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.Autonome. Aktivitäten in Frankfurt - Welche Gefahren sind den städtischen Verantwortlichen bekannt?

Vorlagentyp: AFREIE_WÄHLER
32 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung
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Inhalt

Anfrage vom 28.06.2011, A 12

Betreff: "Autonome" Aktivitäten in Frankfurt - Welche Gefahren sind den städtischen Verantwortlichen bekannt? Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 12.09.2011 Ende Mai kam es zu Festnahmen mehrerer Linksextremisten in Frankfurt, denen zur Last gelegt wurde, einen Anschlag auf die Innenministerkonferenz zu planen. Wir fragen den Magistrat:

  1. Welche Gruppierungen der linksextremen Szene in Frankfurt sind der Stadt Frankfurt bekannt?
  2. In Frankfurt existieren mehrere Zentren, von denen offenkundig linksextreme Tendenzen ausgehen. So gibt sich das Anwesen "In der Au 14-16" laut seiner Homepage als "Autonomes Wohn- und Kulturzentrum" aus. Das "Café Exzess" in der Leipziger Straße 91 bietet Raum für einen regelmäßigen "Antifa-Jugendtreff" und ein "Café Antisistema". Es bietet dem so genannten "Infoladen Frankfurt am Main" die Möglichkeit, die - laut Eigenaussage -"Vernetzung der linken Szene in der näheren und weiteren Umgebung" zu fördern. Auf der Webseite des Zentrums "Faites votre jeu!" im ehemaligen Polizeigefängnis in der Klapperfeldstraße 5 war nach den Festnahmen dreier "Autonomer" zu lesen: "Solidarität mit den Betroffenen! Innenministerkonferenz auflösen!" Erhalten diese Zentren von Seiten der Stadt Frankfurt finanziellen Zuwendungen und/oder Vergünstigungen?
  3. Wer ist Eigentümer der beschriebenen drei Liegenschaften?
  4. Im Falle städtischen Eigentums: Wie hoch ist die Miete, die die Stadt Frankfurt von Seiten der Zentrumsbetreiber erhält?
  5. Die Leipziger Straße 91 wird auch von der so genannten "campusantifa" als Kontaktadresse angegeben. Diese hat laut Angabe der Webseite www.antifa-frankfurt.org am
  6. Mai eine "Mobilisierungsveranstaltung" zum Thema "Burschentag in Eisenach zum Desaster machen - Männerbünde auflösen" im Bockenheimer "KoZ" durchgeführt. Inwieweit wurde und wird das "KoZ" von Linksextremisten als Treffpunkt und Veranstaltungszentrum genutzt?
  7. Erhält das "KoZ" städtische Zuschüsse, und wenn ja, in welcher Höhe?
  8. Die Stellungnahme gegen die Festnahme der Tatverdächtigen mit der Parole "Solidarität mit den Betroffenen! Innenministerkonferenz auflösen!" war auch auf der Internetseite www.frankfurter-info.org zu lesen. Diese wird von einem Verein "Leben und Arbeiten im Gallus und Griesheim" (LAGG e.V.) unter der verantwortlichen Redakteurin Ulla Diekmann betrieben. Was ist über die Verbindung dieses Vereins zu linksextremen Kreisen bekannt?
  9. Erhält dieser Verein städtische Zuschüsse oder sonstige Vergünstigungen?
  10. Welche Verbindungen der bekannten, so genannten "Anti-Nazi-Koordination" zu Linksextremisten und Straftätern sind der Stadt Frankfurt bekannt?
  11. Gab es bislang bzw. gibt es Anstrengungen der Stadt Frankfurt, eine wissenschaftliche Studie zu Strukturen und Aktivitäten der linksextremen Szene in Frankfurt in Auftrag zu geben, um Hintergründe dieser Aktivitäten zu erfahren und zu analysieren?
  12. Wenn nicht, warum ist dies bislang unterblieben?
  13. Wie schätzt die Stadt Frankfurt das von linksextremen Aktivisten im Stadtgebiet ausgehende Gefahrenpotential ein?
  14. Kann ausgeschlossen werden, dass von Linksextremisten in absehbarer Zeit eine erkennbare Gefahr für Leib und Leben von Frankfurter Bürgern ausgeht? Begründung: Ende Mai wurden von der Polizei drei Personen aus der Frankfurter "autonomen" Szene festgenommen, die vermutlich einen Anschlag auf die im Juni stattfindende Innenministerkonferenz geplant hatten. Es waren neben Informationsmaterialien aus der linksextremen Szene mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Plastikflaschen und mehrere umgebaute Feuerwerkskörper bei den Festgenommenen gefunden worden. Die polizeilichen Maßnahmen gegen teils bereits einschlägig bekannte Personen verweisen auf eine mögliche Bedrohungslage unserer demokratischen Ordnung und der Stadt Frankfurt aus diesem politischen Milieu. Es sollte deshalb im Sicherheitsinteresse der Stadt Frankfurt sein, so viele Informationen wie möglich über die lange nicht ausreichend beachtete örtliche "autonome" Szene offenzulegen, um geeignete Reaktionen diskutieren zu können. Bericht des Magistrats vom 10.02.2012, B 70 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Recht, Verwaltung und Sicherheit Versandpaket: 29.06.2011

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. Juni 2011Sie sind hier
    AA 12.Autonome. Aktivitäten in Frankfurt - Welche Gefahren sind den städtischen Verantwortlichen bekannt?
    STVV-Anfrage · FREIE_WÄHLER
  2. 10. Februar 2012Antwort des Magistrats · nach 32 WochenBB 70.Autonome. Aktivitäten in Frankfurt - Welche Gefahren sind den städtischen Verantwortlichen bekannt?Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 4 · 07.11.2011
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage A 12 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER

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