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Frauenreferat Frankfurt

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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 19.09.2014, B 361

Betreff: Frauenreferat Frankfurt Vorgang: A 621/14 FDP Zu 1) Datum Veranstaltung Anzahl der TeilnehmerInnen 14.02.13 V-Day , Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, Information und Aktion auf dem Römerberg 500 7.3.14 Empfang zum Internationalen Frauentag, für geladene Gäste, die sich besonders für die Gleichberechtigung in Frankfurt engagieren Kaisersaal 350 19.03.13

  1. Salongespräch Mädchenarbeit 37 20.03.13 Frankfurter Regionales Mentoring, Cross-Mentoring-programm für Frauen in Führungspositionen, Auftaktveranstaltung im Limpurg- und Plenarsaal 120 21.03.13 Equal Pay Day Vortrag von Dr. Andrea Jochmann-Döll zur Entgeltgleichheit 45 20.06.2013
  2. Salongespräch Mädchenpolitik 33 8.9.2014 Familienmesse, Infostand des Frauenreferates ca. 6000 Besucher 19.09.13 Fachveranstaltung: "Teilzeit in Frankfurt: Perspektiven für Frauen und Betriebe" 50 25.09.2013 Podiumsdiskussion: Frauenarmut - Rückblicke, Einblicke, Ausblicke 70 Okt, Nov, Dez 13 6 Workshops im Rahmen des Bildungs- und Beteiligungsprojektes "görl" Schulkalender von Mädchen für Mädchen: 5 Illustrationsworkshops "Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt" 1 Interviewworkshop "die rasende Reporterin" 50 20 11.10.13 Internationaler Mädchentag Frankfurt 250 31.10.13 Women's Business Day Fachveranstaltung für Frauen in TOP-Positionen 112 14.11.13 Filmveranstaltung "Fremde Haut" im Rahmen der interkulturellen Wochen 80 seit dem 18.11.2013 bis heute "Gender Equality Now" ist ein Projekt der Organisation 4tomorrow mit Sitz in Paris. Seit 2012 wurde die Ausstellung in 112 Ländern gezeigt und läuft in Frankfurt unter dem Titel Fifty Fifty. Über 200 Motive sind in ausgewählten öffentlichen Wartebereichen zu sehen bei: Arbeitsagentur Frankfurt, Bürgerämter Höchst, Nordwest, Dornbusch, Nieder-Eschbach, Bergen-Enkheim und Sachsenhausen Bürgerberatung im Frankfurt-Forum, Branddirektion, Goethe-Universität, Jobcenter Süd, Klinikum Höchst, Kfz-Zulassungsstelle, Ordnungsamt, Sozialrathäuser Höchst und am Bügel, Uniklinik und Zentrales Bürgeramt. ca. 50.000 im Monat, ausgehend von den Schätzungen der Besucherzahlen durch die beteiligten Ämter und Organisationen 25.11.13 Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen Landesweite Aktion "Rote Karte gegen häusliche Gewalt" Frankfurter Apotheken verteilen "Visitenkarten" mit Hilfsangeboten an KundInnen Durchführung in Kooperation mit dem AK Gewalt gegen Frauen und Kinder des Präventionsrates 178 Apotheken 26.+27.11.2013 Erste nationale Konferenz zur Europäischen Charta für die Gleichstellung auf lokaler Ebene Kooperationsveranstaltung mit dem Rat der Regionen und Gemeinden Europas 147 29.11.13
  3. Tony-Sender-Preisverleihung an Prof. Margit Brückner 200 11.12.13
  4. Salongespräch Mädchenarbeit 38 Zu 2) Zielgruppe des Frauenreferates sind alle Frankfurterinnen unabhängig davon, wo sie geboren wurden. Zu 3) Dem Frauenreferat stehen jährlich etwa 85.000 € für Geschäftsausgaben zur Verfügung. Diese Mittel werden verwendet, um aktuelle frauen- und mädchenpolitische Veranstaltungen, Publikationen oder weitere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zu konzipieren und umzusetzen. Zu 4) Welche Projekte und Träger vom Frauenreferat finanziell gefördert werden, ist im Haushaltsplan 2013 unter Punkt 10.04 Gleichberechtigung für Bürgerinnen aufgeschlüsselt. Die meisten Träger haben noch weitere Leistungsbereiche, die von Dritten finanziert werden. Zu 5) Armut und Armutsgefährdung bemisst sich auch, aber nicht ausschließlich am Bezug von staatlichen Leistungen. Ende 2012 bezogen in Frankfurt am Main 85.728 Personen existenzsichernde Mindestleistungen. Bei 678.691 mit Hauptwohnsitz in Frankfurt am Main gemeldeten Personen entspricht dies einer Bezugsquote von 12,63 %. Bei männlichen Personen betrug die Bezugsquote 12,80 %. Tatsache ist, dass Frauen in besonderer Weise von Armut und massiv von Altersarmut betroffen sind. Auch in der vergleichsweise reichen Stadt Frankfurt. Frauenspezifische Armut zeigt sich vor allem in den strukturellen Zusammenhängen. Insbesondere die Lohnlücke von 22 %. Der Wert von 22 % Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern ist die sog. "unbereinigte Lohnlücke". Sie kommt zustande, durch Unterschiede im Hinblick auf Ausbildung, Qualifikation, Berufserfahrung, Art der Anstellung und Position, Betriebszugehörigkeit, Gehaltsverhandlungen etc. Teilzeitarbeit, Minijobs, die traditionelle Rollenaufteilung, die finanzielle Auswirkung von Trennung oder Scheidung und die daraus resultierende geringere Rente bedingen das frauenspezifische Armutsrisiko. Insofern geht es bei der Kampagne des Frauenreferates um Information, nicht um Stigmatisierung. Zu 6) Eine moderne Verwaltung orientiert sich grundsätzlich immer an den Bedarfen aller Bürgerinnen und Bürger, differenziert nach Geschlecht, Migrationshintergrund, Alter, etc. Zu 7) Im Gleichberechtigungsbüro (11D) nehmen neben der Leiterin und deren Stellvertreterin sieben Mitarbeiterinnen die Funktion der Frauenbeauftragten für die Ämter und Referate der Stadtverwaltung wahr. Das Frauenreferat hat einen derzeitigen Stellenbesetzungsgrad von 10,72. Die 11 Beschäftigten arbeiten für die Gleichberechtigung der Frankfurter Bürgerinnen. Darüber hinaus gibt es noch den Ausschuss Wirtschaft und Frauen als politisches Gremium. Zu 8) Dafür sieht der Magistrat keine Veranlassung. Das Frauenreferat und das Amt für multikulturelle Angelegenheiten haben unterschiedliche Aufgaben und Zielgruppen. Beide Stellen arbeiten - wie andere Ämter und Betriebe auch - schnittstellenbezogen interdisziplinär zusammen. Zu 9) In städtischen Gremien sind dem Magistrat keine Frauenbeauftragten bekannt. Das Hessische Gleichberechtigungsgesetz (HGIG) sieht für die Verwaltungen des öffentlichen Dienstes Frauenbeauftragte vor: ,,Jede Dienststelle mit fünfzig oder mehr Beschäftigten bestellt eine Frauenbeauftragte; [. .]" S14 (1) HGIG. Die Anzahl der Frauenbeauftragten für die jeweiligen Dienststellen ist in § 18 HGIG geregelt und sieht ab 600 Beschäftigten für die Tätigkeit der Frauenbeauftragten eine volle Stelle vor. Zu 10) In 2013 erschien turnusmäßig der Frauen-Guide. Er wird alle zwei Jahre aktualisiert und erscheint in einer Auflage von 85.000 Stück. Die Kosten belaufen sich auf 20.000 Euro. Der Frauen-Guide wird kostenfrei abgegeben, zum großen Teil (60.000) als Beilage im Journal Frankfurt. Zur Familienmesse 2013 erschien außerdem die aktualisierte Neuauflage von "Alleinerziehend in Frankfurt", ein Wegweiser mit Informationen und Adressen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 23.000 Euro. Im November 2013 erschien das Buch "Nach Frauen benannt - 127 Straßen in Frankfurt am Main". Es enthält die Biographien der Frauen, nach denen Straßen oder Plätze in Frankfurt benannt sind (127 von insgesamt 3.400). Zudem enthält das Buch Informationen darüber, wie Benennungen vollzogen werden und wie Frankfurter Bürgerinnen und Bürger Vorschläge machen können. Das Buch ist beim Nizza-Verlag, im Buchhandel oder über das Frauenreferat für 14,00 € zu erwerben. Die Herstellungskosten beliefen sich auf 11,30 €. Frankfurtensien wie "Nach Frauen benannt" sind Longseller und in den Frankfurt- und Hessenshops gut bekannt. Bis Juli 2014 wurden etwa 760 von 5.000 Büchern verkauft. Der Vertrieb wird vom Nizza-Verlag organisiert. Zu 11) Dienstleistungen des Frauenreferates sind folgende: Clearing- und Anlaufstelle für Frankfurter Bürgerinnen Bei der Hotline und den MitarbeiterInnen des Frauenreferates kommen täglich per Telefon und E-Mail zwischen 5 und 10 Anfragen von Bürgerinnen, manchmal auch Bürgern zur frauenpolitischen Fragestellungen an. Diese bekommen eine Erstberatung und werden ggf. an die entsprechenden Beratungsstellen weitervermittelt. Newsletter mit Informationen über frauenpolitische Veranstaltungen Der E-Mail-Newsletter des Frauenreferates (Info.Frauenreferat) erreicht monatlich über 1800 Empfängerinnen und Empfänger. Er wird auch gerne von den EmpfängerInnen weiter verteilt. Fachliche Beratung zu frauenpolitischen- und Genderfragen Die FachreferentInnen des Frauenreferates beraten Ämter und Institutionen in frauenpolitischen und Gender-Fragen; insbesondere zu den Themen Arbeit und Bildung, Mädchenpolitik, Gewaltschutz, Gesundheit, Integration von Migrantinnen, Gender Mainstreaming oder Europäische Charta für die Gleichstellung. Gefragt ist auch die Beteiligung an der fachpolitischen Diskussion zur Entwicklung von bedarfsorientierten Konzepten oder zur Weiterentwicklung von Angeboten für Frauen. Die MitarbeiterInnen werden Frankfurt- hessen- und bundesweit für fachpolitische Beiträge angefragt. Entwicklung und Finanzierung der frauenpolitischen Infrastruktur Das Frauenreferat unterstützt Träger in der Weiterentwicklung von frauen- und mädchenspezifischen Angeboten. Wegweiser für Frankfurter BürgerInnen Frauen-Guide Im Frauen-Guide findet man zum Beispiel Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, gemeinnützige Vereine, Verbände, freie Träger oder städtische Einrichtungen. Es gibt Informationen über Netzwerke, Kultur-, Sport- und Freizeitangebote und zu deren barrierefreier Erreichbarkeit. Frankfurt bietet eine Vielfalt an interessanten und hilfreichen Informationen und Begegnungsmöglichkeiten für Frauen und Mädchen, die bundesweit Beachtung finden. Der Frauen-Guide und andere Publikationen waren schon mehrfach "Broschüre des Monats" bei der Vernetzungsstelle. Die Online-Version ist auf der Webseite des Frauenreferates zu finden und kann auch als App für Smartphones heruntergeladen werden. Wegweiser für Alleinerziehende Der "Wegweiser für Alleinerziehende" des Frankfurter Frauenreferates informiert über die verschiedensten Leistungen und Dienstleistungen, nach denen häufig gefragt und gesucht wird. Nicht nur Eltern, auch Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen finden hier nützliche Hinweise für ihre Arbeit. Den "Wegweiser für Alleinerziehende" gibt es als Broschüre und im Internet unter www.frauenreferat.frankfurt.de. Der Online-Wegweiser wird fortlaufend aktualisiert. Broschüre leben mit Krebs in Frankfurt Die Broschüre rund um das schwierige Thema Krebs bietet in Deutsch, Türkisch und Englisch hilfreiche Informationen in einem ansprechenden Format. Sie wurde gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernat entwickelt und wird regelmäßig aktualisiert. In deutscher Sprache steht der Frankfurter Krebswegweiser auch zur mobilen Nutzung auf dem Smartphone zur Verfügung. Zu 12) Das Frauenreferat ist die zentrale Anlaufstelle für Frankfurter Bürgerinnen. Zu 13) Frauenbeauftragte für die Stadtteile sind dem Magistrat nicht bekannt. Zu 14) Doppelstrukturen sind nicht gegeben. Gleichberechtigungsbüro und Frauenreferat haben unterschiedliche gesetzliche Grundlagen (HGlG und GemO), woraus sich klar voneinander abgegrenzte Zielgruppen und Aufgabenfelder ergeben. Zu 15) Keine. Zu 16) Die Arbeit des Gleichberechtigungsbüros (Frauenbeauftragte) umfasst ausschließlich Beschäftigte und Aufgabenfelder der Stadtverwaltung. Die Arbeit des Frauenreferates betrifft die Umsetzung frauenpolitischer Grundsätze und Ziele. Dazu gehören Gleichberechtigung und Gleichstellung der Bürgerinnen insbesondere in den Bereichen Arbeit, Bildung, Mädchenpolitik, Gewaltschutz, Frauen-Gesundheit, Existenzsicherung und Frauen in Führung. Demgegenüber ist das Amt für multikulturelle Angelegenheiten mit integrationspolitischen Aufgaben betraut. Diese werden neben dem Aufgabengliederungsplan in den Zielen und Handlungslinien des von der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Integrations- und Diversitätskonzeptes beschrieben. Das Integrations- und Diversitätskonzept berücksichtigt die gesamte Vielfalt der Bevölkerung und führt eine Vielzahl von Differenzkriterien (z.B. Herkunft, Religion, Alter, Gender, sexuelle Orientierung usw.) zusammen. Das AmkA spiegelt als Querschnittsfachamt die Arbeit der städtischen Ämter und Betriebe, leistet Beratung, eigene Fach- und Projektarbeit und übernimmt fachliche Koordinationsaufgaben. Das AmkA ist ferner die städtische Antidiskriminierungsstelle. Zu 17) Mit der Einrichtung des Gleichberechtigungsbüros im Jahr 2010 wurde eine solche zentrale Stelle für die Umsetzung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes geschaffen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 17. Juni 2014AA 621Frauenreferat FrankfurtSTVV-Anfrage · FDP
  2. 19. September 2014Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 Wochen
    BB 361Frauenreferat Frankfurt
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 34 · 11.11.2014
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage B 361 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP

Ausschusses für Wirtschaft und Frauen
Sitzung 35 · 09.12.2014
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 361 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDP
Sonstige:
Freie Wähler (Kenntnis)Römer (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER und RÖMER (= Kenntnis)

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