Pförtnerampeln für Heiligenstock und Frankfurter Bogen
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Stellungnahme des Magistrats vom 22.08.2016, ST 1089
Betreff: Pförtnerampeln für Heiligenstock und Frankfurter Bogen Nachdem die Prüfung des Einführungserlasses vom 23.11.2015 "Vollzug der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO); hier: §37 Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA), Ausgabe 2015" abgeschlossen ist, ist folgendes festzuhalten: Grundsätzlich gilt im Verwaltungsrecht, ein Erlass ist eine Regelung, durch die eine übergeordnete Behörde in diesem Fall das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung einer oder mehreren nachgeordneten Behörden allgemeine Anweisungen für den internen Dienstbetrieb erteilt. Mit dem Einführungserlass zu den RiLSA 2015 werden die Einsatzkriterien für Lichtsignalanlagen klar und eindeutig beschrieben. Im Punkt 3 (Ziele und Einsatzbereiche) des Erlasses wird folgendes ausgeführt: "Mit Lichtzeichenanlagen dürfen keine zusätzlichen Gefahrenlagen geschaffen werden. Signalprogramme dürfen daher auch nicht als Ersatzmaßnahmen zur Umsetzung verkehrsplanerischer Ziele ausgerichtet werden. Die Signalprogramme sind infolge dessen grundsätzlich auf die tatsächliche Verkehrsnachfrage abzustimmen. Künstlich verkürzte Grünzeiten bzw. verlängerte Rotzeiten mit dem Ziel, unerwünschte Verkehrsströme durch erzwungene Rückstaubildung zu drosseln, stehen hierzu im Widerspruch. So genannte "Pförtnerampeln" kommen daher nur insoweit in Frage, als sie der Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses im durch sie abgeschirmten Straßennetz im Rahmen eines abgestimmten Gesamtkonzepts dienen. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass die Leistungsfähigkeit bzw. Kapazität des abgeschirmten Straßennetzes ausgeschöpft wird. Diese darf demnach auch nicht anlässlich oder in Folge der Einrichtung einer Lichtzeichenanlage verringert werden. Eine über längere Zeiträume andauernde Sperrung eines Knotenpunktarms durch Lichtzeichenanlagen ist nicht zulässig." Vor diesem Hintergrund kann einem erneuten Test, wie auch der dauerhaften Einrichtung einer Lichtsignalanlage, aus rechtlichen Gründen nicht entsprochen werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. August 2016 veröffentlichte der Magistrat diese Stellungnahme. Mit dieser Stellungnahme antwortet der Magistrat auf V 153 — Anfrage vom 4. Oktober 2016.
Weitere Vorlagen in diesem Verfahren
- OMBezugOM 58 — Pförtnerampeln für Heiligenstock und Frankfurter Bogen · Direktanregung
- VBezugV 154 — Durchgangsverkehr in Berkersheim und im Frankfurter Bogen · Anfrage
- OMBezugOM 790 — Pförtnerampeln auf der Friedberger Landstraße · Direktanregung
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