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Kinderbetreuung im Nordend sichern, Konsequenzen aus der Schließung der "Roten Eule" ziehen

Vorlagentyp: STMagistrat
19 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Sicherstellung der Kinderbetreuung im Nordend aufgrund der Schließung der "Roten Eule". Es wird vorgeschlagen, bestehende Betreuungsangebote zu sichern und zu erweitern, um eine ausreichende Versorgung für die Betroffenen zu gewährleisten.

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Stellungnahme des Magistrats

Zu a.

Im Planungsbezirk Nordend beträgt die Versorgungsquote der unter Dreijährigen mit insgesamt 532 Betreuungsplätzen in den Einrichtungen sowie 93 Plätzen in der Kindertagespflege 49%. Die Betreuungssituation im Alterssegment der Kindergartenkinder ist mit insgesamt 1.431 Plätzen sowie 104% Versorgungsquote gesichert. Da im Planungsbezirk am Stichtag 30.06.2025 insgesamt 1.378 Kinder dieser Altersgruppe lebten, entsteht hier ein Überangebot von 53 Betreuungsplätzen, das von den Familien aus den benachbarten Stadtteilen genutzt werden kann. Die Holzhausenschule, Schwarzburgschule sowie die Merianschule setzen den Pakt für den Ganztag um, d.h. die Betreuung aller Kinder ist sichergestellt. Die Betreuung der Grundschulkinder an der Comeniusschule wird durch 287 Hortplätze sichergestellt. Die Versorgungsquote gemessen an der Anzahl aller Schülerinnen und Schüler der Comeniusschule beträgt 75 %.

Kita-Planungsbezirk Dornbusch mit dem Schulbezirk Heinrich-Seliger-Schule:

Die Versorgung der unter Dreijährigen im Schulbezirk Heinrich-Seliger-Schule beträgt mit insgesamt 157 Betreuungsplätzen in den Einrichtungen sowie 23 Plätzen in der Kindertagepflege 40 %. Die aktuelle Versorgung der Kinder im Kindergartenalter mit insgesamt 369 Plätzen beträgt 71%. Kindern im Grundschulalter stehen im Schulbezirk Heinrich-Seliger-Schule insgesamt 300 Betreuungsplätze zur Verfügung, davon 152 Plätze in der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) der Heinrich-Seliger-Schule sowie 146 Plätze in Horten. Die Versorgungsquote, gemessen an der Anzahl aller Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Seliger-Schule, beträgt 70%.

Kita-Planungsbezirk Westend mit den Schulbezirken Engelbert-Humperdinck-Schule und Elsa-Brändström-Schule:

Die Versorgungsquote für Kinder unter 3 Jahren liegt hier bei 41% (281 Plätze, davon 241 in den Einrichtungen und 40 in der Kindertagespflege). Die Versorgungsquote für Kindergartenkinder beträgt 67% mit 515 Betreuungsplätzen. Die beiden Grundschulen setzten den Pakt für den Ganztag am Schulstandort um. Die Versorgungsquote für unter Dreijährige liegt in der Innenstadt bei 52% (203 Plätze, davon 172 in den Einrichtungen und 31 in der Kindertagespflege). Die Versorgungsquote für Kindergartenkinder beträgt 91% mit 351 Plätzen. Die Liebfrauenschule soll nach aktueller Planung ab dem Schuljahr 2026/2027 den Pakt für den Ganztag umsetzen. Der Kita-Planungsbezirk Bornheim mit den Schulbezirken Kirchnerschule und Valentin-Senger-Schule hat eine Versorgungsquote für unter Dreijährige von 66% mit insgesamt 378 Plätzen für 288 Kinder. Auch die Kindergartenversorgung stellt sich mit 111% und 724 Plätzen sehr gut dar. Die Valentin-Senger-Schule setzt bereits den Pakt für den Ganztag um. Die Kirchnerschule wird voraussichtlich zum Schuljahr 2026/2027 dem Pakt beitreten.

Zu b.

Heinrich-Seliger-Schule

Kinderzentrum Fritz-Tarnow Straße: Neubau mit Erweiterung wird derzeit geplant. Kinderzentrum Eckernförderstraße: befindet sich aktuell bereits in der Auslagerung.

IGS Eschersheim

Kinderzentrum Victor-Gollancz-Weg: Neubau und Erweiterung ab 2027. Kita St. Josef: bislang liegt noch keine konkrete Planung vor.

Comeniusschule

Das Kinderzentrum Gellertstraße wird voraussichtlich aufgrund einer Sanierung zum 01.02.26 für 1,5 Jahre in die Container des Anne-Frank-Parks ausgelagert. Kita St. Michael (Pfarrei St. Josef): Risse im Gebäude, das Oratorium soll saniert/umgebaut werden. Der Schülerladen Räuberhöhle ist derzeit in der Saalburgstraße ausgelagert. Das Haupthaus in der Rotlintstraße wird derzeit saniert.

Holzhausenschule

Kinderhaus Cronstettenstraße: eine Planung zur Sanierung wird angestrebt. Das Kinderzentrum Siesmayerstraße wird 2026 ausgelagert und saniert.

Elsa-Brändström-Schule (Westend):

Kita St. Antonius: Sanierung der bestehenden Gruppen und Erweiterung (17 Kindergartenplätze und 10 Hortplätze) im laufenden Betrieb geplant.

Engelbert-Humperdinck-Schule (Westend):

Kita I Leerbachstr: wird aktuell saniert und ist in der Friedberger Anlage ausgelagert. Die Fertigstellung und der Rückzug sind für Ende 2026 angedacht. Nezabudka Westend: Sanierungsvorhaben des Eigentümers ab März 2027 angekündigt. Die Einrichtung soll für den Sanierungszeitraum ausgelagert werden. Kita 2sonMas: Die Kita ist letzter verbleibender Mieter in der Liegenschaft. Der Träger geht von einem Sanierungsbedarf der Immobilie aus. Aufgrund fehlender Rückmeldung seitens des Eigentümers konnte bislang keine konkrete Planung erfolgen. Der Träger sucht vorsorglich nach alternativen Räumlichkeiten.

Liebfrauenschulbezirk:

Der Kindergarten der Paulsgemeinde wird in Abstimmung mit der Jugendhilfeplanung geschlossen, der Ortsbeirat ist hierüber bereits informiert.

Zu c.

Bei der Planung von Auslagerungsstandorten steht die Sicherung des bestehenden Betreuungsangebotes mit möglichst geringen Einschränkungen im Vordergrund. Entsprechend ist ein Standort im selben Stadtteil oder in räumlicher Nähe anzustreben.

Zu d.

Seitens des Magistrats wird weiterhin ein regelmäßiger Austausch mit dem jeweiligen Träger verfolgt. Die Liegenschaften, in denen Kinderbetreuungseinrichtungen untergebracht sind und die sich im Eigentum der Stadt befinden, werden regelmäßig begangen und geprüft. Die diesbezüglichen internen Abläufe werden stetig hinterfragt und angepasst.

Vor dem Hintergrund des ab August 2026 geltenden Rechtsanspruchs wird insbesondere darauf hingewirkt, dass zum Schuljahr 2026/2027 eine entsprechende Betreuung für die Anspruchsteller gewährleistet werden kann.

Zu e.

Der Magistrat prüft eine Sanierung oder einen Ersatzneubau am Standort der Roten Eule. Hierzu finden aktuell Gespräche statt. Die entfallenen Plätze werden nach wie vor benötigt.

Darüber hinaus plant der Träger der Kita Kunterbunt (Dornbusch) eine Erweiterung um 6 Kindergartenplätze.

Zu f.

Im Planungsbezirk Nordend sind folgende Maßnahmen in Planung und Prüfung:

Der Träger Stadtteilwerkstatt e.V. erweitert sein Angebot nach Umzug um 6 Hortplätze. Die städtische Einrichtung Kinderzentrum Siesmayerstraße plant eine bedarfsgerechte Anpassung ihres Angebots. Nach der Erweiterung entstehen hier 24 Plätze für unter Dreijährige sowie 21 neue Plätze für Kindergartenkinder.

Im Planungsbezirk Dornbusch sind aktuell folgende Maßnahmen in der Planung und Prüfung:

In zwei städtischen Kinderzentren sind Erweiterungsmaßnamen in Planung und Prüfung: Im Kinderzentrum Eckernförder Straße gibt es eine Erweiterung um 23 Kindergarten- sowie um 12 Hortplätze. Im Kinderzentrum Fritz-Tarnow-Straße ist eine Erweiterung um 40 Plätze für Kindergartenkinder geplant. Die Schaffung einer neuen Kindertageseinrichtung mit zwei Kindergartengruppen sowie eine weitere Erweiterung einer Einrichtung um 6 Kindergartenplätze sind in Prüfung.

Im Planungsbezirk Westend sind folgende Maßnahmen in Planung und Prüfung:

Eine neue Einrichtung im Rahmen eines Sanierungsprojektes Hochhaus am Park mit 20 Plätzen für unter 3-Jährige. Die Trägerschaft für diese Einrichtung übernimmt der Verein Kindheitspädagogen e.V. Die ev. Kita der St. Katharinengemeinde in der Leerbachstraße plant, ihr Angebot um 42 Plätze für Kindergartenkinder zu erweitern. In der Kindertagestätte St. Antonius in der Bettinastraße wird das Betreuungsangebot um 17 Kindergarten- sowie um 10 Hortplätze erweitert. Weitere Erweiterungen der Betreuungsangebote verschiedener Träger sind aktuell in

Prüfung.

Im Planungsbezirk Innenstadt sind folgende Maßnahmen in Planung und Prüfung:

Im Rahmen der Großbaumaßnahme FOUR in der Neue-Schlesinger-Gasse ist eine Einrichtung mit zehn U3 sowie 60 Kindergartenplätzen geplant. In der Stiftstraße ist ebenfalls eine Einrichtung im Rahmen der Wohnungsbaumaßnahme geplant. Hier entstehen zehn U3-Plätze sowie 20 Plätze für Kindergartenkinder in der Trägerschaft des Träger 55 e.V. Der städtische Eigenbetrieb Kita Frankfurt prüft eine Erhöhung des Platzangebotes im Kinderzentrum 81 Seilerstraße um 21 Kindergartenplätze. Der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach prüft die Umwandlung seiner Interims-Kita "Friedberger Anlage" in ein regelhaftes Angebot.

In Planungsbezirk Bornheim sind aktuell keine Ausbaumaßnahmen in Planung, in verschiedenen Einrichtungen werden bedarfsgerechte Umwandlungen des Platzangebotes geprüft.

Zu g.

Die geplante Unterkunft für Geflüchtete und Wohnungslose liegt im Schulbezirk der Valentin-Senger-Schule und somit im Kita-Planungsbezirk Bornheim. Dort gibt es eine sehr gute Versorgungssituation, die bereits über die städtischen Versorgungsziele hinausgeht.

Der benachbarte Theobald-Ziegler-Schulbezirk ist ebenfalls gut versorgt. Die durch den Zuzug von Familien in die Unterkunft entstehenden neuen Bedarfe können im Bestand der Betreuungsangebote gut abgebildet werden, sodass hier keine Erweiterung der Platzkapazitäten erforderlich ist.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 16. Oktober 2025OFOF 937/3Kinderbetreuung im Nordend sichern, Konsequenzen aus der Schließung der „Roten Eule“ ziehenOrtsbeiratsantrag · FDP
  2. 4. Dezember 2025VV 1345Kinderbetreuung im Nordend sichern, Konsequenzen aus der Schließung der „Roten Eule“ ziehenAnfrage
  3. 23. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 19 Wochen
    STST 385Kinderbetreuung im Nordend sichern, Konsequenzen aus der Schließung der „Roten Eule“ ziehen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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Ortsbeiratssitzung
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