Parkraumüberwachung - Verstöße konsequent ahnden
Zusammenfassung
Um die Parksituation in Frankfurt zu verbessern, wird der Magistrat aufgefordert, über die Entwicklung der Planstellen im Bereich der Parkraumüberwachung zu berichten und dies in Bezug auf die gestiegenen Gebühren für den Bewohnerparkausweis zu tun. Es wird ein verstärkter Einsatz von Kontrollen sowie eine mögliche Einführung digitaler Parkraumüberwachung angeregt.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenFragen an den Magistrat
Der Magistrat wird gebeten zu berichten,
a) wie sich die Planstellen für städtische Bedienstete im Bereich der Überwachung des ruhenden Verkehrs seit dem 04.04.2019 entwickelt haben und wieviele Planstellen hiervon derzeit besetzt sind;
b) welche Mehreinnahmen durch die Erhöhung der Gebühren für den Bewohnerparkausweis im Jahr 2024 eingenommen wurden;
c) ob Einnahmen gezielt dazu verwendet werden, die Anzahl der Planstellen für städtische Bedienstete im Bereich der Überwachung des ruhenden Verkehrs zu erhöhen;
d) wie häufig eine Kontrolle des ruhenden Verkehrs im Stadtbezirk 120 durchschnittlich durchgeführt wird;
e) ob und welche weiteren Maßnahme geplant sind, Rechtsverstöße im ruhenden Verkehr (insbesondere Parken ohne gültige Parkerlaubnis) zu ahnden;
f) ob geplant ist, in diesem oder im nächsten Jahr eine digitale Parkraumüberwachung, zum Beispiel mittels "Scan Cars", einzuführen, nachdem nun eine Rechtsgrundlage für den Einsatz vorliegt.
Begründung
Die Gebühren für den Bewohnerparkausweis wurden 2024 von 25 Euro auf 120 Euro pro Jahr erhöht, was einer fast fünffachen Erhöhung entspricht. Dennoch bleibt die Parksituation für Anwohner/innen, vor allem auch im Nordend, angespannt. Mehr Kontrollen wären hier angemessen, um Falschparken zu verhindern.
In seinem Bericht vom 03.04.2020, B 152, teilt der Magistrat mit:
"Die Personalverfügbarkeit der Städtische Verkehrspolizei ist gegeben, wenn die Netto-Mehreinnahmen aus Gebührenerhöhungen, Bußgeldern und Ausweitung der Bewirtschaftungszonen für die Neuschaffung von Stellen in der Verkehrsüberwachung und für Verbesserungen zur Herstellung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt verwendet werden."
Der Bericht aus dem Jahr 2020 lässt den Schluss zu, dass der Magistrat die Planstellen erhöht, wenn Netto-Mehreinnahmen aus Gebührenerhöhungen steigen.
Zusätzlich könnte eine digitale Parkraumüberwachung unterstützend wirken. Bisher fehlte die Rechtsgrundlage, wie der Magistrat in seiner Antwort auf die Vorlage vom 14.03.2024, F 2347, feststellt. Gleichzeitig hatte der Magistrat seine Bereitschaft erklärt, sogenannte "Scan Cars" im Rahmen der digitalen Parkraumüberwachung in Frankfurt einsetzen zu wollen, sobald eine solche Rechtsgrundlage vorliegt. In Baden-Württemberg wurde nun durch das Mobilitätsgesetz des Landes Baden-Württemberg (Landesmobilitätsgesetz - LMG) vom 18. März 2025 eine Rechtsgrundlage geschaffen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. März 2024FF 2347Die Bewohner der Schwarzwaldstraße müssen mit einem beträchtlichen Parkplatzmangel, der durch Besucher des WaldstadionsFragestunde-Frage
- 11. Juni 2025OFOF 900/3Parkraumüberwachung - Verstöße konsequent ahndenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 26. Juni 2025Sie sind hierVV 1225Parkraumüberwachung - Verstöße konsequent ahndenAnfrage
- 22. September 2025STST 1629Parkraumüberwachung - Verstöße konsequent ahndenStellungnahme
- 7. April 2026Antwort des Magistrats · nach 108 WochenSTST 674Parkraumüberwachung - Verstöße konsequent ahndenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen