Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für Frankfurt
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Bericht des Magistrats vom 19.05.2017, B 176
Betreff: Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für Frankfurt Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 24.04.2008, § 3846 - NR 797/08 GRÜNE, l. B 268/15 - Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 3846 vom 24.04.2008 wurde der Magistrat aufgefordert, alle zwei Jahre über Maßnahmen und Erfolge im Bereich des kommunalen Klimaschutzes zu berichten. Der Magistrat hat mit dem Bericht B 274 vom 05.06.2015 den dritten Bericht vorgelegt. Dieser Bericht stellt dar, welche Fortschritte seither erreicht wurden und welche Projekte seither verfolgt werden. Er knüpft an der bisherigen Berichterstattung an und setzt sie, bezogen auf die einzelnen Maßnahmenpunkte des Klimaschutzkonzepts, fort. Bausteine für den Klimaschutz - eine Auswahl an Projekten der Stadt Frankfurt am Main (Zeitraum: Mitte 2015 bis Ende 2016) Einleitung Die Stadt Frankfurt am Main hat beschlossen, sich ehrgeizige Klimaschutzziele zu setzen: Bis zum Jahr 2050 will die Stadt ihren Energiebedarf um die Hälfte reduzieren. Der Restbedarf soll vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt werden, die in der Stadt selbst oder in der Region erzeugt werden. Gleichzeitig will die Stadt Frankfurt am Main die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent reduzieren. Dies ist eine große und bedeutende Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn die gesamte Stadtgemeinschaft - angefangen bei Bürgerinnen und Bürgern, über große und kleine Unternehmen, Vereine, Kulturinstitutionen bis hin zu Gebäudeeigentümern und Architekten - mithilft. Jeder Einzelne leistet seinen Beitrag. Diese einzelnen Faktoren multiplizieren sich und erhalten zusammen eine große Schlagkraft, mit der wir unseren Klimaschutzzielen Schritt für Schritt näher kommen. Mit diesem Klimaschutzbericht möchte das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main diesen Gedanken aufgreifen und erstmals über die eigenen Aktivitäten und Projekte hinaus berichten. Die Idee besteht darin, ein Blitzlicht auf die Vielfalt der Klimaschutzprojekte zu werfen, die von vielen unterschiedlichen Akteuren in kleinen und großen Projekten im Berichtszeitraum (Mitte 2015 bis Ende 2016) für die Stadt realisiert wurden. Zu diesem Zweck hat das Dezernat für Umwelt und Frauen eine Auswahl städtischer Gesellschaften im Vorfeld mit der Bitte kontaktiert, Beiträge für diesen Bericht beizusteuern. Der vorliegende Bericht ist ein Auszug der wesentlichen Handlungsfelder des Energiereferats. Er erhebt gerade bei den Beiträgen der anderen städtischen Ämter und Beteiligung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr sind diese Beiträge als gelungene Beispiele für Klimaschutz in Frankfurt am Main und der Region zu verstehen und daher auch durch eine farbige Texthinterlegung und Angabe der Quelle kenntlich gemacht. Die inhaltliche Verantwortung für diese Textstellen liegt ebenfalls bei dem angegebenen Amt bzw. der städtischen Beteiligung. Wir danken an dieser Stelle allen externen Beteiligten, die uns bei der Erstellung des Klimaschutzberichtes mit ausführlichen Informationen und spannenden Projekten unterstützt haben. Der Bericht wird dadurch umfassender und vielfältiger und spiegelt so die Realität der Aktivitäten für den Klimaschutz in Frankfurt am Main besser wider. Um deutlich zu machen, wie sehr die Vielzahl der einzelnen Projekte unterschiedlicher Akteure in der Stadt Frankfurt am Main miteinander verzahnt ist und erfolgreich ineinandergreift, wurden die externen Beiträge nicht separat aufgeführt, sondern thematisch eingeordnet. Der Bericht informiert über die folgenden Kategorien:
- Masterplan 100 % Klimaschutz
- Energiekonzepte
- Klimaschutz für Unternehmen, Kultur- und Sportbetriebe
- Klimaschutz für Haushalte und Gebäudeeigentümer
- Klimaschutzveranstaltungen und -informationen
- Bildung und Netzwerke
- Verkehr Wir möchten Sie nun einladen, sich über den Stand der Klimaschutzaktivitäten in Frankfurt am Main ausführlich zu informieren. Masterplan ------------------------------------------------------ ----------------------------------------------------------- Masterplan 100 % Klimaschutz Die Stadt Frankfurt am Main stellt ihre Energieversorgung bis zum Jahr 2050 vollständig auf erneuerbare Energien um und entwirft hierfür den sogenannten "Masterplan 100 % Klimaschutz". So hatte es die Stadtverordnetenversammlung im März 2012 einstimmig beschlossen. Kurz darauf erhielt die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit 18 anderen Kommunen den Zuschlag für die Projektmittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Die Laufzeit des Projekts wurde zunächst von Januar 2013 bis Dezember 2016 festgelegt. Während in Projektphase 1 die Erstellung der Machbarkeitsstudie im Fokus stand (2013-2015), konzentrierte sich die Arbeit in Phase 2 auf die Umsetzung (2015/2016). Mitte 2016 hat das Energiereferat die Chance genutzt, eine Anschlussförderung bis 2018 zu beantragen. Diese wurde im Dezember 2016 positiv vom BMUB beschieden, so dass die Projektverlängerung um zwei Jahre bündig anschließt. Für den Frankfurter Haushalt ergibt sich daraus: Von 2013 bis 2016 wird die Stadt Frankfurt am Main mit rund 800.000 Euro vom Bund für seine Klimaschutzaktivitäten gefördert. Bis 2018 können weitere 105.000 Euro geltend gemacht werden. Machbarkeitsstudie zeigt: Die Ziele sind erreichbar Im Jahr 2015 wurde die Machbarkeitsstudie zum "Masterplan 100% Klimaschutz" vom Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) und vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) fertigstellt. Sie dient als politische Entscheidungsgrundlage und wurde in ihrer Ausarbeitung am 24.09.2015 von der StVV bestätigt. Die Wissenschaftler analysierten die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Auf Basis der energetischen Ausgangslage zeigt die Studie Potenziale bei Energieeinsparung und -effizienz sowie bei erneuerbaren Energieanlagen auf. Außerdem stellt sie Finanzierungsmodelle vor und entwickelt Szenarien. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Ziel, Frankfurt am Main bis 2050 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen, grundsätzlich erreichbar ist. Ergebnisse und Aktivitäten auf lokaler Ebene: Mithilfe der Ergebnisse aus dem "Masterplan 100 % Klimaschutz"-Prozess wird das Energie- und Klimaschutzkonzept von 2008/2009 derzeit fortgeführt. Da von Anfang an die breite Öffentlichkeit in den Entwicklungs- und Entstehungsprozess eingebunden war, verfügt das Projekt über eine breite Akzeptanz. Zielgruppenspezifisch beteiligt waren und sind: der interdisziplinäre Klimaschutzbeirat* (*beratendes Gremium von rund 30 hochkarätigen Vertretern aus allen relevanten Sektoren), die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt am Main, Fachämter und weitere Akteure (Initiativen, Ortsbeiräte, Unternehmen, Interessenverbände, Fraktionen etc.). Parallel hierzu wurden Netzwerke ausgebaut und die Kontakte zu weiteren Experten und Bürgerinitiativen intensiviert. Um die Fortschritte bei der Umsetzung der Energiewende für alle sichtbar zu machen, wurde die Website zum "Masterplan 100 % Klimaschutz" umfangreich erweitert. Das Energiereferat hat hierzu einen neuen Unterpunkt "Projektumsetzungen" geschaffen. Hierfür wurde eine moderne und userfreundliche "Kachel"-Struktur gewählt, um die Vielzahl der umgesetzten Projekte übersichtlich darstellen zu können. Weitere Informationen unter: http://www.masterplan100.de/kacheln/frankfurt-setzt-um/ Flankierend zur Website-Ergänzung ließ das Energiereferat den Masterplan-Film aus dem Jahr 2014 zu einem Kinospot kürzen. Dieser Kinospot lief in den Herbstmonaten September und Oktober 2016 in Multiplex-, Arthouse- und Programm-Kinos in Frankfurt am Main. Mit dieser werbetechnischen Maßnahme wurde erreicht, dass im Durchschnitt jeder Bürger zwei Mal mit der Klimaschutzbotschaft kontaktiert wurde. Ergebnisse und Aktivitäten auf regionaler Ebene: Im Frühjahr 2013 haben die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain ihre Zusammenarbeit zur Energiewende vereinbart, die einen wichtigen Baustein für den Erfolg der Energiewende in Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region darstellt. Im Zentrum steht die Erarbeitung eines gemeinsamen Regionalen Energiekonzepts. Als wichtiger Baustein für das Regionale Energiekonzept wurden in einem einjährigen Beteiligungsprozess in sechs Strategiegruppen Themen-Visionen für 2050, Strategien und Maßnahmen entwickelt. Insgesamt beteiligten sich etwa 100 Institutionen mit rund 150 Experten in den Strategiegruppen "Energieversorgung", "Mobilität", "Siedlung/Wohnen", "Wirtschaft" und "Wertschöpfung" an diesem Prozess. Zudem wurde in einer weiteren Veranstaltung in Workshops zu den übergeordneten Querschnittsthemen "Wertewandel", "Infrastruktur", "Zusammenarbeit" und "Kommunikation" gearbeitet. In der Abschlussveranstaltung im November 2015 wurden die Ergebnisse vorgestellt. Die Arbeitsergebnisse wurden vom Energiereferat und Regionalverband FrankfurtRheinMain in einer Broschüre festgehalten. Zur weiteren Vernetzung der regionalen Experten fand im Juni 2016 ein Akteurstreffen statt, das wichtige Impulse für die Umsetzungsphase des Regionalen Energiekonzeptes gegeben hat. Lang- und Kurzfassung (Arbeitsbericht und Broschüre) stehen auf dieser Seite zum Download bereit: http://www.energiewende-frankfurtrheinmain.de/kacheln/beteiligungsverfahren/ Eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (personell aufgestockt seit Mitte 2015) informiert fortlaufend über die Ziele und Aktivitäten des "Masterplans 100 % Klimaschutz", was auch viele Veröffentlichungen in verschiedenen Medien belegen. Der "Masterplan 100 % Klimaschutz" ist eng mit den einzelnen kommunalen Klimaschutzmaßnahmen verzahnt, die im Folgenden beschrieben werden. Sie helfen dabei, die ambitionierten Ziele bis 2050 zu erreichen. Weitere Informationen unter: www.energiewende-frankfurt.de/ www.energiewende-frankfurtrheinmain.de/ www.youtube.com/watch?v=Y1dTYW3Rvoo ------------------------------------------------------ ----------------------------------------------------------- Energiekonzepte ------------------------------------------------------ ----------------------------------------------------------- Energiekonzepte auf Bebauungsplanebene Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele im Rahmen des Masterplans stellt die losgelöste Betrachtung der Energieversorgung von der zukünftigen Stadt- bzw. Quartiersentwicklung oft ein Hemmnis dar. Durch die Kopplung der Energieversorgung an Bebauungs- und Stadtentwicklungspläne können derzeitige und zukünftige Potenziale identifiziert und besser bei der Planung der Energieversorgung berücksichtigt werden. Folglich sollte die Berücksichtigung von Effizienz und Energieversorgung mit regenerativen Energien als fester Baustein bei der Quartiers- und Stadtplanung mit aufgenommen werden. Das Energiereferat hat den Auftrag, sich um die Umsetzung der Frankfurter Klimaschutzziele im Bereich "Planen und Bauen" zu kümmern, was seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Frankfurter Klimaschutzpolitik ist. Dies geschieht kontinuierlich auf mehreren Ebenen:
- G remienarbeit: Mitarbeit in städtischen Arbeitsgruppen wie der Koordinationsgruppe "Klimawandel", Projektgruppe "Nachhaltige Gewerbegebiete", Integriertes Stadtentwicklungskonzept und Regionales Energiekonzept, Preisgerichte bei städtebaulichen
Wettbewerben. - Aus- und Weiterbildung/Informationsweitergabe: Seminare zu den Themenfeldern Energieeffizienz und Klimaschutz finden im Rahmen der Ausbildung Frankfurter Städtebaureferendare im jährlichen Turnus statt.
- Informationsveranstaltungen zum Thema Energiekonzepte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sowie für in Frankfurt am Main tätige Investoren und Bauträger.
- I nitiativberatung potenzieller Bauträger: Das Energiereferat ist in das Verfahren der Bauleitplanung eingebunden und weist mögliche Investoren in neuen Baugebieten auf seine Dienstleistungen bei der Erstellung von Energiekonzepten hin.
- Kommunale Satzungen: Das Energiereferat ist zuständig für die Erstellung und Aktualisierung kommunaler Fernwärmesatzungen. Unter den im Berichtszeitraum realisierten Siedlungsprojekten sind beispielhaft zwei Projekte zu nennen. Zum einen das Projekt "Kamelienstraße" mit 56 Wohnungen als Energie-Plus-Projekt in Passivhausbauweise mit der Möglichkeit der Einspeisung überschüssiger Energie in das Nahwärmenetz vor Ort. Solarthermie- und Photovoltaikanlagen runden das Projekt ab. Weitere Details hierzu im Folgenden. Zum anderen setzt das Projekt "Stadtgärten am Henninger Turm" mit dem Konzept von Niedrigstenergiehäusern (KfW 40- bzw. Passivhäuser) und der Energieversorgung mittels einer Kombination aus Wärmepumpen, BHKW und Solarthermieanlagen einen weiteren Meilenstein in Sachen Klimaschutz. In dieses Baugebiet mit einer Wohnfläche von ca. 80.000 m2 können so, dank eines ausgefeilten Energiekonzepts, pro Jahr mehr als 400 Tonnen CO2 eingespart werden. Heizen mit Sonne und Eis - Inbetriebnahme des Energie-Plus-Projekts Kamelienstraße Seit Juli 2015 ist das Energie-Plus-Projekt "Kamelienstraße" der KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (KEG) in Betrieb. Die insgesamt 56 Wohnungen im Neubaugebiet "Parkstadt" im Westen Frankfurts am Main werden aus rein regenerativen Energiequellen versorgt. Der Energiebedarf der gesamten Gebäudetechnik sowie der Außenbeleuchtung, der Keller und Treppenhäuser wird durch die Nutzung von Sonnenlicht gedeckt. Überschüssige Energie wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist. In den ersten rd. 450 Tagen ihres Betriebs hat die Photovoltaikanlage rund 75.000 kWh Strom "produziert". Zur Wärmeversorgung wird eine solarthermische Anlage in Verbindung mit einer Speicheranlage mit insgesamt 50.000 l Fassungsvermögen eingesetzt. Ergänzt wird die Versorgungsleistung der solarthermischen Anlage durch einen Eisspeicher in Verbindung mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe und mehreren Helixsonden. So ist eine verlässliche Wärmeversorgung auch in der dunklen Jahreszeit und darüber hinaus die effiziente Nutzung auch kleinerer Energiemengen gesichert. Der Gesamtertrag für das erste Betriebsjahr beträgt hier rd. 230 MWh. Eine Besonderheit des Projekts ist die Lösung, die im Umgang mit der regenerativ gewonnenen Wärmeenergie gefunden wurde: Ab einer Temperatur von ca. 80 °C im Großspeicher kann der Wärmeüberschuss in eine neu errichtete Heizzentrale vor Ort eingespeist werden. Diese Möglichkeit hatte die KEG mbH zusammen mit dem lokalen Energiedienstleister, der Mainova EnergieDienste GmbH, entwickelt. Die hochmoderne Wärmeerzeugungsanlage der Mainova mit Holzpelletkessel und Nahwärmenetz versorgt rund 200 Wohnungen im Neubaugebiet. Wird Wärmeenergie aus der solarthermischen Anlage des Energie-Plus-Projekts eingespeist, entlastet das den Holzpelletkessel. Rund 95.000 kWh beträgt der Wärmeüberschuss rechnerisch im Jahr. Die Einspeisung dieser Wärme aus Sonnenlicht optimiert nicht nur die Energiebilanz der Häuser in der Kamelienstraße. Sie erhöht auch die Effizienz der energetischen Versorgung des Quartiers insgesamt. Durch die Entlastung des Holzpelletkessels trägt sie zu einer Verringerung der CO2-Emissionen und damit zum Klimaschutz bei. Noch bis Mitte des Jahres 2017 läuft die Feinabstimmung der komplexen gebäudetechnischen Anlage der "Kamelienstraße". Dann werden auch erste aussagekräftige Daten zur Versorgungsleistung des Projekts vorliegen. Weitere Informationen unter: www.KEG-Frankfurt.de (KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH) Energetische und soziale Quartiersentwicklung in Frankfurt-Niederrad Das Quartier der Nassauischen Heimstätte an der Adolf-Miersch-Straße/Melibocusstraße umfasst 486 Wohnungen aus den 1950er Jahren. Insgesamt 11,3 Millionen Euro hat die Nassauische Heimstätte in den letzten drei Jahren dort in die Modernisierung der Gebäude und Freiflächen investiert. Wärmedämmung für die Fassaden, neue Balkone und Leitungssysteme sind zentrale Elemente der umfassenden Sanierung für mehr Wohnkomfort und weniger Energieverbrauch. Bis Ende 2026 sind Gesamtinvestitionen von rund 30 Millionen Euro in das Quartier geplant. Unterstützt wird das Wohnungsunternehmen aus Fördermitteln der Energetischen Stadtsanierung. Fördermittelakquise, Beratung und Begleitung des Prozesses leistet die eigene Stadtentwicklungssparte NH ProjektStadt. Der Neubau von zwei Gebäuden mit 25 Wohnungen steht vor der Fertigstellung. Die Mietwohnungen sind alle öffentlich gefördert und entstehen im besonders energiesparenden Passivhausstandard. Statt nur Rasenflächen herzurichten und Ziersträucher zu pflanzen, verwirklicht die Nassauische Heimstätte die Idee der "Essbaren Siedlung". Gemeinsam mit den Mietern sind in der Melibocusstraße Obst- und Nussbäume, Beerensträucher und Kräuter gepflanzt worden. Die Nassauische Heimstätte leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Blühpflanzen bieten Bienen eine wichtige Nahrungsquelle, Insektenhotels und Nisthilfen für Mauersegler und Singvögel bieten bedrohten Arten Lebensraum. Die Nassauische Heimstätte stellt dem Car-Sharing-Anbieter stadtmobil.de zwei Parkplätze an der Melibocusstraße zur Verfügung. Im Gegenzug genießen die Mieter der Nassauischen Heimstätte Sonderkonditionen beim Car-Sharing. Die besonderen Wünsche und Bedürfnisse der Mieter hat das Unternehmen auch mit dem Angebot "WIN3" im Blick. Der Mieter-Service bietet haushaltsnahe Dienstleistungen für ein kleines Entgelt; für ältere und kranke Mieter sind sie sogar teilweise kostenfrei. In unmittelbarer Nähe entstand 2016 mit dem Cubity ein innovatives und hochenergieeffizientes Wohnkonzept, das Studenten der TU Darmstadt mit Prof. Annett Maud-Joppien entwickelt haben. Herzstück sind 12 Wohnwürfel, die sogenannten Cubes, die sich um einen großen Gemeinschaftsbereich gruppieren. Weitere Informationen unter: http://www.naheimst.de/presse/detai l/artikel/das-quartier-kennt-eigentlich-nur-gewinner/ https://www.wohnen-in-der-mitte.de/ mieten/unser-wohnungsbestand-auswahl/mietwohnungen-frankfurt/wohnen-niederrad/ (Nassauische Heimstätte) Modellprojekt für ein klimagerechtes Flächenmanagement Wohnraum-Potenziale in Siedlungen der 1950er bis 1970er Jahre Mehr als 20.000 neue Wohnungen könnten im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main durch Nachverdichtung allein in Gebieten mit Zeilenbebauung entstehen. Und zwar dort, wo der Wohnraum heute schon knapp ist: in Frankfurt am Main und den umgrenzenden Kommunen. Das würde einer weiteren Zersiedelung der Landschaft entgegenwirken und wäre auch gut für den Klimaschutz. Im Fokus eines Projekts des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, der Städte Bad Homburg und Frankfurt am Main standen die Baureserven in Siedlungen der 1950er bis 1970er Jahre. Der Abschlussbericht steht auf den Internetseiten des Regionalverbands zum Download bereit. Er enthält eine ausführliche Checkliste, mit deren Hilfe Nachverdichtungsvorhaben umfassend beurteilt werden können - zum Beispiel bei der Schaffung von Baurecht, der Bauberatung und bei der aktiven Begleitung von Planungen durch die Bürger. Umfangreiche Vorher-Nachher-Bewertung für fünf Testgebiete Grundlage dafür sind qualitätsvolle Entwürfe für fünf Testgebiete, die der Stadtplaner und Architekt Dr.-Ing. Lars Bölling, Geschäftsführer des Büros UmbauStadt aus Berlin, und der Architekt Thomas Lückgen vom Büro werk.um in Darmstadt erarbeiteten. Testgebiete waren zwei Siedlungen mit Zeilenbauten und zwei mit Einfamilienhäusern sowie eine Großsiedlung. Für jedes Quartier haben die Architekten zwei Varianten mit unterschiedlich dichter Ergänzungsbebauung und Aufstockung entworfen. In einem Vorher-Nachher-Vergleich bewerteten sie mit mehr als 30 Kriterien den Bestand und die Bebauungsvarianten. Zu den Bewertungskriterien gehören die Qualität des Städtebaus, der Gebäude, des Freiraums, des Mikroklimas und soziale Aspekte. Diese werden ausführlich erläutert. Beitrag zum Ziel der Stadt Frankfurt am Main, die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren Frau Prof. Dr. Dagmar Everding errechnete mit ihrem Team von der FH Nordhausen außerdem detailliert Energiebedarfe und CO2-Bilanzen. Bei der Wärmeversorgung ist in allen Testquartieren gegenüber dem Ausgangszustand eine CO2-Minderung um die Hälfte und mehr möglich. Ein Vergleich mit dem Neubaugebiet Frankfurt-Riedberg zeigt: Die Nachverdichtung kann auch mit einer deutlich geringeren Herstellungsenergie punkten. Die Einsparungsraten bewegen sich zwischen 60.000 und 80.000 kg CO2 pro neu errichteter Wohnung. Weitere Informationen: http://www.region-frankfurt.de/Wohn en (Stadtplanungsamt Frankfurt am Main) Fernwärmeausbau in Frankfurt am Main Mit einem Tunnel unter dem Main und einem Tunnel unter dem Gleisvorfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs hat Mainova im Jahr 2016 gleich zwei große Meilensteine im Frankfurter Fernwärmeausbau realisiert. Der eine 300 Meter lange Tunnel verläuft zehn Meter unter der Mainsohle, vom Gelände des Frankfurter Universitätsklinikums am Niederräder Ufer zum gegenüberliegenden Ufer im Gutleutviertel. Er verbindet die Mainova-Heizkraftwerke Niederrad und West. Durch den drei Meter breiten Tunnel verlaufen künftig zwei Fernwärmeleitungen, je eine für den Vor- und Rücklauf. Genauso breit, aber etwas kürzer ist der andere Tunnel, den Mainova unter dem Gleisvorfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs hindurchgegraben hat. 235 Meter lang, verknüpft er die Gutleutstraße mit der Camberger Straße und stellt das letzte Teilstück dar, um das Müllheizkraftwerk in der Nordweststadt mit den Heizkraftwerken West und Niederrad zu verbinden. Ziel des Fernwärmeausbaus ist es, die hocheffizienten Mainova-Kraftwerke flexibler einsetzen zu können und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Durch den Ausbau werden jährlich rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Dies sind fast 20 Prozent der von der Stadt Frankfurt am Main vorgesehenen Einsparungen. Man müsste rund 8 Millionen Bäume pflanzen, um dieselbe Menge zu kompensieren. Möglich wird dies durch das umweltschonende Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung, das bei der Erzeugung der Mainova-Fernwärme zum Einsatz kommt. Dabei werden Wärme und Strom parallel erzeugt, wodurch der Wirkungsgrad auf etwa 80 Prozent steigt. Konventionelle Kraftwerke erreichen nur Werte von rund 40 Prozent. Da die Mainova-Fernwärme mit 170 Gramm je Kilowattstunde (g/kWh) die geringsten CO2-Emissionen aufweist, ist das Projekt ein enormer Beitrag für den Klimaschutz. Zum Vergleich: Erdgas liegt bei 202 g/kWh, Erdöl bei 266 g/kWh und Steinkohle bei 335 g/kWh. Dadurch leistet jeder von Mainova versorgte Kunde einen Beitrag zum Umweltschutz. (Mainova AG) CO2-Einsparung des Müllheizkraftwerks 2015 wurde mittels eines Projekts, mit der Aufgabe, den Kalkverbrauch mit der gegebenen Anlage zu verringern, eine Reduzierung des Betriebsstoffes von 1.144 Tonnen erreicht. Diese Ersparnis führte zu einer verringerten Anlieferung des Stoffes und dadurch auch zu einem verringerten Vorkommen an Reststoff. Eine Verdeutlichung ist in der folgenden Berechnung zu erkennen. Die Daten für den CO2-Ausstoß eines LKWs lag im Jahr 2010 bei 97,5 Gramm pro Tonnenkilometer (vgl. Umweltbundesamt, 2016). Geliefert wird das Kalkhydrat von der Firma Otterbein, die mit ihrem Sitz in Großenlüder einen Anfahrtsweg von 125 km einfach hat. Der Reststoff wiederum wird in verschiedenen Untertagebauwerken abgeladen, für die Berechnung wurde eine durchschnittliche Entfernung von 150 km angenommen. Durch die Berechnung ist zu erkennen, dass das MHKW Frankfurt am Main durch den verringerten LKW-Verkehr von ca. 92 Fahrzeugen einen jährlichen CO2-Ausstoß von 30,67 Tonnen einspart. (MHKW Frankfurt am Main GmbH)
NOX-Reduzierung des Müllheizkraftwerks Die 17. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes hat mit der Änderung vom 02. Mai 2013 die Tagesmittelgrenzwerte von NOX und NH3 herabgesetzt. Der Grenzwert von 150 mg/m3 für NOX ist für das MHKW Frankfurt am Main als Bestandsanlage mit einem Baujahr vor 2013 ab dem 01.01.2019 rechtsgültig. Der Grenzwert von 10 mg/m3 für NH3 ist schon ab dem 01.01.2016 bindend. Um diese Vorgaben erfüllen zu können, wurde im MHKW Frankfurt am Main ein Projekt gestartet, bei dem untersucht wird, wie die Grenzwerte mit der vorhandenen Anlage eingehalten werden können. Das MHKW hat zur Verringerung der NOX-Emissionen von Anfang an eine selektive nichtkatalytische Reduktionsanlage (SNCR) installiert. Diese wurde durch eine neue NH3-Messung im Rohgas und eine darauf basierende neue Regelung verbessert und mit neuen Lanzen zur besseren Dosierung in das Rauchgas ausgestattet. In Zusammenarbeit mit der ebenfalls optimierten Feuer-Leistungs-Regelung sind die Versuchsanlagen schon jetzt in der Lage, die neuen Grenzwerte von NOX und NH3 einzuhalten. (MHKW Frankfurt am Main GmbH)
Intelligente Nahwärmeversorgung "Gerauer Str. 8" Der Bauträger Ten Brinke Wohnungsbau GmbH & Co. KG setzt für die Beheizung von drei Mehrfamilienhäusern auf eine moderne Holzpelletheizung. Die Wärme für die Gebäudebeheizung und die Warmwasserbereitung in der Gerauer Str. 8, 8a und 8b sowie für ein nahegelegenes Doppelhaus produziert seit April 2015 ein Holzpelletheizkessel mit einer thermischen Leistung von 160 Kilowatt. Eine Nahwärmeleitung verbindet die Übergabestationen in den einzelnen Häusern mit der Wärmeerzeugungsanlage. Die in der Technikzentrale installierte, speziell entwickelte Regelung sorgt für eine optimale und effiziente Wärmeversorgung des Nahwärmeverbundes. Die Regelung erhält über ein Steuerkabel die Informationen aus den Übergabestationen, um die Leistung der Anlage dem momentanen Wärmebedarf im Netz anzupassen. Die Süwag hat die komplette Wärmeerzeugungsanlage konzipiert und realisiert, seit der Inbetriebnahme ist sie auch für den Rundum-Service zuständig. Dazu zählen der Anlagenbetrieb, das Brennstoffmanagement sowie die Überwachung der gesamten Technik und die Wartung der Anlagen. Die Wärmeerzeugungsanlage wird rund um die Uhr fernüberwacht. Die regelmäßige Kontrolle des Energiebedarfs führt zu einem sehr hohen Wirkungsgrad der Anlage und garantiert somit eine umweltschonende und effektive Erzeugung, ebenso wie eine kostengünstige Wärmeversorgung der Kunden. Störungen werden über die moderne Technik sofort in der ständig besetzten Netzleitstelle des Energiedienstleisters angezeigt. Von dort aus wird dann das Servicepersonal informiert und ist schon nach kurzer Zeit zur Störungsbeseitigung vor Ort, meist bevor ein Kunde eine Störung überhaupt bemerkt. Weitere Informationen http://standortkarte-suewag.oroe.in fo/#/dashboard (Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH) Süwag QuartierKraftwerk im "Berger Palais" Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird, das ist die Idee hinter den Süwag QuartierKraftwerken. Gemeinsam mit der Weha Massivhaus GmbH realisierte die Süwag 2016 ein solches energieeffizientes Konzept beim Gebäudeensemble "Berger Palais" in Frankfurt-Bornheim. Der regionale Energiedienstleister errichtete eine Wärme- und Stromerzeugungsanlage mit Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage zur Versorgung der 32 Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit. Die Leistung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage beträgt bis zu 16 Kilowatt elektrischer und 36 Kilowatt thermischer Leistung. Die Photovoltaikanlage besitzt eine Leistung von 10 Kilowatt Peak. Ein Brennwertheizkessel mit 130 kW sichert die Abdeckung der Wärme-Spitzenlast. Die mithilfe des BHKW und der PV-Anlage erzeugte elektrische Energie wird in das kundeneigene Stromnetz eingespeist. Den Bewohnern wird ein spezieller, preislich attraktiver Stromtarif angeboten. Die technisch ökonomischen Vorteile des Süwag QuartierKraftwerks ergeben sich aus der Zusammenfassung mehrerer Wärmeverbraucher zu einem Großabnehmer. Dadurch können Technologien eingesetzt werden, die für einzelne Verbraucher nicht wirtschaftlich oder technisch nicht realisierbar wären. Weitere Informationen http://standortkarte-suewag.oroe.in fo/#/dashboard (Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH) Mainova Mieterstrommodell Klimaschutz ist eine Daueraufgabe im Bereich der Stadtplanung und Entwicklung. Das 2015 gestartete Mieterstrommodell der Mainova lässt als neue Versorgungslösung erstmals auch Mieter an der Energiewende teilhaben. Es richtet sich gezielt an die Immobilienwirtschaft wie zum Beispiel Wohnungsbaugesellschaften und deren Mieter. Dabei werden Mehrfamilienhäuser durch Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach oder Blockheizkraftwerke klimaschonend versorgt. Dabei wird der erzeugte Strom nicht erst ins Netz eingespeist, sondern direkt in der Liegenschaft verbraucht. Dieser "Strom der kurzen Wege" spart Netzkosten, senkt die Energiekosten für die Mieter und macht damit die Energiewende bezahlbar. Mainova plant, finanziert, installiert und betreibt die hochmodernen Energieerzeugungsanlagen. Außerdem pachtet der regionale Energieversorger die für die Photovoltaikanlagen benötigten Dachflächen vom Vermieter. Mainova stellt die Versorgung mit Strom und Wärme sicher, auch wenn die Anlagen im Haus selbst nicht genug Energie erzeugen. Überschüssige Energie wird eingespeist und vermarktet. Auf diese Weise entsteht mit dem dezentralen Versorgungskonzept des Mainova-Mieterstrommodells ein erlebbarer Beitrag zur Energiewende vor Ort. Alles aus einer Hand. Im Frankfurter Stadtteil Hausen hat Mainova in zwei Liegenschaften ein solches Mieterstrommodell samt intelligenter Messsysteme, auch Smart Meter genannt, und einem Online-Portal zur Verbrauchsvisualisierung bereits realisiert - ein Pilotprojekt. Hier erhalten die Mieter regelmäßige Statistiken und monatliche Energieberichte mit Trends und Benchmarkwerten. Außerdem wird dabei visualisiert, wie viel lokal und CO2-frei erzeugter Strom genutzt wird. Dies führt zu einer hohen Verbrauchs- und Kostentransparenz und unterstützt Mieter, Teil der regionalen Energiewende zu werden. Weitere Informationen: https://www.mainova.de/geschaeftskunden/immobilienwirtschaft/loesungen/mieterstr om.html (Mainova AG) EnergieHaus Plus in Frankfurt am Main-Riedberg Auf dem Frankfurter Riedberg hat die Nassauische Heimstätte das erste Mehrparteienhaus mit 17 Wohneinheiten im Effizienzhaus Plus-Standard errichtet. Entworfen hat das Mehrfamilienhaus Prof. Manfred Hegger mit seinem Kasseler Büro HHS Planer + Architekten AG. Das Gebäude produziert rund 40 Prozent mehr Strom, als es selbst verbraucht. Für die Elektrogeräte in den Haushalten, Warmwasser, Heizung/Wärmepumpe und Lüftung entsteht ein Stromverbrauch von 62.000 kWh/a. Der rechnerische Überschuss von 24.500 kWh/a steht der Elektromobilität und anderen Anwendungen im Hause zur Verfügung. Um möglichst viel des selbst produzierten Solarstroms nutzen zu können, wird er auch in einer 60 kWh-Batterieanlage für ertragsarme Zeiten wie Früh- und Abendstunden gespeichert. Es werden keine Energieträger verbrannt, um zum Beispiel Wärme zu produzieren. Der Strom wird über die hauseigenen Photovoltaikmodule erzeugt. Damit versorgt sich das Gebäude nicht nur selbst mit Energie, sondern ist auch noch frei von jeglichen CO2-Emissionen. Die Photovoltaikmodule sind in das um zehn Grad geneigte Dach und in die Südfassade des Gebäudes integriert und liefern einen Stromertrag von 86.500 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a). Zudem gibt es eine Wärmepumpe, die die Fußbodenheizung betreibt und das Trinkwasser erwärmt. Als Energiequelle dient ein "solarthermischer Absorber", also eine Art Luftkollektor auf dem Dach. Ergänzt werden die Photovoltaikmodule auf dem Dach und an der Südfassade um einen unterirdischen Eisspeicher. Er liegt nur etwa einen Meter unter der Erde. Der Eisspeicher nutzt die hohen Energieerträge beim Phasenübergang von Wasser zu Eis. Die Wärmeversorgung funktioniert auch, wenn die Temperaturen mal längere Zeit unter den Gefrierpunkt fallen sollten. Die fünfeckige Gebäudeform sowie die Kompaktheit des Baukörpers und seine Ausrichtung sorgen dafür, dass Tageslicht, natürliche Lüftung und Sonneneinstrahlung optimal genutzt werden können. Die Gebäudehülle entspricht den Anforderungen des Passivhausstandards. Eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung reduziert Wärmeverluste im Winter und erhöht den Wohnkomfort. Weitere Informationen unter: http://www.naheimst.de/presse/detai l/artikel/frankfurt-riedberg-wohnen-mit-einem-ueberschuss-an-energie/ http://www.nhps-projektentwicklung. de/referenzen/detailansicht/projektentwicklung-projekt/16 (Nassauische Heimstätte) Passivhausbeschluss Gemäß einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung verpflichtet die Stadt Frankfurt am Main alle Käufer und Pächter städtischer Grundstücke, neue Gebäude im Passivhausstandard zu bauen. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn bauliche Gründe dem entgegenstehen. Das Energiereferat berät potenzielle Käufer und Pächter städtischer Grundstücke zur Umsetzung des Passivhausstandards und prüft darüber hinaus die Einhaltung der Planungen. 2015/2016 hat das Energiereferat neunmal beraten und siebenmal überprüft. Energetische Optimierung der
Dom-/Römer-Bebauung Zwischen Dom und Römer entstehen derzeit 35 Altstadthäuser, davon 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten. Das Projekt basiert auf einem europaweiten Realisierungswettbewerb von 2010 mit dem Ziel, die Vorkriegsbebauung in einer authentischen und zeitgerechten Form aufleben zu lassen. Ein Gestaltungsbeirat begleitet das Vorhaben, das Anfang 2018 abgeschlossen sein soll. Das DomRömer-Quartier umfasst eine Fläche von 7.000 Quadratmetern. Es entstehen 80 Wohnungen und rund 30 Erdgeschossflächen für Gastronomie, Gewerbe und Handel. In den zwei Untergeschossen ist das Parkhaus unter dem ehemaligen Technischen Rathaus mit mehr als 600 Stellplätzen verblieben. Dort befinden sich künftig zudem die technische Versorgung und Keller der Altstadthäuser. Die städtische DomRömer-Gesellschaft fungiert als Gesamtauftraggeber, Investor und Bauherrin aller Gebäude. Sie koordiniert die Arbeiten und kümmert sich um die Einhaltung der Gesamtkonzeption und sorgt auf diesem Weg dafür, dass die zahlreichen Anforderungen der Rahmenplanung fachgerecht umgesetzt werden. Bereits 2011 wurde das Energiekonzept festgeschrieben. Es sieht vor, die Gebäude nach Passivhauskriterien zu errichten, soweit keine Aspekte der Rekonstruktion dagegensprechen. Ergänzend wurde Mitte 2013 eine "Vereinbarung zum Passivhausstandard bei der DomRömer-Bebauung" getroffen, die sowohl die städtischen Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen berücksichtigt als auch praxisorientierte Lösungen für die sehr komplexen, unterschiedlichen Gebäude. Die daraus resultierenden Anforderungen flossen in die Ausschreibung 2014/2015 ein. Nachdem deren Ergebnisse vorlagen, galt es, die gestalterischen und energetischen Aspekte möglichst optimal zu verbinden. Dazu fanden zahlreiche Workshops mit den 22 beteiligten Architekturbüros sowie den Ingenieurbüros für Bauphysik und für Gebäudetechnik statt. Die Bauleiter wurden in diesen Prozess intensiv einbezogen, da sie vor Ort die energetischen Aspekte umsetzen und die Qualitätssicherung durchführen. Das betrifft aus energetischer Sicht vor allem Gewerke, die mit der Gebäudehülle zu tun haben. Aufgrund der hohen gestalterischen Vielfalt gibt es eine große Anzahl von Konstruktionen und Details, die jeweils auf die bauphysikalischen Aspekte, inklusive Vermeidung von Wärmebrücken und Luftundichtheiten, überprüft werden müssen. Besonders spannend war in diesem Zusammenhang ein Workshop Mitte 2015 mit den Bauleitern der Rekonstruktionsgebäude. Es ging um die Zusammenführung von historisch bedingten Konstruktionsanforderungen mit moderner Energieeffizienztechnik. Es lässt sich jetzt schon sagen, dass im DomRömer-Areal eine "Bauausstellung" mit einer Vielzahl von interessanten Passivhauskonstruktionen entsteht.Mindestens solch eine Herausforderung stellt die sehr komplexe Gebäudetechnik für das gesamte Gebiet dar. Die Versorgungsstrukturen und das Verteilsystem entstehen derzeit in den beiden Tiefgaragengeschossen. Fernwärme wird für Heizen und Warmwasserbereitung verwandt. Vor- und Rücklauf werden als Steigleitungen mit besonders guter Dämmung in jedes Gebäude verlegt und die Wohnungen und Gewerbeeinheiten über Trinkwasserstationen versorgt. Alle Gebäude erhalten zudem Komfortlüftung. Die Wärmerückgewinnungssysteme sorgen zugleich für guten Schallschutz, weil auch bei geschlossenen Fenstern jederzeit für frische Luft gesorgt ist. Da aus gestalterischen Gründen die Luft nur über das Dach angesaugt werden kann, stellen die Leitungsführungen eine große Herausforderung dar, zumal die Situation aufgrund der unterschiedlichen Entwürfe bei jedem Gebäude ein hohes individuelles Potenzial aufweist. Im Rahmen der energetischen Begleitung fand mit dem Bauleiterteam ein regelmäßiger Austausch statt. Im Zwei- bis Dreimonatsrhythmus gibt es gemeinsame Baustellenbegehungen und Teambesprechungen. Bei den fünf bis sechs Terminen pro Jahr werden die energetischen Aspekte intensiv betrachtet und Fragen aus der laufenden Bauleitung beantwortet. Zudem finden gezielt Qualitätssicherungen statt. Dazu gehören die Luftdichtheitsmessungen, die inzwischen bei fünf Gebäuden durchgeführt wurden. Ziel ist es, bei 50 Pascal Druckdifferenz einen n50-Wert von unter 0,6 h-1 zu erreichen. Für ein mittleres Gebäude im DomRömer-Gebiet heißt das, die Leckage-Fläche der gesamten Hüllfläche auf weniger als Postkartengröße zu reduzieren. Bei einem Teil der Gebäude war sofort die erste Messung erfolgreich, es gab aber auch Fälle, bei denen allein durch zwei, drei Fehlstellen die angestrebte Leckage-Fläche überschritten wurde. Es wird spannend sein, eine Dokumentation über den Bauprozess und die Lösungsansätze dieses besonderen Projekts zu erstellen. Sie bietet die Chance, als kleine Bauausstellung im Herzen von Frankfurt am Main öffentlich für eine energetisch hochwertige Lösung zu werben, die mit einer hohen städtebaulichen Qualität einhergeht. ------------------------------------------------------ ----------------------------------------------------------- Klimaschutz für Unternehmen, Kultur- und Sportbetriebe ------------------------------------------------------ ----------------------------------------------------------- Ideenwettbewerb Klimaschutz Der "Ideenwettbewerb Klimaschutz" des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main lädt Unternehmen aus Frankfurt am Main und der Region Rhein-Main dazu ein, sich um Fördergelder zu bewerben. Der aus dem europäischen Projekt Transition Cities (siehe unten) hervorgegangene Ideenwettbewerb wurde sowohl 2015 als auch 2016 durchgeführt. Dabei standen jeweils Fördermitteln in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Gesucht wurden konkrete Ideen, die die Klimaschutzziele 2050 und den "Masterplan 100 % Klimaschutz" in Frankfurt am Main aktiv vorantreiben. Der Fokus des Wettbewerbs lag daher auf dem Thema "Klimaschutz" in den folgenden drei Bereichen: Energiesysteme, Gebäude und Mobilität. Eine unabhängige Fachjury beurteilte die eingereichten Ideen nach fünf Kriterien:
- Innovationscharakter
- Wirtschaftlichkeit
- CO2-Einsparungen
- Umsetzbarkeit des Projekts innerhalb von neun Monaten
- Übertragbarkeit und Multiplikator-Wirkung Die Start-ups hatten anschließend neun Monate Zeit, ihre Projektidee in Frankfurt am Main zu realisieren. Folgenden Projekte wurden bisher im Rahmen des "Ideenwettbewerb Klimaschutz" gefördert und teilweise realisiert: 2015
- Initiative 2proAuto - Bewusstseinskampagne für "Ridesharing"
- Klimagourmet Kochkurse - Kochkurse mit besonderem Fokus auf einem sozial und ökologisch verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln
- Superhelden der Energiewende The e-transformers - Die Superhelden der Energiewende - Kommunikationskonzept zur aktiven Begleitung des Masterplans, das mit kombinierten Elementen der Unterhaltung, der Wissensvermittlung und des Diskurses die Stärken und die Handlungsoptionen des Masterplans für unterschiedliche Bezugsgruppen spielerisch nachvollziehbar werden lässt
- CO2-neutrales Logistiksystem mit Lastenfahrrädern und E-Mobility - Umstellung des innerstädtischen Lieferverkehrs von PKW-, Transporter- und Kleinbusfahrten auf Cargobikes und Lastenfahrräder
- Solarstrom für Mieter - Realisierung eines Pilotprojekts für Mieterstrom in einem Mehrparteienhaus 2016
- bikuh App Entwicklung - Entwicklung einer App zur Vernetzung von Werbetreibenden und Fahrradfahrern, die eine entsprechende Werbefläche auf dem Vorderrad bieten
- Organische PV als fassadenintegrierte Lösung - Erprobung dieses innovativen Produkts im Rahmen eines Pilotprojekts
- Masterkonzept - 100 Prozent nachhaltige Veranstaltungen in Frankfurt am Main - Entwicklung eines Konzepts sowie einer Online-Plattform zur Planung und Durchführung von nachhaltigen Events in Frankfurt am Main Förderrichtlinie für Frankfurter Bühnenbetriebe Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind Stichworte, die bisher nur selten im "Spielplan" von Kultureinrichtungen auftauchen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Viele Kultureinrichtungen verfügen weder über die nötigen Mittel zur Finanzierung effizienter Technik, noch über ausreichend Fachpersonal. Typische Einsparmöglichkeiten bei Kulturbetrieben sind häufig im Beleuchtungsbereich, aber auch bei Heizungs- und Klimaanlagen und anderen elektrischen Anlagen zu finden. Hinzu kommt, dass Vereine und gemeinnützige Unternehmen, anders als kleine und mittelständische Unternehmen, in der Regel von den Förderprogrammen des Bundes oder der Länder zur Unterstützung von Energieberatungen und der Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen ausgeschlossen sind. Als lokalen Lösungsansatz hat das Energiereferat am 10. Mai 2016 eine neue Richtlinie zur Förderung des effizientesten Einsatzes in Frankfurter Bühnenbetrieben veröffentlicht. Die Förderrichtlinie ist in dieser Form in Deutschland einmalig. Insgesamt sieht die Richtlinie einen maximalen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro pro Jahr und Antragsteller vor. Neben der Förderung technischer Einsparmaßnahmen ist auch eine vorgeschaltete Energieberatung förderfähig. Gefördert werden anteilig zwischen 30 und 60 Prozent der förderfähigen Kosten in Abhängigkeit der Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme. Insgesamt machten 2016 drei Frankfurter Theaterbetriebe von der Fördermöglichkeit der Richtlinie Gebrauch. Die Förderbedingungen und Antragsunterlagen sind unter http://www.frankfurt-spart-strom.de/g ewerbe/ aufrufbar. Umrüstung der Hallenbeleuchtung der Fraport Arena auf LED-Technik Die bisherige Spielfeld-Beleuchtungsanlage der Fraport Arena war veraltet und technisch überholt; die dort verwendeten, sehr reparaturanfälligen Leuchtmittel-Typen (z. B. Quecksilberdampflampen) entsprachen überdies nicht mehr den EU-Richtlinien und werden nicht mehr produziert. Die neue LED-Beleuchtungsanlage ist sehr viel effizienter, da sich der Energieverbrauch um ca. 70 Prozent verringert, während sich die Intensität der Ausleuchtung der Halle beträchtlich verbessert. Die Investitionskosten von 240.000 Euro werden sich voraussichtlich innerhalb von vier Jahren amortisieren. Die Verringerung der CO2-Emission auf die Lebensdauer (Leuchten) beträgt 2.424.890 kg. Bei diesem Projekt arbeitete das Sportamt eng mit den Experten des Energiemanagements und des Hochbauamts zusammen. (Sportamt) Umrüstung der Außenbeleuchtung des Betriebshofes Heddernheim Im Jahr 2016 führte die VGF eine Erneuerung der Hofbeleuchtung des Betriebshofes Heddernheim durch. Die bisher installierten Mastleuchten waren mit Hochdruck-Quecksilberdampflampen bestückt. Diese wurden durch moderne LED-Technik ersetzt. Durch die gleichmäßigere Ausleuchtung und angenehmere Lichtfarbe konnten bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Im Zuge der Maßnahme wurde die benötigte Beleuchtungsstärke für die Nutzeranforderungen entsprechend heutiger Vorgaben in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen neu abgestimmt. Auf Grundlage dessen wurden die Beleuchtungsplanung erstellt und die Maßnahme bei laufendem Betrieb umgesetzt. Auf diese Weise konnte eine deutliche Reduktion der Beleuchtungsleistung von 44 kW auf 6 kW erreicht werden. Bei einer Amortisationszeit von etwa vier Jahren ergibt sich eine jährliche Energieeinsparung von 140.000 kWh oder 79 Tonnen CO2. Weitere Informationen unter: https://www.vgf-ffm.de/de/die-vgf/zahlen-berichte/nachhaltigkeitsbericht/ (Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH) Erneuerung der Beleuchtungsanlagen der U-Bahnstation Miquel-/Adickesallee Die VGF erneuert kontinuierlich die Beleuchtungsanlagen in den ober- und unterirdischen Stadtbahnstationen sowie den Straßenbahnhaltestellen. Um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität der Fahrgäste zu steigern, wird häufig eine hellere und gleichmäßigere Ausleuchtung der öffentlichen Bereiche geplant. Durch den Einsatz deutlich effizienterer Leuchten kommt es hierbei trotz höherer Lichtstärke häufig zu signifikanten Energieeinsparungen. Ein gutes Beispiel aus dem Jahr 2016 ist die im Rahmen der Brandschutzsanierung erfolgte Erneuerung der elektrischen Anlagen der U-Bahnstation Miquel-/Adickesallee, bei der unter anderem die Beleuchtung in der B- und C-Ebene ausgetauscht wurde. Durch den Einbau einer zeitgemäßen Beleuchtungsanlage konnte bei einer gleichmäßigeren Ausleuchtung die elektrische Leistung von 16 kW auf 8,4 kW reduziert werden. Dies bedeutet eine jährliche Energieeinsparung von 67.000 kWh oder 38 Tonnen CO2. Weitere Informationen unter: https://www.vgf-ffm.de/de/die-vgf/zahlen-berichte/nachhaltigkeitsbericht/ (Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH) LEEN Das LEEN (Lernendes Energieeffizienznetzwerk) Frankfurt Rhein-Main ist im April 2015 mit neun Firmen gestartet, die zusammen mehr als 40.000 Menschen beschäftigen. In einer Energieauditphase wurden für jedes Unternehmen die Einsparpotenziale ermittelt. Im September 2016 haben sich die teilnehmenden Betriebe auf ein Energieeinsparziel von 5 Prozent und ein CO2-Einsparziel von 6 Prozent bis 2019 geeinigt. Das Einsparziel wurde in einem Vertrag mit der Umweltdezernentin von Frankfurt am Main im Magistratssitzungssaal von den Vorständen der Unternehmen und der Umweltdezernentin vertraglich fixiert. Insgesamt bedeutet das eine CO2-Einsparung von über 16.000 Tonnen. Firmen im LEEN-Netzwerk FrankfurtRheinMain:
- Abbott, Pharmaunternehmen aus Wiesbaden
- Adam Opel AG, Automobilhersteller aus Rüsselsheim
- Dilas, Laserhersteller aus Mainz
- Glockenbrot Bäckerei aus Fechenheim
- Hassia, Mineralwasserhersteller aus Bad Vilbel
- Infraserv, Industrieparkbetreiber Höchst
- LSG Skychefs, Caterer und Dienstleister für die Lufthansa, Gateway Gardens
- Sirona, Dental-Produkte aus Bensheim
- WeylChem, Grundprodukte für die Agrarchemie aus Frankfurt-Griesheim Weitere Informationen unter: http://bit.ly/1EZoJ8P ÖKOPROFIT Frankfurt am Main Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der örtlichen Wirtschaft. Das Projekt wird unterstützt von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Mit dem Projekt unterstützt die Stadt Frankfurt am Main ortsansässige Betriebe und Institutionen bei der Verbesserung ihrer Umweltleistung und damit beim Einstieg oder der Verbesserung des betrieblichen Umweltmanagements. Ziel des Ökoprofit-Ansatzes ist es, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig den Einsatz natürlicher Ressourcen zu schonen. Ökoprofit ist damit eine wichtige Säule der Frankfurter Klimaschutzpolitik im Unternehmensbereich. Im Rahmen von Ökoprofit setzen sich die teilnehmenden Unternehmen intensiv mit einer breiten Bandbreite umweltrelevanter Fragestellungen auseinander: angefangen bei Maßnahmen im Energie- und Wasserbereich, über das Thema Abfallmanagement und Beschaffung, bis hin zu Fragen der Mitarbeitermotivation und der betrieblichen Arbeitsplatzsicherheit. Ein zentrales Merkmal des Ökoprofit-Ansatzes stellt die Vernetzung zwischen den teilnehmenden Betrieben, der Stadt Frankfurt am Main und den kooperierenden Partnern dar. Ökoprofit stellt für die Stadt damit nicht nur eine Plattform zur Effizienzsteigerung und zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in Frankfurt am Main und der Region dar. Das Projekt ist vielmehr ein Netzwerkprojekt, das das Thema Nachhaltigkeit in den Betrieben in Frankfurt am Main und der Region unterstützt. Ökoprofit wird in Projektrunden organisiert. Pro Runde nehmen zwischen acht und zehn Unternehmen und betriebliche Einrichtungen teil, die im Rahmen der sogenannten Einsteigerrunde für ein Jahr begleitet werden. Bei einem erfolgreichen Projektabschluss dürfen sich die Teilnehmer anschließend "Ökoprofit-Betrieb Frankfurt am Main" nennen. Besonders engagierte Betriebe vertiefen ihre Netzwerkarbeit im Rahmen des Ökoprofit-Klubs, der aktuell 21 Unternehmen und Betriebe umfasst.
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Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. Mai 2017Sie sind hierBB 176Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für FrankfurtMagistratsbericht
- 19. Oktober 2017NRNR 428Ergebnisse des KlimaschutzberichtsSTVV-Antrag · FRANKFURTER
- 19. Oktober 2017AA 268KlimaschutzberichtSTVV-Anfrage · FRANKFURTER
- 5. Februar 2018BB 18KlimaschutzberichtMagistratsbericht
- 5. März 2018Antwort des Magistrats · nach 41 WochenBB 69Ergebnisse des KlimaschutzberichtsMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER