Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für Frankfurt
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Zusammenfassung
Der Klimaschutzbericht für Frankfurt am Main stellt Projekte und Maßnahmen vor, die zur Reduktion des CO2-Ausstoßes beitragen. Ziel ist es, die Stadt bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Die Maßnahmen wurden in einem Zeitraum von zwei Jahren erarbeitet und umgesetzt.
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Langweidenstraße — 3 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 20.08.2026.
- Mieter*innen der Langweidenstraße haben mit Hilfe des Heizkostenchecks der Linken fehlerhafte Heizkostenabrechnungen der20.08.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
- Viele Vermieter*innen rechnen die Heizkosten falsch ab. Mit Hilfe des Heizkostenchecks der Linken wurden ersten Mieter*i26.02.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
- Grundsatzbeschluss zur Umrüstung von Gasleuchten hier: Jährlicher Bericht zum Vortrag des Magistrats vom 28.03.2014, M 69 Ziffer 516.12.2024 · B (Bericht des Magistrats)
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Der vorliegende Klimaschutzbericht wird durch die Magistratsberichterstattung zur Klimaallianz (B 202 vom 06.05.2022) und "Klimaneutrales Frankfurt 2035": Grundsatzbeschlüsse (B 319 vom 22.08.2022 und B 34 vom 13.01.2023) ergänzt. Er trägt den Titel "Bausteine für den Klimaschutz" und umfasst Projekte und Maßnahmen, die einen Beitrag zur Reduktion des CO 2 -Ausstoßes für das Stadtgebiet von Frankfurt am Main leisten. Der Berichtszeitraum ist vom 01.01.2021 bis 31.12.2022.
Die Projekte und Maßnahmen wurden durch das Klimareferat entwickelt und umgesetzt sowie durch städtische Gesellschaften, die im Vorfeld gebeten wurden, eigene Beiträge beizusteuern. Diese sind an einem Zusatz unter den Überschriften in kursiv zu erkennen, beispielsweise "Beitrag von KEG".
Rubriken
| Energiekonzepte | Seite 2 |
| Klimaschutz für Unternehmen, Kultur und Sportbetriebe | Seite 7 |
| Klimaschutz für Haushalte und Gebäudeeigentümer:innen | Seite 13 |
| Klimaschutzveranstaltungen und -informationen | Seite 16 |
| Bildung und Netzwerke | Seite 20 |
| Verkehr | Seite 22 |
| Beteiligte Ämter, Städtische Gesellschaften und Beteiligungen | Seite 24 |
Energiekonzepte
EU City Mission für 100 smarte und klimaneutrale Städte
"Climate Neutral and Smart Cities" ist eine EU-Mission zur Bündelung von Ressourcen in Hinsicht auf Förderprogramme, Politik, Regulierungs- und andere Maßnahmen. Frankfurt wurde als eine von 100 europäischen Kommunen ausgewählt. Voraussetzung ist, bis 2030 im jeweils definierten Bilanzierungsrahmen klimaneutral sein zu wollen. So können die ausgewählten Kommunen als Experimentier- und Innovationsknoten für alle europäischen Städte fungieren, die dann bis 2050 folgen sollen. Frankfurt hat zusammen mit acht weiteren deutschen Kommunen nun die Aufgabe, einen sogenannten "Climate City Contract" zu entwickeln, der zur Erreichung der Klimaneutralität eine zentrale Rolle spielen wird.
Klimaschutz- und Standortmanagement im Nachhaltigen Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach
Während der Coronazeit konnten die Vor-Ort-Beratungen nicht oder nur eingeschränkt angeboten werden. Das Klimaschutzmanagement wird nach Wiederaufnahme bei der Vernetzung, Kontaktaufnahme, Begleitung und Kommunikation des Beratungsangebots unterstützen. Ergänzend bietet das Klimareferat einen kostenfreien Photovoltaik-Check an, der auf das hohe Potential an freien Dachflächen im Gebiet abzielt. Mit bisher 31 durchgeführten Impulsberatungen stößt dieses Angebot auf große Resonanz. Um den Zubau klimafreundlicher Energieerzeugungseinheiten, die sich im Nachhaltigen Gewerbegebiet befinden, zu dokumentieren und zu visualisieren, wurde die digitale Animation des sogenannten Grünen Kraftwerks auf der Webseite des Nachhaltigen Gewerbegebiets eingeführt. Die aktuelle Leistung aller darin zusammengefassten Anlagen beträgt rund 2,23 Megawatt (MW). Die Standortinitiative FFN e.V. hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, die installierte Leistung bis zum Jahr 2025 auf 3 MW auszubauen.
Klimaschutz in der Frankfurter Altstadt
2022 hat das Klimareferat einen Flyer zu den Klimaschutz-Aspekten in der Frankfurter Altstadt erstellt, sodass auf einer Karte mit begleitenden Informationen erkundet werden kann, wo und wie Klimaschutz in der Altstadt umgesetzt wurde. Die Flyer liegen in der Bürgerberatung in der Altstadt aus und werden auch für Führungen genutzt. Parallel dazu wurde ein Film entwickelt, der die Informationen visuell vermittelt und auf dem Youtube-Kanal des Klimareferats läuft.
Potentialstudie Erneuerbare Energien für Siedlungsgebiete in Frankfurt am Main
In 2022 wurde ein integriertes Quartierskonzept für den Stadtteil Sossenheim erarbeitet. Gefördert wurde das Konzept durch das Förderprogramm 432 - "Energetische Stadtsanierung" der KfW-Bank. Das Besondere: Nicht nur jedes einzelne Gebäude wird erfasst, sondern auch die Nachbarschaft und das gesamte Quartier.
Passivhausbeschluss
Käufer:innen und Pächter:innen städtischer Grundstücke sind verpflichtet, neue Gebäude im Passivhausstandard zu bauen. Ausnahmen sind nur möglich, wenn bauliche Gründe dem entgegenstehen. Das Klimareferat berät potenzielle Käufer:innen und Pächter:innen städtischer Grundstücke zur Umsetzung des Passivhausstandards, prüft die Einhaltung der Planungen und gibt seine Stellungnahmen weiter an das Liegenschaftsamt.
Neubau der Betriebshöfe-West des Amts für Straßenbau und Erschließung und des Grünflächenamtes
Beitrag von KEG - Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Im Rahmen der städtebaulichen Neuordnung an der Palleskestraße in Frankfurt-Höchst entwickelte die KEG ein Teilgrundstück der ehemaligen Breuerwerke als neue Betriebsstandorte für das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und das Grünflächenamt (GFA). In diesem Zusammenhang errichtete die KEG für beide Ämter je einen Neubau mit den notwendigen Büro- und Sozialräumen.
Beide Gebäude sind in energiesparender Passivhaus-Bauweise mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung errichtet. Damit ist ihr Betrieb deutlich energiesparender und emissionsärmer als in den veralteten Gebäuden am ursprünglichen Standort der Ämter.
Die energetische Versorgung der Gebäude erfolgt durch ein eigenes Nahwärmenetz unter Einsatz eines Blockheizkraftwerkes. Die Installation und nachträgliche Einbindung von Photovoltaikanlagen ist bei der Konfiguration der Anlage bereits vorgesehen. Das Nahwärmenetz versorgt zudem zwei Bestandsgebäude und berücksichtigt planungsseitig den Anschluss zukünftiger Gebäude im Umfeld. Die Gesamt-Wärmeversorgungsleistung für alle Gebäude beträgt rund 760 KW thermisch.
Kohleersatzprojekt HKW West
Beitrag von Mainova AG
Die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 beschlossen. Die Mainova hat sich zum Ziel gesetzt, das HKW West bis 2026 auf Erdgas umzustellen, das stellt derzeit die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Alternative dar. Einfluss auf diese Entscheidung hatte auch unser großes Dampfnetz, das aufgrund seiner Netzstruktur weiterhin mit etwa gleicher Leistung vom Standort HKW West aus versorgt werden muss. Neben der Umstellung auf Erdgas wird auch der Einsatz von CO 2 -freien Gasen, etwa klimaneutral erzeugtem Wasserstoff, in den weiteren Planungsschritten berücksichtigt. Allein durch diese Maßnahme wird sich der CO2-Ausstoß ab 2027 um jährlich rund 400.000 Tonnen verringern. Das entspricht einer Reduktion von 50 Prozent im Vergleich zu einem Durchschnittsjahr.
https://www.mainova.de/de/ihre-mainova/ueber-uns/waerme-strom versorgung/kohleersatzprojekt-hkw-west
Projekt Langweidenstraße - Modernisierung und regenerative Energieversorgung für den Klimaschutz
Beitrag von Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt GmbH
56 weitere Wohneinheiten der Unternehmensgruppe Nassauischen Heimstätte Wohnstadt (NHW) werden durch die Modernisierung des Projekts Langweidenstraße klimaneutral mit einer Wärmepumpe beheizt.
Der Einsatz von Luft-Wärme-Pumpen steigt in Deutschland stetig an. Gerade beim Neubau von Einfamilienhäusern stellen sie inzwischen die mehrheitliche Art der Wärmeversorgung dar. Bei Mehrfamilienhäusern hingegen, und besonders bei Bestandsgebäuden, gibt es deutlich weniger Erfahrungswerte.
Die NHW modernisiert jedes Jahr einen Teil ihrer Bestandsgebäude mit dem Ziel, diese klimaneutral betreiben zu können. Neben der Optimierung der Gebäudehülle zur Reduktion des Energiebedarfs, wurde in diesem Zusammenhang der Einsatz der Wärmepumpe als bevorzugte Energiequelle festgelegt. Die Wärmepumpe verwendet die Wärme der Umgebung, erhöht diese durch Kompressionen auf Heizwärmeniveau und ist bei Verwendung von Ökostrom eine klimaneutrale und zukunftsfähige Technologie für die Wärmeerzeugung.
In den letzten Jahren wurde in ersten Pilotprojekten der Einsatz der Wärmepumpe "getestet". Hierbei spielte nicht nur die technische Umsetzung eine Rolle, sondern auch die Akzeptanz der Nutzenden. Bei der technischen Umsetzung wurde vor allem geprüft, ob die Wärmepumpe als alleinige Wärmequelle funktioniert oder ein Gaskessel für besonders kalte Tage zusätzlich notwendig ist. Die Nutzenden mussten sich aufgrund des geringeren Heizbedarfs ihrer Wohnung nach der Modernisierung an ein geändertes Heizverhalten gewöhnen.
Bei dem Projekt Langweidenstraße kommt die Wärmepumpe inzwischen zum 35ten Mal in einem Bestandsgebäude zum Einsatz. Auf insgesamt 3.600 m² konnte der Energiebedarf um mehr als 60% reduziert werden, was eine der wesentlichen Grundlagen für den effizienten Einsatz der Wärmepumpe bildet. Sobald die Wärmepumpe Strom benötigt, muss dieser nicht aus dem Netz entnommen werden, sondern es wird der selbsterzeugte Strom verwendet, der über die neu installierte Photovoltaikanlage generiert wird. Und dies nicht nur, wenn gerade Strom durch ausreichende Sonneneinstrahlung erzeugt wird, sondern dank eines Akkus immer dann, wenn Strom benötigt wird.
Reduktion des Energiebedarfs durch die Modernisierung und Verwendung einer regenerativen Energieversorgung bilden so die erfolgreiche Kombination, dass auch dieses Objekt der NHW einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
CO2-Einsparung durch Modernisierung im Rahmen der Klimastrategie
Beitrag von Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt GmbH
Mit der Erarbeitung einer Klimastrategie legte die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt (NHW) bereits im Jahr 2018 den Grundstein, um ihre Wohnungsbestände auf den Weg zur Klimaneutralität zu bringen. Mit dem Ziel, die Anforderungen für einen 2°-kompatiblen Primärenergiebedarf des Wohnungsbestands in 2050 zu erfüllen, wurden quantitative und qualitative Ziele festgelegt und in einer Zielvereinbarung mit dem Land Hessen verbindlich festgeschrieben.
Die Basis der qualitativen Verbesserung bildet die Reduktion der Wärmeverluste über die Gebäudehülle. Durch einen vorgeschriebenen zu erreichenden Hüllstandard werden im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen nicht nur die Außenwände und die Dachflächen gedämmt, sondern auch der Austausch von Fenstern und Außentüren verbessert die Hüllqualität wesentlich. Dazu wird die fossile Energieversorgung durch eine regenerative Energieversorgung ersetzt, unterstützt durch die Produktion von eigenem Strom durch Photovoltaikanlagen.
Durch eine Verdopplung des Modernisierungsumfangs im Vergleich zu den Vorjahren werden seitdem jährlich etwa 2% des Gebäudebestandes modernisiert. Dank der unternehmenseigenen Datenbank ist bekannt, welche Objekte die energetisch schlechtesten sind, die vorrangig einer Optimierung bedürfen. Durch die Festlegungen wird dabei gewährleistet, dass immer die nachhaltigsten Maßnahmen umgesetzt werden, die zu einer größtmöglichen Reduktion der Energiebedarf und damit auch zu einer wesentlichen CO 2 -Einsparung führen.
Der Erfolg der Anstrengungen lässt sich in den Nachhaltigkeitsberichten der letzten Jahre nachlesen: in den vergangenen drei Jahren wurden die Emissionen von Bestandsgebäuden durch die Modernisierung jeweils um mehr als 60% gesenkt. Dabei ist es in jedem Jahr gelungen, die Zielwerte zu unterschreiten. Auch in 2022 konnte dieser Trend fortgesetzt werden - die Emissionen konnten wieder deutlich, diesmal sogar um fast 70% reduziert werden, wodurch sich die CO 2 -Emissionen dieser Gebäude um etwa 2.000 t pro Jahr reduzierten. Damit ist die NHW weiterhin auf ihrem Zielpfad unterwegs, um die Auswirkungen ihrer Gebäude zu reduzieren.
https://berichte.naheimst.de/2021/nachhaltigkeitsbericht/hand lungsfelder/nachhaltigkeit-im-bau-und-betrieb/
Recycling-Aufstockung Kelsterbach
Beitrag von Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt GmbH
11.700 Tonnen CO 2 -Einsparung - das ist das stolze Ergebnis einer Aufstockung in Kelsterbach.
Gebäude emittieren CO 2 nicht nur während des Betriebs; bereits bei der Herstellung der für die Baumaßnahme verwendeten Materialien entsteht etwa ein Drittel aller CO 2 -Emissionen. Als sinnvoller Ansatz tritt hier das Prinzip der Circular Economy auf den Plan. Um vor diesem Hintergrund Reduktionspotentiale zu ermitteln sowie die erneute Verwendung bereits eingebauter Materialien zu testen, hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt (NHW) im Jahr 2021 / 2022 ein Pilotprojekt durchgeführt. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Maßnahme sollte bei der Umsetzung die Wiederverwendung eines möglichst hohen Anteils an Materialien erzielt und damit gleichzeitig Ressourcen geschont sowie die Abfallmenge verringert werden.
Für die Aufstockung eines Mehrfamilienhauses, bei der insgesamt 126 Quadratmeter neuer Wohnraum entstanden ist, wurden Materialien wie Holzrahmenbauwände, Fenster, Balkonverkleidungen, Fallrohre und sogar Abdeckungen für Lichtschalter aus eigenen Abriss- und Modernisierungsprojekten wiederverwendet. Die Dachdichtung stammt aus der zeitgleich durchgeführten Aufstockungsmaßnahme in der Frankfurter Fritz-Kissel-Siedlung und wurde nach Prüfung durch den Hersteller wieder für den Einbau freigegeben und mit einer neuen Garantie ausgestattet. Insgesamt konnten 50 % der notwendigen Materialien durch Recyclingprodukte ersetzt werden, obwohl die Zwischenlagerung und Aufbereitung eine echte Herausforderung dargestellt hat.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt: Die Sicherheit darf nicht vernachlässigt werden. So war es von essenzieller Bedeutung, dass die hier eingesetzten recycelten Baustoffe entsprechend zertifiziert und mit Garantien versehen sind und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Parallel zur Aufstockung wurde auch das bestehende Gebäude energetisch und auch technisch modernisiert. Mit dem Projekt konnten insgesamt 40% der CO 2 -Emissionen eingespart werden, die bei Durchführung der Maßnahme unter Verwendung ausschließlich neuer Materialien entstanden wären. Aus ökonomischer Sicht konnten durch die Wiederverwendung der Materialien gegenüber einer konventionellen Umsetzung sogar auch noch nennenswert Kosten verringert werden. Das Projekt hat gezeigt, dass recyceltes Material eine echte Alternative darstellt, sowohl ökologisch als auch ökonomisch.
https://www.naheimst.de/newsroom/artikel/in-jeder-h insicht-vorbildlich
Fortwährende Ermittlung des Carbon Footprint (CO 2 -Fußabdruck)
Beitrag der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH
Mit der Verifizierung des CO 2 -Fußabdrucks nach Greenhouse Gas Protocol gewinnt FES erstmals eine umfassende Übersicht über die unternehmenseigene Emissionsbilanz. Ein fortgesetztes, jährliches Monitoring gibt der Geschäftsleitung zudem ein zentrales Steuerungsinstrument für unternehmerischen Klimaschutz an die Hand. Die FES kann so die Stadt Frankfurt bei der Erreichung ihres Ziels der Klimaneutralität bis 2035 besser unterstützen und zugleich die Kosten für einzelne Maßnahmen klarer benennen.
In dem für die Jahre 2020 und 2021 ermittelten Fußabdruck werden direkte und indirekte (auf biogener Basis erzeugte und deshalb als CO 2 -neutral geltende) Emissionen gleichermaßen betrachtet. Direkt emittiert werden demnach 134.000 Tonnen CO 2 , indirekt 130.000 Tonnen (alle Zahlen: 2021). Ermittelt wird auch ein sogenannter Handabdruck, der diejenigen Emissionen positiv anrechnet, die FES durch eigene Energieerzeugung mit Solarmodulen oder auf biogener Basis aktiv vermeidet. Der Handabdruck der FES beläuft sich auf 85.000 Tonnen CO 2 .
Die meisten direkten Emissionen der Unternehmensgruppe verursacht mit Abstand das gemeinsam mit dem Energiedienstleister Mainova betriebene Müllheizkraftwerk Frankfurt (MHKW): Der FES-Anteil verursacht rund 117.000 Tonnen CO 2 pro Jahr. Dem MHKW fällt aber - neben der systemrelevanten Erzeugung von Strom und Wärme - schon heute auch die Rolle eines Energiedienstleisters für emissionsfreie Mobilität zu (seit 2019 E-Busse, ab 2023 auch E-Müllfahrzeuge). Perspektivisch wird zudem das vom MHKW emittierte CO 2 zurückgehen, wenn das Restabfallaufkommen in Frankfurt so stark sinkt, wie es sich Stadt Frankfurt und FES zum Ziel gesetzt haben: von derzeit 205 Kilogramm pro Einwohner:in und Jahr auf dann 120 Kilogramm.
Dokumentiert wurden auch die Emissionsdaten des Fuhrparks, der schon heute in Teilen elektrifiziert ist. Sie liegen aktuell bei 10.300 Tonnen CO 2 . Vergleichsweise gering schlagen sonstige Verbrennungsprozesse in Anlagen (ca. 1.000 Tonnen) und der zugekaufte Strom (684 Tonnen) zu Buche. Die FES ist auf Grund ihrer großen stromproduzierenden Anlagen MHKW, der Bioabfallbehandlungsanlage RMB, dem Solarpark in Dreieich sowie neun eigenen Photovoltaikanlagen schon heute zu 76 Prozent stromautark.
https://nhb.fes-frankfurt.de/
Photovoltaik Berkersheimer Grundschule
Beitrag von Amt für Bau und Immobilien
Auf dem Dach der Berkersheimer Grundschule wurde zusammen mit einem externen Investor (Dipl.-Ing. Eimermacher) eine Photovoltaikanlage mit 99 kWpeak errichtet. Das Dach verfügt gemäß den Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen über eine extensive Dachbegrünung. Als Pflanzenarten gibt es Staudengräser wie Diamantgras, Goldährengras, Atlasschwingel und Steinkraut sowie Disteln, Lavendel und Glockenblumen um eine möglichst vielfältige Flora zu ermöglichen. Die Photovoltaikanlage ist aufgeständert auf das Gründach montiert, um die darunterliegende Vegetation nicht zu beinträchtigen.
Es handelt sich um eines der ersten städtischen Dächer, wo Photovoltaik mit Dachbegrünung kombiniert wurde.
https://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/
Klimaschutz für Unternehmen, Kultur- und Sportbetriebe
Forschungsbohrung Rebstockbad
Geothermie könnte bei der klimaneutralen Wärmeversorgung von Frankfurt eine wichtige Rolle spielen. Erste Untersuchungen im Frankfurter Stadtgebiet haben gezeigt, dass möglicherweise unter Frankfurt in einer Tiefe von 800 Metern Temperaturen zwischen 40 und 60° C vorzufinden sind.
Um die tatsächlichen Gegebenheiten und Potentiale im Untergrund der Stadt zu ermitteln, lässt die Stadt Frankfurt als Bauherrin seit November 2022 eine Forschungsbohrung durchführen. Sie wird auf dem Rebstockbadgrundstück der BäderBetriebe Frankfurt GmbH niedergebracht. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen stellt die finanziellen Mittel zur Durchführung der Forschungsbohrung zur Verfügung. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Ziel des Vorhabens ist, verlässliche Aussagen darüber zu treffen, mit welchem Aufwand Erdwärme im Frankfurter Untergrund gewonnen werden kann.
Denkbar ist, dass künftig gut gedämmte Gebäude direkt mit Erdwärme geheizt werden oder auch große Gebäudekomplexe unter Einsatz von Wärmepumpentechnologie wirtschaftlich mit Erdwärme versorgt werden können. Die gewonnenen Daten können auch eine Planungsgrundlage für die Konzeptionierung der Wärmeversorgung beispielsweise der Neubauprojekte Rebstockbad und ggf. Römerhöfe liefern. Diese Gebäude würden im Idealfall eine CO 2 -freieWärmeversorgung erhalten.
In Frankfurt gibt es etwa 200 Anlagen mit Erdwärmesonden mit einer Leistung von 8.000 Kilowatt zur Nutzung von Geothermie. Die größten Anlagen stehen auf dem Areal des Henninger Turms sowie auf dem im Bau befindlichen Hochhausensemble FOUR Frankfurt. Allerding zählen diese Anlagen zur oberflächennahen Geothermie. Derzeit gibt es in Frankfurt noch keine mitteltiefen Geothermie-Projekte, was sich aber mit den Erkenntnissen aus der Forschungsbohrung Rebstockbad ändern könnte. Im Hinblick auf die geplante Endteufe von 800 Metern handelt es sich bei der Forschungsbohrung am Rebstockbad um die tiefste jemals niedergebrachte Bohrung im Frankfurter Stadtgebiet.
http://frankfurt.de/geothermie
Förderrichtlinie für Frankfurter Bühnenbetriebe
Die Förderrichtlinie war in dieser Form in Deutschland einmalig und ist zum 31.12.2021 ausgelaufen. Im Projektzeitraum 2016 bis 2021 wurden 20 Anträge über die Förderrichtlinie von 11 verschiedenen Bühnenbetrieben gestellt. Zusammen erreichten die Maßnahmen ein Investitionsvolumen von 384.000 Euro. Die bewilligte Förderung durch das Klimareferat betrug 240.000 Euro. Jede Förderung löste das 1,6-fache an Investitionen aus. Der Schwerpunkt der Anträge lag auf der Bühnen- und sonstigen Beleuchtung mit einer Umstellung auf die effiziente LED-Technik sowie auf der ebenfalls geförderten Beratung.
ÖKOPROFIT Frankfurt RheinMain
Über den Regionalverband FrankfurtRheinMain, als Kooperationspartner der Stadt Frankfurt am Main, nehmen seit 2019 an jeder Projektrunde je drei Kommunen aus der Region teil.
Ergebnisse der Projektrunde 2020/2021:
- 12 Unternehmen/Institutionen nahmen an der Einsteigerrunde teil
- 30 Betriebe am ÖKOPROFIT- Klub
Erzielte und geplante Einsparungen von 35 bilanzierten Betrieben im Zeitraum 2020/2021:
- Strom: 2 736 736 kWh
- Wärme- und Prozessenergie: 2 473 507 kWh
- Kraftstoffe: 54 536 kWh
- CO2-Emissionen: 8 929 170 kg
- Wasser/Abwasser: 1 012 m³
- Rohstoffe und Abfälle: 26 870 kg
- Kosteneinsparung: 1 272 147 Euro
Teilnehmer ÖKOPROFIT-Einsteigerprojekt 2020/2021:
- Bank Julius Bär Deutschland AG
- Cabot Aerogel GmbH
- Fairsicherungsladen Frankfurt Versicherungsmakler GmbH
- Gemeindeverwaltung Limeshain
- GFFB gGmbH
- Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main
- Kindertagesstätte "Rasselbande" der Stadt Neu-Anspach
- Landwirtschaftliche Rentenbank
- Magistrat der Stadt Hofheim im Taunus
- Rogel Raumbegrünung GmbH
- RTO GmbH
- Sankt Katharinen Krankenhaus GmbH
In 2022 startete zudem die neue ÖKOPROFIT-Projektrunde, mit 13 Unternehmen in der Einsteiger- und 31 in der Klub-Runde.
Teilnehmer ÖKOPROFIT-Einsteigerprojekt 2022/2023:
- CAIROS GRUPPE CAIROS Development GmbH
- Deutsche Rentenversicherung Hessen
- Ensemble Modern GbR
- Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen GmbH
- Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main IHK KdöR
- Landeszahnärztekammer Hessen, K.d.ö.R.
- Magistrat der Stadt Nidda
- Magistrat der Stadt Schwalbach am Taunus
- Nord-Micro GmbH & Co. KG
- St. Bonifatius Frankfurt am Main KdöR
- Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH
- Verlag C.H. Beck oHG
Die Netzwerkarbeit und der weitere Wissensaufbau können die Einsteiger- Betriebe anschließend im ÖKOPROFIT-Klub weiterführen und vertiefen. In den beiden Projektrunden 2020/21 und 2022/23 nahmen folgende Unternehmen am ÖKOPROFIT-Klub teil.
Teilnehmer ÖKOPROFIT-Klub
- AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS
- Alte Oper Frankfurt Konzert- und Kongresszentrum GmbH
- Carl Friederichs GmbH
- DB Regio Aktiengesellschaft
- Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.
- Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG
- DZ BANK AG
- Ernst & Young Real Estate GmbH
- FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH
- GWR gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling mbH
- Haus der Volksarbeit e.V.
- HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mit beschränkter
- IB internationaler Bund Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V.
- Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH
- Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Herrn Dirk Seitz
- Krieger + Schramm GmbH & Co. KG
- Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main GmbH
- Magistrat der Kreisstadt Dietzenbach Fachbereich 60
- Magistrat der Stadt Maintal
- PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
- Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH
- Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH Stadtbahnzentralwerkstatt (SBZW)
- Studierendenwerk Darmstadt AÖR
- Union Asset Management Holding AG
- VR Smart Finanz AG
Teilnehmer bis Klub-Runde 2020/21:
- DB Fernverkehr AG - ICE Werk Griesheim
- Diakonie Hessen - Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V.
- Frabona GmbH
- Haus Aja Textor-Goethe
- Jean Bratengeier Baugesellschaft mbH
- Neue Teilnehmer ab Klub-Runde 2022/23:
- Bank Julius Bär Deutschland AG
- Cabot Aerogel GmbH
- GFFB gGmbH
- Landwirtschaftliche Rentenbank
- Rogel Raumbegrünung GmbH
- Sankt Katharinen-Krankenhaus GmbH
Frankfurt-spart-Strom für Gewerbebetriebe, Vereine und Religionsgemeinschaften
Im Zeitraum 2021 bis Ende 2022 wurden folgende Anträge bewilligt:
- 11 bewilligte Anträge, 8 ausgezahlte Anträge
- Investitionen: 551.000 Euro bewilligte Anträge, 541.000 Euro ausgezahlte Anträge
- Ausgezahlte Förderung: 59.000 Euro bewilligte, 57.000 Euro ausgezahlte Anträge
- Kalkulatorische Stromeinsparung: 651.000 kWh bewilligte, 617.000 kWh ausgezahlte Anträge
- CO 2 -Einsparung: 273 Tonnen bewilligte, 259 Tonnen ausgezahlte Anträge
Das Verhältnis von Förderung zu Investition lag bei den 8 ausgezahlten Maßnahmen in einem Verhältnis von 1:9,5. Das Gewerbeförderprogramm trägt damit effektiv zu einer Reduzierung des Endenergieverbrauchs in Frankfurt bei. Ein Großteil der Maßnahmen liegt weiterhin im Bereich der Beleuchtungserneuerung und Umstellung auf LED-Technik. Vor allem im Einzelhandel kann in diesem Bereich viel bewirkt werden. Durch diese vergleichsweise einfache Maßnahme können erhebliche Effizienzpotentiale gehoben werden.
http://frankfurt-spart-strom.de/gewerbe/
Kostenlose Erstberatung Elektromobilität für Frankfurter Unternehmen
Beitrag von Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Lange hatte die Elektromobilität in Deutschland einen schweren Stand. Das im Jahr 2010 durch die damalige Bundesregierung verkündete Ziel, bis 2020 eine Millionen E-Autos auf deutschen Straßen fahren zulassen, konnte im August des Jahres 2021 erreicht werden. Im Jahr 2022 scheint die Elektromobilität in Deutschland auf der Überholspur angekommen zu sein. Dies belegen auch die weiterhin steigenden Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen in Frankfurt am Main. Nicht nur der Klimawandel, sondern auch das von der EU beschlossene Verbot von Verbrennern ab 2035 zeigt, dass der Umstieg auf die Elektromobilität keine Frage des "ob", sondern des "wann" ist.
Elektrofahrzuge stoßen keine lokalen Emissionen aus und schonen dadurch Umwelt und Klima. Die Elektromobilität ist trotz des derzeitigen deutschen Strommixes bereits umweltfreundlicher als Verbrenner. Mit dem Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland wird die Elektromobilität immer umweltfreundlicher.
Im Jahr 2020 rief die Wirtschaftsförderung Frankfurt das kostenlose Erstberatungsangebot Elektromobilität für Frankfurter Unternehmen ins Leben. Ziel des Angebotes ist es, den teilnehmenden Unternehmen eine unternehmensspezifische Erstberatung zu ermöglichen, die den Einstieg in die lokal emissionsfreie Elektromobilität erleichtern soll. Die Beratung erfolgt über einen Zeitraum von 6 Monaten.
Zu den Bestandteilen der Erstberatung gehören eine vollständige Analyse der Unternehmensflotte und des Mobilitätsbedarfes. Auch werden die Unternehmen hinsichtlich der Ladeinfrastruktur beraten. Es werden Fragen beantwortet wie: Wo kann ich vor Ort Ladeinfrastruktur aufbauen? Was gilt es zu beachten, wenn unterwegs geladen werden muss? Welche Stolpersteine gibt es, wenn Mitarbeitende zu Hause laden sollen? Welche Fahrzeuge sind auf dem Markt verfügbar? Welche Fahrzeuge eignen sich für meinen persönlichen Mobilitätsbedarf? Welche Förderprogramme sind vorhanden?
Am Ende der Beratung wird den Unternehmen ein Abschlussbericht zur Verfügung gestellt, der auf Basis der Gespräche und behandelten Inhalte individuell auf das Unternehmen zugeschnitten ist. Der Abschlussbericht umfasst das Mobilitätsprofil des Unternehmens, Handlungsempfehlungen zum Umstieg, Finanzierungsmöglichkeiten und das CO 2 -Einsparungspotential.
Teilnehmenden Unternehmen steht es frei, Schwerpunkte innerhalb der Beratung zu setzen. Je nachdem wie der unternehmensspezifische Bedarf aussieht.
An den bisherigen zwei Beratungsrunden nahmen insgesamt 19 Unternehmen teil. In der ersten Runde wurden 12 Unternehmen beraten. Durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge besitzen diese insgesamt ein Einsparungspotential von etwa 413 Tonnen CO 2 pro Jahr. In der zweiten Runde wurden 7 Unternehmen beraten. Diese haben insgesamt ein CO 2 -Einsparungspotential von 442 Tonnen pro Jahr durch die Elektrifizierung ihres Fuhrparks.
Aufgrund der bereits erfolgten Umsetzungsmaßnahmen in den teilnehmenden Unternehmen startete die Wirtschaftsförderung Frankfurt im Jahr 2022 bereits die dritte Runde des Erstberatungsangebotes.
www.frankfurtemobil.de
Messe Frankfurt absolviert erfolgreich ESG-Rating
Beitrag von Messe Frankfurt GmbH
Die Messe Frankfurt hat erfolgreich an einem ESG-Rating (Environmental-Social-Governance) teilgenommen. Das Unternehmen erreichte auf Anhieb die Bronze-Medaille. Damit gehört die Messe Frankfurt zu den 50 Prozent der am besten bewerteten Unternehmen, die EcoVadis, der weltweit größte Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, untersucht hat.
Im Zuge des Ratings wurde das Engagement der Messe Frankfurt im Rahmen internationaler Standards für Nachhaltigkeit, darunter Global Reporting Initiative, ISO 26000 sowie United Nations Global Compact durch EcoVadis transparent bewertet. In der Bewertung von EcoVadis wurden die unternehmerischen Nachhaltigkeitsaktivitäten Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, nachhaltige Beschaffung sowie Ethik betrachtet. Die Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Messe Frankfurt wurden durch entsprechende Nachweise dezidiert belegt.
https://www.messefrankfurt.com/frankfurt/de/presse/presselist e/2022/environmental-social-governance-rating-bronze.html
Messe Frankfurt bezieht umweltschonenden Solarstrom aus der Uckermark von der Mainova AG
Beitrag der Messe Frankfurt GmbH
Die Messe Frankfurt setzt auch zukünftig auf eine klimaneutrale Energieversorgung aus 100 Prozent Ökostrom. Ab 2024 bezieht die Messe 30 Prozent ihres Strombedarfs aus dem in der Uckermark entstehenden Solarpark "Boitzenburger Land". Dafür hat sie mit dem Frankfurter Energiedienstleister Mainova AG ein entsprechendes Power Purchase Agreement (PPA) mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Mainova ist am Solarpark "Boitzenburger Land" zu 25 Prozent beteiligt. Der Solarpark, der voraussichtlich im Frühjahr 2023 in Betrieb geht, gehört zu einem der größten in Deutschland. Mainova plant, den gesamten Stromertrag von jährlich 180 Gigawattstunden abzunehmen und zu vermarkten. Das entspricht rein rechnerisch der umweltfreundlichen Energieversorgung von 64.000 Haushalten und einer jährlichen Einsparung von 85.000 Tonnen Kohlendioxid.
Bereits seit dem Veranstaltungsjahr 2020 bezieht die Messe Frankfurt für die Versorgung von Ständen, Hallen und Gelände am Standort Frankfurt zu 100 Prozent Ökostrom. Mit dem aktuellen Vertragsabschluss sichert das Unternehmen in einem volatilen Energiemarkt seine nachhaltige Energieversorgung als Teil eines ganzheitlichen und nachhaltigen Wirtschaftens. Langfristig sollen weitere 30 Prozent des Energiebedarfs der Messe Frankfurt durch Windenergie abgedeckt werden. Die restliche Strommenge wird als Ökostrom über Mainova bezogen. "Das Power Purchase Agreement verschafft der Messe Frankfurt Planungs- und Kostensicherheit. Mainova als verlässlicher, regionaler Partner an unserer Seite ermöglicht es uns, zukünftig durch das PPA den derzeit hochwertigsten Ökostrom am Markt zu beziehen, und das aus einer eindeutig nachvollziehbaren Quelle", so Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
Auch auf dem Messegelände werden derzeit drei Photovoltaikanlagen betrieben. Die neueste Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle 12 erzeugt seit 2018 Energie für den Eigenbedarf und umfasst mit 5.300 Solarmodulen rund 9.000 Quadratmeter. Die erste Anlage entstand 2009 mit Unterstützung der Mainova AG auf dem Dach der Messehalle 10. 2010 wurde in Zusammenarbeit mit Sonneninitiative e.V. die zweite Anlage auf dem Messeparkhaus Rebstock installiert.
https://www.messefrankfurt.com/frankfurt/de/unternehmen/susta inability/umwelt.html#photovoltaik
Fassadenbegrünung an der Abfallverbrennungsanlage/Müllheizkraftwerk
Beitrag von AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH/Müllheizkraftwerk GmbH
Bei diesem Projekt wurde ein neuartiges System für eine wartungsarme und robuste Grünfassade entwickelt, welches im großen Maßstab auf dem Gelände des MHKW in Heddernheim realisiert wurde.
Ziel ist dabei, dieses Pilotprojekt hinsichtlich des Einflusses auf das Mikroklima (Luftfeuchte, Temperatur und Staubpartikel), die ortgebundene Biodiversität und anfallende Wartungskosten zu monitorieren. Grundsätzlich haben derartige Grünfassadensysteme auch Potential zur Minderung des städtischen Lärmpegels, dies ist aber an diesem Standort nicht messbar. Bereits nach Rückbau des Fassadengerüstes wird diese Grünfassade als eine der größten im Umland eine Signalwirkung auf die Stadt und ihre Klimaziele haben.
Im Auftrag der AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH und in Zusammenarbeit mit der Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH entwickelte das Ingenieurbüro Imagine Structure GmbH, Frankfurt seit 2020 in Zusammenarbeit mit der Firma Gartenbau Wolf, Rodgau, eine robuste, den hiesigen Klimabedingungen gewachsene Fassadenbegrünung.
Das frostsichere Rinnensystem aus Edelstahl ist mit robusten heimischen Gewächsen bepflanzt. Grundlegend bei der Auslegung der technischen Anlage zur Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen war der Low Tech Ansatz. Eine komplexe Steuerung wird nicht benötigt, da die Pflanzen ihren Nährstoffbedarf individuell je nach Klimabedingungen aus den Rinnen entnehmen können. Das Projekt soll nicht nur zeigen, wie vergleichsweise einfach sich Fassadenbegrünungen an Gebäuden anbringen lassen, sondern auch darlegen, welche positiven Umgebungseffekte erkennbar und messbar sind. Zu diesem Zweck wird die Fassadenbegrünung wissenschaftlich durch die Frankfurt University of Applied Sciences über mehrere Wachstumsperioden hinweg betreut. Über Sensoren im Bereich der Fassadenbegrünung werden die Daten verschiedener Umgebungsparameter langfristig aufgezeichnet. Aus diesen Daten und den Erfahrungen aus dem gesamten Prozess, von der ersten Idee über die Baugenehmigung bis hin zur Realisierung, soll ein Musterverfahren abgeleitet werden, um in Zukunft eine wachsende Zahl an begrünten Fassadenflächen in Frankfurt am Main realisieren zu können.
Die Musterfassadenbegrünung mit einer Gesamtfläche von ca. 160 m² ist seit Dezember 2022 an der Nordostecke des Müllheizkraftwerks Heddernheim schon von weitem zu sehen. Die troggebundene Fassadenbegrünung aus 17 Modulen von je 9 m² erstreckt sich über eine Höhe von 7 bis 26 m.
Klimaschutz für Haushalte und Gebäudeeigentümer:innen
Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.
V.
Der Beratungsbedarf hat durch die Energiekrise und den stark gestiegenen Energiepreis weiter zugenommen. Ebenso hat die im Gebäudenergiegesetz (GEG) verankerte Pflicht zu einem Beratungsgespräch bei Änderungen am gesamten Gebäude, die Anfragen erhöht. Der Energiepunkt hat im Berichtszeitraum 1000 private und professionelle Kund:innen beraten. Das geschätzte Investitionsvolumen aus diesen Beratungen beträgt rund 40 Millionen Euro. Hinzu kommen die Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)-Beratungen mit vielen Wohneinheiten.
Um diese sehr großen Potentiale zu heben, beteiligte sich das Klimareferat bis Mai 2020 gemeinsam mit seinem Subpartner Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. am europäischen Projekt "ACE Retrofitting" (Accelerating Condominium Energy) zur Beschleunigung der energetischen Sanierung von WEG. Die im Rahmen des Projekts entwickelte Prozessbegleitung mit verschiedenen Bratungsformaten wurde verbessert. WEG, die sich kurz vor der Umsetzung einer energetischen Maßnahme oder eines Beschlusses befinden, erhalten nach einem Ortstermin einen ausführlichen Bericht mit Bauschadensbetrachtungen. Für WEG, die sich noch am Anfang befinden, werden die Beratungsergebnisse in einem kurzen Bericht nach einer Online Beratung festgehalten. Diese Termine werden genutzt, um die Eigentümer:innen besser kennen zu lernen, Vertrauen auf- und Umsetzungshemmnisse abzubauen.
Die Energieberatung im Energiepunkt ist unabhängig, bürgernah und in den ersten 90 Minuten kostenlos. In den zehn Jahren Energieberatung durch den Energiepunkt hat sich gezeigt, dass eine bürgernahe Ansprache und verständliche Vermittlung von komplexen bauphysikalischen Zusammenhängen, die Hemmnisse deutlich verringert und die Bereitschaft, erste Schritte einer energetischen Sanierung zu veranlassen, erhöht. Zurzeit wird dazu ein Konzept zur Kooperation mit der Mainova ausgearbeitet.
Einer der 19 Grundsatzbeschlüsse aus dem Klimaschutzpaket ist die Schaffung eines Informations- und Beratungszentrums als eine feste Anlaufstelle zum Thema Klimaschutz. In dieses Informationszentrum könnte der Energiepunkt eingegliedert werden und so ein Beratungs-, Bau und Bildungszentrum für nachhaltiges Bauen und Sanieren mit dem Anspruch, ganzheitlichen Klimaschutz und Klimaanpassung den Bürger:innen zu vermitteln, entstehen.
www.energiepunkt-frankfurt.de
Sossenheim kann Klimaschutz
Besserer Klimaschutz, Reduzierung des Wärmebedarfs von Gebäuden und mehr energetische Stadtsanierung für Frankfurt-Sossenheim. Das ist das Ziel des Projektes "Sossenheim kann Klimaschutz", das im Januar 2022 mit der Ausarbeitung eines integrierten Quartierskonzeptes für den Stadtteil begann. Gefördert wird das Projekt durch das Förderprogramm 432 - "Energetische Stadtsanierung" der KfW-Bank und durch das Land Hessen. Das Besondere: nicht nur jedes einzelne Gebäude wird erfasst, sondern auch die Nachbarschaft und das gesamte Quartier.
Die Dienstleister Innovation City Management GmbH und Gertec Ingenieurgesellschaft GmbH erstellen im ersten Schritt bis März 2023 ein integriertes Quartierskonzept für den Stadtteil. Dabei wird der Gebäudebestand unter energetischen Gesichtspunkten beurteilt, Einsparpotentiale durch energetische Sanierungen identifiziert und Möglichkeiten der nachhaltigen Mobilität, sowie der Einbindung erneuerbarer Energien und Abwärmepotentiale in die Energieversorgung des Stadtteils untersucht. Auf Grundlage der Ergebnisse der Potentialanalyse wird dann ein Handlungskonzept als Maßnahmenplan erstellt. Bei der Ausarbeitung wurden die betroffenen städtischen Ämtern, externe Akteure und der Beirat "Sozialer Zusammenhalt Sossenheim" eingebunden. Das klimagerechte Quartier kann als Vorbild für weitere Quartiere und Stadteile dienen.
Nach der Ausarbeitung des integrierten Quartierskonzeptes und des Maßnahmenkatalogs ist als 2. Schritt in den nächsten drei bis fünf Jahren die Begleitung der Umsetzung durch ein Sanierungsmanagement geplant. Aufgabe des Sanierungsmanagements ist es, mit einer starken Präsenz im Quartier, die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Handlungskonzept zu initiieren, die Einbindung der Akteure vor Ort zu koordinieren und damit unter anderem die energetische Sanierung, die Erzeugung erneuerbarer Energie und die Abwärmenutzung im Stadtteil voranzutreiben.
Die energetische Stadtsanierung ergänzt das bereits erfolgreich laufende Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt Sossenheim" um den energetischen Aspekt
Aufsuchende Energieberatungen
Das Klimareferat bot Hauseigentümer:innen in Sossenheim von Juni bis Juli 2022 in Zusammenarbeit mit der LandesEnergieAgentur Hessen eine individuelle Erstberatung zur energetischen Gebäudemodernisierung als erste Maßnahme des Projektes "Sossenheim kann Klimaschutz" an. Damit hatten diese die Gelegenheit, sich eine Energieberatung ins Haus zu holen. Die Beratung war anbieter- und produktneutral, kostenfrei und richtete sich nach den Wünschen der Hausbesitzenden. Es konnten Fragen zu den energetischen Schwachstellen des Hauses beantwortet und über energetische Sanierungsmaßnahmen und erneuerbare Energien informiert werden. Außerdem wurden die zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten bei einer Realisierung von energetischen Sanierungsmaßnahmen von Seiten der Stadt Frankfurt, des Landes Hessen oder des Bundes erläutert. In den zwei Monaten wurden 100 Beratungen durchgeführt.
Am 19.05.2022 fand eine Auftaktveranstaltung im Saalbau Sossenheim statt. Hier hatte die Hauseigentümer:innen nach diversen Fachvorträgen zum Thema Klimaschutz die Möglichkeit, die Energieberatenden persönlich kennenzulernen.
Bürgerengagement für den Klimaschutz
Seit Einführung der Richtlinie im Jahr 2019 erhielten 18 Projekte eine Förderzusage und damit die Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von insgesamt 34.360 Euro. Zu den umgesetzten Projekten zählen beispielsweise der Testlauf eines klimaneutralen, unmotorisierten Lieferservices regionaler Lebensmittel für die Innenstadt während des ersten Corona-Lockdowns, die Unterstützung beim Aufbau eines Lastenradverleihs im Riederwald und Kalbach, Veranstaltungen rund um das Thema "Klimaschutz" in den Stadtteilen Bornheim, Preungesheim und Heddernheim sowie die Erstellung von Informationsmaterial für Frankfurter Reparaturinitiativen.
www.frankfurt.de/foerderung-buerger
HEATRAL- Elektronischer Heizungskeller
Beitrag von ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Smart-City-Lösung "Heatral" unterstützt beim Energiesparen.
Energiesparen ist das Gebot der Stunde, die Steigerung der Energieeffizienz ein dafür sehr wirksames Werkzeug. Großes Potential bieten beispielsweise Heiz- und Technikzentralen von Wohnungsbaugesellschaften. Um deren Effizienz weiter zu optimieren, kooperieren die ABG FRANKFURT HOLDING und die Mainova AG in dem gemeinsamen Smart-City-Projekt "Heatral". Sie statten dafür bis Ende des Jahres 2022 die Heizungsanlagen von über 100 ABG-Liegenschaften in Frankfurt am Main mit Sensoren aus. Diese sind Teil einer LoRaWAN-Infrastruktur und ermöglichen eine dauerhafte Fernüberwachung. So lässt sich beispielsweise einfach nachvollziehen, wie effizient der eingesetzte Brennstoff genutzt wird. "Dank unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Mainova nehmen wir in der Digitalisierung der Heizzentralen von Gebäuden gemeinsam eine Vorreiterrolle ein. Somit nutzen wir das Potential der Energieeinsparung durch Digitalisierung, indem wir viele unserer Heizzentralen mit smarten Lösungen zukünftig noch effizienter und kostensparender betreiben. Der bewusste Umgang mit Energie, den wir angesichts steigender Brennstoffkosten auch unseren Mieterinnen und Mietern dringend ans Herz legen, ist eine der wichtigsten Antworten auf die Herausforderungen der Energieversorgung", sagt Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING. Die Daten werden mit Hilfe der Funk-Technologie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) übertragen und in einer speziellen Web-Applikation angezeigt. In deren Analysebereich werden beispielsweise Verbrauchskurven dargestellt. Dies erlaubt, Auffälligkeiten und Ineffizienzen direkt zu erkennen. Das System ermöglicht zudem, bei Bedarf den Zustand von weiteren technischen Anlagen wie Pumpen, Lüftungen, Rauchmeldern oder Aufzügen zu überwachen und Störungen unverzüglich zu melden. Die mit Sensoren ausgestatteten ABG-Liegenschaften verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Mit ersten konkreten Ergebnissen der Auswertungen rechnen die Partner in 2023. In der kommenden Heizperiode sollen erste Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden, von denen Bewohnerinnen und Bewohner langfristig profitieren.
https://www.abg.de/presse/?document=5844
https://www.mainova.de/de/ihre-mainova/presse-und-politik/pre ssemitteilungen/2022/abg-und-mainova-digitalisieren-heizzentralen-smart-city-loe sung-heatral-unterstuetzt-beim-energiesparen-100804
Fassadenbegrünung Mainzer Landstraße 500-504, 506-512, 514-520, 522-528
Beitrag von ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Die ABG FRANKFURT HOLDING plant, als Pilotprojekt die Fassaden einiger ihrer Wohngebäude in der Mainzer Landstraße zu begrünen. An den Giebeln der Häuser Mainzer Landstraße 500, 506, 514 und 522 wird ein bodengebundenes Fassadenbegrünungssystem installiert. Angebracht wird es auf ein bestehendes Wärmedämmverbundsystem. Die teilflächigen Fassadenbegrünungssysteme sind jeweils 12 Meter hoch und 2 Meter breit. So wird die Fassadenfläche jedes Giebels (127 m²) zu rund einem Fünftel (24 m²) begrünt.
Die Auswahl der Pflanzen, mit denen die Fassadenbegrünung gestaltet werden soll, orientiert sich an den in der "Informationsschrift Fassadenbegrünung" des Förderprogramms "Frankfurt frischt auf" genannten Empfehlungen. Im Sinne der Vielfalt ist für jedes der vier Häuser jeweils eine individuelle Pflanzenart vorgesehen: Aristolochia tomentosa (Pfeifenwinde), Rosa i. S. (Rambler-Kletterrose), Vits coignetiae (Scharlachwein) und Wisteria floribunda (Blauregen). Dies sorgt neben weiteren vorteilhaften Effekten für eine jeweils eigene Identität und optische Aufwertung der vier Häuser.
Gemeinsam Leistung ans Netz bringen - Antragsportal für Einspeiseanlagen
Beitrag von Syna GmbH
Energiewende und Klimaschutz gehören eng zusammen. Auch wenn Projekte, Maßnahmen und Schritte zur Umsetzung oft kleinteilig wirken, jeder Beitrag zählt. Die Energiewende beginnt im Kleinen, dezentral. Das heißt auch, dass jede*r zum Gelingen der Energiewende und zum Klimaschutz beitragen kann. Das beweisen auch die Frankfurter Bürger*innen. Es wurden noch nie mehr Einspeiseanlagen innerhalb eines Jahres angemeldet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu Ende 2020 haben wir damit einen Zuwachs von 21 Prozent in dem von uns betreuten Netzgebieten im Frankfurter Stadtgebiet verzeichnet.
Das ist eine tolle Entwicklung. Mit einer eigenen Anlage wie z. B. einer Photovoltaik-Anlage (PV) auf dem Dach oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) im Keller werden die Frankfurter Bürger*innen zu Stromproduzenten und unterstützen so die Energiewende.
Nur mit einem geringstmöglichen administrativen Aufwand - für Besitzer*innen, Installateur*innen und Netzbetreibende - bekommen wir so viele Einspeiseanlagen wie nur möglich ans Netz. Die Anlagen erzeugen dann schneller grünen Strom. Auch hier gilt: Jede Einspeiseanlage zählt - für die Energiewende und den Klimaschutz.
Dafür ging im Herbst letzten Jahres das neue Syna-Portal für die komplett digitale Anmeldung von Einspeiseanlagen (PV und BHKW) auf www.syna.de online. Das neue Portal bildet die Kommunikationsschnittstelle für Betreiber, Errichter und Syna. Und: Während des gesamten Prozesses ist der Überblick über den Status der Aktivitäten transparent.
Der automatisierte und kundenfreundlichere Neuanlagenprozess für Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke am Niederspannungsnetz (< 135 KW), wird mit dem neuen Portal wesentlich beschleunigt. Ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende und damit für die Zukunft.
https://www.syna.de/corp/fuer-einspeiser/vorgehensweise-und-a nforderungen/anmeldeverfahren
Klimaschutzveranstaltungen und -informationen
Klimaschutzkampagne Stadt Frankfurt am Main
Das Klimareferat führte die Klimaschutzkampagne erneut mit Fördergeldern des Landes Hessen fort. Die Veröffentlichung fand stadtweit über Plakate, Infoscreens, Anzeigen, Beilagen, Online-Werbung via Display Ads und facebook-Promotions sowie über den Newsletter und die Website des Klimareferats statt. 2022 genehmigte das Land Hessen erneut Fördergelder für die Klimaschutz-Kampagne in Frankfurt, jedoch erst gegen Mitte des Jahres, so dass die Fortsetzung der Kampagne erst im Herbst 2022 starten konnte und im Jahr 2023 weitergeführt wird. Die neue Kampagne "Klimaschutzengel" rückt konkrete Angebote des Klimareferates in den Fokus. Fortgesetzt wird die Kampagne in 2023 vom Klimareferat mit den Themen "Bürgerförderprogramm für Klimaschutz-Aktivitäten in der Nachbarschaft" und Solarenergie im Rahmen eines Förderprogramms.
WWF Earth Hour 2021 und 2022
Frankfurt beteiligte sich am 27. März 2021 und am 26. März 2022 an der weltweiten WWF Aktion zur Earth Hour, um ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. In 2021 schalteten 160 Unternehmen und Institutionen an ihren 183 Gebäuden das Licht aus. In 2022 haben 173 Unternehmen, Kirchen, Institutionen und Ämter mitgeholfen und zur Earth Hour die Beleuchtung ihrer 207 Gebäude ausgeschaltet.
Wilder Sonntag 2021 und 2022: Klimaschutz hinter historischen Fassaden
Klimadezernentin Rosemarie Heilig hat im August 2021 und 2022 im Rahmen der Veranstaltungsserie "Der Wilde Sonntag" zu einer Altstadtführung der besonderen Art eingeladen. Gemeinsam mit den Expert:innen des Klimareferates konnten Bürger:innen bei einer 60-minütigen Führung entdecken, wo sich Klimaschutz-Aspekte in der neuen Frankfurter Altstadt verstecken. Die Teilnehmer:innen erfuhren beispielsweise Hintergründe zu der Verglasung der Fenster, der Dämmung von Gauben und Außenfassaden oder zu moderner Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung.
Klimasparbuch 2021 und 2022
Schwerpunkt der Ausgabe 2021 war das Thema "Digitalisierung" und die Etablierung des Frankfurter Klimasparkontos, auf dem alle nicht mehr benötigte CO 2 -Emissionen mit einer E-Mail mit dem Betreff "Klimasparen" an klimasparen@stadt-frankfurt.de einzahlen können.
Das 12. Frankfurter Klimasparbuch 2022 lieferte praktische Tipps, um den Alltag klimafreundlich zu gestalten. Neben den Themen Ernährung, Mobilität, Bauen und Wohnen zeigt der Themenschwerpunkt "Konsum", welche Rolle das eigene Konsumverhalten für den Klimaschutz spielt. Mit rund 40 Prozent entfällt ein großer Teil der Treibhausgasemissionen pro Kopf - und damit des eigenen ökologischen Fußabdrucks - auf diesen Bereich.
Relaunch der Frankfurter Klimaschutz-Website
Die Website klimaschutz-frankfurt.de wurde komplett überarbeitet. Herzstück der Website sind die acht Themenfelder Nachhaltige Ernährung, Nachhaltiger Konsum, Nachhaltiger Tourismus, Energie sparen, Erneuerbare Energien, Energetische Sanierung, Verkehrswende und Recycling.
Online-Energiesparkampagne
Ab April 2022 haben Klimadezernentin Rosemarie Heilig und das Klimareferat über ihre Social Media- und Internet-Kanäle zwölf praktische Tipps zum Energiesparen für Bürger:innen gegeben, die auch finanziell etwas bringen. Das Klimareferat hat alle zwölf Tipps auf seiner Internetseite unter www.klimaschutz-frankfurt.de/blog/tipps-zum-energiesparen zusammengestellt. Im Oktober 2022 folgten "Tipps von Unternehmen für Unternehmen", die Klimadezernentin Rosemarie Heilig und das Klimareferat bei Frankfurter Unternehmen angefragt hatten.
https://klimaschutz-frankfurt.de/so-sparen-frankfurter-untern ehmen-energie/
Plakataktion "Frankfurt spart Heizenergie"
Ab September 2022 waren Plakate mit dem Schriftzug "Frankfurt spart Heizenergie" und der Aufforderung, die Heizung auf maximal 20 Grad bzw. Stufe 3 runterzudrehen, an Litfaßsäulen und auf Plakatwänden zu sehen. Heizen ist mit Abstand der größte Energieverbraucher und CO 2 -Verursacher in privaten Haushalten. Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart Energie, Heizkosten und schont das Klima.
Klimaschutzstadtplan
2020 wurde der Klimaschutzstadtplan durch die Portierung in das neue Geoportal der Stadt Frankfurt technisch und inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht. Eine Nutzung ist jetzt auch mit mobilen Endgeräten möglich. Momentan sind ca. 5.600 Klimaschutzprojekte im Frankfurter Stadtgebiet erfasst.
Der Plan enthält unterteilt nach Themenkategorien folgende Themenkarten (Stand Juli 2022): Energieerzeugung
- 554 BHKWs (Blockheizkraftwerke)
- 6 Abwärmeprojekte
Bau
- 105 NEHs (Niedrigenergiehäuser)
- 268 PHs (Passivhäuser), die mehr als 6.360 Wohneinheiten in Passivhausbauweise repräsentieren
Regenerative Energien
- 2.150 Photovoltaikanlagen
- 2.359 Solarthermieanlagen
- 201 Biomasseprojekte
http://frankfurt.de/klimaschutzstadtplan
Projekt "Geodateninfrastruktur Frankfurt am Main (GDI-FFM)
Das Klimareferat beteiligte sich auch in 2021 und 2022 im GDI-Beirat auf Arbeitsebene und im Lenkungsgremium GDI-FFM auf Ebene der Amts-, Referats- und Betriebsleitungen am GDI-FFM-Projekt.
Beratertag
Der Beratertag 2021 fand als Online-Veranstaltung mit mehr als 60 Teilnehmenden statt. Die Fachvorträge setzten sich mit den Anforderungen an die Elektroinstallation bei der Einbindung von erneuerbaren Energien, der Elektromobilität und der Bundesförderung für Effiziente Gebäude auseinander. Beim Beratertag 2022 informierten sich im Rahmen einer Hybrid-Veranstaltung mehr als 50 Zuhörer:innen über das Thema "Ökologisch nachhaltig bauen und sanieren". Kooperationspartner der Veranstaltungen waren der Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V. und die ABGnova GmbH.
Energiesparservice Stromspar-Check Frankfurt am Main
Der Caritasverband Frankfurt e.V. betreibt in Kooperation mit dem Jobcenter Frankfurt am Main und dem Klimareferat das Projekt "Stromspar-Check". Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Beratungsangebote zeitweise ausgesetzt werden. 2021 wurden 380 Vor-Ort-Beratungen durchgeführt. Die im Rahmen des Stromspar-Checks beratenen Haushalte mit Bezug staatlicher Transferleistungen (ALG II, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt) sparen Energie und Kosten ein. Zudem ergibt sich für den Sozialhaushalt der Stadt Frankfurt pro Stromspar-Check langfristig eine Einsparung bei der Kostenerstattung für Wasser und Energie.
https://www.caritas-frankfurt.de/stromspar-check
https://www.stromspar-check.de/stromspar-check/im-ueberblick/
Kühlschrankabwrackprogramm
2021 konnten über das Programm insgesamt 53 Gutscheine ausgegeben werden, von denen bis Ende des Berichtsjahres 30 Gutscheine eingelöst wurden. Die durchschnittliche Energieeinsparung pro Haushalt und Jahr von 318 Kilowattstunden führt zu einer Kostensenkung von 96 Euro pro Haushalt und Jahr.
https://tinyurl.com/y29xr9l5
https://www.stromspar-check.de/stromspar-check/kuehlgeraeteta usch
Kooperationsprojekt "Energieberatung im Quartier" und "Neumieterberatung"
2021 wurden mehr als 3.500 Mieter:innen der Nassauischen Heimstätte auf das Beratungsangebot aufmerksam gemacht. Insgesamt kamen dadurch 102 Beratungstermine zustande, davon 64 in einkommensschwachen Haushalten. Durch die Corona-Pandemie mussten die Beratungsangebote zeitweise ausgesetzt werden. Insgesamt 112 Soforthilfen mit einem Gesamtwert von 635 Euro ausgegeben. Darunter waren LEDs und Hygrometer besonders beliebt. Durch den Einsatz der Soforthilfen, verändertem Nutzerverhalten und Kühlgeräteaustausch wurde ein Einsparvolumen von insgesamt 15.959 kWh/a und 7.469 kg CO 2 errechnet.
https://www.wohnen-in-der-mitte.de/mieterservice/angebote/ene rgiesparberatung-frankfurt-am-main/
Frankfurt-spart-Strom für Haushalt
2021 und 2022 wurden 104 Prämien ausgezahlt. Die durchschnittliche Auszahlung pro Haushalt betrug 46 Euro.
Frankfurt.de/frankfurtspartstrom
Leitlinie für Solaranlagen auf Gründächern
Beitrag von Bauaufsicht und Stadtplanungsamt Frankfurt am Main
Im Berichtszeitraum 2021/2022 haben Stadtplanungsamt und Bauaufsicht Frankfurt eine neue Leitlinie erarbeitet, die planungsrechtliche Aspekte von Solaranlagen auf Gründächern klärt. Sie wird zukünftig der städtischen Bauberatung zugrunde gelegt und dient als Information für Planende sowie Bauwillige.
Hintergrund ist, dass im Geltungsbereich eines Bebauungsplans besondere Vorgaben für Dächer definiert sein können. Zum Beispiel kann für Flachdächer eine Dachbegrünung vorgeschrieben sein oder es können Einschränkungen für technische Aufbauten gelten.
Bislang konnten sich bei der Kombination einer vorgeschriebenen Dachbegrünung mit einer Solaranlage planungsrechtliche Konflikte ergeben. Sie resultierten aus den unterschiedlichen Zielsetzungen der Vorgaben des Bebauungsplans zur Bepflanzung und zu Technikaufbauten einerseits und den technischen Anforderungen von Solarmodulen andererseits.
Die Leitlinie gibt nun mittels Maßgaben und Definitionen Planungssicherheit, innerhalb welcher Rahmenbedingungen eine Solaranlage keinen "Antrag auf Befreiung" bei der Bauaufsicht erfordert. Dies ist der Fall, wenn hinsichtlich der Dachbegrünung die vielfältigen positiven Funktionen eines Gründachs weiterhin maßgeblich erfüllt werden und in gestalterischer Hinsicht die geplanten Anlagen weder das Gebäude noch die nähere Umgebung nachhaltig stören.
Wünschenswerte Nebeneffekte der Leitlinie sind die Beförderung der klimatischen und technischen Synergieeffekte bei der Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik- bzw. Solarthermie-Modulen und das Absenken von bürokratischen Hürden.
Die Leitlinie finden Sie unter www.stadtplanungsamt-frankfurt.de, Publikationen.
Bildung und Netzwerke
Neue Klimaschutzliteratur und -filme in der Frankfurter Stadtbücherei
Seit Dezember 2021 befinden sich im Angebot der Frankfurter Stadtbücherei über 30 neue Medien rund um Klimaschutz, erneuerbare Energien und klimafreundliche Lebensstile. Allein zum Schlagwort "Klimaschutz" verzeichnete die Stadtbücherei bis dato rund 240 Medien. Die Nachfrage zum Thema aber steigt. Im Zuge dessen hat das Klimareferat der Stadtbücherei 17 Titel als Ergänzung für das bestehende Angebot vorgeschlagen. Darunter ist beispielsweise ein Ratgeber-Handbuch für klimafreundlichen Konsum, ein Comic über wissenschaftliche Kernaussagen zum Klimawandel oder ein Erfahrungsbericht über "Selbstversorgung". Neun der 17 Medien sind Filme, vorwiegend Dokumentationen, die zum ressourcenschonenden Umgang mit Rohstoffen sensibilisieren und anregen.
www.katalog.stadtbuecherei.frankfurt.de Stichwort "Klimaschutz"
Erfolgsbeteiligung für Energie und Wassereinsparungen
Beitrag von Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Unter dem Motto "Energie sparen - Budget steigern" haben sich mittlerweile rund 100 Schulen mit dem Programm "Erfolgsbeteiligung für nutzerbedingtes Energie- und Wassersparen an Frankfurter Schulen" auf den Weg gemacht, als Energiesparschulen aktiven Ressourcen- und Klimaschutz zu betreiben. Unterstützt wird das Engagement der Schulen im Auftrag des Stadtschulamts vom Energiemanagement des Amtes für Bau und Immobilien und Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Zur erfolgreichen Umsetzung der Einsparungsziele bilden die Schulen Energieteams aus Energiebeauftragten, Lehrkräften und Schüler:innen. Diese erkunden mit Messgeräten das Schulgebäude, suchen nach Energielecks und Einsparpotentialen und motivieren die Schulgemeinde. Auf Grundlage von "Energierundgängen" durchs Schulhaus werden Pläne zur Reduzierung des Energieverbrauchs an den Schulen erarbeitet und mit Unterstützung der Schulgemeinde umgesetzt. So konnten die Frankfurter Schulen im Jahr 2021 ihre CO 2 -Emmission um rund 3000 Tonnen reduzieren und durch die verringerten Energie- und Wasserkosten knapp eine Million Euro einsparen. Die erzielten Einsparungen kommen zur Hälfte den Schulen und Energiebeauftragten direkt zugute - zu 25% geht die eingesparte Summe auf das Schulbudget, zu 25% an die Schulhausverwaltung. Die zweite Hälfte der Einsparsumme wird vom Amt für Bau und Immobilien in bauliche und technische Maßnahmen zur energetischen Sanierung investiert.
Um die Energiebilanz zu verbessern, entwickeln die beteiligten Schulen zusammen mit Umweltlernen in Frankfurt Maßnahmen im technischen sowie im pädagogischen Bereich. So spüren zum Beispiel Schüler:innen Einsparpotentiale im Klassenraum auf: Stoßlüften bei abgedrehtem Heizkörper und Aufkleber wie "Licht ausgeschaltet?" sind Beispiele guter Praxis im Schulalltag für den sorgsameren Umgang mit Energie.
Die Umsetzung technischer Maßnahmen leisten die Schulhausverwalter:innen im Fachbereich Objektmanagement zusammen mit der Abteilung Energiemanagement des Amtes für Bau und Immobilien (ABI): Sie optimieren die Heizungseinstellungen, regeln die Lüftungsanlagen bedarfsgerecht und melden technische Probleme und Vorschläge für Optimierungen an das ABI. Zudem steht ihnen der "Energiecoach" von Umweltlernen beratend und unterstützend zur Seite.
http://umweltlernen-frankfurt.de/Energi e
https://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/
Lernwerkstatt: Wasser ist kostbar
Beitrag von Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Seit vielen Jahren erfreuen sich die Lernwerkstätten von Umweltlernen Frankfurt zu Themen wie "Klimawandel", "Ernährung" und verschiedenen Energiethemen großer Beliebtheit bei Frankfurter Schulen. Allein im Jahr 2022 haben 108 Schulklassen mit etwa 2.400 Schüler*innen am Lernwerkstattprogramm teilgenommen.
Neu im Portfolio ist die Lernwerkstatt "Wasser ist kostbar". Das Thema Wasser und Wasserknappheit ist auch im Schulalltag präsent: durch Sommer mit neuen Hitzerekorden und Dürre, die deutlich machen, dass der fortschreitende Klimawandel auch hierzulande einen nachhaltigeren Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser notwendig macht. In der Lernwerkstatt experimentieren, reflektieren und diskutieren die Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Aspekten rund ums Thema "Wasser". Die Transportwege von Mineralwasser um die halbe Welt sind dabei ebenso Thema wie Nutzung von Wasser zur klimafreundlichen Erzeugung von Energie und Tipps zum Sparen der kostbaren Ressource Wasser. Wir bei allen Lernwerkstätten knüpfen die Stationen an die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler an und ermöglichen die altersgerechte Auseinandersetzung mit dem zukunftsrelevanten Thema.
https://www.umweltlernen-frankfurt.de/lernwerkstatt.htm
"Sonne bewegt!" - das Solarrennen für Frankfurter Schulen
Beitrag von Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Bereits zum 14. Mal fand in 2022 unter dem Motto "Sonne bewegt!" das Solarrennen RheinMain auf dem Römerberg statt. Rund 600 Kinder und Jugendliche aus Frankfurt, Hochheim und Rodgau sind mit selbstgebauten Solarflitzern und kreativen Gefährten mit- und gegeneinander angetreten.
Das Frankfurter Solarrennen ist ein Bildungswettbewerb, bei dem Grundschulkinder mit selbst gebauten Solarbooten, ältere Schüler:innen mit Solarautos antreten können. Im Unterricht, in Schul-AGs oder der Nachmittagsbetreuung entwerfen und konstruieren Schüler:innen dafür ihre eigenen Solarmodelle. Den jungen Tüftler:innen ist es dabei selbst überlassen, ob sie besonders schnelle Fahrzeuge für die Rennstrecke bauen oder durch Fantasie und Originalität die Jury des Kreativpreises überzeugen wollen. Kinder und Jugendliche können so das Zusammenwirken von Naturwissenschaft und Technik im Bereich erneuerbarer Energien und Solarenergie praktisch erleben und selbst anwenden. Interesse und eigene Kompetenzen im Umgang mit erneuerbaren Energien werden so gefördert und der Spaß kommt bei der ganzen Aktion natürlich auch nicht zu kurz.
Die Veranstaltung findet im Kontext des Energiesparprogramms des Stadtschulamtes statt und wird vom Klimareferat der Stadt Frankfurt sowie der Verkehrsgesellschaft Frankfurt mbH (VgF) unterstützt.
http://www.umweltlernen-frankfurt.de/Solarrennen/
Verkehr
Messe Frankfurt: 24 Ladesäulen für E-Autos von Messegästen und Mitarbeitenden
Beitrag von Messe Frankfurt GmbH
Die Messe Frankfurt hat ihr Angebot für E-Mobilität erweitert und zusätzliche Ladesäulen eingerichtet. Inzwischen gibt es 24 Ladestationen mit jeweils 22 kW / AC ("Alternating Current" = Wechselstrom) auf dem Messegelände und auf dem Rebstock-Parkhaus. Weitere Stationen sind in Planung. Die Ladesäulen werden von der Firma "ChargeMaker", einer Tochter der Mainova AG betrieben, die auch die komplette Software bereitstellt und die Abrechnung mit den Fahrzeughalter*innen direkt abwickelt.
Die Ladestationen stehen Besucher*innen und Austeller*innen der Veranstaltungen sowie Mitarbeitenden der Messe Frankfurt für Dienstfahrzeuge und private Pkws zur Verfügung. Auch Service-Partner*innen, die zum Teil ganzjährig auf dem Gelände aktiv sind, können die Ladesäulen benutzen. Somit wird der geländeinterne Verkehr zunehmend elektrisch abgewickelt.
https://www.messefrankfurt.com/frankfurt/de/unternehmen/susta inability/umwelt.html#e-tankstelle
Update: Frank-e das Elektroroller-Sharing von Süwag2GO
Beitrag von Süwag Vertrieb AG & Co. KG
Frankfurt fährt ab auf Frank-e. Das e-Roller-Sharing für Frankfurt konnte um weitere Stadtteile im Frankfurter Westen, wie Schwanheim, Unterliederbach erweitert werden. Damit kommen Einwohner*innen, Pendler*innen und Tourist*innen mit einem der 165 Mopeds im erweiterten Stadtgebiet umweltfreundlich, leise und am Stau vorbei an ihr Ziel.
In 2022 wurden knapp 100.000 Kilometer zurückgelegt, und dies alles emissionsfrei. Die Roller des Energiedienstleisters werden mit Ökostrom "betankt". Dadurch konnten seit Januar 2022 fast 10 Tonnen CO 2 in Frankfurt durch klimaneutrale Fahrten eingespart werden.
https://suewag2go.de/frank-e
Nachhaltigkeit im Mainova Fuhrpark
Beitrag von Mainova AG
Mainova ist dabei, den eigenen Fuhrpark umweltfreundlicher zu gestalten. Wir wollen als Fuhrpark den Strukturwandel der Antriebstechnik mitgehen. Aber wir müssen als Mainova auch die Versorgungssicherheit zuverlässig aufrechterhalten. Der Carpool leistet als internes Carsharing-Angebot bereits seit vielen Jahren einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, indem er die Zahl der Fahrzeuge reduziert und die Auslastung erhöht. Parallel zum Umbau der Flotte schreitet der Ausbau der Ladeinfrastruktur zur Versorgung der Elektro- und Hybridfahrzeuge voran. Momentan gibt es 27 Ladesäulen auf den Mainova-Liegenschaften. Bis Ende 2022 sollen 17 weitere hinzukommen, bis 2025 sollen es mindestens 60 sein. Alle Ladesäulen werden mit Ökostrom versorgt. Nachhaltigkeit im Fuhrpark - das bedeutet bei Mainova mehr als nur alternative Antriebe. Deshalb hat das Unternehmen den Energieverbrauch in der eigenen Kfz-Werkstatt und den eigenen Tankstellen in Angriff genommen und erste Optimierungen umgesetzt. Die Beleuchtung wurde auf LED-Leuchten umgerüstet. Das führt zu höherer Lichtqualität und geringerem Energieverbrauch. Jährlich werden so rund 12.000 Kilowattstunden Strom gespart und die CO 2 -Emissionen um etwa 4.700 Kilogramm reduziert.
Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 34: https://www.mainova.de/resource/blob/90704/06bdeaccaf439e3233 f2594497b144b9/nachhaltigkeitsbericht-2021-data.pdf
Umstellung der FES-Fuhrparks auf alternative Antriebe (fortlaufender Prozess)
Beitrag von FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH
Die Umstellung des FES-Fuhrparks auf emissionsfreie Antriebstechniken ist ein Langfristprozess, der 2009 mit der Anschaffung von Segways begonnen wurde. Die Investitionen seitdem folgen einer ständigen Abwägung von wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit und technologischer Machbarkeit. Die Entwicklungen sowohl der Förderinfrastruktur als auch der Technologie waren im vergangenen Jahrzehnt rasant. Entsprechend stellt sich die Situation für FES heute dar. In 2023 steht die Übernahme von acht vollelektrischen Abfallsammelfahrzeugen vom Typ eEconic des Herstellers Daimler Truck bevor.
- Elektro-Müllfahrzeuge (über 16 Tonnen): Mit dem Einsatz eines Vorserienfahrzeugs des neuen Mercedes eEconic seit Mai 2022 ist FES der Referenzkunde von Daimler Truck in Deutschland. Die Lieferung der bestellten acht eEconic-Fahrzeuge ist für Ende des ersten Quartals 2023 angekündigt.
- Kooperation mit dem Bus- und Nahverkehrsunternehmen Transdev: 2020 wurden am Standort Heddernheim zunächst 5 Ladepunkte für das sequentielle Laden von je 2 E-Omnibussen installiert. Sie werden mit Strom beliefert, der im Müllheizkraftwerk produziert wird. Seit Dezember 2020 fahren 13 E-Busse von Heddernheim aus auf ihre Linientour im Frankfurter Norden. Für die erwarteten E-Müllfahrzeuge werden aktuell fünf weitere Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge errichtet.
- Die Unternehmenstochter FFR hat 2022 vier vollelektrische Sattelzugmaschinen von Volvo bestellt, die mit Auflieger 40 Tonnen bewegen können. Die Übernahme in den Fuhrpark ist für Anfang 2023 geplant. Bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen hat FFR ebenfalls 2022 insgesamt 34 neue E-Kastenwagen (für Reinigung/Winterdienst) in den Fuhrpark integriert. Dazu kommen 15 weitere E-Fahrzeuge und drei Hybrid-Pkws, die in der Grünpflege/Parkreinigung eingesetzt werden.
- Die Anzahl der elektrischen FES-Poolfahrzeuge ist 2022 nochmal deutlich gestiegen, sie beläuft sich auf nun 33 Fahrzeuge. Als kleinere Nutzfahrzeuge fahren ein nachträglich elektrifizierter 7,5-Tonnen-Pritschen-E-Lkw (zum Tausch von Abfallgefäßen) sowie ein E-Transporter (in der Stadtreinigung). Weiterhin kommen aktuell vier E-Kleinsttransporter des Herstellers Goupil zum Einsatz. Seit 2022 setzt das Unternehmen zudem zwei E-Lastenfahrräder für die Sammlung von Altkleidern und die Parkreinigung ein.
- Die dezentrale Ladeinfrastruktur auf den Liegenschaften der Unternehmensgruppe ist 2022 verdoppelt worden auf jetzt 89 Ladepunkte mit 22 kW (AC mit Typ 2-Anschluss) und 11 Ladepunkte mit 150 kW (CCS-Anschluss).
- Biodiesel: Bis zur Außerdienststellung werden Abfallsammelfahrzeuge der Abgasklasse EURO V mit Biodiesel betankt. Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen gilt als CO 2 -neutral. Für einen Einsatz bei den EURO VI-Diesel-Fahrzeugen gibt der Hersteller leider keine Freigabe.
- Wasserstoff: Ende 2022 hat FES ein Müllfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb bestellt. Die vom Energiedienstleister Mainova durchgeführte Studie "MH Regio" sieht große Potentiale für das Müllheizkraftwerk (MHKW) Frankfurt als Hub für wasserstoffbetriebene Mobilität im Rhein-Main-Gebiet.
Beteiligte Ämter, Städtische Gesellschaften und Beteiligungen
- Klimareferat
- Stadtplanungsamt
- Amt für Bau und Immobilien
- KEG GmbH (für Amt für Straßenbau und Erschließung und Grünflächenamt)
- ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH
- AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH/Müllheizkraftwerk GmbH
- Mainova AG
- Messe Frankfurt GmbH
- Umweltlernen in Frankfurt e. V.
- FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH
- Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
- Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt GmbH
- Syna GmbH
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. April 2023Sie sind hierBB 154Bausteine für den Klimaschutz hier: Ein kommunaler Klimaschutzbericht für FrankfurtMagistratsbericht
- 19. Juni 2023OFOF 152/14GeothermieFern/Nahwärmenetz für HarheimOrtsbeiratsantrag · CDU
- 3. Juli 2023OMOM 4169GeothermieFern/Nahwärmenetz für HarheimDirektanregung
- 6. Oktober 2023Antwort des Magistrats · nach 25 WochenSTST 2044Geothermie-Fern-/Nahwärmenetz für HarheimStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP und Volt; LINKE., AfD, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt und FRAKTION gegen CDU (= Beratung); AfD und BFF-BIG (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und Gartenpartei (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG gegen ÖkoLinX-ELF (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Kenntnis)