Anliegerinnen und Anlieger von städtischen Liegenschaften im Ortsbezirk ans Fernwärmenetz anschließen
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit dem Anschluss von städtischen Liegenschaften an das Fernwärmenetz in Frankfurt. Ziel ist es, die Wärmeversorgung umweltfreundlicher und kostengünstiger zu gestalten, während gleichzeitig die Dekarbonisierung vorangetrieben wird. Der Magistrat plant, die Bürger über den Ausbau des Fernwärmenetzes und die damit verbundenen Maßnahmen zu informieren.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Fernwärme ist eine der umweltschonendsten Formen der Wärmeerzeugung und einer der kostengünstigsten Wege zur CO2-Vermeidung. Das über 300 Kilometer umfassende Fernwärmenetz der Mainova AG trägt bereits heute maßgeblich zu einer umweltschonenden Wärmeversorgung Frankfurts bei. Aktuell arbeitet die Mainova AG an einem Plan zum signifikanten Ausbau und gleichzeitiger Dekarbonisierung der Fernwärme. Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner können bei Fragen rund um die Fernwärme mit dem Team Wärmeanschluss der Mainova AG unter 069/21325100 Kontakt aufnehmen. Eine Übersichtsseite zu häufigen Fragen zur Fernwärme bietet darüber hinaus Orientierung. Erreichbar ist diese unter: https://www.mainova.de/de/ihre-mainova/ueber-uns/waerme-stromversorgung/fernwaerme. Fernwärme liefert heute bereits ca. 25% des Frankfurter Wärmebedarfs und wird eine wesentliche Rolle bei der Dekarbonisierung des Frankfurter Wärmemarktes spielen. Diese Aufgabe ist jedoch erheblich: Der Großteil der verbleibenden 75% des Wärmemarktes besteht aus dezentralen Öl- und Gasheizungen. Auch mit einem signifikanten Ausbau des Fernwärmenetzes kann nur ein Teil dieser Gebäude erschlossen werden. Die Mainova AG weist darauf hin, dass es bezüglich der Wärmeversorgung der Zukunft keine "one-size-fits all" Lösungen geben kann. Entscheidend ist es, die vor Ort herrschenden lokalen Gegebenheiten zu betrachten, unter Einbeziehung der vorhandenen Ressourcen sowie der wirtschaftlichen und räumlichen Rahmenbedingungen. So ist die Verlegung neuer Fernwärmeleitungen im hochverdichteten Frankfurter Boden mit erheblichen Kosten verbunden. Der wirtschaftliche Ausbau von Fernwärme ist daher vor allem in Gebieten mit hohen Wärmedichten und räumlicher Nähe zum bestehenden Wärmenetz sinnvoll. Mainova versteht den Wunsch vieler Bürger und Unternehmen, weitere Gebiete mit Fernwärme zu erschließen. Zu diesem Zweck arbeitet Mainova aktuell an einem sog. Fernwärme-Transformationsplan, in dem sowohl die Dekarbonisierung als auch der Ausbau des Netzes beschrieben wird. Auch vor der Fertigstellung des Plans, der anschließend noch vom BAFA genehmigt werden muss, wird Mainova aktiv über die kurzfristigen Ausbaumaßnahmen informieren. Hierzu soll zukünftig u.a. ein Verfügbarkeitscheck auf der Webseite der Mainova eingerichtet und Gesprächsangebote für Ortsbeiräte geschaffen werden. Eine zuverlässige, bezahlbare und zunehmend erneuerbare Wärmeversorgung ist aus Sicht der Mainova AG nur dann möglich, wenn Frankfurt die Potentiale vor Ort bestmöglich erschließen kann. Wesentliches Mittel zur Erreichung dieses Zieles ist die kommunale Wärmeplanung. Sie ist das zentrale und rechtsverbindliche Instrument, um die Zielvorgaben der Klimaneutralität zu erreichen. Mit dem Rahmenvertrag zum Anschluss städtischer Liegenschaften geht die Stadt Frankfurt mit einem großen Schritt voran. Eine Ausweitung dieses Vertrags in den nächsten Jahren ist für Mainova sehr gut vorstellbar. Steht die Erschließung außerhalb des aktuellen Fernwärmeversorgungsgebiets fest, wird Mainova die umliegenden Anwohner und Unternehmen aktiv informieren. Je dichter der Ausbau erfolgen kann, desto spezifisch günstiger und wirtschaftlicher ist die Verlegung der Leitungen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. Februar 2023MM 20Fernwärmeausbau und -dekarbonisierung in städtischen LiegenschaftenMagistratsvortrag
- 11. April 2023OFOF 274/7Anliegerinnen und Anlieger von städtischen Liegenschaften im Ortsbezirk ans Fernwärmenetz anschließenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 25. April 2023OMOM 3842Anliegerinnen und Anlieger von städtischen Liegenschaften im Ortsbezirk ans Fernwärmenetz anschließenDirektanregung
- 15. April 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 61 WochenSTST 716Anliegerinnen und Anlieger von städtischen Liegenschaften im Ortsbezirk ans Fernwärmenetz anschließenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab