Es stinkt nach wie vor zum Himmel
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Stellungnahme des Magistrats vom 12.05.2017, ST 888
Betreff: Es stinkt nach wie vor zum Himmel Seit Jahren wird die Fassade des Hauptbahnhofs durch wildes Urinieren angegriffen und die Bausubstanz des Gebäudes geschädigt. Durch das tiefe Eindringen des Urins in das Gestein kann der Geruch auch durch Nassreinigungen nicht mehr entfernt werden, dies stellt besonders bei wärmeren Temperaturen eine starke Geruchsbelästigung dar. Ein gleichgeartetes Problem am Karlsplatz konnte durch das Angebot eines Urinals durch die Stabsstelle Sauberes Frankfurt minimiert werden. Da der Einsatz von Einhausungen bzw. Toilettenhäuschen gerade im Bahnhofsviertel aufgrund von Fehlnutzungen (sexuelle Handlungen, Drogenkonsum, Nutzung als Schlafstätte) nicht zielführend ist, stellt das Angebot von offenen Urinalen, zumindest in Bezug auf die Minimierung des wilden Urinierens der männlichen Verursacher, eine Verbesserung der Situation dar. Das Urinieren an die Fassaden und die damit verbundenen dauerhaften Geruchsbelästigungen sowie Schädigungen der Fassaden stellen aus Sicht der Stabsstelle Sauberes Frankfurt eine größere Beeinträchtigung dar, als der Anblick eines Urinals, zumal der Anblick der wild urinierenden Personen unvorbereitet an den verschiedensten Bereichen sicher nicht angenehmer ist als an einem erkennbaren Urinal verortet. Seit April 2017 werden die Urinale dreimal wöchentlich geleert, falls erforderlich erfolgen zusätzliche Leerungen. Täglich werden die Urinale grob von außen sowie die nähere Umgebung der Urinale nass gereinigt. Da es sich um eine Fläche der Bahn handelt, sind die Einflussmöglichkeiten der Stadt Frankfurt am Main begrenzt. Im Bahnhof bietet die Bahn kostenpflichtige Toiletten in ausreichender Zahl an und kommt somit den Anforderungen an einen Großbahnhof nach. Sobald der Stabsstelle Sauberes Frankfurt Meldungen über Belästigungen aufgrund eines übervollen Urinals oder Verschmutzungen vorliegen, bitten wir die Bahn um Abhilfe. Dies erfolgt in der Regel umgehend. Die Stadt Frankfurt am Main testet aktuell ein "Frankfurter Modell" eines Urinals an der Niddastraße. Sollte sich dies auf Dauer als geeignet darstellen, könnte dies auch der Bahn empfohlen werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. August 2016OFOF 83/1Beseitigung der unhaltbaren Urinal-Zustände rund um das Gebäude des HauptbahnhofsOrtsbeiratsantrag · SPD
- 30. August 2016VV 121Beseitigung der unhaltbaren Urinal-Zustände rund um das Gebäude des HauptbahnhofsAnfrage
- 25. November 2016STST 1615Beseitigung der unhaltbaren Urinal-Zustände rund um das Gebäude des HauptbahnhofsStellungnahme
- 30. Januar 2017OFOF 219/1Es stinkt nach wie vor zum HimmelOrtsbeiratsantrag · LINKE.
- 14. Februar 2017OMOM 1262Es stinkt nach wie vor zum HimmelDirektanregung
- 12. Mai 2017Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 39 WochenSTST 888Es stinkt nach wie vor zum HimmelStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab