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Eröffnung des Bürgeramtes mit allen Dienstleistungen

Vorlagentyp: STMagistrat
80 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Eröffnung des Bürgeramtes und den Herausforderungen, die durch die hohe Nachfrage nach Dienstleistungen entstanden sind. Um die Situation zu verbessern, sollen 15 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden, um die Servicezeiten zu optimieren und die dringend benötigten Dienstleistungen schneller bereitzustellen.

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Stellungnahme des Magistrats

In den Bürgerämtern hat sich das Missverhältnis zwischen der Nachfrage nach Dienstleistungen und dem Terminangebot zugespitzt. Termine sind nach der Freischaltung schnell vergriffen, obwohl das Bürgeramt seine Servicezeiten bereits auf das, innerhalb der tariflichen Arbeitszeit zu leistende Maximum erweitert hat.

Viele Frankfurterinnen und Frankfurter möchten (oder müssen) ein Bürgeramt besuchen. Ihnen kann regelmäßig keine direkte Lösung angeboten werden.

Zu konflikthaften Situationen - sei es vor Ort oder am Telefon - kommt es, da viele Dienstleistungen für die Betroffenen wirklich wichtig sind, also für eine unmittelbar bevorstehende Reise oder den Antritt einer beruflichen Tätigkeit benötigt werden.

Das Bürgeramt kann gegenwärtig seinem gesetzlichen Auftrag nicht umfassend gerecht werden.

Dies hat u.a. folgende Gründe:

stetig erweitertes / verändertes Aufgabenspektrum durch gesetzliche Vorgaben

wachsende Mobilität der Bürgerinnen und Bürger "nach" Corona, d.h. extrem hohe Nachfrage nach Pässen und Ausweisen

Schutzsuchende aus der Ukraine; die Anmeldung in Frankfurt am Main bildet die Grundlage für alle weiteren Behördengänge der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer

Missverhältnis zwischen Dienstleistungsumfang und Mitarbeitenden im Bedienbereich aufgrund der angespannten gesamtstädtischen Haushaltslage

Erhöhter Krankenstand bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Umso wichtiger ist es, das verfügbare Personal so einzusetzen, dass möglichst viele Dienstleistungen erbracht werden können. Aufgrund von Synergieeffekten ist dies an möglichst großen Standorten der Fall.

Auch wenn der Antrag den Nieder-Erlenbacher Einwohnerinnen und Einwohnern kurze Wege verspricht, nützt er zumindest der Mehrheit der Frankfurterinnen und Frankfurter wenig bis nichts, da durch ein Mehr an Dezentralität das Dienstleistungsangebot insgesamt reduziert werden müsste.

Durch die angespannte Lage greifen Einwohnerinnen und Einwohner, die ein drängendes Anliegen haben, ungeachtet räumlicher Nähe auf jeden verfügbaren Termin zu. Die Wiedereröffnung von Außenstellen hätte daher neben einem insgesamt reduzierten Dienstleistungsangebot zur Folge, dass Frankfurterinnen und Frankfurter aus dem gesamten Stadtgebiet auch in die Außenstellen drängen, ohne dass ihnen der Standort - etwa in Form kurzer Wege - einen zusätzlichen Nutzen stiftet.

Um die aktuell prekäre Situation im Bürgeramt einzudämmen, wurde eine pragmatische Lösung gefunden, die es ermöglicht, 15 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst schnell, zunächst auf zwei Jahre befristet, einzustellen. Die Vorbereitungen für die Personalgewinnung laufen. Entgegen des Grundkonzepts der Bürgerämter, das gesamte Aufgabenspektrum an allen Plätzen anzubieten, sollen die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunächst in Teilaufgaben qualifiziert werden, damit an den großen Standorten sichergestellt werden kann, dass besonders stark nachgefragte Dienstleistungen möglichst schnell in einem der tatsächlichen Nachfrage entsprechenden Umfang erbracht werden können.

Die Wiederherstellung des vollständigen Funktionsumfangs, zu dem neben dem Prinzip der ganzheitlichen Aufgabenerledigung an allen Plätzen auch die Dezentralität gehört, erfordert neben der umfassenden Qualifizierung des befristeten Personals auch dauerhafte Stellenschaffungen.

Es dient der Kenntnis, dass die Mitarbeiterinnen des Bürgeramtes Nieder-Eschbach voll in die Bürgerämter Nordwest, Dornbusch und temporär in das Bürgeramt Bergen-Enkheim eingebunden sind.

Der Anregung des Ortsbeirats Nieder-Erlenbach kann daher nicht gefolgt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. März 2022OFOF 64/13Eröffnung des Bürgerbüros mit allen DienstleistungenOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 22. März 2022OMOM 1918Eröffnung des Bürgeramtes mit allen DienstleistungenDirektanregung
  3. 4. Juli 2022Sie sind hier
    STST 1505Eröffnung des Bürgeramtes mit allen Dienstleistungen
    Stellungnahme
  4. 13. November 2022OFOF 97/13Sofortige Eröffnung des Bürgeramts in Nieder-ErlenbachOrtsbeiratsantrag · CDU
  5. 29. November 2022OMOM 3173Sofortige Eröffnung des Bürgeramts in Nieder-ErlenbachDirektanregung
  6. 10. März 2023STST 663Sofortige Eröffnung des Bürgeramts in Nieder-ErlenbachStellungnahme
  7. 18. September 2023Antwort des Magistrats · nach 80 WochenSTST 1914Sofortige Eröffnung des Bürgeramtes in Nieder-ErlenbachStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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