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Wird die Schulsozialarbeit bedarfsgerecht ausgebaut

Vorlagentyp: STMagistrat
24 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat plant den bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit in Frankfurt am Main, insbesondere an Grundschulen und Beruflichen Schulen. Dies soll durch zusätzliche Mittel und Programme geschehen, um die Bildungs- und Betreuungschancen für Schüler*innen zu verbessern.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Zu

  1. An welchen Schulen im Ortsbezirk 6 finden Angebote der Schulsozialarbeit, der Jugendhilfe an der Schule oder weitere im Bericht B 182 angeführte Angebote statt?

Und

Zu 3. Mit wie vielen Stellen bzw. Vollzeitäquivalenten sind diese Angebote ausgestattet?

Jugendhilfe in der Schule (weiterführende, allgemeinbildende Schulen):

Das Angebot ist fest im Schulprogramm verankert. Die Personalressource ist abhängig von der Schüler*innenzahl. (s. Tabelle 1)

Jugendhilfe in der Grundschule

Pro Standort steht grundsätzlich ein integriertes Angebot mit einer Personalressource von einer halben Stelle zur Verfügung. Zusätzlich verfügt jede Bildungsregion über zusätzliche Ressourcen für regionale, temporäre und schulstandortübergreifende Angebote ("Modell 2"). (s. Tabelle 1)

Sternpiloten

Die "Sternpiloten" sind ein additives Kleingruppenangebot an Grundschulen, dass zweimal in der Woche für zwei Stunden stattfindet. (s. Tabelle 1)

Tabelle 1:

StadtteilSchuleJugend-hilfe in der SchuleVZÄ **Jugend-hilfe in der Grund-schuleVZÄ **Stern-pilotenVZÄ **UBUS*VZÄ **
GoldsteinGoldsteinschulex0,5x1
GriesheimBoehleschulex0,5x1
Eichendorffschulex0,3x1
Georg-August-Zinn-Schulex3x1
HöchstHostatoschulex20,5x1
IGS 15x3x1
IGS Westx3x2
Kasinoschulex2
Robert-Blum-Schulex0,8x1
NiedFridtjof-Nansen-Schulex0,3x1
Friedrich-List-Schulex0,5x1
Niddaschulex0,5x1
Schwan-heimAugust-Gräser-Schulex0,5x1
Carl-von-Weinberg-Schulex4x1
Minna-Specht-Schulex0,5x1
SindlingenMeisterschulex2x1
Sossen-heimAlbrecht-Dürer-Schulex0,5x0,3x1
Edith-Stein-Schulex2x1
Henri-Dunant-Schulex0,5x1
Unterlieder- bachWalter-Kolb-Schulex2x0,5x1
ZeilsheimKäthe-Kollwitz-Schulex0,5x2

* UBUS = Unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte (Landespro-

gramm)

** VZÄ = Vollzeitäquivalent

Sozialpädagogische Förderung an den Beruflichen Schulen

Die Angebote der Sozialpädagogischen Förderung an den Beruflichen Schulen unterstützen Schüler*innen an beruflichen Schulen durch Einzel- und Gruppenberatung, Coaching und Konfliktmanagement. Ergänzend gibt es Angebote zu sozialem Lernen, Medien- und kultureller Bildung sowie Gesundheitsprävention. Es richtet sich an Schüler*innen in den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung sowie in der Berufsfachschule. Darüber hinaus können einzelne Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule und des Beruflichen Gymnasiums die Angebote in Anspruch nehmen. Die Stellenressource bemisst sich hier ebenfalls an der Zahl der Schüler*innen. (s. Tabelle 2)

Tabelle 2:

StadtteilSchuleVZÄ
HöchstPaul-Ehrlich-Schule0,5
UnterliederbachLudwig-Erhard-Schule1,5

Es besteht die Möglichkeit für Gymnasien, wie auch für alle anderen weiterführenden Schulen, ein temporäres Projekt (Laufzeit zwischen drei Wochen und zwei Jahren) im Rahmen der 2. Säule umzusetzen. Mittel dafür wurden 2023 von der Carl-von-Weinberg-Schule, der Kasinoschule, der Meisterschule und der Walter-Kolb-Schule beantragt.

Zu 2. An welchen Schulen nicht und aus welchem Grund?

Jugendhilfeangebote an Gymnasien (drei Standorte im Ortsbezirk 6) waren bislang nicht politisch beauftragt. Der Magistrat unterstützt jedoch in diesem Jahr den Ausbau der Jugendhilfe an Gymnasien mit einmalig 1.8 Millionen €. Die Stadtverordnetenversammlung hat am 20. Juli 2023 der Aufhebung der haushaltswirtschaftlichen Sperre nach § 107 HGO zur Finanzierung dieser Maßnahme aus Restmitteln des Bildungsdezernats zugestimmt. Um pädagogische Fachkräfte einstellen zu können, ist jedoch eine dauerhafte Finanzierung notwendig. Der Magistrat bemüht sich vor diesem Hintergrund, die jetzt für 2023 und 2024 beschlossenen Mittel ab dem Doppelhaushalt 2024/2025 ff. zu verstetigen.

An zwei Standorten (Robert-Koch-Schule, Karl-von-Ibell-Schule) konnten Angebote der Jugendhilfe in der Schule/Grundschule aufgrund ungeeigneter räumlicher Gegebenheiten bisher nicht eingerichtet werden.

In Einzelfällen besteht aus verschiedenen Gründen keine Nachfrage nach einem integrierten Jugendhilfe-Angebot (Adolf-Reichwein-Schule, Berthold-Otto-Schule, Ludwig-Weber-Schule). Die Grundschulen nutzen zum Teil Projekt-Angebote des Förderprogramms Jugendhilfe in der Grundschule im Modell 2 (s. o.).

Alle hier genannten Schulen verfügen über ein Vollzeitäquivalent im Rahmen von UBUS (Landesprogramm).

Die Fritz-Redl-Schule und die Panoramaschule werden in Kürze mit einem Jugendhilfe-Angebot nach dem neuen Förderprogramm Jugendhilfe an Förderschulen ausgestattet (jeweils mit rund einer halben Stelle).

Zu 4. Was kostet die Kompensation des fehlenden Ganztagsangebots der Landesregierung die Stadt Frankfurt?

§ 15 Hessisches Schulgesetz umfasst Betreuungsangebote, Ganztagsangebote und Ganztagsschulen. Hier werden auch Betreuungsangebote der Schulträger subsumiert. Die Stadt Frankfurt ist bereits seit Anfang der 2000er Jahre in der Ganztagsschulentwicklung aktiv und stärkt damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen signifikant.

An zentraler Stelle steht hier das Förderprogramm Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) als kommunaler Beitrag zur Ganztagsschulentwicklung. Das Förderprogramm hat das Hessische Schulgesetz zur Grundlage und ist ein freiwilliges Angebot der Stadt Frankfurt. Das Programm wird seit dem Jahr 2006 umgesetzt. Mittlerweile gibt es stadtweit rund 8.000 ESB-Plätze in 75 Erweiterten Schulischen Betreuungen. Die Versorgungsquote, die hierüber mit sichergestellt wird, könnte rein über die Landesprogramme im Kontext Ganztagsschulentwicklung nicht erreicht werden.

Die kommunalen Angebote sind ein elementarer und unverzichtbarer Beitrag, damit die in Frankfurt am Main vergleichsweise sehr gute Versorgungsquote an Ganztagsangeboten für Familien sichergestellt werden kann.

Die Frage nach den Kosten für die Kompensation ist eine komplexe. Wir weisen in diesem Zusammenhang auf den Forschungsbericht des Wuppertaler Instituts für bildungsökonomische Forschung (WIB) hin. Der Bericht wird der Komplexität der Thematik gerecht und zeigt umfassend die Kosten des Ausbaus ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote. (https://www.isep.frankfurt-macht-schule.de/informationen/ein-verlaessliches-gan ztagsangebot-kommt-und-was-kostet-das-die-kommunen)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 28. April 2023BB 182Wird die Schulsozialarbeit bedarfsgerecht ausgebaut?Magistratsbericht
  2. 11. Juni 2023OFOF 790/6Wird die Schulsozialarbeit bedarfsgerecht ausgebautOrtsbeiratsantrag · SPD
  3. 4. Juli 2023VV 703Wird die Schulsozialarbeit bedarfsgerecht ausgebautAnfrage
  4. 16. Oktober 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 24 Wochen
    STST 2128Wird die Schulsozialarbeit bedarfsgerecht ausgebaut
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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