Frankfurter Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und jeder Form von politisch oder religiös motiviertem Extremismus
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Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, den Frankfurter Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Extremismus zu überarbeiten und zu erweitern. Es wird gefordert, dass der Aktionsplan auch linksradikale Aktivitäten berücksichtigt und Maßnahmen zur Verurteilung von Angriffen auf Einsatzkräfte enthält. Das erwartete Ergebnis ist eine umfassendere und gerechtere Strategie zur Bekämpfung von Extremismus in Frankfurt.
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Opernplatz — 16 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 19.10.2026.
- Fußgängerbereich an der Liesel-Christ-Anlage wirksam vor illegalem Parken schützen19.10.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Sichere Ein- und Ausfahrt für Radfahrerinnen und Radfahrer am Opernplatz18.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Außengastronomie in Frankfurt: Duldung der bestehenden Anlagen bis zum Frühjahr/Sommer 2027 und Schaffung praktikabler Regelungen ab Herbst/Winter 202718.08.2026 · NR (Antrag Stadtverordnetenversammlung)
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Neues zu Opernplatz per E-MailAntrag
- Der Vorlage M 103 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.
- Die Vorlage NR 1235 wird abgelehnt.
Begründung
Zu 1.: Die Vorlage M 103 vom 26.06.2020 trägt die Überschrift "Frankfurt gegen Rassismus! Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus". Der Beschlusstext lautet jedoch wie folgt "Die Stadtverordnetenversammlung positioniert sich öffentlich klar gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie gegen jede andere Form von politisch oder religiös motiviertem Extremismus" und korrespondiert damit nicht mit der Überschrift. Letztere enthält nur den Begriff "Rechtsextremismus", während der Beschlusstext jede Form des Extremismus erfasst. Die Überschrift ist somit (wohl beabsichtigt) irreführend.
Zu 2.: Die Bekämpfung rechtsradikaler Aktivitäten soll sich selbstverständlich auch auf linksradikale Aktivitäten erstrecken. Die einseitige Erwähnung rechtsradikaler Aktivitäten erweckt den Eindruck, dass der Magistrat linksradikale Handlungen und Straftaten ausdrücklich von seiner Agenda ausnehmen möchte.
Zu 3.: Eine Stärkung der KAV erscheint wenig sinnvoll vor dem Hintergrund, dass dieses Gremium bei einer Wahlbeteiligung von etwa 5 Prozent den angesprochenen Personenkreis nicht einmal ansatzweise vertritt. Ganz offensichtlich fühlen sich weit über 90 Prozent der KAV-Walberechtigten durch die im Stadtparlament aktiven Parteien bzw. Fraktionen gut vertreten.
Zu 4.: Die Forderung, die Anzahl von Personen mit Migrationshintergrund in städtischen Ämtern zu erhöhen, widerspricht dem in Art. 33 GG verankerten Grundprinzip der Bestenauslese. Auswahlkriterien dürfen insoweit ausschließlich Eignung, Leistung und Befähigung sein. Eine Auswahl nach anderen Kriterien - wie etwa der Herkunft - ist insoweit verfassungswidrig.
Zu 5.: s.u. 2.
Zu 6.: Angriffe auf Polizeibeamte und andere Einsatzkräfte werden in letzter Zeit zunehmend beobachtet. Täter sind meist - wie kürzlich auf dem Frankfurter Opernplatz - "junge Männer mit Migrationshintergrund, die keinen Respekt haben vor staatlichen Institutionen, kein Benehmen, keine Wertschätzung vor dem Eigentum anderer Menschen, keine Skrupel haben Menschen Gewalt anzutun. Sie suchen die Anerkennung und Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken" - so ein Vertreter der Gewerkschaft der Polizei. Die Haltung der Täter mit grundsätzlicher Ablehnung staatlicher Autoritäten ist dabei - zumindest überwiegend - durch eine Erziehung im Elternhaus begründet, die kulturbedingt ein völlig anderes und mit unseren Vorstellungen inkompatibles Verhältnis zum demokratischen Rechtsstaat vermittelt. Hier ist auch eindeutig die Grenze zur Offenheit und Akzeptanz fremder Kulturen deutlich überschritten. Ziel muss es sein, bei allen Zuwanderern ein klares und eindeutiges Bekenntnis zum demokratischen Rechtsstaat und Akzeptanz deren Vertreter und Autoritäten zu vermitteln oder - falls dies abgelehnt wird - die betreffenden Personen zur Ausreise in ein Land zu bewegen, die ihren Vorstellungen besser entsprechen.
Zu 7.: Im Hinblick auf die durch die Corona-Pandemie bedingte Finanzlage verbietet sich jede zusätzliche Ausgabe.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Juni 2020MM 103Frankfurt gegen Rassismus! Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und RechtsextremismusMagistratsvortrag
- 23. Juli 2020Sie sind hierNRNR 1235Frankfurter Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und jeder Form von politisch oder religiös motiviertem ExtremismusSTVV-Antrag · AfD
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE. und FRAKTION (M 103 = Annahme, NR 1235 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FRAKTION gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE. und FRAKTION gegen AfD und BFF (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRANKFURTER (M 103 = Annahme, NR 1235 = Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme im Rahmen NR 1235) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme)