Toilettenanlage am Nieder Bahnhof wieder öffnen
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 30.07.2010, ST 1067
Betreff: Toilettenanlage am Nieder Bahnhof wieder öffnen In der Begründung zur Anregung OM 4204 führt der Ortsbeirat aus, dass Toilettenanlagen als Teil des gesamten Verkehrssystems zu sehen seien und nicht als Einzelobjekt einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung unterzogen werden könnten. Diese Annahme entspricht nicht den Gegebenheiten. Die Betreiber des ÖPNV konzentrieren sich ausschließlich auf ihr Kerngeschäft, den Transport von Menschen von einem Ort zum anderen. Dafür besteht in Frankfurt am Main eine Infrastruktur von 759 Haltestellen des ÖPNV, die mit 126 Linien bedient werden. Weitere 26 Haltestellen der S-Bahn werden von neun Linien angesteuert. Es werden jährlich etwa 109 Mio. Personen befördert. Der Betrieb von WCs für die Kunden des öffentlichen Nachverkehrs gehört nach Auffassung der Verkehrsunternehmen nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Diese Haltung wird seit mehr als einhundert Jahren bundesweit konsequent und einhellig von den jeweiligen örtlichen Verkehrsunternehmen und auch der Deutsche Bahn AG vertreten. Die einschlägigen gesetzlichen Regelungen sehen keine Verpflichtung der Verkehrsunternehmen des ÖPNV zum Betrieb von Kunden-WCs vor. Der Betrieb öffentlicher WC-Anlagen ist insgesamt gesetzlich nicht geregelt. Es handelt sich um eine freiwillige Aufgabe der Kommunen und Landkreise. In der Folge betreiben die Kommunen und Landkreise öffentliche Toiletten nach eigenem Ermessen und im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit der jeweiligen Körperschaft. Die Stadt Frankfurt am Main betreibt öffentliche Toiletten unter anderem an besonders wichtigen Haltestellen des ÖPNV wie zum Beispiel an Südbahnhof, Hauptwache und Konstablerwache, in deren Umfeld in der Regel noch weitere Aufenthaltsanlässe bestehen oder andere Gründe ein öffentliches WC sinnvoll erscheinen lassen. Der Betrieb öffentlicher WC-Anlagen ist sehr kostenintensiv und es besteht ein erheblicher Sanierungsstau bei den WCs im Bestand. Auch werden immer wieder zusätzliche öffentliche Toiletten im gesamten Stadtgebiet gewünscht. Im Rahmen einer Gesamtuntersuchung hat der Magistrat erhoben, welche WC-Standorte heute noch zeitgemäß sind und welche auch in den nächsten 15 bis 20 Jahren an diesem Standort sinnvoll sein werden. Am S-Bahnhof in Nied stellt sich die Situation nach der stadträumlichen Untersuchung wie folgt dar: aufgrund der im Verhältnis zu anderen ÖPNV-Haltestellen geringen Zahl von Bahnreisenden und weil diese vorwiegend in den Pendlerzeiten vor Ort sind, unterliegt das WC nicht kontinuierlich sozialer Kontrolle. Im Umfeld besteht wenig Frequenz. Deshalb entwickelte sich der Standort in den letzten Jahren zu einem Problemstandort: Graffiti und Schmierereien sowie zweckfremde Nutzungen verschieder Gruppen waren an der Tagesordnung. Durch Kontrollen der Ordnungskräfte lassen sich Vandalismus und zweckfremde Nutzung nicht dauerhaft unterbinden. Ein zum Problemstandort gewordenes WC wirkt sich vielmehr negativ auf das Umfeld aus und beeinträchtigt das Sicherheitsempfinden der Passanten. Im Umfeld des WCs befinden sich außer der S-Bahnstation keine weiteren Aufenthalts-anlässe wie Parks, große Spielplätze, Einkaufsstraßen oder belebte Plätze. Aufgrund des stadträumlichen Umfeldes ist eine größere dauerhafte soziale Kontrolle für das WC nicht zu erwarten. Darüber hinaus ergab eine vergleichende Stichprobe der Nutzer-zahlen, dass das WC in Nied äußerst selten genutzt wird. Eine Erhöhung der Nutzerzahlen ist aufgrund der beschriebenen Struktur des Standortes nicht zu erwarten. Der weitere Betrieb des WCs an diesem Standort erscheint wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Die eingesparten Mittel sollen für die Sanierung zukünftig nachhaltig erfor-derlicher Standorte verwendet werden. Darüber hinaus sollen zusätzliche, nachhaltig erforderliche Standorte aus eingesparten Mitteln finanziert werden. Im Ortsbezirk 6 werden verschiedene mögliche neue Standorte untersucht. Im Sommer 2011 wird der Magistrat den Gremien den Entwurf für das Zukunftskonzept zur Beschlussfassung vorlegen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.
- 14. November 2008OFOF 975/6Haushalt 2009 Renovierung einer ToilettenanlageOrtsbeiratsantrag · CDU
- 2. Dezember 2008EAEA 136Haushalt 2009 Produktbereich: 22 Umwelt Produktgruppe: 22.03 Anlagen der Abfallwirtschaft Renovierung einer ToilettenanlageEtatanregung
- 22. April 2009STST 731Haushalt 2009 Produktbereich: 22 Umwelt Produktgruppe: 22.03 Anlagen der Abfallwirtschaft Renovierung einer ToilettenanlageStellungnahme
- 13. März 2010OFOF 1430/6Toilette am Spielplatz an der Wörthspitze in NiedOrtsbeiratsantrag · SPD
- 13. April 2010OMOM 4071Toilette am Spielplatz an der Wörthspitze in NiedDirektanregung
- 10. Mai 2010OFOF 1484/6Toilettenanlage am Nieder Bahnhof wieder öffnenOrtsbeiratsantrag · CDU
- 11. Mai 2010OMOM 4204Toilettenanlage am Nieder Bahnhof wieder öffnenDirektanregung
- 21. Juni 2010STST 894Toilette am Spielplatz an der Wörthspitze in NiedStellungnahme
- 30. Juli 2010Sie sind hierSTST 1067Toilettenanlage am Nieder Bahnhof wieder öffnenStellungnahme
- 9. Januar 2012Antwort des Magistrats · nach 164 WochenBB 7Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 30. Mai 2015OFOF 1390/6Öffentliche Toiletten am Mainberg und in HöchstOrtsbeiratsantrag · SPD
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab