsoren durchgeführt werden.

Girls. Day + Boy.s Day

Schätzungsweise 2.500 Schülerinnen der Klassen 5 -10 nahmen am Girls Day 2007 in Frankfurt teil. Die Mädchen konnten unter 98 beteiligten Organisationen ihre Plätze auswählen.

Die gewählten Berufsfelder des Girls’ Day 2007 in Frankfurt am Main:

IT-gestützte Technik (3%), Kommunikationstechnik (3%), Medien (8%), Medizin (1%), Polizei (4%), Sicherheits- und Gebäudetechnik (5%), Sonstige (8%), Verkehrswesen (9%), Verwaltung (7%), Werbung/ Marketing (1%), KFZ-Technik (2%), Finanzwesen (5%), Bauwesen (2%), Hochschule (18%), Biologie/ Physik/ Chemie (3%), Forst- und Gartenwirtschaft (1%), Gewerkschaft (3%), Handwerk (7%), Informationstechnologie (8%).

Parallel zum Girls. Day fand im Jahre 2007 der 'Soziale Tag für Jungen’ statt. Die Aktion wurde vom Paritätischen Bildungswerk Bundesverband e.V. organisiert. Rund 200 Schüler der Klassen 5 - 10 haben sich 2007 daran beteiligt.

Ca. 75 % der Teilnehmer besuchten am 26.4.2007 aus Anlass des 'Sozialen Tages’ Kindertagesstätten. Ca. 25 % besuchten Einrichtungen für Behinderte und der Altenhilfe oder ein Krankenhaus, um sich über die berufliche Tätigkeit in diesen Institutionen zu informieren.

Eine Wiederholung des "Boy’s Day“ ist auch für das Jahr 2008 geplant.

'Arbeitszeit – Elternzeit - Lebenszeit – Meine Zeit?!’ [5]

  1. Konferenz 'Aktionsforum Männer & Leben’

– Vereinbarkeit von Beruf und Familie

In Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, der hessenstiftung familie hat zukunft, der Beruf & Familie gGmbH, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, dem Hessischen Rundfunk, der Commerzbank AG, ver.di, Fraport, dem Frauenreferat u. a. veranstaltet das Aktionsforum Männer & Leben –im Dezember 2008 unter dem Titel 'Arbeitszeit – Elternzeit - Lebenszeit – Meine Zeit?!’ die 3. Konferenz zur Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus Sicht der Männer. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die Auswertung der Erfahrungen mit Elternzeit und Elterngeld. Neben der Anzahl der beteiligten Väter sind die Erfahrungen von Besserverdienenden und Geringverdienenden, das subjektive Erleben, die Auswirkungen auf die Vater-Kind-Bindung, die Realisierung/Umsetzung von Väterelternzeit in großen und kleinen Unternehmen Gegenstand der Auswertung, die im Berichtszeitraum begonnen wurde.

Aus Anlass des 5-jährigen Bestehens des Aktionsforums wurde darüber hinaus im Berichtszeitraum eine Wirkungsanalyse der verschiedenen Projekte des Aktionsforums vorgenommen. Die Erfahrungen verschiedener Vätergruppen bei der Fraport, der Commerzbank, des Väterforums Offenbach, der Väterarbeit der SG Bornheim/ Grün-Weiß, der Evangelischen Familienbildung Frankfurt, des Netzwerk Väter-Jungen-Männerarbeit im Bistum Limburg u. a. werden Gegenstand der Diskussion auf der Konferenz sein.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann festgestellt werden, dass die Ämter in der Regel offen sind für die Konzeption von Gender-Projekten

und dass die Gespräche mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Frauenreferates zur Sensibilisierung für mögliche Projektansätze und zur Entwicklung neuer Ideen geführt haben. Hinsichtlich der weiteren Berichterstattung erscheint es sinnvoll, künftig alle zwei Jahre auf der Grundlage des (§ 3459) zu berichten.

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Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Februar 2002BB 157Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt?Magistratsbericht
  2. 5. Dezember 2003BB 984Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt?Magistratsbericht
  3. 15. April 2005BB 310Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt?Magistratsbericht
  4. 8. Mai 2006BB 250Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main. Wann werden Ergebnisse vorgelegt? hier: Jährlicher Bericht zur Umsetzung von Gender MainstreamingMagistratsbericht
  5. 25. Juni 2007BB 437Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt? hier: Jährlicher Bericht zur Umsetzung von Gender MainstreamingMagistratsbericht
  6. 14. Juli 2008Sie sind hier
    BB 438Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt? hier: Jährlicher Bericht zur Umsetzung von Gender Mainstreaming
    Magistratsbericht
  7. 12. Oktober 2009Antwort des Magistrats · nach 400 WochenBB 879Für einen neuen Aufschwung in der Frauenpolitik in Frankfurt am Main Wann werden Ergebnisse vorgelegt? hier: Jährlicher Bericht zur Umsetzung von Gender MainstreamingMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
KAV
Sitzung 28 · 04.08.2008
TO II, TOP 41
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 438 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 23 · 19.08.2008
TO I, TOP 21
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 438 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FAG

Jugendhilfeausschusses
Sitzung 20 · 02.09.2008
TO I, TOP 16
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 438 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 24 · 16.09.2008
TO I, TOP 22
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 438 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFF
Sonstige:
FAG (Kenntnis mit Hinweis auf NR 1017)NPD (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und BFF; FAG (= Kenntnis mit Hinweis auf NR 1017) Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)

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