Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei Jahren
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 17.03.2003, B 214
Betreff:
Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei Jahren
Vorgang:
Beschl. d. Stv.-V. vom 29.08.2002, § 3473
- NR 675 GRÜNE -
Zu
- Der Stand der Planung zur Schaffung von Kleinkinderbetreuungsplätzen im Jahr 2002 und 2003 ist in den Anlagen 1 und 2 ausführlich dargestellt. Danach sind im Jahr 2002 76 neue Plätze geschaffen worden. Die Planung von weiteren 24 Plätzen, um den Ziel.wert 100 Plätze zu erreichen, konnte nicht eingehalten werden, da bei verschiedenen Objekten die schon sicher geglaubte Anmietung von Räumen nicht umgesetzt werden konnte und auch aufgrund der späten Freigabe des Haushaltes 2002 den Realisierungsmöglichkeiten deutliche Grenzen gesetzt waren. Für das Jahr 2003 bestehen derzeit konkrete Planungen für 106 Plätze. Zu
- Eine aktuelle Bestandserhebung und Bedarfsentwicklungsplanung zur Betreuung von Kleinstkindern ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Aufgrund des bestehenden Erhebungsmodus für alle Betreuungseinrichtungen in Frankfurt und dem darauf folgenden Auswertungsverfahren liegen die Ergebnisse erst zum Sommer eines jeden Jahres vor. Auch die dazu benötigten differenzierten Bevölkerungsdaten sind erst zu diesem Zeitpunkt vorhanden. Eine sozialraumorientierte Erhebung von Daten aus dem Bereich der Tagespflege und der Tagespflegebörse wird ebenfalls erst nach den Sommerferien vorliegen. Die Planung neuer Einrichtungen erfolgt gemäß dem Teilplan II "Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren in Kinderkrippen, Krabbelstuben und Tagespflegestellen" (s. Seite 56) in Stadtteilen, in denen ein besonders hoher Bedarf besteht.(Entsprechend dem Zielwert einer Versorgungsquote von 30 % für 2 Jahrgänge). In der Tabelle in Anlage 2 sind die aktuellen Planungen in den Stadtteilen mit den vorgesehenen Trägern enthalten. Die Vergabe von Einrichtungen an Träger erfolgen derzeit nach Kriterien wie z.B. der pädagogischen Konzeption und dem Standort, der Nutzung des geplanten Gebäudes sowie der Finanzierung der Einrichtung. Darüber hinaus spielt die Anerkennung des Bewerbers als Träger der freien Jugendhilfe sowie die Trägerpluralität im gesamtstädtischen Angebot eine wichtige Rolle. Zu
- In den Jahren 2000 und 2001 wurden die Kinderkrippen und Krabbelstuben aufgefordert zu prüfen, inwieweit die räumlichen und personellen Voraussetzungen eine Ausweitung des Platzangebotes zulassen. In den vorhandenen Einrichtungen konnten 19 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Damit wurde der räumliche Spielraum weitgehend ausgeschöpft. Darüber hinaus gibt es einen aktuellen Fachkräftemangel (Erzieherinnen), der sich verstärkt in der Tagesbetreuung von Kleinkindern auswirkt. Möglicherweise wirkt sich diese Situation in der Zukunft ungünstig auf das Platzangebot aus, da ohne geeignetes Personal vorhandene Betreuungsplätze nicht immer (neu) besetzt werden können. In der Planungs- und Finanzierungsveranwortung des Fachdezernates wurden ab dem Kindergartenjahr 2000/2001 weitere Kindergartengruppen für Kleinkinder ab 1 Jahr geöffnet (zu Rahmenbedingungen und Finanzierung vgl. M 47 vom 26.01.2001, § 8001 vom 01.03.2001). Mit Stand Januar 2003 stehen insgesamt 325 Plätze in 51 kleineren Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft und 25 Plätze in 5 städtischen Kindertageseinrichtungen für Kinder unter 3 Jahren zur Verfügung. Weitere altersstufenübergreifende Kindergartengruppen werden in einigen städtischen Kita-Neubauten, die in letzter Zeit durch freie Träger in Betrieb genommen wurden, eingerichtet. Auf Grund des steigenden Nachfragedrucks im Kindergartenbereich (Priorität Einlösung des Rechtsanspruchs) und wegen der im Zuge der Haushaltskonsolidierung fehlenden finanziellen Spielräume können zurzeit keine zusätzlichen Plätze für Kinder unter 3 Jahren durch Öffnung von Kindergartengruppen geschaffen werden. Die Angebotsformen Miniclub (angeleitete Spielgruppe mit Eltern) und Minikindergarten (2-3stündige Betreuung an 2-3 Tagen in der Woche ohne Anwesenheit der Eltern) sind zumeist unterhalb der Standards zur Betriebserlaubnispflicht. Im Einzelnen sind diese Angebote nicht bekannt. Sie werden von Familienbildungsstätten, Kirchengemeinden, Nachbarschaftszentren oder Elterngruppen im Rahmen ihrer pauschalen Förderung bzw. privat initiiert. Bislang wird nur ein Minikindergarten gefördert. Für die Träger ist es schwierig, die Standards zur Betriebserlaubnis, die eine Grundlage zur Förderung ist, zu erfüllen. Dazu sind Auflagen der Bau- und Gesundheitsbehörde einzuhalten wie auch die sog. Mindestvoraussetzungen für Kindertageseinrichtungen des Landes Hessens. In Frankfurt am Main scheint es für diese minimale Angebotsform eine hohe Nachfrage zu geben. Sie ersetzt dennoch nicht den Bedarf nach täglicher und mindestens 6stündiger Betreuung, wie sie von Krabbelstuben, Kinderkrippen und Tagespflegepersonen angeboten wird. Berufstätige Eltern suchen eine kontinuierliche und verlässliche Tagesbetreuung für ihre Kinder Das Betreuungsangebot bei Tagespflegepersonen, die insbesondere den individuellen Betreuungsbedarf von Eltern abdecken können, soll mit gezielten Werbekampagnen weiter ausgebaut werden. Dies geschieht auf regionaler Ebene über den Sozialdienst Pflegekinderhilfe in den Sozialrathäusern. Zu 4: Die sich ständig verändernden Planungen zur Schaffung von Plätzen für Kleinstkinder werden laufend zur Beratung und Beschlussfassung dem Fachausschuss Kinderbetreuung und dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt. Es besteht nach wie vor das Planungsziel, im Jahr 2003 200 neue Plätze zur Betreuung von Kleinstkindern zu schaffen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Pla.nungen und dem nicht Vorhandensein weiterer wichtiger Daten zur Bestandserhebung und Bevölkerungsentwicklung halten wir es für sinnvoll, den nächsten großen Planungsbericht erst im Sommer 2004 wieder vorzulegen. Anlage 1 JUGEND- UND SOZIALAMT Frankfurt am Main, den 11.02.2003 Fachreferat Grundsatz Berliner Straße 33-35
- F11/F14 Neuschaffung von Krabbelstubenplätzen im Haushaltsjahr 2002 Stadtteil Platzkapazität Träger Eröffnung l 1 Niederursel 10 Verein mit Kindern leben e.V. (der hof) 01.08. 2 Westend 22 Universität / Gesellschaft zur Förderung betrieblicher und betriebsnaher Kindereinrichtungen e.V. 15.08. 3 Nied 33 V.z.Unterstützung berufstätiger Eltern e.V. 15.11 4 Kalbach 11 V.z.Unterstützung berufstätiger Eltern e.V. 01.01.03 Gesamt: 76 Anlage 2 JUGEND- UND SOZIALAMT Frankfurt am Main, den 11.02.2003 Fachreferat Grundsatz Berliner Straße 33-35
- F11/F14 Neuschaffung von 200 Krabbelstubenplätzen im Haushaltsjahr 2003 Aktuelle Anfragen STAND: 31.01.2003 Stadtteil Platzkapazität Träger Eröffnung lt. Planung 1 Frankfurter Berg 24 + 4* Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern e.V. 06/2003 2 Griesheim 22 Diakonisches Werk z.Zt. Prüfung der erforderlichen Umbaumaßnahmen 3 Bergen-Enkheim 22 AWO- Frankfurt am Main noch auf der Suche nach geeigneten Räumen 4 Sindlingen 11 Sozialpäd. Verein zur fam.ergänzenden Erziehung Sommer/2003 5 Westend-Nord 12 Elterninitiative 04/2003 6 Westend-Süd 11 Sozialpäd. Verein zur fam.ergänzenden Erziehung z.Zt. Prüfung der erforderlichen Umbaumaßnahmen Gesamt: 106 zu
- Trägerschaft wurde mit Beschluss des JHA bereits vergeben * rechnerisch müssen hier 4 zusätzliche Plätze für den doppelten Platzkostenzuschuss durch geplante Betreuung von Kindern im Alter zwischen 8 Wochen und 10 Monaten berücksichtigt werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Juni 2002NRNR 675Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenSTVV-Antrag · GRÜNE
- 17. März 2003Sie sind hierBB 214Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenMagistratsbericht
- 24. Mai 2004BB 333Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenMagistratsbericht
- 20. Mai 2005BB 406Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenMagistratsbericht
- 12. Juni 2006BB 300Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenMagistratsbericht
- 8. Dezember 2006BB 517Kinderfreundliche Stadt: zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenMagistratsbericht
- 24. September 2007BB 689Kinderfreundliche Stadt: Zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei JahrenMagistratsbericht
- 2. Oktober 2009Antwort des Magistrats · nach 380 WochenBB 864Stand und Perspektiven der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung für Frankfurt am Main -.Fortschreibung - Kinderfreundliche Stadt: Zukunftsorientierte Planung der Betreuung der Kinder unter drei.JahrenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf10 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
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Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und E.L. Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG und REP (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und REP Sonstige Voten/Protokollerklärung: PDS (= Kenntnis)