Frauenreferat Frankfurt
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Thema Kultur verfolgenInhalt
Anfrage vom 17.06.2014, A 621
Betreff: Frauenreferat Frankfurt Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt ist eine Dienstleitungspartnerin in allen Gender-Fragen. Es kooperiert mit den Ämtern und den Dezernaten und unterstützt bei der Umsetzung von Gender-Mainstreaming in Verwaltung und Politik. Neben dem Frauenreferat verfügt die Stadt Frankfurt noch über ein Gleichberechtigungsbüro, das als Anlaufstelle für die weiblichen Beschäftigten der Stadtverwaltung zu Fragen der Ausbildung, der Arbeitssituation und der beruflichen Weiterentwicklung dient. Ämter der Stadtverwaltung werden bei der Umsetzung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes und des Frauenförderplans unterstützt. Neben dem Frauenreferat setzt sich auch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten für die Bedürfnisse von Frauen mit Migrationshintergrund ein. Im Haushalt befinden sich beide Gruppen entsprechend unter der Rubrik "Gleichberechtigung für Bürgerinnen". Zahlreiche hochwertige Werbematerialien erreichen die frauenpolitischen Sprecherinnen der einzelnen Fraktionen, die auf Veranstaltungen oder Publikationen aufmerksam machen. Anhand des Newsletters des Frauenreferats lässt sich verfolgen, welche Programme vonseiten des Frauenreferats für Frankfurts Frauen und Mädchen angeboten werden - wie z.B. Ein-Tages-Schreibworkshop für Frauen, Film: Hilfe im Haushalt oder der Frauen-Guide im Sonderheft des Journal Frankfurt. Mit der Kampagne "Armut ist eine Frau", bietet das Frauenreferat zahlreiche Veranstaltungen für Frauen und junge Mädchen an. Im Rahmen der bevorstehenden Haushaltsdebatte wäre es sinnvoll zu evaluieren, inwieweit die Angebote des Frauenreferates von Bürgerinnen dieser Stadt wahrgenommen werden und ob eventuell Synergien mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten erreicht werden können, um die Arbeit für Frankfurts Frauen effektiver zu gestalten. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:
- Kann der Magistrat Auskunft darüber geben, wie die einzelnen Veranstaltungen des Frauenreferates im letzten Jahr besucht waren? Wenn ja, wird um eine Auflistung nach Veranstaltungen gebeten.
- Welche der Veranstaltungen hatte Frauen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe?
- Kann der Magistrat Auskunft darüber geben, in welcher Höhe sich die Werbekosten des Frauenreferats belaufen?
- Welche konkreten Projekte werden ausschließlich vom Frauenreferat finanziell unterstützt?
- Im Rahmen der Projektreihe "Armut ist eine Frau", werden zahlreiche Angebote speziell für Mädchen und junge Frauen angeboten. Wie viele Frauen in Frankfurt gelten statistisch gesehen als arm? Wie beurteilt der Magistrat die Stigmatisierung von jungen Mädchen als Opfer der Armut?
- Kann der Magistrat mitteilen, wie viele städtische Einrichtungen sich darüber hinaus mit den Bedürfnissen von Frauen in Frankfurt beschäftigen?
- Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die jeweiligen frauenpolitisch arbeitenden Institutionen und Gremien der Stadt Frankfurt?
- Sieht der Magistrat eine Möglichkeit, die Veranstaltungen des Frauenreferates in das Amt für multikulturelle Angelegenheiten einzugliedern? Wenn nein, mit welcher Begründung lehnt der Magistrat eine derartige Integration ab?
- Wie viele Frauenbeauftragte gibt es in den städtischen Gremien (aufgeschlüsselt nach Institutionen und Stadtteilen)? Wie viele Frauenbeauftragte sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben?
- Welche Publikationen wurden im letzten Jahr vom Frauenreferat veröffentlicht und wie hoch war die Resonanz auf die käuflich zu erwerbenden Publikationen? Wie hoch belaufen sich die jeweiligen Kosten der Publikationen?
- Kann der Magistrat Auskunft darüber geben, wie stark die Dienstleitungen des Frauenreferates in Anspruch genommen werden? Wenn nein, aus welchen Gründen kann der Magistrat keine fundierten Angaben machen?
- Sieht der Magistrat eine Möglichkeit der Neustrukturierung mit dem Ziel, eine zentrale Anlaufstelle für Frankfurterinnen zu erhalten? Wenn ja, wie könnte eine derartige Bündelung aussehen? Wenn nein, aus welchen Gründen hält der Magistrat eine derartige Bündelung für nicht notwendig?
- Hält der Magistrat einzelne Frauenbeauftragten für jeden Stadtteil und Institution noch für angemessen? Wenn ja, aus welchen Gründen sieht der Magistrat diese Notwendigkeit?
- Inwieweit sieht der Magistrat Doppelstrukturen im Bereich der Frauenbeauftragten in der städtischen Verwaltung, in den jeweiligen Stadtteilen sowie im Frauenreferat?
- Welche Synergieeffekte könnten genutzt werden, wenn der Magistrat das Gleichberechtigungsbüro und das Frauenreferat zu einer Institution fusionieren würden?
- Inwieweit unterscheidet sich die frauenpolitische Arbeit des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten von der des Frauenreferates und der Arbeit der Frauenbeauftragten der Stadt Frankfurt? Gibt es Überschneidungen? Wenn ja, in welchen Themenbereichen und inwieweit wird an dieser Stelle kooperativ gearbeitet?
- Sieht der Magistrat die Möglichkeit, eine zentrale Stelle zu installieren, die sich auf kommunaler Ebene für die Umsetzung des hessischen Gleichgestellungsgesetzes einsetzt, statt mehrere Einr ichtungen auf kommunaler Ebene vorzuhalten und zu verwalten? Wenn ja, welche möglichen Einsparungen wären damit verbunden? Wenn nein, aus welchen Gründen hält der Magistrat daran fest, mehrere Stellen als Anlaufstellen für Frauen vorzuhalten?
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. Juni 2014Sie sind hierAA 621Frauenreferat FrankfurtSTVV-Anfrage · FDP
- 19. September 2014Antwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 361Frauenreferat FrankfurtMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate