Gemeinsam und gut essen in Frankfurt für Seniorinnen und Senioren
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- Sanierung Bolzplatz Eschenheimer Anlage15.09.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Berichten von Bürger*innen zufolge wurden diesen Sommer in einer vom ASB geführten Übergangsunterkunft in der Seilerstra20.08.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
- Kinderbetreuung im Nordend sichern, Konsequenzen aus der Schließung der „Roten Eule“ ziehen23.02.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Bericht des Magistrats vom 29.04.2016, B 120
Betreff: Gemeinsam und gut essen in Frankfurt für Seniorinnen und Senioren Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 28.01.2016, § 6741 - NR 1331/15 CDU/GRÜNE - Zu
- Seit vielen Jahren zertifiziert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) das Essensangebot in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Seit dem Jahr 2009 können diese eine "Fit im Alter Zertifizierung" erhalten, wenn sie mehrere Qualitätsstandards erfüllen. Dafür sind bestimmte Kriterien hinsichtlich der eingesetzten Lebensmittel, Nährstoffe, Speiseplanung und -herstellung sowie Lebenswelt zu beachten. Im Jahr 2016 wurden erstmals drei Frankfurter Einrichtungen der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE entsprechend ausgezeichnet. Es handelt sich dabei hessenweit um die ersten und einzigen von der DGE zertifizierten Mittagstische. Die Stadt Den Haag legt andere Maßstäbe an. Sie vergibt das Gütesiegel Goldener, Silberner und Bronzener Teller aktuell an über 40 Einrichtungen, die gewisse Qualitätsstandards erfüllen und besonders kundenfreundlich agieren. Diese Standards stellen neben der Qualität der Speisen und Getränke zum Beispiel die Wahl- und Variationsmöglichkeiten, die Atmosphäre und das Ambiente, zuvorkommendes Personal, den Service und das Preis-Leistungsverhältnis der Gerichte in den Vordergrund. Für die Prüfung der Kriterien werden sogenannte "Testesser" geschult, die Altenpflegeeinrichtungen mit Restaurants oder ähnliche Betriebe, Stiftungen, Verbände oder Vereine aufsuchen, die einen Mittagstisch (auch für andere Generationen) anbieten und sich für die Auszeichnung beworben haben. Ein solches Gütesiegel ist in Frankfurt am Main ebenfalls denkbar: Nur ein vergleichsweise geringer Teil der Seniorinnen und Senioren nimmt Mahlzeiten in den Seniorenrestaurants im Stadtgebiet ein, wobei die Zahlen rückläufig sind. Je nach Mobilität, und auch aufgrund des umfangreichen Angebots, nutzen ältere Menschen verstärkt das Menüangebot in Stadtteiltreffpunkten, größeren Supermärkten, Gartencentern, Gaststätten, Metzgereien und anderem mehr. Gerade in der Mittagszeit machen sie oftmals einen großen Kundenanteil aus. Um ein Gütesiegel zu etablieren und eine möglichst hohe Akzeptanz der Anbieter zu erreichen ist es notwendig, die Altenpflegeeinrichtungen, Betriebe usw. für die Mitarbeit an einem seniorenfreundlichen Konzept zu gewinnen. Der Magistrat geht davon aus, dass mit einer zielgerichteten Moderation das Interesse zahlreicher Anbieter geweckt werden kann. Daneben muss ein Kreis ehrenamtlicher "Testesser" gewonnen und ausgebildet werden. Aus den Erfahrungen der Stadt Den Haag, übertragen auf die Stadt Frankfurt, rechnet der Magistrat für beide Maßnahmen mit einmaligen Kosten von rund 30.000 € sowie Folgekosten für Aufwandentschädigung, Fahrtkosten und weitere Ausbildungsgänge für Ehrenamtliche von jährlich rund 5.000 €. Abhängig von einer wachsenden Attraktivität der Auszeichnung ist es möglich, dass die Anbieter das Zertifikat kostenpflichtig erwerben, wie es heute in Den Haag der Fall ist. Der Magistrat rechnet damit, dass die Erfolgsaussichten eines solchen Projektes bei externer Vergabe am größten sind. Es bietet sich an, den Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V. entsprechend zu beauftragen, da er sich mit der Thematik bereits auseinandergesetzt hat und über einschlägige Kontakte verfügt. Zu
- Dem Magistrat sind neben den regelmäßig in der SeniorenZeitschrift (SZ) benannten Angeboten weitere Einrichtungen bekannt, die einen Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren anbieten. Diese nehmen jedoch im Gegensatz zu den in der SZ veröffentlichten Häusern nicht am ermäßigten Mittagstisch mit Grüner Karte teil: Bornheim Haus Saalburg Saalburgallee 9, 60385 Frankfurt am Main Eschersheim Haus Aja Textor-Goethe Hügelstraße 69, 60433 Frankfurt am Main Casa Reha Seniorenpflegeheim Berkersheimer Weg 195, 60433 Frankfurt am Main Fechenheim Heinrich-Schleich-Haus Fachfeldstraße 42, 60386 Frankfurt am Main Gutleutviertel Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum Gutleutstraße 319, 60327 Frankfurt am Main Innenstadt Altenpflegeheim Anlagenring Seilerstraße 20, 60313 Frankfurt am Main Ostend August-Stunz-Zentrum Röderbergwegweg 82, 60314 Frankfurt am Main Sachsenhausen Oberin Martha Keller Haus Dielmannstraße 26, 60599 Frankfurt am Main Westend Kursana Villa Frankfurt Eschersheimer Landstraße 125, 60322 Frankfurt am Main Darüber hinaus gibt es in den Quartieren zahlreiche Nachbarschaftstreffs und Begegnungsmöglichkeiten, die teilweise regelmäßig, teilweise sporadisch Mittagessen in Gemeinschaft anbieten. Es ist anzunehmen, dass sich im Rahmen einer ausgelobten besonderen Auszeichnung, einer gelungenen Namensgebung für das Gütesiegel und einer geeigneten Öffentlichkeitsarbeit die Alten- und Pflegeheime wie auch weitere Anbieter von Mittagstischen gewinnen lassen, und an dem Zertifizierungsverfahren teilnehmen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern erfahrungsgemäß die Randlagen des Frankfurter Stadtgebiets. Der Auftrag, in diesem Sinne ein tragfähiges Konzept zu erstellen und möglichst in allen Stadtteilen umzusetzen, müsste entsprechend klar formuliert werden. Zu
- Der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V. bietet bei Nachfrage in seinen Häusern Halal-Kost an. Im Interkulturellen Altenhilfezentrum Victor-Gollancz-Haus gibt es regelhaft ein solches Gericht für Menschen muslimischen Glaubens die im Haus leben, wie auch für Menschen die im Stadtteil leben und im Seniorenrestaurant essen möchten. Dem Magistrat ist nicht bekannt, ob andere Altenpflegeeinrichtungen in Frankfurt am Main spezielle Menüs für Menschen muslimischen Glaubens anbieten. Es wird jedoch darauf geachtet, dass mindestens ein Essen kein Schweinefleisch enthält. Sowohl im Altenzentrum der Jüdischen Gemeinde als auch im Henry und Emma Budge Heim gibt es koscheres Essen für die Menschen, die im Heim und in der jeweils angeschlossenen Wohnanlage leben. Gäste können nach vorheriger Anmeldung ebenfalls koscheres Essen im Heim erhalten. Ferner gibt es koscheres Essen im Restaurant der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main im Westend. Dem Magistrat ist bekannt, dass es bei der Zubereitung solcher Gerichte häufig zu hohen zusätzlichen Kosten kommt. Sie müssen in eigens dafür vorgesehenen Bereichen der Küche zubereitet werden, die teilweise sogar baulich abzugrenzen sind. Insbesondere beim koscheren Essen ist dies mit erheblichem Mehraufwand verbunden. In beiden Fällen müssen darüber hinaus Geistliche der jeweiligen Religionsgemeinschaft die ordnungsgemäße Einhaltung der Vorschriften überprüfen. Bei der koscheren Küche täglich, bei Halal-Kost in größeren Abständen. Insgesamt ist daher angesichts des Aufwandes nicht zu erwarten, dass es möglich sein wird, ein flächendeckendes Angebot ohne zusätzliche Anreize zu schaffen. Denkbar ist jedoch, dass beispielsweise Vereine, die bereits koscheres oder Halal-Essen anbieten, den Anreiz der Auszeichnung aufgreifen und ihr Angebot seniorengerecht gestalten. Die Förderung und Berücksichtigung multikultureller Angebote wäre - sollte es zur Umsetzung des Projektes kommen - bei der Auftragsvergabe besonders zu erwähnen. Zu
- Der Magistrat geht davon aus, dass die unter 1. bezeichneten Anbieter ihre erfolgreiche Zertifizierung zum Anlass nehmen werden, sich selbst in der Öffentlichkeit darzustellen. Ein noch zu entwerfendes Logo, das im Außenbereich platziert werden kann, sollte auf das Gütesiegel hinweisen. Die Zertifikate sollten öffentlichkeitswirksam, beispielsweise in den Aktionswochen Älterwerden in Frankfurt, verliehen werden. Daneben können die üblichen Kommunikationswege genutzt werden, um die Angebote bekannter zu machen (Berichterstattung oder Serie in der SZ, Aushänge in Begegnungszentren, Plakataktionen u.a.).Nebenvorlage: Antrag vom 28.06.2016, OF 73/10
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 3. Dezember 2015NRNR 1331Gemeinsam und gut essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 29. April 2016Sie sind hierBB 120Gemeinsam und gut essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenMagistratsbericht
- 28. Juni 2016OFOF 73/10Gemeinsam und gut Essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenOrtsbeiratsantrag · FDP
- 30. August 2016VV 94Gemeinsam und gut Essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenAnfrage
- 21. November 2016STST 1543Gemeinsam und gut Essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenStellungnahme
- 9. Juni 2017STST 1065Gemeinsam und gut Essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenStellungnahme
- 18. Dezember 2017Antwort des Magistrats · nach 107 WochenSTST 2457Gemeinsam und gut Essen in Frankfurt für Seniorinnen und SeniorenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf22 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: 6 CDU, SPD, GRÜNE, BFF, FDP und FREIE WÄHLER gegen 1 CDU (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE. und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Kenntnis)