Frankfurt gegen Rassismus! Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus vor, um die Stadt Frankfurt vor Diskriminierung, Hass und Gewalt zu schützen. Ziel ist es, die bisherigen Projekte zu bündeln und auszubauen, um ein friedliches Zusammenleben zu fördern.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenBeschlussvorschlag
Die Stadtverordnetenversammlung positioniert sich öffentlich klar gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie gegen jede andere Form von politisch oder religiös motiviertem Extremismus.
Hierzu wird der in der Anlage aufgeführte "Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus" beschlossen.
Der Magistrat wird beauftragt den Aktionsplan umzusetzen.
Begründung
A. Zielsetzung
Der rechtsextremistische Terroranschlag von Hanau am 19.02.2020 hat die Stadtverordnetenversammlung und die gesamte Stadt Frankfurt tief erschüttert. Die Menschen in unserer vielfältigen Stadt zu schützen vor Diskriminierungen, vor Hass und Gewalt ist unser höchstes Ziel. Gemeinsam mit dem Magistrat, allen Ämtern, Betrieben, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit Vereinen, Initiativen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen steht die Stadtverordnetenversammlung ein für ein gutes und friedliches Zusammenleben in unserer Stadt. Die Stadt Frankfurt bekennt sich zum aktiven Miteinander der unterschiedlichen Kulturen und tritt jedweden Versuchen zur Spaltung der Gesellschaft und zur Verbreitung von Hass, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus, Islamfeindlichkeit, Homo- und Transfeindlichkeit entschlossen entgegen. Um dies zu erhalten und zu stärken muss die Stadt ihre bisherigen guten und erfolgreichen Projekte bündeln, verstetigen und ausbauen. In der aktuellen Situation, in der Extremisten und Hetzer versuchen unsere Gesellschaft zu spalten, müssen wir mit Maßnahmen der Intervention, der Prävention und der Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken und die zivilgesellschaftlichen Organisationen stärken, damit Rassismus und Rechtsextremismus in Frankfurt auch weiterhin keinen Platz haben.
C. Lösung
Der vorliegende Aktionsplan zeigt die Entschlossenheit des Stadtparlaments, Rassismus nicht nur symbolisch entgegen zu treten, sondern in allen Bereichen städtischen Handelns konkrete und umfangreiche Maßnahmen zu ergreifen, um Diskriminierung, Hass und Gewalt präventiv und akut zu bekämpfen und Demokratie und Akzeptanz zu fördern. Er wird ergänzt mit einem von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließenden Förderprogramm gegen Rassismus, Extremismus und Diskriminierung, das inhaltlich und mit Blick auf seinen Umfang in Abstimmung mit einem Fachbeirat zu erarbeiten ist. Damit investiert die Stadt zusätzlich in den nächsten zehn Jahren Mittel für die Stärkung und den Ausbau von Beratungs-, Präventions- und Interventionsprogrammen gegen Rassismus und andere Formen politischen und religiösen Extremismus, für Demokratieförderung sowie für den Ausbau der politischen Bildung in Schulen und in der Erwachsenenbildung.
D. Öffentlichkeitsbeteiligung
Die im Aktionsplan bisher aufgeführten Maßnahmen werden von den jeweils federführenden Dezernaten im Rahmen vorhandener Mittel finanziert. Das noch zu erarbeitende Förderprogramm wird den Stadtverordneten gesondert zur Beschlussfassung vorgelegt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Juni 2020Sie sind hierMM 103Frankfurt gegen Rassismus! Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und RechtsextremismusMagistratsvortrag
- 23. Juli 2020AA 744Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und RechtsextremismusSTVV-Anfrage · AfD
- 23. Juli 2020NRNR 1235Frankfurter Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und jeder Form von politisch oder religiös motiviertem ExtremismusSTVV-Antrag · AfD
- 26. August 2020OFOF 512/7Frankfurt gegen Rassismus! Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus konkretisierenOrtsbeiratsantrag · die_farbechten_-_LINKE.
- 3. September 2020OFOF 1153/2Frankfurt gegen Rassismus - aber konsequentOrtsbeiratsantrag · BFF
- 23. Oktober 2020Antwort des Magistrats · nach 17 WochenBB 577Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und RechtsextremismusMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Beratungsverlauf24 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, CDU, GRÜNE, LINKE., 1 FDP, Die PARTEI und U.B. gegen 1 FDP und BFF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER gegen BFF (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1235/20)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD und FDP gegen BFF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FREIE WÄHLER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und FRAKTION (M 103 = Annahme, NR 1235 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FRAKTION gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE. und FRAKTION gegen AfD und BFF (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (M 103 = Annahme, NR 1235 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Annahme bei Enthaltung CDU und Herr Richter zu 2. 1 SPD, CDU, FDP und fraktionslos gegen 1 GRÜNE und FARBECHTE (= Annahme); 4 SPD und 2 GRÜNE (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, LINKE. und Piraten gegen BFF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.