Anbindung Frankfurts an das Wasserstoff-Regionalnetz
Zusammenfassung
In diesem Bericht wird die Anbindung Frankfurts an das Wasserstoff-Regionalnetz vorgeschlagen, um die Dekarbonisierung der Energieversorgung zu unterstützen und die Klimaziele der Stadt zu erreichen. Der Fokus liegt auf der Umstellung des Heizkraftwerks West und der Schaffung einer regionalen Infrastruktur für klimaneutralen Wasserstoff bis 2028.
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Thema Stadtplanung verfolgenBericht
Wasserstoff und grüne Gase können einen Beitrag für die Dekarbonisierung der Energieversorgung und Industrie leisten. Sie sind ein wichtiger Baustein für das Ziel der Klimaneutralität der Stadt Frankfurt. Darüber hinaus sind sie aktuell am besten speicherbar, bieten große Skaleneffekte (z.B. perspektivisch für Saisonal- oder Dunkelflautenspeicher) und sind in sehr großen Mengen gut transportabel, was sie für eine Vielzahl von Einsatzbereichen prädestiniert. Daher wird Wasserstoff dringend benötigt, um die Klimaschutzziele zu erreichen, Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie die wirtschaftliche Prosperität der Region Frankfurt/Rhein-Main zu erhalten. Wasserstoff sollte deshalb in der lokalen Wirtschaft und Industrie sowie der regionalen Stromerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für die Fernwärme zum Einsatz kommen. Dafür wird das Heizkraftwerk West bis 2026 von Steinkohle auf Gas umgestellt. Die Steinkohleblöcke werden durch wasserstofffähige Gasturbinen mit Abhitzedampferzeugern ersetzt. In hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung wird zunächst durch den Einsatz von Erdgas und perspektivisch durch den Einsatz von CO2-neutrale Gasen, wie Wasserstoff, Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. Auf Bundesebene bestehen Planungen, bis 2037 sukzessive das Wasserstoffkernnetz in Betrieb zu nehmen. Durch das Kernnetz sollen wesentliche Verbrauchsschwerpunkte in Deutschland an die entsprechende Infrastruktur angeschlossen und mit Wasserstoff versorgt werden. Frankfurt und die Metropolregion Rhein-Main sollen nach aktuellem Planungsstand ab 2028 beginnend im Osten an der bayrischen Landesgrenze in Richtung Westen über das regionale Wasserstoffverteilnetz der "Rh2ein-Main-Connect" mit klimaneutralem Wasserstoff versorgt werden. Bis Mitte der 2030er Jahre ist eine Anbindung im Westen an das Kernnetz in der Nähe des Industrieparks Höchst vorgesehen. Um die technische und wirtschaftliche Machbarkeit zu untersuchen, wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen Mainova AG, deren Tochtergesellschaft Netzdienste Rhein-Main GmbH und den Regionalversorgern ENTEGA AG, ESWE Versorgungs AG, der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) sowie den Fernleitungsnetzbetreibern Open Grid Europe GmbH (OGE) und Gascade Gastransport GmbH sowie dem Verteilnetzbetreiber e-netz Südhessen AG geschlossen. Das neue Wasserstoff-Regionalnetz "Rh2ein-Main Connect" soll die Metropolregion durch gleich mehrere Anbindungen an das H2-Kernnetz mit klimaneutralem Wasserstoff versorgen. Die Kosten für das gesamte regionale Wasserstoffverteilnetz "Rh2ein-Main-Connect" werden sich aktuell voraussichtlich auf etwa 600 Millionen Euro bis 2040 belaufen. Der Betrag kann niedriger ausfallen, wenn größere Teile der bestehenden Gas-Hochdrucknetze umgenutzt werden können, ohne die laufende Erdgasversorgung zu beeinträchtigen. Im Rahmen der Kooperation werden auch Möglichkeiten zum Trassenverlauf sowie der Kostenaufteilung und Finanzierung ermittelt. Dieser Vorgang wird voraussichtlich Mitte 2025 abgeschlossen sein. Die Mainova AG hat aktuell keine abschließenden Erkenntnisse über mögliche Förderprogramme zur Finanzierung des regionalen Wasserstoffverteilnetz "Rh2ein-Main-Connect".
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.
- 5. März 2023OFOF 497/3Haushalt 2023 Produktbereich: 13 Stadtplanung Produktgruppe: 13.01 Stadtplanung Planverfahren für ein Gesamtkonzept CampusmeileOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 4. Mai 2023EAEA 114Produktbereich: 13 Stadtplanung Produktgruppe: 13.01 Stadtplanung Planverfahren für ein Gesamtkonzept CampusmeileEtatanregung
- 9. Februar 2024BB 61Planverfahren für ein Gesamtkonzept CampusmeileMagistratsbericht
- 22. Juli 2024BB 284Planverfahren für ein Gesamtkonzept CampusmeileMagistratsbericht
- 7. Februar 2025BB 43Planverfahren für ein Gesamtkonzept CampusmeileMagistratsbericht
- 28. Juli 2025Sie sind hierBB 270Planverfahren für ein Gesamtkonzept CampusmeileMagistratsbericht
- 16. Oktober 2025OFOF 946/3Wie ist der Stand zur Campusmeile?Ortsbeiratsantrag · FDP
- 4. Dezember 2025VV 1346Wie ist der Stand zur Campusmeile?Anfrage
- 13. April 2026Antwort des Magistrats · nach 162 WochenSTST 699Wie ist der Stand zur Campusmeile?Stellungnahme
- 6. August 2026OFOF 84/3Erweiterungsgelände Deutsche Nationalbibliothek (DNB): Stand der Interimsnutzung und Prüfung einer QuartiersgarageOrtsbeiratsantrag · FDP
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und FDP gegen Linke und ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD und Volt gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION, Gartenpartei und Stadtv. Yilmaz (= Kenntnis)