Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen Mainufer
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 20.11.2009, B 955
Betreff: Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen Mainufer Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 29.01.2009, § 5378 - OA 787 OBR 1, A 607 FAG, l. B 264/09 - Zwischenbericht: Die Errichtung und der Betrieb einer saisonunabhängigen WC-Anlage setzen voraus, dass - Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie Stromleitungen im Umfeld vorhanden sind, - ein Anschluss an die Infrastruktur zu angemessenen wirtschaftlichen Bedingungen möglich ist; - eine regelmäßige und dauerhafte Nutzerzahl wetterunabhängig und an jedem Tag erwartet werden kann, da sonst Vandalismus und zweckfremde Nutzungen die Folge sind, - das Umfeld insgesamt Vandalismus und zweckfremde Nutzung nicht erwarten lassen, - Haushaltsmittel für Bau und Betrieb einer solchen Anlage vorhanden sind und - keine Gründe aus den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz, Denkmalschutz, Wasserrecht (Überschwemmungsgebiet), Denkmalschutz, gartenbauliche Aspekte oder sonstige baurechtlich relevanten Themenbereichen gegen die Errichtung sprechen. Dauerhafte WC-
Anlage: Am gewünschten Standort an der Friedensbrücke ist keine Infrastruktur für ein WC vorhanden, es fehlen Wasser, Abwasser- und Stromleitungen. Ein dauerhaftes WC kann nicht ohne immense Kosten für den Anschluss an die Infrastruktur errichtet werden. Der Magistrat hat geprüft, ob es Möglichkeiten gibt, in den Brückenpfeilern oder der Hochufermauer ein WC einzubauen. Es gibt keine Hohlräume oder Zugänge für ein WC im Bereich der Friedensbrücke. Anbauten an die Brückenteile sind durch die geschaffenen Freizeitnutzungen nicht möglich. Die Errichtung einer dauerhaften WC-Anlage am gewünschten Standort ist somit nicht möglich. Haushaltsmittel für die Errichtung und den Betrieb einer WC-Anlage stehen nicht zur Verfügung. Saison-Container Für die Errichtung mobiler Toilettenanlagen gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten: WC-Kabinen (Dixi, ToiToi), WC-Container mit Infrastrukturanschluss, WC-Container ohne Infrastrukturanschluss. WC-Kabinen werden vorwiegend im Eventbereich für Veranstaltungen mit überschaubarer Dauer eingesetzt. In Bereichen, die nicht durchgängig sozialer Kontrolle unterliegen, werden sie jedoch oft umgekippt oder bemalt und beschädigt. An einer Stelle mit vergleichbaren Umgebungsbedingungen im Stadtgebiet wurden sie bei einem Pilotversuch häufig Opfer von Vandalismus, bis hin zur vollständigen Zerstörung. Am Standort an der Friedensbrücke können WC-Kabinen nicht sinnvoll eingesetzt werden. Bei WC-Containern handelt es sich um weiße Container, die ab einer Ausstattung mit zwei Kabinen verfügbar sind und mit mehreren Kabinen und Urinalen sowie Waschbecken ausgestattet sein können. Am gewünschten Standort an der Friedensbrücke ist keine Infrastruktur für ein WC vorhanden, auf der Südseite des Mains dagegen ist sie vorhanden. Auch weist die Südseite des Mains generell und auch an diesem Standort eine erheblich höhere Frequentierung auf als die Nordseite. Mangels Infrastruktur kommt auf der Nordseite des Mains lediglich ein WC-Container mit Trinkwasser- und Abwassertank in Betracht. Die Beleuchtung dieses Containers wäre am Standort nicht möglich. Container mit Tanks werden jedoch erst ab einer bestimmten Größe angeboten. Sie wiegen mehrere Tonnen und müssen regelmäßig durch Wartungsfahrzeuge anfahrbar sein. Wegen des Zuganges für das Ver- und Entsorgungsfahrzeug müsste der Container unmittelbar neben dem Fußweg platziert werden. Eine ebene, dauerhafte Standfläche im Bereich der Wiese müsste hergestellt werden. Dies beeinträchtigt die Einsehbarkeit der Freizeitanlagen und stört den Gesamteindruck der Grünanlagen und der Freizeitanlagen erheblich. Daneben wird die Grünanlage durch das hohe Gewicht des Containers und während der langen Standzeit zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen. Unter der Brücke bestehen durch die geschaffenen Nutzungen keine Möglichkeiten, einen WC-Container aufzustellen. Der Magistrat hat geprüft, ob ein WC-Container auf der oberen Ebene im Bereich der Straßen und Gehwege aufgestellt werden könnte. Die Prüfung hat ergeben, dass dieser die Passantenströme behindern und für den Autoverkehr Sichtbehinderungen mit sich bringen würde. Auch hätte er eine negative Fernwirkung im Stadtumfeld. Der gewünschte WC-Standort ist durch saisonale Freizeitnutzung gekennzeichnet. Außerhalb der maßgeblich vom Wetter bestimmten Nutzungszeiten ist er äußerst gering frequentiert. Es besteht sehr geringe bis gar keine soziale Kontrolle durch Passanten. Dies mag Ursachen in der Randlage der Grünanlagen und dem unmittelbar anschließenden Übergang zum besiedelten Westhafen-Gelände haben. Graffiti und Tacks befinden sich auf der Skater-Anlage. Wohnsitzlose nächtigen regelmäßig in höherer Anzahl unter der Brücke auf dem Kleinspielfeld. Bei mehreren Ortsterminen wurden gar keine bis 15 Personen im Bereich der Freizeitanlagen festgestellt, darunter regelmäßig auch mehrere Wohnsitzlose. Die Zahl der Passanten war bei jedem Ortstermin gering. Nur bei sehr schönem Wetter und am Wochenende promenierten etwas mehr Menschen an der Friedensbrücke. Regelmäßige und dauerhafte Frequenz und zu erwartende Nutzerzahlen für ein WC an der Friedensbrücke lassen auch in der Saison nicht auf einen Bedarf für ein öffentliches WC schließen. Haushaltsmittel für den Betrieb eines Saisoncontainers am Freizeitbereich an der Friedensbrücke stehen nicht zur Verfügung. Der Magistrat ist weiter bemüht, die stillgelegte WC-Anlage in der Hochufermauer am Nizza wieder in Betrieb zu nehmen und mittelfristig eine Sanierung der Anlage herbeizuführen. Diese WC-Anlage könnte dann auch den Nutzerinnen und Nutzern der Freizeitanlage an der Friedensbrücke zur Verfügung stehen.Nebenvorlage: Antrag vom 08.02.2010, OF 602/1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.
- 5. August 2008AA 607Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferSTVV-Anfrage · FAG
- 24. Oktober 2008BB 660Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 24. April 2009BB 264Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 20. November 2009Sie sind hierBB 955Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 8. Februar 2010OFOF 602/1Toiletten für den nördlichen MainOrtsbeiratsantrag · CDU
- 17. Mai 2010BB 305Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 29. November 2010BB 719Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 8. April 2011BB 195Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 28. November 2011Antwort des Magistrats · nach 173 WochenBB 484Mehr Bänke und Toiletten am nördlichen MainuferMagistratsbericht
- 25. Februar 2013OFOF 280/1Toiletten am nördlichen MainuferOrtsbeiratsantrag · SPD
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung LINKE.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU und SPD gegen GRÜNE, LINKE. und FDP (= Kenntnis) zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und Freie Wähler Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG und NPD (= Kenntnis)