Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für Frankfurt
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- Ersatzneubau Kinderzentrum Bernadottestraße (KiZ 74)08.05.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Ersatzneubau Kinderzentrum Bernadottestraße (KiZ 74) Vortrag des Magistrats vom 16.01.2026, M 1519.02.2026 · OA (Anregung Ortsbeirat)
- Kinderzentrum Bernadottestraße (KiZ 74) in 60439 Frankfurt am Main-Heddernheim, Bernadottestraße 35 Abriss und Neubau und Erweiterung um zwei Gruppen für Krippenkinder inkl. Auslagerung16.01.2026 · M (Vortrag des Magistrats)
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Bericht des Magistrats vom 08.04.2019, B 117
Betreff: Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für Frankfurt Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 29.06.2017, § 1494 - NR 797/08 GRÜNE, l. B 176/17 - Einleitung/Anmerkung Einige städtische Gesellschaften wurden im Vorfeld gebeten, eigene Beiträge zum Klimaschutzbericht beizusteuern. Sie erkennen diese an der kursiven Schrift. Der jeweilige Verfasser ist für die Richtigkeit seiner Angaben verantwortlich. Masterplan Masterplan 100 % Klimaschutz Seit 2012 unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) durch seine nationale Klimaschutzinitiative 19 ausgewählte Kommunen und Landkreise mit dem Förderprojekt "Masterplan 100 % Klimaschutz". Frankfurt am Main ist die größte dieser ersten 19 Kommunen. Seit dem
- Juli 2016 sind 22 neue Masterplankommunen und Kreise dazu gekommen. Mit der Masterplanrichtlinie werden Kommunen und Regionen gefördert, die ihre Treibhausgasemission bis 2050 gegenüber 1990 um 95 Prozent und ihre Endenergie um 50 Prozent senken wollen. Für die Stadt Frankfurt am Main zeichnet das Dezernat für Umwelt und Frauen für dieses Projekt verantwortlich; die Federführung bei der Durchführung hat das Energiereferat. Klimaschutz-Förderung für innovative Projekte geht weiter Im Dezember 2016 erhielt das Energiereferat den Bescheid der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des BMU über die Anschlussförderung des Projektes "Masterplan 100 % Klimaschutz". Das bedeutete, dass wegweisende Klimaschutzprojekte und -maßnahmen wurden für weitere zwei Jahre (bis Dezember 2018) durch das Förderprojekt unterstützt werden konnten. Im Mittelpunkt der zwei Jahre stand die Ausgestaltung des zivilgesellschaftlichen Prozesses. Dies umfasste, einzelne Akteure weiter am Umsetzungsprozess Klimaschutz für Frankfurt am Main zu beteiligen und zu unterstützen, langfristige Konzepte zur Reduktion von CO2-Emission zu fördern und das Engagement Einzelner bekannter zu machen. Aktivitäten auf lokaler Ebene Klimaschutzbeirat Im Juni 2018 fand die
- Sitzung des interdisziplinären Klimaschutzbeirates (beratendes Gremium von über 30 Vertretern aus den relevanten Sektoren) statt. Als Gastrednerin wurde Frau Keul (Referatsleiterin Klimaschutz, Klimawandel; Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) eingeladen, die einen Vortrag zur "Umsetzung des Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025" hielt. In einem anschließenden Workshop sammelten die Mitglieder des Klimaschutzbeirates Impulse an Stadt, Landes- und Bundesregierung und diskutierten über auftretende Hemmnisse bei der Umsetzung von Klimaschutzaktivitäten und denkbare Lösungsansätze. Die nächste Klimaschutzbeiratssitzung fand im Dezember 2018 statt. Themen waren die Fortschreibung des Frankfurter Energie- und Klimaschutzkonzeptes sowie der Maßnahmenplan für
- Umsetzung von Bürgerideen Klimaschutz in einer Metropole kann nur gelingen, wenn die gesamte Stadtgesellschaft mitmacht und jeder seinen Beitrag leistet. Frankfurt am Main hat daher im Rahmen des Masterplanprozesses viele Ideen und Anregungen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen und umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise Repair Cafés in unterschiedlichen Stadtteilen, in denen klapprige Fahrräder wieder auf Vordermann gebracht oder elektronische Geräte repariert werden. Die erfreulicherweise rasante Ausbreitung der Repair Cafés belegt, dass in der Bevölkerung ein hoher Bedarf an diesen Einrichtungen besteht: Während es 2013 in Frankfurt am Main noch kein Repair Café gab, waren es 2018 bereits 13 aktive Standorte, die alle ehrenamtlich betrieben werden. Auch das Neubürger-Informationspaket basiert auf der Idee von Bürgerinnen und Bürgern. Dieses wurde zum Sommer- und Wintersemester 2017 auf dem Campus der Goethe-Universität Frankfurt am Main während der "Unistart" (Messe für Frankfurts Erstsemester) verteilt. "Neu"-Frankfurterinnen und -Frankfurter erhielten wertvolle Hinweise zum Einsparen von Energiekosten, zur Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte oder zu Carsharing-Angeboten in der Stadt. Bei den Erstsemestern handelt es sich um eine sehr große und vielversprechende Zielgruppe mit rund 4 500 Studenten. Interessierte können das Infopaket beim Energiereferat kostenlos unter energiereferat@stadt-frankfurt.de anfordern. Unterstützung von drei lokalen Stadtteilprojekten des bundesweiten Förderaufrufs "Kurze Wege für den Klimaschutz" Ende August 2016 rief das Energiereferat Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, die sich in Vereinen, Verbänden und Stiftungen engagieren, dazu auf, sich im Rahmen ihrer Initiativen mit Nachbarschaftsprojekten für den Klimaschutz zu bewerben. Ziel des Wettbewerbs war es, eine finanzielle Unterstützung für Projektvorschläge im Rahmen des Förderaufrufs "Kurze Wege für den Klimaschutz" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) bereitzustellen. Alle drei Gewinnerprojekte des Frankfurter Wettbewerbes erhielten Ende 2017 seitens des BMU eine Förderzusage für ihre eingereichten Projekte. So konnten ab Ende 2017/Anfang 2018 die Begegnungsstätte im Gemeinschaftsgarten "Tortuga Eschersheim", die "Klimawerkstatt Ginnheim" sowie das Projekt "Heddernheim im Wandel - Starke Nachbarschaften für Klimaschutz und Lebensqualität" ihre Arbeit aufnehmen. Aktivitäten auf regionaler Ebene Zusammenarbeit mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain - Regionales Energiekonzept Im Rahmen des regionalen Energiekonzeptes wird die Zusammenarbeit mit Partnern aus RheinMain in verschiedenen Projekten verstärkt. Darüber hinaus werden zur weiteren Vernetzung der regionalen Experten gemeinsam mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain Akteurstreffen durchgeführt, welche wichtige Impulse für die Umsetzungsphase des Regionalen Energiekonzeptes (REK) geben. Im Juni 2017 fand ein Akteurstreffen mit über 60 Teilnehmern beim Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main statt. An 10 Thementischen wurde u. a. über Themen wie "Umweltmanagement für Unternehmen und betriebliche Einrichtungen", "Klimaschutz in der Kommunikation" sowie "Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025" diskutiert. Ende 2017 wurde im Rahmen der Entwicklung eines Regionalen Energiekonzeptes FrankfurtRheinMain gemeinsam mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain eine Befragung der Experten des Beteiligungsverfahrens beauftragt und durchgeführt. Ziel der Befragung war es, eine frühzeitige Einbindung der Akteure für die anschließende Gestaltung eines Ausbau- und Verstetigungsprozesses auf regionaler Ebene zu erzielen. Die Auswertung des beauftragten Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) hat ergeben, dass Vernetzung und Austausch im bisherigen REK-Beteiligungsprozess insgesamt positiv bewertet und für den weiteren Prozess als sehr wichtig erachtet werden. Für die Ausarbeitung und Umsetzung von REK-Maßnahmen wird eine aktivere Rolle der Prozessträger gewünscht (Netzwerkstelle). Als zentrale Aufgaben werden Koordination und Priorisierung von Maßnahmen und regelmäßiges Monitoring der erzielten Fortschritte angesehen. Im Rahmen des Akteurstreffens im September 2018 beim Regionalverband FrankfurtRheinMain wurden die Ergebnisse der Befragung vorgestellt und es gab die Möglichkeit, die Rückmeldungen seitens Energiereferat und Regionalverband FrankfurtRheinMain zu diskutieren. Hessisches Masterplankommunen-Treffen Das hessische Masterplankommunen-Treffen fand im September 2017 beim Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main statt. Teilnehmende Akteure aus den Masterplankommunen kamen, neben Frankfurt am Main, aus der Gemeinde Bensheim sowie dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Darüber hinaus nahm Frau Keul (Referatsleiterin Klimaschutz, Klimawandel; Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) teil. Neben der Vorstellung von Themen und Projekten aus den jeweiligen Masterplankommunen berichtete auch Frau Keul über neue Entwicklungen im hessischen Umweltministerium (Umsetzung hessischer Klimaschutzplan, neue Förderprogramme etc.). Von allen Akteuren wird dieser Austausch unter den hessischen Masterplankommunen als so wichtig angesehen, dass beschlossen wurde, dieses Treffen zusammen mit dem hessischen Umweltministerium einmal pro Jahr durchzuführen. Das nächste Treffen fand im November 2018 statt. Aktivitäten auf nationaler Ebene Tandem-Partnerschaft: Stadt Frankfurt am Main und Landeshauptstadt Stuttgart ziehen für den Klimaschutz an einem Strang Auf nationaler Ebene geht Frankfurt am Main im Rahmen der Anschlussförderung des "Masterplans 100 % Klimaschutz" eine neue Tandem-Partnerschaft ein. Masterplankommunen der ersten (2012) und zweiten Generation (2016) mit vergleichbaren Strukturdaten eignen sich besonders gut für eine intensive Zusammenarbeit. Die Landeshauptstadt Stuttgart, die als neue Masterplankommune in das Förderprogramm einsteigt, wird Tandem-Partner. Im Schwerpunkt geht es bei einem Tandem darum, dass Frankfurt am Main als eine der ersten Masterplankommunen Deutschlands eine beratende Rolle übernimmt, ihre Erfahrungen aus den vergangenen drei Jahren Förderphase weitergibt und ein fachlicher Austausch zwischen den Masterplankommunen stattfindet.
- Tandemtreffen MPK2012/ MPK2016 und das
- MPK2012-Treffen zur wissenschaftlichen Begleitung und Vernetzung Am 15. und
- November 2017 fanden die Masterplankommunen-Treffen in Frankfurt am Main statt. Zum Tandemtreffen der 41 Masterplankommunen begrüßte Frau Stadträtin Rosemarie Heilig im Plenarsaal etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland. An diesem Tag stand der Austausch der Tandems im Fokus. Am
- November fand das Masterplankommunen-Treffen der ersten Generation (2012) mit über 30 Teilnehmern im Energiereferat statt. Hierbei ging es um die Kurzvorstellung von Best-Practices aus den Kommunen (u.a. wurde die Frankfurter DANKE-Kampagne präsentiert), die Verstetigung und weitere Vernetzung sowie die Abschlussveranstaltung im Herbst 2018 im BMU. Bundesumweltministerium zeichnet Frankfurt am Main sowie weitere 18 Kommunen als Spitzenreiter im Klimaschutz aus Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), Rita Schwarzelühr-Sutter, verlieh am Ende der sechsjährigen Förderphase auf der Konferenz "Masterplankommunen: Vorbilder für den Klimaschutz" (19. September 2018) 19 Kommunen eine Plakette als Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement im Klimaschutz. Für die Stadt Frankfurt am Main, die eine deutschlandweite Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz einnimmt, nahm Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Auszeichnung entgegen. Mit dieser Auszeichnung lief nun auch am
- Dezember 2018 das Förderprojekt "Masterplan 100 % Klimaschutz" des BMU aus. Frankfurt am Main wird weiterhin an den im Projekt festgelegten Zielen "Reduktion der CO2-Emissionen um 95 Prozent gegenüber 1990 und Einsparung der Endenergie um 50 Prozent bis zum Jahr 2050" festhalten. Eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informiert fortlaufend über die Ziele und Aktivitäten des "Masterplans 100 % Klimaschutz", was auch viele Veröffentlichungen in verschiedenen Medien belegen. Der "Masterplan 100 % Klimaschutz" ist eng mit den einzelnen kommunalen Klimaschutzmaßnahmen verzahnt, die im Folgenden beschrieben werden. Sie helfen dabei, die ambitionierten Ziele bis 2050 zu erreichen. Weitere Informationen unter: www.frankfurt.de www.klimaschutz-frankfurt.de EU-Projekt Hotmaps Das Energiereferat beteiligt sich an dem von der EU geförderten Projekt Hotmaps. Das Projekt zielt darauf ab, Planungsinstrumente zu entwerfen, um Behörden, Energieagenturen und städtische Planer in der strategischen Fernwärme- und Fernkälteplanung zu unterstützen. Dabei wird zunächst ein Wärme- und Abwärmekataster der Stadt erstellt und es werden weitere EDV-gestützte Planungsinstrumente entwickelt, die eine strategische Energieplanung ermöglichen. Ein eigens entwickeltes, rechnergestütztes Programm modelliert das Energiesystem und bringt das Angebot an erneuerbaren Energien und den Bedarf der Gebäude in Übereinstimmung. Dies erfolgt in einer Simulationsrechnung auf Stundenbasis. Das Programm wird in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, d. h. den städtischen Planern und den strategischen Entscheidungsträgern, entwickelt. Die Städte Aalborg, Bistrita, Frankfurt am Main, Genf, Milton Keynes, Kerry County und San Sebastian sind die Praxispartner für das von der TU Wien koordinierte Projekt, das von einem Konsortium von führenden Experten in Dänemark, Deutschland, Rumänien, Spanien, Irland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich durchgeführt wird. Energiekonzepte Passivhausbeschluss Gemäß einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung verpflichtet die Stadt Frankfurt am Main alle Käufer und Pächter städtischer Grundstücke, neue Gebäude im Passivhausstandard zu bauen. Ausnahmen sind nur dann möglich, wenn bauliche Gründe dem entgegenstehen. Das Energiereferat berät potenzielle Käufer und Pächter städtischer Grundstücke zur Umsetzung des Passivhausstandards und prüft darüber hinaus die Einhaltung der Planungen. 2017/2018 hat das Energiereferat acht Investoren und Planer beraten und sechsmal deren Planungen überprüft. Energiekonzepte auf Bebauungsplanebene Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele im Rahmen des Masterplans stellt die von der zukünftigen Stadt- bzw. Quartiersentwicklung losgelöste Betrachtung der Energieversorgung oft ein Hemmnis dar. Durch die Kopplung der Energieversorgung an Bebauungs- und Stadtentwicklungspläne können derzeitige und zukünftige Potenziale identifiziert und bei der Planung der Energieversorgung besser berücksichtigt werden. Folglich sollte die Berücksichtigung von Effizienz und Energieversorgung mit regenerativen Energien als fester Baustein bei der Quartiers- und Stadtplanung mit aufgenommen werden. Das Energiereferat hat den Auftrag, sich um die Umsetzung der Frankfurter Klimaschutzziele im Bereich "Planen und Bauen" zu kümmern, was seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Frankfurter Klimaschutzpolitik ist. Dies geschieht kontinuierlich auf mehreren Ebenen:
- Gremienarbeit: Mitarbeit in städtischen Arbeitsgruppen wie der Koordinationsgruppe "Klimawandel", Projektgruppe "Nachhaltige Gewerbegebiete", Integriertes Stadtentwicklungskonzept und Regionales Energiekonzept, Preisgerichte bei städtebaulichen Wettbewerben, Jour Fixe Planungsamt sowie weitere frühzeitige Ämterbeteiligung.
- Aus- und Weiterbildung/Informationsweitergabe: Seminare zu den Themenfeldern Energieeffizienz und Klimaschutz finden im Rahmen der Ausbildung Frankfurter Städtebaureferendare im regelmäßigen Turnus statt.
- Informationsveranstaltungen zum Thema Energiekonzepte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sowie für in Frankfurt am Main tätige Investoren und Bauträger.
- Initiativberatung potenzieller Bauträger: Das Energiereferat ist in das Bauleitplanungsverfahren eingebunden und weist mögliche Investoren in neuen Baugebieten auf seine Dienstleistungen bei der Erstellung von Energiekonzepten hin.
- Kommunale Satzungen: Das Energiereferat ist zuständig für die Erstellung und Aktualisierung kommunaler Fernwärmesatzungen.
- Grundlagenstudien: Abwärmekataster für Frankfurt am Main. Im März 2018 wurde das Abwärme-Kataster für Frankfurt am Main der Öffentlichkeit vorgestellt. Wärme, die sonst verpufft, kann ein zweites Mal genutzt werden. Das Abwärme-Kataster liefert eine Übersicht, wo Abwärme anfällt - z.B. in Industrieanlagen, Gewerbeobjekten, Rechenzentren und Abwasseranlagen. Es erleichtert die Planung einer umweltschonenden Wärmeversorgung von (Neu-)Baugebieten. Klimaschutzteilkonzept für erneuerbare Energien in Siedlungsgebieten der Stadt Frankfurt am Main Das Klimaschutzteilkonzept konzentriert sich auf 11 Siedlungsgebiete. Diese können als Blaupause für künftige Gebiete, aber auch für Sanierungsgebiete dienen. Ziel ist es - unter Berücksichtigung möglicher Energieeffizienzmaßnahmen bei den geplanten bzw. bestehenden Gebäuden und Einrichtungen - ein Konzept zur überwiegend regenerativen Energieversorgung zu erstellen. Erste Ergebnisse liegen für die Neubaugebiete "Am Römerhof" und "Günthersburghöfe" vor. Klimaneutrales Biogas aus Bioabfällen (Biomethan) Die in den Frankfurter Haushalten anfallenden Bioabfälle werden seit 1999 in der Bioabfallbehandlungsanlage der FES-Tochter RMB Rhein-Main Biokompost GmbH verwertet. Anlässlich der Verdoppelung der Verarbeitungskapazität durch die Errichtung eines zweiten Fermenters ist es gelungen, in Kooperation mit dem Frankfurter Energiedienstleister Mainova, der auf einem Nachbargrundstück eine Biogas-Aufbereitungsanlage gebaut hat, die Verwertungskette im Sinne der Umwelt weiter zu optimieren: Seit Beginn des Jahres 2018 wird aus Bioabfällen Biomethan, das von der Netzdienste Rhein-Main GmbH ins Frankfurter Gasversorgungsnetz eingespeist wird. Die Gaseinspeisung ist effizienter und damit umweltfreundlicher als die bisherige Verstromung des Biogases in einem BHKW. Insgesamt werden künftig pro Jahr bis zu 30 000 Megawattstunden Biogas zu Biomethan aufbereitet und eingespeist. Dies entspricht dem Jahresbedarf von circa 1 500 Haushalten. Weitere Informationen: https://www.fes-frankfurt.de/leistungen/leistungen-der-rmb/bioabfallbehandlungsa nlage/ RMB Rhein-Main Biokompost GmbH Energieautarkes Haus Frankfurt (EAH) Das "Energieautarke Haus Frankfurt" ist ein Mehrfamilienwohnhaus der KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH mit sieben Wohneinheiten im Neubaugebiet Parkstadt Unterliederbach. Es wurde im Dezember 2018 fertiggestellt. Baulich-technische Ausstattung, regenerative Energieversorgung und die energiebewusste Lebensweise der Bewohner stehen bei diesem Projekt in engem Zusammenhang. Ziel des Projektes ist eine deutliche CO2-Minderung im Wohnbereich. Da rund 70 Prozent der in Haushalten verbrauchten Energie auf die Wärmenutzung entfällt, ging es jetzt darum, das Bewohnerverhalten als integralen Aspekt des tatsächlichen Energieverbrauchs während der Betriebsphase in das Wohnkonzept für das Gebäude mit einzubeziehen. Errichtet ist das Gebäude in Passivhausbauweise. Die Strom- und Wärmeversorgung erfolgt durch die Nutzung von Sonnenlicht über Photovoltaik- und solarthermische Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern und Wärme-Pufferspeichern. Geplant ist die Erweiterung des Speichersystems um einen Elektrolyseur in Verbindung mit Brennstoffzellen. Sonnenstrom kann dann in Wasserstoff umgewandelt, langfristig gespeichert und zur Verfügung gestellt werden, wenn die Sonne nicht scheint. Angestrebt wird ein möglichst hoher Grad der energetischen Selbstversorgung. Deshalb sind die effiziente Nutzung der Energiequellen und ein energiebewusstes Alltagsverhalten zentrale Aspekte des Funktionsprinzips des Hauses. Verwirklicht werden sie u.a. durch eine besonders energiesparende Ausstattung der Wohnungen (Leuchten, Kühlschränke, Herde, TV) und die gemeinschaftliche Nutzung von Tiefkühltruhen und Waschmaschinen als besonders energieintensive Geräte. Den Bewohnern stehen eine "Waschküche", ein "Tiefkühlraum" und ein Mietergemeinschaftsraum mit Küche zur Verfügung, in der gemeinsam gekocht werden kann. Der Ansatz des gemeinschaftlich orientierten Wohnens ist in energetischer Hinsicht sinnvoll, denn die Effizienz der Nutzung der vorhandenen Energiemengen erhöht sich dadurch. Wegen der Bedeutung des Bewohnerverhaltens führte die KEG während der Planungsphase individuelle Informationsgespräche mit den Wohnungsbewerbern durch und organisierte Treffen, um das Kennenlernen und den Austausch der Hausbewohner untereinander zu unterstützen. Das EAH ist mit dem benachbarten Energie-Plus-Projekt Kamelienstraße der KEG verbunden, so dass die regenerativ gewonnene Energie je nach Speicherkapazität und Bedarf in beiden Gebäuden gespeichert oder genutzt werden kann. Weitere Informationen: www.eah-frankfurt.de KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH Energetische Betreuung des Dom-Römer-Projektes Das Dom-Römer-Bauvorhaben wurde im Sommer 2018 fristgerecht abgeschlossen und Ende September mit einer Einweihungsfeier eröffnet. Die Ziele der energetischen Betreuung konnten trotz hochkomplexer Anforderungen der Baumaßnahmen in einem sehr hohen Maß erreicht werden. Die baubegleitende energetische Qualitätssicherung wurde in den letzten Monaten der Bauphase neben den kontinuierlich bearbeiteten Schwerpunkten der Baubegleitung von den Themen Luftdichtheit sowie Einregulierung und Inbetriebnahme der Gebäudetechnik geprägt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Konzeption von Informationsmaterial für die Eigentümer und auf Vorschlägen für Betriebsoptimierungen nach Einzug der Bewohner. Als Fortführung der energetischen Betreuung in den vorhergehenden Jahren fanden regelmäßige Begehungen der Baustelle statt. Dabei standen Qualitätssicherungsaspekte, Inbetriebnahme und die Einregulierung der Gebäudetechnik im Vordergrund. Aktuell ist eine etwa zehnseitige Dokumentation des Projektes inklusive der energetischen Aspekte in Arbeit. Da die Gebäude auf städtischen Grund errichtet wurden, musste laut Kaufvertrag der Passivhausstandard eingehalten werden (15kWh/m2a). Von Anfang an war klar, dass ein Mehrbedarf an Heizenergie durch projektspezifische Erschwernisse nicht zu vermeiden ist. Vor allem aufgrund eines ungünstigen Verhältnisses der wärmeabgebenden Gebäudehüllfläche zum beheizten Volumen, wegen der kleinteiligen Grundrisse, der zusätzlichen Fluchttreppenhäuser, der sehr zahlreichen Versorgungsschächte und der schlechte Besonnung. Eine Rolle spielten auch die Einschränkungen bei Rekonstruktionen hinsichtlich Wandkonstruktionen und Wärmebrückenausbildungen. Trotz dieser restriktiven Bedingungen konnte ein energetischer Standard erreicht werden, der den von herkömmlichen Neubauten um ein Vielfaches unterbietet: Das Dom-Römer-Areal benötigt nur rund ein Drittel bis ein Viertel der Heizenergie von Neubauten bei gleichzeitiger Berücksichtigung der hohen Denkmalschutzanforderungen. Neue Klimasteuerung spart Energie in Bürogebäuden In Kooperation mit der Firma MeteoViva GmbH setzt die Fraport AG eine moderne Klimasteuerung in ihrer Unternehmenszentrale ein. Die Technik arbeitet vorausschauend: Werden kühlere Temperaturen erwartet, heizt das Gebäude bereits vorher leicht auf, bei erwarteter Hitze kühlt es vorab entsprechend ab. Dabei nutzt das System die Trägheit der Baumasse, die nur langsam aufgeheizt oder abgekühlt werden kann. Der Energieverbrauch des Gebäudes, in dem das System bereits seit 2016 im Einsatz ist, sank nachhaltig um etwa 19 Prozent. Nach dem ersten Betriebsjahr wurden im Mai 2017 die Ergebnisse ausgewertet: Das neue System verbesserte das Raumklima im Verhältnis zur konventionellen Regelung, gleichzeitig sank die Zahl der Beschwerden zum Raumklima erheblich. Die neue Technik arbeitete dabei vollautomatisiert, stabil und störungsfrei. Im Sommer schuf die Klimasteuerung einen höheren Komfort, im Winter erzielte sie eine erhebliche Energieeinsparung. Dadurch spart Fraport pro Jahr etwa 240 Tonnen CO2 ein. Beim DENA Energiewende-Kongress 2018 erhielt das Projekt den Energy Efficiency Award
- Aktuell läuft die Umsetzung in der Feuerwache 4 am Flughafen Frankfurt, ein Einsatz in weiteren Gebäuden wird geprüft. Weitere Informationen unter: https://www.meteoviva.com/fileadmin/user_upload/PDFs/181109_dena_FS_EEA_Preistra eger_MeteoViva__Fraport.pdf Fraport AG Quartiersentwicklung Niederrad Das Quartier der Nassauischen Heimstätte an der Adolf-Miersch-Straße/Melibocusstraße in Niederrad umfasst 486 Wohnungen aus den 1950er Jahren. Mitten im Quartier sind im September 2018 zwei Gebäude mit 25 Wohnungen fertiggestellt worden. Die Mietwohnungen sind öffentlich gefördert und im besonders energiesparenden Passivhausstandard entstanden. Die 15 Dreizimmerwohnungen und 10 Vierzimmerwohnungen sind zudem barrierearm. Diese neuen günstigen Wohnungen fügen sich ein in ein umfangreiches Entwicklungskonzept für das Quartier in Niederrad. Insgesamt 19,8 Millionen Euro investiert die Nassauische Heimstätte dort in die Modernisierung und Instandhaltung der Gebäude und Freiflächen. Wärmedämmung für die Fassaden, neue Balkone und Leitungssysteme sind zentrale Elemente der umfassenden Sanierung für mehr Wohnkomfort und weniger Energieverbrauch. So wurde im Keller des einen Passivhauses eine Heizzentrale mit zwei Holzpelletkesseln installiert, die auch zwei Bestandsgebäude mit Wärme versorgt. Neben der genannten Pelletanlage wurden weitere Heizungsanlagen modernisiert und Fenster ausgetauscht. Durch diese Maßnahmen konnte der Energieverbrauch im Quartier um 68 Prozent von 3,3 auf 1,1 Millionen Kilowattstunden pro Jahr gesenkt werden. Die CO2-Emissionen wurden um 76 Prozent von rund 800 Tonnen jährlich auf rund 200 Tonnen reduziert. Außerdem wurden PV-Anlagen auf den Dächern der Gebäude installiert. Der dort erzeugte Strom wird den Bewohnern des Quartiers in einem sogenannten Mieterstrommodell günstig angeboten. Zu günstigen Konditionen können die Mieter ebenfalls das Carsharing nutzen, das stadtmobil in Kooperation mit der Nassauischen Heimstätte für die Mieter bereitstellt. Seit Sommer 2018 steht in der Melibocusstraße dauerhaft ein E-Mobil bereit, das an einer Elektroladesäule der Nassauischen Heimstätte geladen wird. Außerdem gilt das Quartier auch noch als "Essbare Siedlung", was sich in verschiedenen Urban Gardening-Projekten widerspiegelt. Neben all diesen Maßnahmen bietet die Nassauische Heimstätte haushaltsnahe Dienstleistungen für ältere Mieter an, die ihnen den Alltag erleichtern sollen. Zu guter Letzt weist die Siedlung mit dem CUBITY auch noch ein innovatives Wohnkonzept für Studenten auf. Weitere Infos unter: https://www.wohnen-in-der-mitte.de/mieten/unser-wohnungsbestand-auswahl/mietwohn ungen-frankfurt/wohnen-niederrad/ Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt Zwei neue Photovoltaikanlagen und acht neue Ladestationen Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH hat in den Jahren 2017/18 zwei neue Photovoltaikanlagen auf Dächern eigener Liegenschaften installiert. Somit betreibt FES mittlerweile insgesamt acht eigene PV-Anlagen auf dem Frankfurter Stadtgebiet sowie eine in Mainz-Kastel und Teile des Solarparks in Dreieich-Buchschlag. Die Summe des auf diese Weise regenerativ erzeugten Stroms deckte im Jahr 2018 zu 96,5 Prozent den Bedarf der FES-Gruppe. Zusätzlich wurden in den vergangenen zwei Jahren acht Ladestationen für Elektrofahrzeuge auf verschiedenen FES-Betriebshöfen im Stadtgebiet installiert. An den Stationen können sowohl FES- als auch private Fahrzeuge Strom tanken. Die Gesamtladung im Verbrauchszeitraum 2017 betrug ca. 22 000 kWh, davon wurden mit 19 684 kWh die 14 Elektro-Fahrzeuge (PKW) der FES mit Strom betankt. Umgerechnet konnten so insgesamt rund 7 800 Liter Superkraftstoff eingespart werden. FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH Abwärmkataster Bei dem Projekt "Integrierte Wärmenutzung im Stadtgebiet Frankfurt am Main, insbesondere mit Energie aus Abwasser" (Abwärmekataster) handelt es sich um ein aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative gefördertes Teilenergiekonzept integrierte Wärmeplanung. Hierbei sollen Abwärmepotenziale aus den Bereichen Abwasser, Industrie und Gewerbe sowie aus großen Rechenzentren dargestellt und genutzt werden. Das Abwärmekataster konzentriert sich auf die erwähnten Teilbereiche und zeigt hierfür die entsprechenden Nutzungspotenziale im Stadtgebiet auf:
- In den Abwasserkanälen und Kläranlagen,
- den Industriegebieten
- und den Rechenzentren stehen zusammen fast 200 Megawatt (MW) an Abwärmeleistung zur Verfügung. Über 90 Prozent der erfassten Abwärmepotenziale ist Niedertemperaturabwärme zwischen 10 und 35°C, die für Heizzwecke mit einer Wärmepumpe nutzbar gemacht werden muss. Insgesamt können damit ca. 1 380 Gigawattstunden (GWh) Wärme für Heizung (in der Heizperiode) und Warmwasserbereitung zur Verfügung gestellt werden. Das sind etwa 47 Prozent des derzeitigen Wärmebedarfs der Haushalte. Wenn die prognostizierten Einsparziele im Wärmebereich für 2050 erreicht werden, kann der Gesamte Wärmebedarf der Haushalte und 75% des gewerblichen Wärmebedarfs damit gedeckt werden. Die saisonale Speicherung der Abwärme und Erschließung weiterer industrieller Quellen wurde dabei noch nicht berücksichtigt. Das Abwärmekataster ist somit ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung und den Klimaschutz in Frankfurt am Main, denn es zeigt auf, wo konkrete Potenziale für die Abwärmenutzung liegen. Wärme, die sonst verpufft, kann ein zweites Mal genutzt werden und erleichtert die Planung einer umweltschonenden Wärmeversorgung von (Neu-)Baugebieten. Klimaschutzteilkonzept für Erneuerbare Energien in Siedlungsgebieten der Stadt Frankfurt am Main Hierbei handelt es sich um ein aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative gefördertes Projekt. Das Klimaschutzteilkonzept konzentriert sich auf 11 Siedlungsgebiete, die als Blaupause für künftige Gebiete, aber auch für Sanierungsgebiete dienen können. Ziel ist es, gemeinsam mit den potenziellen Investoren den optimalen Baustandard und einen möglichst hohen Anteil erneuerbarer Energien zu den geringstmöglichen Kosten zu realisieren. Das Energiekonzept umfasst die Ermittlung des Energiebedarfs für die einzelnen möglichen Verbraucher zum einen auf Basis der zur Zeit gültigen gesetzlichen Anforderungen, zum anderen auf Basis eines erhöhten baulichen Wärmeschutzes auf Passivhausniveau. Darauf aufbauend werden verschiedene Varianten der Energieversorgung auf ihre betriebswirtschaftlichen und emissionsseitigen Auswirkungen untersucht und auf ihre technische Realisierbarkeit überprüft und verglichen. Das geplante Klimaschutzteilkonzept umfasst die folgenden Arbeitsschritte:
- Grundlagenermittlung
- Energie- und CO2-Bilanz/Analyse des Planungsstandes anhand aktuell gültiger Normen/Bewertung des Plans in Bezug auf Energiestandards
- Potenzialanalyse
- Beteiligung der Akteure
- Maßnahmenkatalog und konkrete Zielformulierung - Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- Controlling
- Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikationsstrategie
- Erste Ergebnisse liegen für 3 Baugebiete vor. Fernwärmeverbund vollendet Mainova hat am
- August 2017 den Fernwärmeverbund offiziell in Betrieb genommen. Verbunden wurden dabei vier Mainova-Kraftwerke im Frankfurter Stadtgebiet. Vom Müllheizkraftwerk im Nordwesten über die Heizkraftwerke Messe und West bis hin nach Niederrad im Süden laufen seitdem Fernwärmeleitungen. Fernwärme ist eine der umweltschonendsten Formen der Wärmeerzeugung. Durch den Fernwärmeverbund werden weitere CO2-Emissionen reduziert, da durch diesen der Brennstoffeinsatz flexibler gesteuert und optimiert werden kann und der Primärenergiefaktor verbessert wird. So spart Mainova mit dem Fernwärmeausbau in Frankfurt am Main im Jahr rund 100 000 Tonnen CO2-Emissionen ein. Dies entspricht in etwa der Menge, die acht Millionen Bäume absorbieren. Zudem wird die Versorgungssicherheit erhöht. Das Projekt ist eine der größten Infrastrukturinvestitionen in der Geschichte des Unternehmens. Im Zuge des Projekts wurde darüber hinaus insbesondere das HKW West mit einer neuen Turbine und zwei Kesseln ertüchtigt. Die Netzdienste RheinMain GmbH hat insgesamt rund 13,5 Kilometer neue Leitungen verlegt und dabei mit der Unterquerung des Mains und des Gleisvorfelds am Frankfurter Hauptbahnhof zwei besonders herausfordernde Abschnitte mithilfe von Dükern gemeistert. Die auch dank des Verbunds erneut gestiegene Leistungsfähigkeit des Frankfurter Wärmenetzes erlaubt es, weitere Abnehmer innerhalb der Stadt zu erschließen und das Netz zu verdichten. Beispielsweise laufen derzeit entsprechende Arbeiten entlang des Alleenrings. Dort hat sich unter anderem die University of Applied Sciences (UAS Frankfurt) dazu entschieden, die Gebäude für ihre rund 14 500 Studierenden und 750 Mitarbeiter künftig mit Fernwärme zu versorgen. Mainova AG Mieterstrom aus Sonnenenergie Mit ihrem Engagement für den Ausbau der Photovoltaik (PV) im urbanen Raum nimmt Mainova eine Vorreiterrolle ein. Dies bestätigt eine Studie der Urbane Energie GmbH, die eine breit angelegte Befragung und Analyse aller relevanten Marktpartner in ganz Deutschland durchgeführt hat. Demnach ist Mainova mit einem Anteil von rund 25 Prozent der in Deutschland installierten PV-Mieterstromanlagen inzwischen bundesweit Marktführer. Seit über zwei Jahren setzt Mainova in Frankfurt am Main und der Region konsequent auf Mieterstrom. Dafür kooperiert das Unternehmen eng mit der lokalen Wohnungswirtschaft. Inzwischen wurden rund 200 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4 000 Kilowatt auf Dächern von Mehrfamilienhäusern installiert. Das Rhein-Main-Gebiet mit rund 200 Sonnenstunden im Monat bietet sehr gute Voraussetzungen für die umweltschonende Stromerzeugung mit Photovoltaik vor Ort. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien im urbanen Raum unterstützt Mainova aktiv den Klimaschutz. Durch die Kooperation mit der Wohnungswirtschaft erhalten auch Mieter die Möglichkeit, aktiv am zukunftsweisenden Umbau der Energieversorgung zu partizipieren. Rund die Hälfte aller in Frankfurt am Main errichteter PV-Anlagen wurde von Mainova installiert. Neben dem Mieterstrom bietet der regionale Energiedienstleister spezielle PV-Eigenstromlösungen auch für Unternehmen und private Hauseigentümer an. Diese gewährleisten eine ideale Umsetzung der Energiewende vor Ort: Der umweltfreundliche PV-Strom nimmt nur den kurzen Weg vom Dach in die Wohnung und entlastet die öffentlichen Netze. Denn durch die direkte Einspeisung in das Hausnetz wird das öffentliche Netz weniger in Anspruch genommen. Mainova AG Neubau des Historischen Museums mit Passivhaus-Komponenten Das Historische Museum am Frankfurter Römerberg zählt zweifellos zu den bedeutendsten stadtgeschichtlichen Institutionen unseres Landes. Doch der bei vielen Bürgern ungeliebte Vorgängerbau im Stil des "Betonbrutalismus" der späten 60er Jahre, in dem das Museum seit 1972 untergebracht war, ließ den Besucher von außen kaum erahnen, welche historischen Schätze im Innern auf ihn warten. Neben aus heutiger museumsdidaktischer Sicht gravierender funktionaler Defizite und erheblicher konstruktiver Mängel wurden vor allem die Architektur und die städtebauliche Figur des Gebäudes von vielen Bürgern immer weniger akzeptiert. Daher wurde das Gebäude komplett neu errichtet. Die Planung und Bauausführung erfolgten gemäß den Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen mit Passivhaus-Komponenten. Die zweischalige Außenwand wurde mit 24 cm Mineralfaser der WLG 032 gedämmt und erreicht einen U-Wert von 0,16 W/m2K. Die Fenster und Verglasungen wurden in 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung mit einem UW-Wert von 0,77 W/m2K und einem Gesamtenergiedurchlassgrad von 0,55 ausgeführt. Die Bodenplatte wurde mit 24 cm Schaumglas der WLG 042 gedämmt und erreicht einen U-Wert von 0,16 W/m2K. Die Dächer wurden mit Mineralwolle bzw. EPS zwischen 20 und 26 cm gedämmt und erreichen U-Werte zwischen 0,12 und 0,15 W/m2K. Die Gebäude verfügen flächendeckend über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Mainova. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) wurden damit um 38 Prozent unterschritten. Termine: Dezember 2014: Fertigstellung Rohbau Dezember 2015: Fertigstellung Neubau, Tag der offenen Tür Mai 2017: Eröffnung des Eingangsgebäudes Oktober 2017: Eröffnung der Ausstellung Kenndaten: Nutzfläche: 6 891 m2 Nettogrundfläche: 9 028 m2 Bruttogrundfläche: 10 132 m2 Primärenergiebedarf: 89 kWh/m2a Baukosten: 21 531 517 € Weitere Informationen unter: www.historisches-museum-frankfurt.de www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de > Bauprojekte Amt für Bau und Immobilien Intelligentes Energie- und Wohnkonzept in Frankfurt am Main Riederwald Aus alt wurde neu. In zwei Bauabschnitten hat die ABG FRANKFURT HOLDING zwei Häuserzeilen aus den 1950iger Jahren im Riederwald mit 48 Wohnungen saniert und so auf den Standard "Effizienzhaus Plus" gebracht. Die Wohnungen in der Nebenius- und Schlettweinstraße wurden im
- Bauabschnitt im Jahr 2017 und im 2. im September 2018 bezugsfertig. Die Wohnungen haben derzeit höchsten Energiestandard, der auch bei Neubaumaßnahmen nicht übertroffen wird. Mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern und erstmals eingesetzter organischer Photovoltaik an den Fassaden sowie der Nutzung von Erdwärme mit neuartigen Wasser- und Luftwärmepumpen wird hier in Summe klimaneutral mehr Energie erzeugt, als die Bewohner/Innen verbrauchen. Mit diesem Projekt wird der Nachweis erbracht, dass höchste Standards bei der Energieeffizienz nicht nur im Neubau, sondern auch bei der Sanierung von Bestandswohnungen aus den 1950iger Jahren zum Einsatz kommen können. Die gewonnenen Erfahrungen könnten bundesweit bei der Sanierung von vielen tausend ähnlichen Häusertypen genutzt werden. Beim Energiekonzept wurde das Prinzip des "Nur-Strom-Hauses" verfolgt. Soll heißen, jeglicher Einsatz fossiler Brennstoffe und lokale Emissionen wurden vermieden. Erstmals wurden bei der ABG organische Photovoltaikmodule in das Wärmeverbundsystem integriert. Mit Stromspeichern können die Bewohner/Innen rund 45 % des erzeugten Stroms im Mieterstrommodell direkt nutzen. Die Überschüsse werden in das Netz eingespeist. Geheizt wird zentral mit Luft-Wasser und Sole-Wasser-Wärmepumpen. Warmwasser wird wohnungsweise mit Abluft-Wasser-Wärmepumpen erzeugt. ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH Klimaschutz für Unternehmen, Kultur- und Sportbetriebe --------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------- Ideenwettbewerb Klimaschutz Der "Ideenwettbewerb Klimaschutz" des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main lud Unternehmen aus Frankfurt am Main und der Region Rhein-Main dazu ein, sich um Fördergelder zu bewerben. Gesucht wurden bereits zum dritten Mal gute Geschäftsideen und technische Neuheiten von Unternehmen und Start-ups. Alle eingereichten Ideen mussten nachweislich dazu beitragen, CO2 in Frankfurt am Main einzusparen und somit die Stadt dabei zu unterstützen, bis zum Jahr 2050 komplett auf regenerative Energien umzustellen. Ein besonderer Fokus lag auf den drei Themenfeldern Energieversorgung, Gebäudesysteme und Mobilität mit der Sonderkategorie Elektromobilität. Eine unabhängige Fachjury beurteilte die eingereichten Ideen nach sechs Kriterien: Innovationscharakter, CO2-Einsparungen, Umsetzbarkeit des Projektes bis zum 30.09.2018, Wirtschaftlichkeit, Übertragbarkeit und Multiplikator-Wirkung und Verstetigung. Die Start-ups hatten anschließend gut neun Monate Zeit, ihre Projektidee in Frankfurt am Main zu realisieren. Folgende vier Unternehmen und ihre Geschäftsideen für den Klimaschutz wurden von der Expertenjury 2017 ausgewählt und erhielten jeweils eine Förderung von etwa 20 000 Euro:
- Conergia Verwaltungs GmbH - Entwicklung einer vorausschauenden Steuerung für Blockheizkraftwerke, welche den Betrieb individuell und automatisch in Bezug auf die lokale Strom- und Wärmenachfrage optimiert
- Riemanndesign in Kooperation mit Sachen auf Rädern - Verbesserung des innerstädtischen Warenaustausches durch die Kombination von Logistiktram auf dem Schienennetz der Stadt für Gütertransporte und den Weitertransport der Waren mit E-Lastenrädern (Sonderpreis Elektromobilität)
- right. based on science UG - Erstellung einer Online-Plattform ("XDC"), die den CO2-Fußabdruck von Unternehmen berechnet und die individuelle Erreichung der Klimaziele des Bundes und damit der Stadt Frankfurt am Main aufzeigt
- VCD Hessen e. V., Regionalgruppe Rhein-Main - LASTENfrei - Kostenloser Lastenradverleih an Privatnutzer, Initiativen und Vereine Mit Klimaschutz- und Standortmanagement auf dem Weg zu einem nachhaltigen Gewerbegebiet in Fechenheim-Nord/Seckbach Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung setzt die Stadt Frankfurt am Main auf die Weiterentwicklung und Qualifizierung bestehender Gewerbegebiete. In einer vom Stadtplanungsamt erstellten Machbarkeitsstudie wurden Empfehlungen formuliert, wie die Gewerbegebiete Seckbach und Fechenheim-Nord zukunftsfähig gemacht werden können. Für einen Zeitraum von fünf Jahren wird ein Standort- und Klimaschutzmanagement in einem Standortbüro vor Ort eingerichtet. Federführend geleitet wird das Standortmanagement von der Wirtschaftsförderung. Das Energiereferat stellt ergänzend einen Klimaschutzmanager. Die Entwicklung der Standorte im Sinne der Studie wurde am 17.12.2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Es wurden Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro bereitgestellt. Seit Januar 2017 ist ein Mitarbeiter des Energiereferats als Klimaschutzmanager für das Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach tätig. Das Standortmanagement der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH ist bereits seit Herbst 2016 vor Ort. Auf den Arealen sind ca. 550 Betriebe angesiedelt, die der Klimaschutzmanager dabei unterstützt, Energie und Kosten zu sparen. Gemeinsam mit dem Standortmanager entwickelt er in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und weiteren Akteuren vor Ort die Areale zum ersten nachhaltigen Gewerbegebiet Frankfurts am Main. Einen zentralen Baustein stellt dabei die Durchführung und Umsetzung eines Klimaschutzkonzepts für das Quartier dar. Für die Erstellung dieses Konzepts konnten in 2017 erfolgreich Bundesfördermittel in Höhe von ca. 45 000 Euro im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) beantragt werden Derzeit wird das Konzept in Kooperation mit der Zero Emission GmbH aus Wuppertal erstellt. Im Rahmen der Bestandsanalyse wurde sowohl der Gesamtverbrauch an Energie, in Form von Strom, Gas, Öl und Treibstoffen als auch der aggregierte Verbrauch an Wasser und Abfällen erfasst. Die entsprechenden Ergebnisse wurden den ansässigen Unternehmen im Rahmen einer Veranstaltung im Oktober 2018 präsentiert und sollen zukünftig der Ausgangspunkt für konkrete Umsetzungsmaßnahmen zur Einsparung von Energie, Ressourcen und Kosten sein. Darüber hinaus wurde bereits Ende 2017 eine Energieberatungskampagne für die Unternehmen vor Ort durchgeführt. Im Rahmen dieses Beratungsangebots können die Unternehmer eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen, welche neben eine Vor-Ort-Begehung die Erstellung eines individuellen Beratungsberichts durch professionelle Energieberater umfasst. Seit Ende 2017 wurde dieses Angebot von ca. 20 Unternehmen in Anspruch genommen. Derzeit entwickelt der Klimaschutzmanager zusammen mit dem Energiereferat eine ergänzende PV-Beratungskampagne, welche auf das hohe Potenzial an freien Dachflächen im Gebiet abzielt. Dieses ergänzende Beratungsangebot wird den Unternehmen voraussichtlich ab Januar 2019 zur Verfügung stehen. Das Projekt wurde darüber hinaus bis zum 31.12.2018 mit 150 000 EUR vom Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung und vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat initiierten Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) gefördert. Im Standortbüro konnten gemeinsam folgende Meilensteine erfolgreich bewältigt werden:
- Erstellung einer Projekthomepage (www.nachhaltiges-gewerbegebiet.de)
- Planung und Durchführung von mehr als 10 Netzwerk- und Informationsveranstaltungen
- Erstellung eines Konzeptpapiers mit 34 Maßnahmen
- Initiierung einer Standortinitiative (FrankFurter Osten Nachhaltig; FFN e. V.), welche im Mai 2018 als Verein gegründet wurde (30 Gründungsmitglieder)
- Erstellung einer Standorthomepage (www.frankfurter-osten.de) mit Unternehmensverzeichnis
- Erstellung von zwei Imagevideos für das Gebiet bzw. die Standortinitiative Mehr Informationen unter: www.frankfurter-osten.de Messe Frankfurt: Dritte Solaranlage ist auf dem Dach der Halle 12 am Netz Die Bedeutung von erneuerbarer Energie hat bei der Messe Frankfurt einen hohen Stellenwert. Auf dem Dach der Halle 12 erzeugt seit Herbst 2018 die dritte Photovoltaikanlage auf der Liegenschaft Energie durch die Sonnenstrahlung. Sie ist die erste Solaranlage, die durch die Messe Frankfurt selbst betrieben wird. Die Anlage belegt eine Fläche von rund 9 000 Quadratmetern und besteht aus rund 5 300 Solarmodulen. Künftig soll jährlich mehr als 1 GWh Strom für den Eigenverbrauch erzeugt werden. Das entspricht dem Bedarf von 241 Haushalten bzw. rund sechs Prozent des aktuellen Grundbedarfs des Messegeländes. Die Module sind direkt auf dem Hallendach in einer Ost-West-Aufständerung angebracht. Diese Ausrichtung sorgt für einen gleichmäßigen Energieertrag über den Tag verteilt. Neben sehr effektiven Solarmodulen wurden Wechselrichter eines Kassler Herstellers verbaut. Um die regionale Wirtschaft zu fördern, hatte sich die Messe Frankfurt für ein hessisches Unternehmen entschieden. Die gewonnene Energie wird ausschließlich zur Deckung des Eigenstrombedarfs genutzt und damit den Grundverbrauch der Messe Frankfurt aus erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Aufgrund der statischen Voraussetzungen sind nicht alle Hallendächer für eine solare Nutzung geeignet. Dort, wo es möglich ist, wird investiert. 2009 hat die Messe Frankfurt mit Unterstützung eines externen Betreibers ihre erste große Bürger-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Messehalle 10 errichtet. Im September 2010 wurde eine weitere Anlage auf dem Messeparkhaus Rebstock, in der Solar-Carports integriert sind, fertig gestellt. Aktuell werden im Durchschnitt rund 900 000 kWh Sonnenstrom geerntet. Die Möglichkeit weiterer PV-Anlagen auf den Dächern der Hallen wird derzeit geprüft. Weitere Informationen: https://www.messefrankfurt.com/frankfurt/de/locations/hallen/halle12.html#downlo ads Messe Frankfurt GmbH Förderprogramm zur Gewinnung von erneuerbaren Energien und zur Energieeinsparung bei vereinseigenen Sportanlagen Ressourcenschonung, Umwelt- und Klimaschutz sind zentrale gesellschaftliche Anliegen, die auch für Sportanlagen nachhaltig Berücksichtigung finden müssen. Gleichzeitig führen steigende Energiepreise zu einem Anstieg der Betriebskosten von Sportanlagen. Die Investitionen in Techniken zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Gewinnung erneuerbarer Energien können zur Stabilisierung/Eindämmung der Energiekosten für die Vereine beitragen. Gleichzeitig verfügen zahlreiche Vereinsanlagen unter energetischen Gesichtspunkten über eine veraltete Anlagentechnik bzw. weisen Mängel im baulichen Bereich auf. Das Förderprogramm des Sportamts soll besitzende Sportvereine befähigen, die sportlich genutzten Bereiche ihrer Anlagen mit sinnvollen Einrichtungen zur Energieeinsparung oder zur Gewinnung erneuerbarer Energie auszustatten. Gefördert werden: energiesparende Heizungsanlagen, wassersparende Sanitärinstallationen, thermische Solaranlagen, Wärmeschutzmaßnahmen, energiesparende Beleuchtungsanlagen, Maßnahmen zur energieeffizienten Stromnutzung. Ergebnisse: 2017 wurden für 3 Projekte insgesamt 49 993 Euro ausgezahlt. 2018 wurden für 2 Projekte 38 302 Euro bewilligt, davon 18 583 Euro ausgezahlt, zwei weitere Projekte mit einer Förderhöhe von 24 519 Euro befinden sich in Vorbereitung. Sportamt Stadt Frankfurt am Main Förderrichtlinie für Frankfurter Bühnenbetriebe Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind Stichworte, die bisher nur selten im "Spielplan" von Kultureinrichtungen auftauchen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Viele Kultureinrichtungen verfügen weder über die nötigen Mittel zur Finanzierung effizienter Technik noch über ausreichend Fachpersonal. Typische Einsparmöglichkeiten bei Kulturbetrieben sind häufig im Beleuchtungsbereich, aber auch bei Heizungs- und Klimaanlagen und anderen elektrischen Anlagen zu finden. Hinzu kommt, dass Vereine und gemeinnützige Unternehmen, anders als kleine und mittelständische Unternehmen, in der Regel von den Förderprogrammen des Bundes oder der Länder zur Unterstützung von Energieberatungen und der Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen ausgeschlossen sind. Als lokalen Lösungsansatz hat das Energiereferat am
- Mai 2016 eine neue Richtlinie zur Förderung des effizientesten Einsatzes in Frankfurter Bühnenbetrieben veröffentlicht. Die Förderrichtlinie ist in dieser Form in Deutschland einmalig. Insgesamt sieht die Richtlinie einen maximalen Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro pro Jahr und Antragsteller vor. Neben der Förderung technischer Einsparmaßnahmen wird auch eine vorgeschaltete Energieberatung mit bis zu 80 Prozent der Beratungskosten gefördert. Für die Umsetzung von technischen Maßnahmen liegt die Förderung, in Abhängigkeit von der Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme, zwischen 30 und 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Seit 2016 wurden insgesamt 16 Maßnahmen über die Förderrichtlinie beantragt. Zusammen erreichten die Maßnahmen ein Investitionsvolumen in Höhe von 310 000 Euro. Die bewilligte Förderung durch das Energiereferat betrug insgesamt 139 000 Euro. Jede Förderung löste damit das 2,2-fache an Investitionen aus. Die Förderbedingungen und Antragsunterlagen sind unter http://www.
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Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Der Weg dieser Vorlage
Am 8. April 2019 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf NR 797 zurück — STVV-Antrag von GRÜNE, beschlossen am 3. März 2008. In 3 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und FRANKFURTER (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., BFF und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und FDP (= Kenntnis) FRANKFURTER (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER