Westbahnhof barrierefrei, sicher und zukunftsfähig gestalten - Dialogprozess und Ergänzungen zur Umbauplanung initiieren
Zusammenfassung
Der Ortsbeirat 2 beantragt, den Westbahnhof barrierefrei, sicher und zukunftsfähig zu gestalten und dazu einen Dialogprozess sowie Ergänzungen zur Umbauplanung zu initiieren. Die Notwendigkeit eines transparenten Dialogs ergibt sich aus den vielfältigen Anforderungen an Barrierefreiheit und Sicherheit, um eine inklusive Nutzung des Verkehrsknotenpunkts zu gewährleisten.
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Thema Fußverkehr verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat 2 wolle beschließen: Der Magistrat wird gebeten, 1. gemeinsam mit Vertreter*innen der Deutschen Bahn und der VGF im Rahmen einer Sitzung des Ortsbeirates 2 über den aktuellen Sachstand der Planungen zum Ausbau des Westbahnhofs sowie zur künftigen Verkehrsführung, Mobilität und Gestaltung im Bahnhofsumfeld zu berichten,
2. gemeinsam mit der Deutschen Bahn, den zuständigen städtischen Ämtern, dem Ortsbeirat, den Kinder- und Seniorenbeauftragten, sowie Vertreter*innen der FBAG zeitnah einen "Runden Tisch Westbahnhof" zu initiieren, 3. im Rahmen dieses Dialogprozesses zu prüfen, welche zeitlich und technisch noch möglichen Ergänzungen und Verbesserungen an den vorliegenden Planungen vorgenommen werden können, insbesondere im Hinblick auf eine sichere, barrierefreie, sozial gerechte Nutzung des Westbahnhofs und eine attraktive und sichere Gestaltung des angrenzenden öffentlichen Raums. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen: - die barrierefreie und sichere Erreichbarkeit aller Bahnsteige auch bei Ausfall des Aufzugs, - ausreichende Bewegungsflächen auf den Bahnsteigen für Menschen mit Mobilitäts- oder Wahrnehmungseinschränkungen, Personen mit Kinderwagen oder Gepäck sowie Radfahrende, - Prüfung ergänzender Rampenlösungen bzw. alternativer barrierearmer Erschließungen (z.B. Lauf- oder Rollbänder mit geringer Steigung), - ausreichende Dimensionierung des Aufzugs zur Vermeidung von Engpässen in Verkehrsspitzenzeiten, - barrierefreie und sichere Erreichbarkeit der umliegenden Einrichtungen, insbesondere des Jobcenters, des Bernusparks, des SAALBAU Schönhof (MÜZ) sowie des Schönhofviertels, - Prüfung einer verbesserten, barrierefreien Anbindung des Schönhofgeländes, - Überprüfung und ggf. Neuordnung der Buslinienführung und Haltestellennutzung im Umfeld, - Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes für unterschiedliche Tages- und Nutzungszeiten (einschließlich technischer Ausfälle, Randzeiten und Nachtstunden), - Entwicklung eines nachhaltigen Reinigungskonzepts, um den Westbahnhof attraktiv und sauber zu machen und Aufenthaltsqualität zu erreichen, - Einrichtung klar erkennbarer und barrierefrei nutzbarer Notruf- und Hilfesysteme, - Maßnahmen zur Reduzierung akustischer Belastungen im Umfeld des Bahnhofs. Bei allen Maßnahmen sollen die Belange von Kindern und Schüler*innen sowie von Menschen mit Mobilitäts- oder Wahrnehmungseinschränkungen besonders berücksichtigt werden.
Begründung
Anregungen der Seniorenbeauftragten des Ortsbezirks 2 plus einzelne Ergänzungen. Viele der angesprochenen Punkte betreffen grundlegende Fragen der Barrierefreiheit, Sicherheit und sozialen Teilhabe. Der Westbahnhof ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Ortsbezirk 2. Er verbindet Bockenheim mit dem Schönhofviertel und weiteren angrenzenden Quartieren und wird täglich von Pendler*innen, Schüler*innen, älteren Menschen sowie Nutzer*innen sozialer Einrichtungen frequentiert. Die bisher vorgestellten Planungen lassen in mehreren Punkten offen, ob die Anforderungen an eine inklusive, barrierefreie und sichere Infrastruktur ausreichend erfüllt werden. Insbesondere bei Ausfall technischer Anlagen (z.B. Aufzügen), in Verkehrsspitzenzeiten oder in Randzeiten müssen funktionierende Alternativen und Unterstützungsstrukturen gewährleistet sein. Angesichts des fortgeschrittenen Planungsstandes ist es erforderlich, kurzfristig zu klären, welche Ergänzungen noch möglich sind. Zudem sollten erste Vorstellungen zur Gestaltung der öffentlichen Räume rund um den Westbahnhof sowie der künftigen Verkehrsführungen diskutiert werden. Ein transparenter Dialogprozess unter Beteiligung aller relevanten Akteur*innen kann dazu beitragen, praktikable und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Der Westbahnhof soll nicht nur technisch modernisiert, sondern als sicherer, inklusiver und stadtverträglicher Mobilitätsknoten für alle Generationen gestaltet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Februar 2026Sie sind hierOFOF 1391/2Westbahnhof barrierefrei, sicher und zukunftsfähig gestalten - Dialogprozess und Ergänzungen zur Umbauplanung initiierenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke
- 23. Februar 2026OMOM 8218Westbahnhof barrierefrei, sicher und zukunftsfähig gestalten - Dialogprozess und Ergänzungen zur Umbauplanung initiierenDirektanregung
- 5. September 2026OFOF 103/2Es eilt wirklich: Westbahnhof vernünftig planenOrtsbeiratsantrag · CDU, GRÜNE, FDP, Volt
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme