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tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Das Projekt "mitSprache" im Ortsbezirk 1 weiter führen und ausweiten!
Vorlagentyp: STMagistrat
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 29.07.2013, ST 1157
Betreff: Das Projekt "mitSprache" im Ortsbezirk 1 weiter führen und ausweiten!
- Im Bereich der Deutschförderung und der Begleitung von Schulen bei der Aufgabe interkultureller Öffnung ist die Stadt Frankfurt nicht der einzige und vor allem nicht der primäre Akteur. Für eine stadtweite schulinterne Sprachförderung bzw. Förderung von Deutsch als Zweitsprache in Schulen stellt das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt Lehrer-ressourcen zur Verfügung. Diese fließen prioritär in Vorlaufkurse, Intensivkurse- und -klassen für Seiteneinsteiger und in Programme wie Deutsch und PC. Notwendig ist auf Seiten des Landes Hessen (Kultusministerium) ein stringentes Konzept für den Umgang mit kultureller und sprachlicher Vielfalt an Schulen. Dazu gehört ein ausreichendes Kontingent an Stellen für die Förderung von Deutsch als Zweitsprache sowie durchgängige Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals zu Themen wie Diversity, Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit. Das hess. Kultusministerium setzt mit Beginn des Schuljahres 2013/14 über die Einführung des sog. Sozialindexes eine neue Initiative für weitere Lehrer/innenstellen um. Die konkrete Zuweisung an Stunden basiert laut HKM auf folgenden vier Indikatoren:
- Der Anteil der Arbeitslosen an der Wohnbevölkerung
- der Anteil der SGB II-Empfänger
- der Anteil der Einfamilienhäuser bezogen auf die Gesamtzahl der Wohnungen sowie
- der Anteil der Zuwanderer unter den Schülerinnen und Schülern. Die konkrete Umsetzung für die Stadt Frankfurt und somit für die Frankfurter Schulen verfolgen das Amt für multikulturelle Angelegenheiten sowie das Dezernat für Integration und stehen dazu im Kontakt mit dem Staatlichen Schulamt Frankfurt und dem Hessischen Kultusministerium. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten erarbeitet aktuell eine Neukonzeption für die Handlungsfelder Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit und interkulturelle Zusammenarbeit mit Eltern im Sinne einer Querschnittsaufgabe aller verantwortlichen Akteure. Ziel ist es im Rahmen der Umsetzung des Integrations- und Diversitätskonzeptes stadtweit Chancengleichheit im Kontext von Diversität zu fördern und nachhaltig strukturelle Rahmenbedingungen für die o. g. Bereiche positiv zu verändern
- In Frankfurt besteht stadtweit Unterstützungsbedarf für Chancengleichheit und Förderung aller Frankfurter Kinder und ihrer Familien. Das Projekt mitSprache ist in der bisherigen Form nicht in der Lage, diesen Bedarf sachlich abzudecken. Dies zeigen schon die Zahlen: Das Projekt erreicht 7 von 154 öffentlichen Schulen und 5 von rund 680 Kindertagesstätten. Die Stadt Frankfurt kann nicht dauerhaft lediglich exemplarisch in einzelnen Einrichtungen arbeiten und damit nur punktuell Probleme auffangen, die letztlich struktureller Art sind und zum Teil auch Aufgabe der Landespolitik sind. Durch die Beendigung des Modellprojekts in seiner jetzigen Form werden im Amt für multi-kulturelle Angelegenheiten die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen frei, um gemeinsam mit anderen städtischen Stellen und dem Staatlichen Schulamt an breiter wirkenden Konzepten zu arbeiten. Nur so eröffnet sich die Möglichkeit, die auf Seiten der Stadt Frankfurt vorhandenen Ressourcen im Stadtgebiet gerechter zu verteilen. Das Projekt hat während seiner Laufzeit in den beteiligten Einrichtungen einen guten Beitrag geleistet. Neben der Entwicklung schulinterner und stadtteilbezogener Projekte konnten im Rahmen einer Öffnung des Modells über Fortbildungsveranstaltungen und Veröffentlichungen mitSprache-Erfahrungen auch an andere Bildungseinrichtungen weitergegeben werden. Dies war jedoch mit Blick auf den stadtweiten Bedarf nicht im erforderlichen Umfang möglich.
- Derzeit arbeitet das Amt für multikulturelle Angelegenheiten an einer Nachfolge-konzeption und steht dazu im Gespräch mit verschiedenen Einrichtungen, Partnern und den entsprechenden Ämtern auf kommunaler Ebene (siehe Punkt 1).
- Die Karmeliterschule sowie die anderen beteiligten Einrichtungen werden im kommenden Schuljahr zur Sicherung der nachhaltigen Wirksamkeit der im Rahmen von mitSprache entwickelten Strukturen und Projekte mit einem Anschlusscoaching unterstützt: Jeder ehemaligen Projekteinrichtung wird eine Budget von insgesamt 33 Beratungsstunden zur Verfügung gestellt. Diese können in Absprache mit der ehemaligen Pädagogischen Moderatorin sowie mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten niederschwellig in Form einer Beratung der Einrichtungsleitung sowie entsprechender Arbeitsgruppen oder über Konzeptions- und Supervisionstage für den weiteren Prozess der Schul- und Kita-Entwicklung genutzt werden. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten wird hinsicht-lich einer Sicherung von Projektergebnissen und einer Neukonzeption der bildungsrele-vanten Handlungsfelder über das Ende des Modellprojektes hinaus mit den Projektein-richtungen in Kontakt stehen, so auch mit der Karmeliterschule.
- In Frankfurt besteht mit Blick auf die Förderung von Chancengleichheit und Bildungs-erfolg stadtweit ein Unterstützungsbedarf an Schulen und Kindertagesstätten. Der Monitoringbericht 2011 des Jugend- und Sozialamtes belegt einen besonders hohen sozialen Benachteiligungsindex insbesondere in den Stadtteilen Gallus, Riederwald, Fechenheim, Griesheim (Ost), Höchst (Ost), Zeilsheim (Nord) und Sossenheim (Ost). Im Rahmen der o. g. Neukonzeption der bildungsrelevanten Handlungsfelder ist es nicht Ziel, einzelne Einrichtungen gezielt und exemplarisch für eine begrenzte Projektlaufzeit zu unterstützen; vielmehr ist es im Sinne einer Querschnittsarbeit Ziel, stadtweit und nachhaltig Barrieren zu senken und Chancengleichheit sowie Teilhabe im Kontext von Migration und Diversität zu verbessern. Die genannten Stadtteile finden im Kontext der Überlegungen zur Neukonzeption besondere Berücksichtigung.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. April 2013OFOF 295/1tleutviertel InnenstadtFraktion: CDUTitel/Betreff: Das Projekt .mitSprache. im Ortsbezirk 1 weiter führen und ausweiten!Ortsbeiratsantrag
- 16. April 2013VV 715tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Das Projekt .mitSprache. im Ortsbezirk 1 weiter führen und ausweiten!Anfrage
- 29. Juli 2013Sie sind hierSTST 1157tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Das Projekt "mitSprache" im Ortsbezirk 1 weiter führen und ausweiten!Stellungnahme
- 1. Januar 2014OFOF 398/1tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Was wird aus der Sprachförderung von Zuwanderern im Gallus?Ortsbeiratsantrag
- 21. Januar 2014VV 919Was wird aus der Sprachförderung von Zuwanderern im Gallus?Anfrage
- 28. April 2014Antwort des Magistrats · nach 56 WochenSTST 588tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Was wird aus der Sprachförderung von Zuwanderern im Gallus?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
STStellungnahme des Magistrats
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab